Dienstag, 31. März 2015

Oiastoussn: Schon mal üben für Ostern:

Ein klares Wort eines Kardinals

es geht ein bisschen im Netz herum, die Aussage des philippinischen Kardinals und emeritierten Erzbischofs von Manila Rosales zu den Fragen der [kirchlichen] Ehescheidung.
Er sagte: " Auch wenn 99% aller [Menschen] nach genauer Prüfung  eine Scheidung bevorzugen, was verkehrt ist, ist verkehrt"
Im Original sagte er: "Even if it is 99 percent surveyed [who] favor divorce,” he said, “what is wrong is wrong.”

Montag, 30. März 2015

Die Kinder Jerusalems beim Einzug Jesu und die Kinder in den Kriegsgebieten des Mittleren Ostens.

Sandro Magister verknüpft das Bild von den Kindern, die den Messias bei seinem Einzug nach Jerusalem jubelnd begrüßen, mit dem der Kinder, die derzeit den ISIS-Killern ausgeliefert sind- und wenn sie mit dem Leben davon kamen- fliehen mußten.  Hier geht´s zum Original:  klicken

                                      DIE KINDER IM PASSIONS-EVANGELIUM

“Pueri Hebraeorum, portantes ramos olivarum, obviaverunt Domino, clamantes et dicentes: Hosanna in excelsis”.    (Antiphon zur Prozession am Palmsonntag)


"Seht zu. daß ihr keinen von dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch, ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Gesicht meines Vaters im Himmel."  (Matth.18,10)


                                          


Zur Lage der Kinder heute- nicht weit vom Ort dieses Geschehens - hat Erzbischof Silvano Tommasi, Permanenter Beobachter des Hl. Stuhls bei den Vereinten Nationen, vor dem Menschenrechtsrat der UNO in Genf. am 17.3.2015 eine Rede gehalten:

"Herr Präsident,
Verschiedene Quellen bezeugen, wie die Kinder unter den brutalen Konsequenzen des Kriegszustandes, der in ihrem Land herrscht, leiden. Die Kinder werden rekrutiert und als aktive Kombattanten mißbraucht, manchmal auch als lebende Schutzschilde.
Der sogenannte Islamische Staat hat die Situation noch verschlimmert, indem er Kinder als Selbstmordattentäter benutzt, Kinder ermordet, die zu anderen religiösen oder ethnischen Gemeinschaften gehören, Kinder auf den Märkten als Sklaven verkauft, eine nicht unerhebliche Anzahl von ihnen hinrichtet und andere Grausamkeiten verübt.
Kinder machen etwa die Hälfte der Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern im ganze Mittleren Osten aus und sind zugleich die verwundbarste demographische Gruppe in Kriegs-und Migrationszeiten. Ihr Leben im Exil ist voller Unsicherheit und täglichem Kampf. Viele sind von ihren Familien getrennt, haben Schwierigkeiten auch nur die notwendige Basishilfe zu bekommen und leben in wachsender Armut.


Gestern in Rom : ein Lied für den Frieden, Discomusik auf dem Peterplatz,

Benoît-et-moi veröffentlicht heute auf ihrem blog den Kommentar, den Rosselina Diluna gestern bei facebook geschrieben hat. Es geht um einen argentinischen Sänger, der sich unmittelbar nach der Hl. Messe auf dem Petersplatz produzierte und ein Lied für den Frieden, Text: Papst Franziskus, sang.
Hier geht´s zum Original :  klicken

                               "WENN DER PAPST SICH IN SZENE SETZT"
"Unmittelbar nach der Messe an diesem Morgen auf dem Peterplatz, bei der die Passion des Herrn durchlaufen wird, erhob sich auf dem Petersplatz in voller Lautstärke Diskothekenmusik, die als Begleitung für einen argentinischen Sänger diente."

"Verzeihen Sie mir, daß ich nicht schweigen kann: das alles geschah während der Direktübertragung von Rai Uno, der Direktübertragung am Palmsonntag vom Petersplatz, mit einer Liturgie, in der-wie wir wissen- der Passion des Herrn nachgegangen wird, mit einer Liturgie, die uns wirklich intensiv über das nachdenken läßt, was der Herr für uns durchlebt hat, einer Liturgie, die wirklich innere Sammlung verlangt, zum Nachdenken einlädt, zur Eröffnung der Heiligen Woche.....doch was passiert im Gegenteil?
Der Reporter kündigt grinsend eine von Franziskus gewollte Neuerung an, eine Neuerung, die die auf dem Petersplatz anwesenden Jugendlichen erfreuen soll.... ein Diskothekenrhythmus erhebt sich in voller Lautstärke über dem Platz, die Kamera fokussiert sich auf einen, der anfängt zu tanzen und ein junger argentinischer Sänger, der das Lied zu Worten von Franzikus komponiert hat, beginnt zu singen."
A.Diluna, FB

"Natürlich - und das konnte man erwarten- wurde diese FB-Botschaft von jemandem, der den Papst aus der Schußlinie nehmen wollte, korrigiert- indem er argumentiert: dieses hätte sich NACH  der Messe abgespielt und daß niemand eine Erlaubnis dazu erteilen konnte, der nicht Herr der Zeremonie und ihres Librettos ist. Sicher.

Dringende Gebetsbitte

Via Rom und aus dem dortigen Benediktiner-Kloster San Anselmo erreichte auch uns die dringende Gebetsbitte aus dem Irak- begleitet von herzzerreißenden Fotos.

YOUR PRAYERS ARE THE NEED OF THE HOUR.
 
PLEASE SEND THIS TO AS MANY AS YOU CAN.

 
PLEASE LOOK AT THESE PICTURES.  ISIS IS KILLING CHRISTIAN CHILDREN.  ONE WAS CRUCIFIED.  
Be sure to see the 4 photos below.

The whole world needs to see what kind of people these ISIS terrorists are.

Your prayers are needed now.

Hier sind in der mail 4 Fotos von Kindern eingefügt- von ISIS-Killern gefolterten und getöteten KIndern. Wir zeigen sie nicht, weil sie einerseits so grausam sind, daß einem die Luft wegbleibt und weil sie andererseits -stolz veröffentlicht- den sozio-und psychopathischen ISIS-Barbaren zu Propagandazwecken dienen ( auch wenn man das nicht glauben mag).
  
          Here is an urgent prayer request for all of us!!
She asked that it be forwarded ASAP to as many people possible:
Dear Friend: Just a few minutes ago, I received the following text message on my phone, from Sean Malone who leads Crisis Relief International (CRI), We spoke briefly on the phone, and I assured him that we would share this urgent prayer need with all our contacts.
We lost the city of Queragosh. It fell to ISIS and they are beheading children systematically. This is the city we have been smuggling food to. ISIS has pushed back Kurdish Forces, and is within 10 minutes of where our CRI team is working. Thousands more fled into the city of Erbil last night. The UN evacuated its staff in Erbil. Our team is unmoved and will stay. Prayer cover needed!!!.

Please pray sincerely for the deliverance of people of northern Iraq from the terrible advancement of ISIS and its extreme Islamic goals for mass conversion or death for Christians in this area.

May I plead with you not to ignore this email? Do not forward it before you have prayed through it. Then send it to as many people as possible.
Send it to friends and Christians you know. Send it to your prayer group. Send it to your pastors. Any one you can think of. We need to stand in the gap for our fellow Christians.

Noreen Nelson

 
Übersetzung
Hier ist eine dringende Gebetsbitte für uns alle!!
Sie bittet darum sie mit Hilfe aller an so viele Menschen wie möglich heranzutragen.

Fußwaschung am Gründonnerstag, Nachdenkliches über Symbole

also ich geh nun seit ich 2 bin, mit einer Unterbrechung von 9 Jahren (mea culpa),  regelmäßig zur Kirche, ich habe in all den Jahren noch nie, einfach noch nie, eine Fußwaschung am Gründonnerstag erlebt.
Das ist hier in der Gegend  nicht üblich, und bei uns zuhause, wo sie seit Bonifatius katholisch sind, selbst da wurden, soweit die Erinnerung der Eltern und Großeltern zurückgeht, auch noch  nie irgendwelche Füße in irgendwelchen  Messen gewaschen.
Gehört habe ich die entsprechende Perikope natürlich jeden Gründonnerstag, aber es immer verstanden als eine Geste, die Jesus an den Aposteln übt, im Sinn Vorbereitung auf ihr Amt
Davon abgesehen habe ich der alten Dame R.I.P. die ich einige Jahre betreut habe,  manchmal im Sommer eher kalt, im Winter eher warm,  die Füße gewaschen, weil sie da nicht mehr hingekommen ist, wegen der sich versteifenden Gelenke......
Im Grunde handelt es sich bei diesen beiden Dimensionen, um was ähnliches, ungefähr so:  ich tu einen Dienst, der derjenige sich  nicht selber erweisen kann, den er aber erwiesen haben will.
So beim Nachdenken ist mir noch aufgefallen, dass mir auch immer dann die Füße gewaschen werden, wenn ich mir eine Thai Massage gönne.
Das ist schon angenehm, im Winter wärmend, im Sommer kühlend, wie bei der alten Dame, nur eben nicht aus Notwendigkeit, sondern aus reiner Wellness, nur diese Dimension kann wohl die päpstliche Fußwaschung nicht meinen....

Sonntag, 29. März 2015

Father Blake, einer der 500, erklärt, warum er den Brief an die englischen Bischöfe unterschrieben hat.

In seinem blog marymagdalenblog erklärt Father Ray Blake aus der Diözese St.Mary Magdalen, Brighton, warum er den Brief der 500 an die englischen Bischöfe unterschrieben hat. Hier geht´s zum blog und zum Original:   klicken

"Bis zu welchem Grad sollte ein Priester die Stimme erheben?" Das ist die Frage, die SE Kardinal Nichols in seinem bisher letzten Medien-Interview zu den Themen der Synode stellte, diesesmal betraf sie den Brief der 500 Priester.
Der Weihe-Ritus heute sagt uns, daß ein Priester dazu da ist, das Evangelium zu predigen. Der Autor des Briefes an Timotheus sagt: "Verkündige das Wort, sei zur Stelle, ob gelegen oder ungelegen- rede ins Gewissen,ermahne unermüdlich und geduldig belehrend."

Ich habe versucht, dem feierlichen Versprechen, das ich bei meiner Weihe zum Priesteramt gegeben habe, treu zu bleiben und alles, was die Katholische Kirche lehrt, beizubehalten, deshalb fühlte ich mich verpflichtet, unter den Unterzeichnern dieses Briefes im Catholic Herald zu sein, in dem nach Klarheit über die Ehe und Bestätigung der Kirchenlehre verlangt wird.
Für keinen der Unterzeichner, die ich kenne, war die Unterschrift in irgendeiner Weise ein politischer Akt sondern eher ein Glaubensbekenntnis für unseren Glauben an die Heiligkeit der Ehe, wie die Kirche sie lehrt und immer gelehrt hat.
Ich für meinen Teil tue alles, was möglich ist, um die Lehre der Kirche zu verbreiten, einschließlich diesen Brief zu unterschreiben. Ich weiß, daß ich eines Tages vor Gott stehen werde und danach beurteilt werde, ob ich mein heiliges Amt ausgefüllt oder darin versagt habe.
Unser geliebter Hl. Vater hat unablässig die Notwendigkeit von Offenheit und Direktheit betont, -parrhesia- im Gespräch über diese Themen. Die sind Teil des "lio" oder des Ducheinanders zu dem er die Jugend in Rio einludt, als sie in ihre Diözesen zurückkehrten.


Wer hat die Konfusion in der Kirche verursacht ?

Paolo Togni bei La Nuova Bussola Quotidiana , hier geht´s zum Original : klicken

                  "WER HAT DIE KONFUSION IN DER KIRCHE VERURSACHT?"

"Ich gestehe, daß ich Schwierigkeiten habe, meinen katholischen Glauben und meine Überzeugungen, die in den 50-er und 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts geprägt worden sind, mit den Überzeugungen und Wortmeldungen von Teilen der Hierarchie zu vereinbaren, die dem zu widersprechen scheinen, was ich glaubte und glaube: die Klassifizierung sexueller Abweichungen, seien sie gegen die soziale Natur des Menschen oder gegen seine individuelle Natur gerichtet (siehe Römerbrief I, 19-20)  als nicht schwerwiegende Sünde, zum Verbot für Gläubige, die sich im Zustand der Sünde befinden an der Eucharistie teilzunehmen, zum undiskutierbaren und absoluten Primat des Bischofs von Rom in der Kirche und über jedes einzelne Mitglied, zur Wahrnehmung der Heiligen Kirche nicht als eine Vereinigung örtlicher Organisationen sondern als eines einzigen Körpers ( ..ich glaube an die eine Heilige, Katholische und Apostolische Kirche), dieser Einheit-auf der die Beziehung mit dem Herrn sich gründet, dem Weg der gegangen werden muß.

Ich glaube, daß es auch wichtig ist, den wahren Wert von Konsens und Dissenz wiederzuentdecken und diesen beiden Haltungen das rechte Gewicht beizumessen. Der Konsens -auch der Massen- zeigt nicht die Wahrheit dessen, was gesagt wird, der Dissenzs nicht dessen Falschheit.

Auf der anderen Seiten haben jene guten Patres der SJ mir, als sie mich erzogen, beigebracht, daß es Pflicht ist, die Hierarchie zu respektieren und ihr zu gehorchen. Ich gestehe, dass mir das größere Schwierigkeiten macht. Mich tröstet der Gedanke, daß wenn - si parva licet componere magnis- sich die Hl. Catharina von Siena mit einer so eindrücklichen Aktion gegen den Papst wandte, sie an die Grenze der Insubordination ging.

Vor 8 Jahren,


am 29. März 2007 feierte Papst Benedikt XVI mit den Jugendlichen der Diözese Rom einen Bußgottesdienst in Vorbereitung auf den  XXII WJT. Hier geht´s zum deutschen Volltext der Predigt:   klicken

                  

Einige junge Mitglieder der Römischen Gemeinde  haben bei ihm gebeichtet.

BUßGOTTESDIENST FÜR DIE JUGENDLICHEN
DER DIÖZESE ROM ZUR VORBEREITUNG DES
XXII. WELTJUGENDTAGES
PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
Petersdom
Donnerstag, 29. März 2007

Liebe Freunde!
Wir treffen uns heute Abend unmittelbar vor dem XXII. Weltjugendtag, dessen Thema, wie ihr wißt, jenes neue Gebot ist, das uns Jesus in der Nacht, in der er verraten wurde, hinterlassen hat: »Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben«  (....)
Im Herzen jedes Menschen, der um Liebe bittet, gibt es Durst nach Liebe. Mein geliebter Vorgänger, der Diener Gottes Johannes Paul II., schrieb bereits in seiner ersten Enzyklika Redemptor hominis: »Der Mensch kann nicht ohne Liebe leben. Er bleibt für sich selbst ein unbegreifliches Wesen; sein Leben ist ohne Sinn, wenn ihm nicht die Liebe geoffenbart wird, wenn er nicht der Liebe begegnet, wenn er sie nicht erfährt und sich zu eigen macht, wenn er nicht lebendigen Anteil an ihr erhält« (Nr. 10). Noch weniger kann der Christ ohne Liebe leben. Ja, wenn er nicht der wahren Liebe begegnet, kann er sich nicht einmal im Vollsinn Christ nennen, da, wie ich in der Enzyklika Deus caritas est dargelegt habe, »am Anfang des Christseins nicht ein ethischer Entschluß oder eine große Idee steht, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt« (Nr. 1). Die Liebe Gottes zu uns, die mit der Schöpfung begonnen hat, ist im Geheimnis des Kreuzes sichtbar geworden, in jener »kenosis« Gottes, in jener Entleerung und erniedrigenden Selbstentäußerung des Gottessohnes, wie sie uns vom Apostel Paulus in dem großartigen Christushymnus im Brief an die Philipper verkündet wird, den wir in der Ersten Lesung gehört haben. Ja, das Kreuz offenbart die Fülle der Liebe Gottes zu uns. Eine gekreuzigte Liebe, die nicht beim Ärgernis des Karfreitags stehen bleibt, sondern in der Freude der Auferstehung und Himmelfahrt und in der Gabe des Heiligen Geistes ihren Höhepunkt erreicht, des Geistes der Liebe, durch den auch heute Abend die Sünden vergeben und Vergebung und Frieden gewährt werden." (....)



Samstag, 28. März 2015

Auf der Suche nach den Schlangen ...

... vor den Beichtstühlen, bin ich letztens mal wieder in St. Michael gelandet.  Hier feierte der Münchner Kardinal den diözesanen Bußgottesdienst und aus alter Gewohnheit war ich auch diesmal wieder dabei. Früher war das sehr schön und meditativ dort und eine schöne Vorbereitung auf die Osterbeichte. Mit spirituellen Texten, an denen man sich orientieren konnte.

Aussterbende Art: Die Beichtstuhl-
schlange. Seit diesem Jahr auch in
München nicht mehr zu finden. 
Ja, früher, da waren sie tatsächlich noch da, die Schlangen a.d.B. Wer während des Bußgottesdienst beichten wollte, brauchte eine Menge Stehvermögen. Alle Beichstühle waren besetzt und trotzdem kam es vor, dass man eine Stunde Teil der Schlange war. Wer beim Kardinal oder einem der Weihbischöfe beichten wollte, ging das Risiko ein, eine Stunde anzustehen und dann doch nicht mehr dranzukommen ... weil sonst der Gottesdienst Stunden gedauert hätte.
Doch, wie gesagt - so war's früher.

Dieses Jahr musste ich mich erstmal durch die Autoschlangen Richtung Innenstadt schieben und kam dann gerade noch zum Eingangslied in die Kirche. Trotzdem konnte ich sehen, dass an zwei Beichtstühlen die Grüne Lampe leuchtete und die anderen wohl nicht besetzt waren, weil keine Lampe leuchtete. So schmelzen sie dahin, die Schlangen.

Sandro Magister: beispielhafte Osterpredigten.....

Sandro Magister hat sich auf seinem blog www.chiesa  mit den Osterpredigten Papst Benedikts XVI befaßt und seinen Text mit "Übungen zur liturgischen Predigt in der Heiligen(Kar)Woche überschrieben:  klicken   


                                              ÖSTERLICHE PREDIGTEN
                                 
                                       

"Die von Papst Franziskus im vergangenen Februar promulgierten Homiletischen Anweisungen geben konkrete Rahmenbedingungen für gutes Predigen in der Messe anhand des liturgischen Jahres vor, "dessen Zentrum das Österliche Geheimnis ist, mit dem wiederum das Mysterium Christi und der Erlösungsgeschichte verbunden sind, die sakramental aktualisiert werden."
Als Führer für diese Reise benutzen die Richtlinien Benedikt XVI und seine Apostolische Exhortation"Verbum Domini", die 2008 für die Synode, die dem "Wort Gottes im Leben und in der Mission der Kirche"  gewidmet war.

Die folgenden Texte sind mehr als Richtlinien, sie sind Predigten dieses großen Predigers und Liturgikers, vielleicht des größten des vergangenen Jahrhunderts, der kein anderer ist als Benedikt XVI.

Die Anthologie beginnt mit einer Predigt für Palmsonntag- aus Lesezyklus B des liturgischen Jahres, der auch in diesem Jahr in allen Hl. Messen nach römischem Ritus weltweit in Gebrauch ist.
Zu Beginn der Predigt zitiert Benedikt XVI den  Bericht vom Einzug Jesu in Jerusalem nach Markus, dem Evangelisten des B-Zyklus. Aber dann legt er das Johannes-Evangelium  aus- insbesondere die Passage, die bereits am vorhergehenden Sonntag der Fastenzeit gelesen worden war und die ebenfalls dem Lesezyklus B angehört.

Dann folgt die Predigt aus der Messe, die der Bischof von Rom -wie jeder andere Bischof- am Morgen des Gründonnerstags in seiner Kathedrale mit seinen Priestern feiert : der Erneuerung der Gelübde des Priestertums und der Segnung des Öles für die Taufe, Firmung, Weihe und Krankensalbung.
Diese Predigt zeichnet sich durch ihre tiefen biblischen, theologischen und kosmologischen Überlegungen zu den vier Bestandteilen der christlichen Sakramente aus: Wasser, Brot, Wein und Olivenöl.

Es folgt eine Predigt für die Messe "In coena Domini" am Gründonnerstag. Die, in der Benedikt XVI Schritt für Schritt den Römischen Kanon als Bezugnahme auf das Eucharistische Opfer Jesu und seine Vergegenwärtigung untersucht.

Zum Schluss eine Predigt für die Oster-Vigil. in der Joseph Ratzinger durch drei Symbole in das Mysterium der Auferstehung Jesu eintaucht: Licht, Wasser und das neue Lied, das Halleluja."

Es sind vier Predigtmeisterwerke. Schöne Lektüre!

Es wird immer seltsamer, die Gaia Religion hat Rom erreicht ?!?

beim Morgenspaziergang im Netz bin ich auf die Meldung gestoßen: "Earth hour" Rom bleibt eine Stunde dunkel, wegen dem Klima, der Umwelt, und überhaupt ... hier klicken

Also natürlich hängt der Glaube nicht an künstlich angestrahlten Kirchen, und es lässt sich nicht leugnen, dass die beleuchteten Kirchen zu den letzten Relikten der Präsenz des  Christentums in Europa zählen.
Ein Peter Seewald bezeichnete die wundervollen, alten  Kirchen jedoch als die Archen des Glaubens, die uns unsere Vorfahren hinterlassen haben.

Man hat nun manchmal den Eindruck, als bewegten wir uns religionsgeschichtlich rückwärts, hin zur bronzezeitlichen Verehrung der Gaja mitsamt der Zugabe, dass die weiblichen Fruchtbarkeit als absolut zu fürchten betrachtet wird.

Freitag, 27. März 2015

Kreuz, Solidarität und Sühne

Die Karwoche naht und allüberall wird uns verkündet, dass Christus ans Kreuz gegangen sei aus Solidarität mit den Armen, Entrechteten und Unterdrückten...
Und von Jahr zu Jahr nervt es mich immer mehr, so dass ich mir mal ernsthaft Gedanken gemacht habe warum.
Da ist zum einen die Erfahrung, dass ich wie wohl viele andere auch schon schlechte Zeiten hinter mich gebracht habe und jedesmal genervt war, wenn ich die Frau Professor, selber Lehrerin, beim Aldi getroffen habe und die mir treuherzig was von wegen. "aus Solidarität  mit den Armen täten sie auch ganz bescheiden leben..." erzählt hat und ich mir immer dachte: "Naja davon habe ich nun in meiner aktuellen finanziellen Misere aber genau gar nix."
Und genau das ist es, was ich mir schon immer und ewig denke, wenn ich 'Solidarität' höre, dass der mit dem ich da aus Solidarität hungere oder merkwürdiges Zeug esse, oder zu Fuß gehe, davon genau nullkommagarnix hat.
Um es mal von einer anderen Warte aus zu betrachten, es gibt und gab immer wieder Leute, denen es gut geht, und die, warum auch immer, einen auf arme Wurscht machen und sich dabei ganz klasse vorkommen, weil sie denken, dadurch was von den Leiden der Armen zu verstehen, was aber verkehrt ist, weil der Arme halt arm ist und der solidarische Reiche eben nur so tut und, das ist wohl der springende Punkt, genau weiß, er kann wieder nach Hause gehen, wo es alles gibt, was das Leben schön macht, während der Arme genau das nicht kann, aussteigen aus der Armut.

Catholic Herald: "Wir müssen einer sehr schlechten Idee aus der deutschen Kirche widerstehen"

Der Catholic Herald hat den lesenswerten Leitartikel eines Priesters zur Nicht-Filialität der deutschen Kirche veröffentlicht. Hier geht´s zum Original  klicken
Alle kursiv geschriebenen Begriffe wurden vom Autor im deutschen Original verwendet.


        "Wir müssen einer sehr schlechten Idee aus der deutschen Kirche widerstehen"

"PARTIKULARISMUS AUF KOSTEN DER UNIVERSALITÄT IST EIN TÖDLICHES GIFT FÜR KATHOLIKEN"

"Um ein wirklich guter Theologe zu sein, muß man deutsch sprechen. Dafür gibt es eine Vielfalt von Gründen: es gibt viele gute deutsche Theologen und man sollte das, was sie geschrieben haben, in der Originalsprache lesen können. Und weil so große Teile der Theologie auf einer philosophischen Basis beruhen, muß man das philosophische Vokabular beherrschen, das oft deutsch ist.

Nehmen wir ein Wort wie "Geworfenheit". Keines- das gebe ich zu- das man je in einer Supermarktschlange hören wird, nicht einmal in Berlin oder Köln, aber der existentielle Schlüssel, der die laufende Diskussion zur Ehe erklärt sich so ( oder sollte es). Geworfenheit bedeutet den Zustand geworfen worden zu sein, "thrownness"
Es wurde von Martin Heidegger geprägt, der -wie jeder weiß- ein sehr schlechter Mensch war, aber obwohl er nur falsche Antworten hatte, stellte er einige sehr interessante Fragen.
Und dann sind  da "Angst" und "Sorge"- tief  im Inneren geht es bei der Ehe-Debatte um dieses existentielle Konzept. Ich glaube an Geworfenheit. Wir müssen damit leben. und die Tatsache akzeptieren, dass es zwischen uns und der Wahrheit Christi ein tiefe Kluft gibt, und wir müssen um jeden Preis an dieser Wahrheit festhalten, sonst ertrinken wir in einem Meer von Sorgen.

Der Brief der 500

500 englische Priester haben einen Brief zur kommenden Synode an ihre Bischofskonferenz  geschrieben
rorate caeli hat das Original:  klicken

"SIR-
Nach der Außerordentlichen Bichofssynode in Rom im Oktober 2014 ist viel Verwirrung über die Katholische Morallehre entstanden. In dieser Situation wünschen wir-als katholische Priester, erneut unsere unerschütterliche Treue zur traditionellebn Lehre zur Ehe und der wahren Bedeutung menschlicher Sexualität zu bekunden, die auf dem Wort Gottes beruht und seit 2000 Jahren durch das Lehramt der Kirche gelehrt wird.

Wir verschreiben uns erneut der Aufgabe, diese Lehre in ganzer Fülle weiterzugeben, während wir im Mitgefühl des Herrn die zu erreichen versuchen, die mit den Anforderungen und Herausforderungen des Evangeliums in einer zunehmend säkularen Gesellschaft kämpfen. Darüber hinaus bekräftigen wir die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung der traditionellen Disziplin der Kirche für den Empfang der Sakramente und daß Doktrin und Praxis fest und harmonisch untrennbar bleiben.

Wir bitten dringend alle, die an der zweiten Synode im Oktober 2015 teilnehmen werden, eine klare und starke Erklärung zur unveränderlichen Morallehre der Kirche abzugeben, damit die Verwirrung ein Ende hat und der Glaube bestätigt wird.

Yours faithfully
es folgen die 500 Unterschriften
Quelle rorate caeli



Medien-GAU als Folge eines Flugzeugabsturzes

Leider nicht zu leugnen: die Tragödie des Germanwings-Fluges hat den GAU des deutschen Journalismus zur Folge. Unter permanenten Beteuerungen des Nicht-spekulieren-wollens gleichzeitig vorgetragene Spekulationen auch der wildesten Art sind an der Tagesordnung: über den Absturz, mit sofortiger Urteilsbildung ( vorgestern sollte -wenn es nach der übereinstimmenden Meinung u.a. von ZDF & ARD- Redakteuren gegangen wäre- die ganze A 320- Flotte wegen journalistisch erwiesener totaler Flugunfähigkeit, Unsicherheit etc. eingemottet werden) -die bei Änderung der Nachrichtenlage sofort dem absoluten Vergessen anheim fiel, um wiederum sofort durch ein neues ebenso spekulatives Urteil nebst Folgerungen (alle Piloten müssen permanent psychologisch überwacht werden, Cockpit-türen geändert etc.) ersetzt zu werden.
Preisträger in diesem unfit-to-report-Wettbewerb sind für mich bei dem Fersehsendern : ntv, mit ihrer küchenpsychologischen, als Tatsache verkauften, Fern-und Fremddiagnose des Copiloten ( er tat das, weil er klein war und sich deshalb schämte), knapp gefolgt von den unbeschreiblich dümmlichen MOMA und MIMA.
Daß beide ÖR-Großsender den Absturz für ein Talk-show-Thema halten, bedarf wohl keines weiteren Kommentars.
Bei den Printmedien ist eindeutig die ZEIT Siegerin, die schon vor den allerersten Ergebnissen zur Unglücksursache wußte, daß das die Schuld der Billigfliegerei sei, der die böse & gierige Lufthansa skrupellos durch den vorsätzlichen Einsatz uralter und klappriger Flugzeuge Sicherheit und Leben ihrer armen Passagiere geopfert hat. Hier genügt eine Auszeichnung für den schlechtesten Journalismus nicht, hier muß Frau Sabine Rückert, die diese Unsäglichkeiten zu verantworten hat, wohl ein Reset-Programm beim Psychotherapeuten ihrer Wahl empfohlen werden.

Nicht nur wir sehen das so : klicken  und hier: klicken  und hier:  klicken

Und bedenken wir, daß die Angehörigen der Opfer nicht nur den -wie es aussieht- absichtlich herbeigeführten Tod ihrer Lieben betrauern und aushalten müssen- sondern auch die Entgleisungen deutscher Medienmacher.
Was wir für sie tun können : für sie und die Getöteten beten.


Donnerstag, 26. März 2015

Kardinal Müller erteilt Kardinal Marx eine Lektion- Ausschnitt aus einem Interview

Rorate caeli bringt heute einen Ausschnitt aus einem Interview, das Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, dem Magazin "famille chrétienne" zu Fragen der kommenden Familiensynode und der Aussage Kardinal Marx´, die deutsche Kirche sei keine "Filiale Roms" gegeben hat.
Hier geht´s zum Original : klicken   Das ganze Interview kann man leider nur gegen Bezahlung lesen.

"KARDINAL MÜLLER ERTEILT KARDINAL MARX EINE WAHRE  CHRISTLICHE LEKTION
ZUR FAMILIE UND ZU BISCHOFSKONFERENZEN"

famille chrétienne:
"In einem Gesprächsbuch über die Familie, das kürzlich in Italien und den USA veröffentlicht wurde, ermutigen Sie die Christen, den "prophetischen Mut der Märtyrer" zu wählen. Warum?"

Kardinal G.Müller:
"Die Kirche ist keine philantropische Organisation. Es genügt nicht, zu sagen, daß wir alle respektieren und dass wir für alle das Gute wollen. Das Evangelium als simple therapeutische Botschaft zu präsentieren, ist nicht besonders schwierig, entspricht aber nicht der Absicht Jesu."Selig seid ihr, wenn  sie euch  um meinetwillen schmähen und verfolgen und euch  alles lügnerisch nachsagen, " sagt Jesus. Die ersten Apostel, die Kirchenväter, die großen Bischöfe der Kirchengeschichte sind oft gegen den Wind gesegelt. Wie könnte es für uns anders sein?"

"Können bestimmte Entscheidungen zur Doktrin oder Praxis von Ehe und Familie an die Bischofskonferenzen delegiert werden?"

"Das ist eine absolut antikatholische Idee, die die Katholizität der Kirche nicht respektiert. Die Bischofskonferenzen haben Autorität für bestimmte Gebiete, aber sie bilden kein Lehramt neben dem Lehramt, ohne den Papst und ohne die Gemeinschaft mit allen Bischöfen"

"Vor Kurzem hat ein deutscher Bischof erklärt, das die Bischofskonferenz, die er leitet, keine "Filiale Roms" sei. Was denken Sie darüber?"

"Eine Bischofskonferenz ist kein Sonderkonzil,  und noch weniger ein ökumenisches Konzil. Der Präsident einer Bischofskonferenz ist nicht mehr als ein technischer Moderator, er hat mit diesem Titel keinerlei besondere lehramtliche Autorität. Wenn man sagen hört, eine Bischofskonferenz sei keine Filiale Roms, gibt mir das die Gelegenheit, daran zu erinnern, daß die Diözesen auch keine Filialen des Sekretariates einer Bischofskonferenz sind oder einer Diözese, deren Bischof die Bischofskonferenz leitet. Diese Art Haltung bringt die Gefahr mit sich, eine gewisse Polarisation zwischen den Ortskirchen und der Universalen Kirche wieder zu erwecken, die seit den I. und II. Vat. Konzilen überwunden waren. Die Kirche ist kein Ensemble von Nationalkirchen, deren Präsidenten abstimmen, um ihren Chef auf universaler Ebene zu wählen."
Quelle: famille chrétienne. rorate caeli

Ein Interview


Es ist nicht in diesen Tagen entstanden sondern 2003. Antonio Socci befragte den Präfekten der Glaubenskongregation zur Situation des Christentums in Zeiten zunehmender Aggressivität des Islams bzw. seines -ismus, die, wie wir heute wissen, damals noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hatte.
Aus gegebenem Anlass -sowohl der Massaker an den Christen im Herrschaftsgebiet islamistischer
Kräfte wegen,als auch des Versuchs der Diktatur des Relativismus, mit allen Mitteln die Oberhand zu gewinnen ( in dieser Woche gerade auf 3-Sat zu betrachten, wo weder an zwangsgebührenrekrutierten Mitteln noch an manpower gespart wird, um u.a. zu beweisen, daß alles Religionen gleich und eher einer kollektiven Neurose geschuldet sind)- ist wieder sehr aktuell geworden. Deshalb hat Socci das Interview noch einmal in seinen blog " lo straniero" gestellt.
Dieses Interview ist auch kein Grund für eine Kriseninterventionssitzung der DBK mit anschließendem Alarmschrei bei katholisch.de
Hier geht´s zum Original:   klicken 
Wir verdanken diesen Fund dem blog benoît et moi"   klicken   Merci!


                     "ANTONIO SOCCI INTERVIEWT JOSEPH RATZINGER"

In diesen Zeiten des Islamismus und dem "Schock der Zivilisationen" spielen die Religionen eine herausragendes Rolle. Gerade ist bei Cantagalli das sehr schöne Buch "Glaube, Liebe, Toleranz" erschienen
von Joseph Ratzinger,nach Willen des Papstes seit Jahrezehnten Hüter der Orthodoxie in der Kirche, das nicht nur für eineinhalb Milliarden Katholiken sondern für alle wertvoll ist.
Darin greift er mit der bekannten Tiefe alle Fragen auf, die die Welt von heute bewegen.
Verleger Cantagalli hat dankenswerterweise für uns eine Begegnung mit dem Kardinal  arrangiert.

Frage:
"Eminenz, es gibt eine Idee, die sich in der Hochkultur und im allgemeinen Denken durchgesetzt hat, daß alle Religionen Wege sind, die zum selben Gott führen und deswegen gleichwertig sind.  Wie denken Sie aus theologischer Sicht darüber?"

Kard. Ratzinger:
"Ich würde sagen, daß dieses für das heutige Denken  sehr bequeme Konzept sogar auf der historischen empirischen Ebene falsch ist. Es ist eine Wiederspiegelung des generalisierten Relativismus, aber es  nicht die Wahrheit, weil die Religionen nicht statisch nebeneinande stehen, sondern sich in einer historischen Dynamik befinden, in der sie eine für die andere zur Herausforderung werden.
Am Ende gibt es eine Wahrheit, Gott ist einer, auf eine Weise, daß diese verscheidenen Ausdrukcweisen -in bestimmten , untgerschiedlichen  historischen Augenblicken geboren, nicht Äquivalente sind,weil sie in einem Inneren sind und natürlich- das scheint mir evident zu sein-  können sich widersprechende  Dinge , können Wahrheit und Lüge nicht auf gleich Weise Wege zum Heil sein. Also bildet dieses Idee einfach nicht die Realität der Religionen ab und antwortet nicht auf das menschlichen Bedürfniss nach einer den großen Fragen angemessenen Antwort ."

Frage:
"In verschiedenen Religionen wird die Außerordentlichkeit der Person Jesu anerkannt. Es sieht so aus, als müsse man nicht Christ sein, um ihn zu verehren. Muß es also keine Kirche geben?"

KR:
"Schon im Evangelium finden wir zwei mögliche Standpunkte Christus gegenüber. Der Herr selbst unterscheidet zwichen dem, was die Leute sagen und dem,"was sagt ihr". Er fragt. was jene, die ihn aus zweiter Hand oder auf historische oder literarische Weise kennen, sagen und was jene, die ihn von Nahem kennen, ihm wirklich begegnet sind und seine wahre Identität kennen gelernt haben, erkannt haben.
Diese Unterscheidung bleibt durch die ganze Geschichte hindurch präsent. Es gibt einen Eindruck von außen, der Elemente von Wahrheit enthält.

Mittwoch, 25. März 2015

Barmherzigkeit, ein bisschen biblische Zahlenspielerei

Die Barmherzigkeit  ist ja in aller Munde, besonders in oberhirtlichem und ja fangen wir mal von vorne an.
Hier hätten wir eine Webseite, wo man gezielt in der Bibel nach bestimmten Wörtern suchen kann.
Wenn man nun das Wort Barmherzigkeit sucht, kann man  hier sehen , das Wort kommt  in der gesamten Bibel grad 19 mal vor und  interessanterweise nur 3 mal (weil die Stelle aus 2 Sam und 1 Chron ja die gleiche ist) als Attribut Gottes.
6 mal als Forderung an den Menschen, 9mal als Zitat aus beim Buch Tobit wo Tobit erzählt was und warum er so gehandelt hat, wie er gehandelt hat und einmal als Aufforderung des Paulus, wenn man Barmherzigkeit als Tugend übe, dann möge man das gefälligst freudig tun.
Sucht man nach dem Adjektiv barmherzig, dann ergeben sich noch 31 Stellen mehr hier klicken also insgesamt kommen in der gesamten Schrift Wörter wie barmherzig, Barmherzigkeit, Barmherziger, und die Barmherzigen 50 mal vor.
Analysieren wir auch hier die Treffer noch mal dann haben wir 18 mal barmherzig als Attribut Gottes, 32 mal als Aufforderung an uns, bzw als Attribut Tobits.
Also, soooo super häufig wie man gemeinhin meint, kommt also die Barmherzigkeit nicht vor.
Gibt man hier Verdammnis ein, gibt es mehr Treffer nämlich 84 und selbst vom Dämon ist öfter die Rede.

Jedoch das Wort, das auch innerkirchlich, sozusagen als das Gegenspielerwort zur Barmherzigkeit, gehandelt wird, die Gerechtigkeit, ergibt stolze  260 Treffer, das sind mehr als 13 mal mehr Treffer!
Gibt man das Wort "gerecht" ein, so werden auch Ergebnisse wie Gerechter, Gerechtigkeit  u.s.w. angezeigt und wir haben 655 Treffer, das sind wiederum gut 13 mal mehr als bei der Eingabe von barmherzig.

Tweet zum Tage

Dienstag, 24. März 2015

Der Denkfehler moderner Menschen auf den Punkt gebracht. Ein Fundstück

gerade eben beim Spaziergehen im Netz bin ich, via Achse des Guten, auf diesen Artikel hier gekommen.
In dem Artikel geht es um die Impfdebatte, aber besonders  interessant fand ich folgende Passage, die meines Erachtens die Verkehrtheit des modernen Denkens auf den Punkt bringt:
Der Abschnitt fängt an  mit der Frage  warum die Wissenschaftsfeindlichkeit in Deutschland so groß sei.
Der Interviewte (Vince Ebert, komischer Name, aber echt gut) gibt zunächst einen kurzen Abriss über die gesundheitliche Situation von vor hundert Jahren, jeder 5 Neugeborene starb kurz nach der Geburt, Tuberkulose war die häufigste Todesursache aber auch Lungenentzündung und Durchfall waren  todbringende Angelegenheiten.
Um dann festzustellen :
Wir alle sind Nutznießer von lebensrettenden Maßnahmen, die im vorigen Jahrhundert entwickelt wurden: sauberes Wasser, Impfungen, Insulin, Hormone, schmerzstillende Mittel. Dadurch hat sich die Lebenserwartung in kürzester Zeit fast verdoppelt.
 Bedauerlicherweise vergessen das viele Leute ziemlich schnell und sehen unseren derzeitigen Gesundheitsstatus als vollkommen selbstverständlich an.

Eine Million zuviel für Kardinal Marx?

Muss ein Italiener in Deutschland Kirchensteuer zahlen? 

Wir haben in den letzten Wochen ja den einen oderen Beitag veröffentlicht. Über die Intentionen von Kardinal Marx und über die Reaktionen aus dem Ausland darauf, ganz besonders aus Italien und aus England. Und dort kommt die deutsche Kirchensteuerkirche derzeit überhaupt nicht gut an.

Luca Toni war ein Klasse-Stürmer. Ein echter Goalgetter, der den Bayern einige Siege eingefahren hat. Und eine echte Augenweide. Und Torschützenkönig oben drein.



Als er nach Italien zurückkehrte, haben nicht nur die italienischen Restaurantbesitzer in München geweint ....

Er ist legendär, aber eben auch Geschichte.

Als er nach München kam, war er katholisch - und wusste nicht, dass es eine deutsche katholische Kirche gibt, wo man nur katholisch ist, wenn man die Kirchensteuer bezahlt und die deshalb zur reichsten Kirche der Welt geworden ist. Hat ihm ja keiner gesagt, und woher soll ein italienischer Fußballer, der international unterwegs ist und sich mit den deutschen Gepflogenheiten nicht so auskennt, das auch wissen.

Montag, 23. März 2015

ISIS ante portas - ganz ohne Kriegselefanten.

Wir haben es ja schon immer gewusst:

Vor 6 Jahren- eine Afrikareise

die von den übelwollenden Meinungsmachern in einem Kondom versenkt wurde.

Vom 17.3. bis zum 23.3. 2009 reiste Papst Benedikt XVI nach Kamerun und  Angola
einer Reise, die zu einem Mediendebakel ( im Sinne von Debakel der Medien-wegen kollektiver Unfähigkeit) wurde, weil die  begleitenden Journalisten komplett von einer zwangsneuirotischen Obsession für das Kondom ergriffen waren und keinen Gedanken mehr fassen konnten, der sich nicht um dieses Gummi-Tool drehte.
Alles begann mit der "fliegenden Pressekonferenz", deren deutsche Mitschrift man hier lesen kann:   klicken
Hier ein Satz daraus:

"Nach Afrika reise ich mit großer Freude: Ich liebe Afrika, ich habe schon seit meiner Zeit als Professor und bis heute viele afrikanische Freunde; ich liebe die Glaubensfreude, diesen freudigen Glauben, den man in Afrika antrifft. Sie wissen, daß der Auftrag des Herrn an den Nachfolger Petri lautet, die »Brüder im Glauben zu stärken«: das zu tun versuche ich. Aber ich bin sicher, daß ich selbst von den Brüdern im Glauben bestärkt zurückkommen werde, sozusagen »angesteckt« von ihrem freudigen Glauben."

Kamerun: 
hier geht´s zur Fotogalerie des Hl. Stuhls   klicken
Predigt bei der Eucharistiefeier am 19.3.2009 anläßlich der Veröffentlichung des Instrumentum Laboris der Afrikasynode im Stadion von Jaoundé.
Hier der Predigttext in seiner deutschen Fassung.   klicken 
und hier ein Ausschnitt daraus

"....Söhne und Töchter Afrikas, habt keine Angst zu glauben, zu hoffen und zu lieben! Habt keine Angst davor, zu sagen, daß Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und wir nur von ihm allein gerettet werden können! Der hl. Paulus ist in der Tat ein erleuchteter Autor – der Kirche vom Heiligen Geist als »Lehrer der Heiden« (1 Tim 2,7) geschenkt –, wenn er uns sagt, Abraham hat »gegen alle Hoffnung voll Hoffnung geglaubt, daß er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein« (Röm 4,18).
»Hoffen gegen alle Hoffnung«: Ist das nicht eine großartige Beschreibung eines Christen? Afrika ist durch euch und in euch zur Hoffnung berufen! 


Ein "Job", den keiner will?

In diesen Tagen jährt sich der Verzicht von Bischof Tebartz-van Elst auf seinen Bischofsstuhl in Limburg.
Eine gute Gelegenheit für die Presse noch mal ordentlich nachzutreten. Oder?

Hach ja, war ja auch zu schön, diese Verfolgungsarie gegen den Bischof. Das brachte Klicks und Auflage. Inzwischen ist Bischof Tebartz-van Elst in Rom und hat dort eine neue Aufgabe übernommen.

Tja und da kommt es wie es kommen muss. Den Wadlbeißern in Limburg geht ihre Prominenz ab. Keiner kommt mehr und fragt nach Interviews. Die TV-Kameras haben sich anderen Themen zugewandt. Und der Zwergenaufstand in der Provinz ist wieder dort angekommen: In der Provinz. Und den Damen und Herrn im Limburger Ordinariat und den 15-Minuten-Berühmtheiten von Wisiki ist langweilig geworden.
Was tut man da? Das, was man kann: Diffamieren und denunzieren. Denn, einigen scheint die Boulevard-Prominenz doch abzugehen.
Erneut sind also wieder Unterlagen beim Spiegel aufgetaucht, die der Herr Wensierski natürlich mit Freude entgegen genommen und veröffentlicht hat. Und natürlich werden jetzt die beiden "Statthalter" (Weihbischof Grothe und Generalvikar Rösch) angegriffen.
Denn die Limburger wollen ja eigentlich keinen neuen Bischof, sondern eher ihrer Kirche den Todesstoß versetzen (und sich selbst mal wieder in die Medien bringen).
Ober-Witzbold ist hier der geschasste Limburger Caritas-Leiter H.Heil, der ebendieses über den Limburger Domberg bringen möchte. Dazu hat er sogar ein Papier ausgearbeitet, das eine Nutzung der Bischofsresidenz als Ausstellungsraum für die "Verbrechen der Kirche" vorsieht.
Das sind die Leute, die wir in unserer Kirche "gut brauchen können" und man sieht an seinem Vorschlag, dass die Entlassung Heils durch den damaligen Bischof durchaus berechtigt war. Denn es gibt kein Unternehmen in Deutschland, das einem solchen Mitarbeiter nicht fristlos kündigen würde.
Pech für Herrn Heil, dass auch der Spiegel im Moment in Schwierigkeiten steckt, und ihm kein Pöstchen anbieten kann. Da wird er wohl auf seinem Vorschlag sitzenbleiben.

Dass der Herr Wensierski den Zwergenaufstand in der Provinz zu einem generellen Tiefschlag gegen die Kirche nutzt, wundert uns nicht weiter ... so kennen wir ihn ja.

21. März 2010:

Benedikt XVI und das Evangelium von Jesus und der Ehebrecherin



Die Deutsche Übersetzung der Ansprache kann man hier bei vatican.va nachlesen

Barmherzigkeit mal unter die Lupe genommen

Barmherzigkeit tönt es all überall und wie es hier, wohl eher unfreiwillig, ein junger und sicher sehr ernsthafter Mitkatholik ausführt, versteht man darunter offensichtlich, dass man den Täter deckt und der Böse derjenige ist, der seinen Job macht.
Ich finde den Beitrag, echt interessant, zeigt er doch deutlich wie schwer wir uns tun mit der Barmherzigkeit und was für Beispiele an den Haaren herbeigezogen werden.

Trotzdem ist es ein interessanter Beitrag, beleuchtet er doch ein Dilemma in dem Christens heutzutage stecken, nämlich dem, dass wir, zumindest in unseren Breiten gar nicht mehr so barmherzig sein können, wie die Helden aus den katholischen Kitschromanen der 50er, bzw aus den Heiligengeschichten es waren.
Weit und breit kein böser Bauer, der sein Pferd zuschanden schlägt, schlägt jemand dennoch seinen Hund, Anruf beim Tierschutzbund genügt.
Es gibt auch bei uns  nicht mehr diese entsetzliche Armut wie noch  in den 20ern, und man kann keinem Flüchtlingskind, das bettelnd aus den Hof kommt, mit einer Tafel Schokolade eine riesige Freude machen und ein Speckpater bekäme heute was zu hören von wegen Speck, ih pfui, viel zu fett und ungesund...
Obwohl, und man muss das nun richtig verstehen, es dem letzten Harz IV Empfänger so gut geht, dass die großen Theoretiker des Sozialen, wenn man Texte aus den 20ern liest, alle ihre Forderungen erfüllt sehen, von Recht auf Wohnung, (jeder Penner kriegt zwar keine Villa, aber ein Zimmer sofort zur Verfügung gestellt, wenn er denn aufs Amt geht, über eine umfassende Sozialgesetzgebung, bis hin zur medizinischen Versorgung, ist und bleibt die Welt ungerecht, auch bei uns!
Aber wir haben die christliche Haltung, auf eine gewisse Art, als Norm etabliert.
Es gibt Weltgegenden in denen den Leuten nix anderes übrigbleibt als zu betteln, es gab Zeiten in denen es auch bei uns so war, es gibt immer noch Leute die betteln (haste mal 'nen Euro?) aber betteln müssen tut bei uns keiner.
Gab es in den katholischen Erbauungsbüchern noch den guten Arzt, der die Armen unentgeltlich behandelte, so haben wir einfach die gesetzlichen Krankenkassen und auch wenn man über diveresen Kram, den diese sich ausdenken, nur noch den Kopf schütteln kann, so bleibt das es ein einklagbares Recht auf medizinische Versorgung gibt und auch das ist eine Norm gewordene christliche Haltung.
Auch andere Dinge, die es noch nicht mal an den prunkliebenden Höfen der Neuzeit gab, sind selbstverständlich, einfach Sachen wie  fließendes Wasser, Zentralheizung  und dergleichen mehr, aber auch anders, wie Zahnfüllungen, Telefon und Computer, mich fasziniert das irgendwie, wenn man Bilder von diesen wildgewordenen IS Typen sieht, die alle Smartphones haben.
Ich bring das nie zusammen, einerseits einem absolut archaischen Steinzeitdenken fröhnen und dann ein Smartphone!
Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen, also es gibt ja die klassischen Werke der Barmherzigkeit, die da lauten: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten.
Das ist natürlich nicht außer Kraft gesetzt, aber andererseits eben professionalisiert worden, was ja nicht verkehrt ist.

Sonntag, 22. März 2015

Dieser Tage in Leicester -leicht korrigiert.

So etwas kann es wohl nur in England geben. Nicht ohne Pomp haben heute -nach langen Vorbereitungen und unter großer Medienaufmerksamkeit- in Leicester die Beisetzungsfeierlichkeiten für den berühmt-berüchtigten letzten König aus dem Hause York, König Richard III, letzter Nachkomme der Plantagenet-Dynastie, mit der Überführung seiner sterblichen Überreste von der Universität (wo sie identifiziert wurden) in die Kathedrale begonnen. Die Feierlichkeiten sollen 5 Tage dauern.
2012 hatte man seine sterblichen Überreste unter einem Parkplatz in Bosworth/Leicester verscharrt gefunden, die Universität von Leicester hat dann in aufwendigen Untersuchungen seine Identität bestätigt.
Nachdem der Supreme Court den Anspruch der Stadt York auf den königlichen Toten abgewiesen hatte, wird er in der Kathedrale von Leicester seine letzte und endgültige Ruhestätte finden.


                                             Richard III earliest surviving portrait.jpg

Mit seinem gewaltsamen Tod am 22. August 1485 in der Schlacht von Bosworth ( damals Schlachtfeld, heute idyllische Landschaft mit Parkplatz )- bei der der Neffenmörder vergeblich nach einem Pferd gerufen hatte- so Shakespeare, (während die Chronisten berichten, daß sein weißes Schlachtross im Schlamm des Schlachtfeldes eingesunken und stecken geblieben war und kein Entkommen möglich), war der Rosenkrieg um die Krone Englands zwischen den Häusern York, weiße Rose, und Lancaster, rote Rose, beendet. Mit der Eroberung des Thrones durch den Sieger der Schlacht, Henry Tudor, endete in England auch das Mittelalter.
Nicht nur die englischen Katholiken wundern sich darüber, daß er nun nach anglikanischem Ritus zu Grabe getragen werden soll- gab es zu seinen Lebzeiten diese Kirche doch noch gar nicht- und beklagen erneut, daß die Anglikanische Kirche Ereignisse, die eindeutig in die Zeiten eines nur katholischen Britanniens fallen- usurpiert. Angesichts des Charakters des Verstorbenen kann man das vielleicht verschmerzen und ihnen den Bösewicht neidlos überlassen. Aber inzwischen hat man sich ökumenisch geeinigt. Kardinal Nichols hat vor 3 Tagen ein Seelenamt für den toten König gelesen und wird an der Zeremonie in der Kathedrale von Leicester teilnehmen. Dabei wird er ein besonders schönes und wertvolles historisches liturgisches Gewand tragen, das zu Lebzeiten Richards in Gebrauch war.

        

So sieht das damalige Schlachtfeld, auf dem Richard mit ungefähr 5000 Mann gegen Henry Tudor mit cirka 4000 Mann ( vielleicht weniger) antrat, heute aus:

                    Eingebetteter Bild-Link



Nostalgie am Sonntag:

Samstag, 21. März 2015

Kardinal Caffarra: das Interview zu Themen der Familiensynode

Forstetzung
Nun zum Interview von Kardinal Caffarra:   

                                "Glaube und Kultur im Kampf um die Ehe"
Ich glaube, daß es nötig ist, zunächst die Begriffe zu klären, die ich verwende, um in der Lage zu sein, präzise die Konzeption hinter den Themen meiner Überlegungen zu zeigen,.

Glaube:
daran glaube ich -"fides quae" -die Ehe betreffend. Synonym mit "Evangelium der Ehe"- ist, sowohl im objektiven Sinn, was das Evangelium zur Ehe sagt, als auch im subjektiven Sinn -was die frohe Botschaft sagt, was Ehe ist. Es muß betont werden, daß ich die Lehre zur Ehe nicht als solche reflektieren werde, sondern wie sie in einer präzisen kulturellen  Situation gelehrt wird, der Situation des Westens.
Kurz gesagt: ich werde über das Kommunizieren des Christlichen Glaubens zur Ehe innerhalb der westlichen Kultur nachdenken. Zum zweiten Begriff:

Kultur:
Damit meine ich die heute im Westen allgemein geteilte Sicht der Ehe
Mit Sicht meine ich die Art über die Ehe zu denken, besonders wie sie in den juristischen Texten der Staaten und der internationalen Institutionen ausgedrückt wird.

Meine Überlegungen sind in 3 Abschnitte unterteilt.
Im ersten versuche ich, die Umrisse der kulturellen Voraussetzungen zu skizzieren, in denen sich die Ehe heute im Westen befindet.
Im zweiten werde ich versuchen, die fundamentalen Problem zu identifizieren, die diese kulturellen Bedingungen dem Christlichen Bild der Ehe bereiten
Im dritten Abschnitt werde ich einige  fundamentale Wege aufzeigen,  das Evangelium in der heutigen Welt zu verkünden.

Bedingungen der Ehe
 
"Rari nantes in gurgite vasto" dieser berühmte Vers Vergils ist ein perfekter Schnappschuss der Bedingungen der Ehe im Westen. ( "Wenige Schwimmer in den Weiten der Fluten") Das Gebäude Ehe ist nicht zerstört, es ist dekonstruiert worden, Stück für Stück abgetragen und am Ende haben wir noch alle Teile, aber es gibt kein Gebäude mehr.
Alle Kategorien, aus denen sich eine Ehe zusammensetzt sind noch da, - Gegenseitigkeit, Elternschaft, Fortpflanzung, Brüderlichkeit. Aber sie haben keine einheitliche Bedeutung mehr.
Warum und wie konnte diese Dekonstruktion stattfinden?
Schaut man etwas tiefer, bemerkt man, daß da eine Institutionalisierung der Ehe am Werk ist, die von der sexuellen Determinierung der Person abrückt. Es wird immer denkbarer, die Ehe vollständig von der jedem der Partner eigenen Sexualität zu trennen. Diese Trennung wurde sogar auf die Kategorie Vaterschaft-Mutterschaft angewandt.
Die wichtigste Konsequenz dieser "Entbiologisierung" der Ehe ist ihre Reduzierung auf ein bloß privates Gefühl ohne jede allgemeine Relevanz.
Der Prozess, der zur Trennung der Institution Ehe von der sexuellen Identität der Ehepartner geführt hat, war lang und komplex.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.

Am 19.3. 

feierten wir das Hochfest des heiligen Josef - den Namenstag unseres verehrten Papa emerito.

Heute 

feiern wir den 330. Geburtstag von Johann Sebastian Bach.

Es gibt keine bessere Kombination von beidem, als das hier:

Zum Welt Down-Syndrom Tag: Franziska



Herzliche Grüße an unsere Bloggerkollegin "anima mea", die heute einen wundervollen Beitrag dazu verfasst hat, weil sie ihre eigene Erfahrung weitergeben kann.

Kardinal Sarah im präsynodalen Aufwind

Fortsetzung:  ( hier das Original:  klicken )

Bevor wir uns dem Interview Kardinal Caffarras zuwenden, wäre es hilfreich, sich die Tatsachen in Erinnerung zu rufen, die zur Annäherung des Papstes an die Kasper-Kritiker führten.
Zum einen hält der Papst an Kardinal Müller, als Präfekt der Glaubenskongregation fest, demjenigen der 5 Autoren des Anti-Kasper-Buches mit der größten Autorität, der resolut vor der subtilen Häresie warnt, die darin besteht, die Lehre von der Praxis zu trennen, in der illusorischen Annahme daß die Praxis geändert werden könne, ohne die Lehre zu beschädigen, so daß man zweite Ehen segnen und dabei an der Unauflöslichkeit der Ehe festhalten könne.

 Als zweites hat Papst Franziskus in einer der wichtigsten Ernennungen innerhalb der Kurie Kardinal Robert Sarah aus Guinea, als Präfekten der Liturgiekongregation ausgewählt, den Autor des Interviewbuches "Dieu ou rien", in dem er die Idee der Kommunion für wiederverheirateten Geschiedenen von Grund auf ablehnt, die seiner Meinung nach eine Obsession bestimmter Kirchen im Westen ist, die eine sogenannte "theologisch verantwortliche und angemessene Praxis" erzwingen wollen, Lösungen die der Lehre Jesu Christi und des Lehramtes radikal widersprechen. 
In vollkommenem Einklang mit Müller sagt Kardinal Sarah auch:
"Die Idee das Lehramt in eine hübsche Schachtel zu verpacken und es von der pastoralen Praxis zu trennen, die sich je nach den Umständen, Moden und Impulsen ändert, ist eine Form von Häresie, eine gefährliche schizophrene Pathologie."

Kleiner Einschub vom Beiboot: zwischendurch twittert er so etwas:






"Wenn wir die Lüge, das Schweigen und das Weglassen vorziehen wird Benedikt XVI zum inakzeptablen Problem."
und
"Wenn wir die Wahrheit suchen, ist Benedikt XVI ein außerordentlicher Führer. Gott oder nichts!"

"Und nachdem er betonte hatte, dass die Frage der wiederverheirateten Geschiedenen in der Kirche Afrikas und Asiens kein dringendes Problem sei, sagte er:
"Ich erkläre feierlich, daß die Kirche Afrikas jeder Rebellion gegen die Lehre Jesu und des Lehramtes fest widerstehen wird."


Freitag, 20. März 2015

St. Patrick - die Welt ist Grün, eine Nachlese

Der irische Nationalheilige wird von seinen in alle Welt verstreuten Landsleuten immer noch tief verehrt und gefeiert. Am letzten Dienstag, "seinem Feiertag" wurde - wie schon in den Jahren davor, die Welt "gegreent". In der Reihe von New York und Sidney darf auch München nicht fehlen. Schließlich hat's der Heilige ja verdient. Er brachte das Christentum nach Irland und von dort zogen die Missionare dann nach Nord-Europa, um die Menschen auch hier zum Glauben zu bringen.

Das "gegreente" München steht hier als Beispiel für die ganze Welt.




Aber - Oh Schreck - da hat wohl so ein Ministerpräsident einer bundesweiten unter 10% Partei etwas in den falschen Hals bekommen. Er bezog die Grünen Wahrzeichen wohl nicht auf den Heiligen St. Patrick, sondern auf seine Partei. Das brachte ihn auf eine Idee: Warum nicht auch die Kirche grünen? Ein Papst in Grün - wär doch auch mal schön ...

SOFI in Bayern

Die Synoden-Kurse nach Magister: Caffarra steigend, Kasper fallend...

Sandro Magister geht in seinem blog www.chiesa nicht soweit vom SAX = Synodenaktieneindex zu sprechen, aber fast. Hier geht´s zur englischen Übersetzung seines Artikels:   klicken

         "SYNODENMARKTINDEX  :  KASPER FALLEND, CAFFARRA STEIGEND"

"Sogar Papst Franziskus distanziert sich vom ersteren und nimmt den anderen beiseite, Und er bleibt weiter auf gutem Fuß mit Kardinal Müller. Und fördert den Afrikaner Sarah. Alles standhafte Verteidiger der Katholischen Ehelehre.


Rom, 20.3.2015
"Das löst gar nichts" hat Papsrt Franzisklus im Hiblick auf die Idee den wiederverheirateten Geschiedenen die Hl. Kommunion zu spenden gesagt. Viel weniger noch, wenn sie das "wollen" , es fordern. Weil die Kommunion "keine Plakette, keine Dekoration ist. Nein."

In seinem letzten großen Interview hat Jorge M. Bergoglio kaltes Wasser auf die Erwartungen eines substantiellen Wandels der Lehre und Praxis der katholischen Ehe gegossen, die er  selbst indirekt genährt hatte.  "Die ersten 2 Jahre der Ära Franziskus" ein Interview für Televisa

Übertriebene Erwartungen nannte er sie- ohne weitere Erwähnung der Kasper-Thesen, deren Autor er in der Vergangenheit wiederholt ausgezeichnet hatte, jetzt aber auf Distanz zu halten scheint.
Andererseits schaut der Papst seit einiger Zeit mit wachsender Aufmerksamkeit  und Hochachtung auf einen anderen Theologen-Kardinal, der Gedanken verfolgt, die vollkommen mit dem Evangelium der Ehe übereinstimmen: den Italiener Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna.

Tod à la francaise - L´Avvenire ist dagegen, der Osservatore Romano dafür

Sandro Magister schreibt im L´Espresso über diese interessante Dissonanz zwischen der Zeitung des Papstes, Osservatore Romano und der Zeitung der italienischen Bischöfe L´Avvenire in der Beurteilung des neuen französischen Gesetzentwurfs zur Euthanasie.  klicken

"LEBENSENDE À LA FRANCAISE. AVVENIRE STIMMT DAGEGEN, DER OSSERVATORE ROMANO DAFÜR."

"Ausgewogene Antwort" Unter diesem Titel begrüßte der Osservatore Romanoi die Zustimmung der Mehrheit der französischen Nationalversammlung ( 436 dafür, 34 dagegen) zum Gesetzesentwurf zum "Lebensende" der nach den beiden Senatoren, Jean Leonetti und Alain Claeys, die ihn eingebracht haben, benannt ist.
"Wir sind weit von einem Euthanasiegesichtspunkt entfernt, bemerkt Ferdinando Cancellli in der Zeitung des Papstes und erklärt, daß die Polemiken, die es in diesen Tagen zum Thema gab, ausgesprochen kontraproduktiv und deshalb überflüssig erscheinen."

Welche Polemiken? Und von welcher Seite? Effektiv hat L´Avvenire, die Tageszeitung der CEI das französische Gesetz genau entgegengesetzt zum Osservatore gelesen.
"Lebensende, Euthanasie à la Francaise" -so der ganzseitige Titel über dem Artikel seines Korrespondenten in Paris, Daniele Zappala. Der hat es nicht versäumt, vom vielstimmigen Chor aus Vertrtetern aller Gesellschaftsschichten zu berichten, die sich skeptisch zeigen oder frontal gegen das fragliche Gesetz opponieren- einschließlich der französischen Bischofskonferenz und den Repräsentanten des Judentums und des Islams.
"Ich teile die Ängste derer, die von maskierter Euthanasie reden", hat u,a. Prof. Denys Pellerin in einem Interview mit Avvenire erklärt, eine Koryphäe von internationalem Ruhm, Präsident der Nationalen Chirurgischen Akademie  und der Nationalakademie der Ärzte Frankreichs- des Ärzteparlamentes jenseits der Alpen, seit jeher sehr aufmerksam bei bioethischen Fragen und Fragen der Pflichtethik.

Aber für den Osservatore ist es nicht so. "Die französischen Gesetzgeber"- schreibt er-" haben die Realität mit Klarheit und Mut betrachtet und nach einer aufmerksamen Bedenkzeit- einen Text erstellt, der nicht den Sinn eines der am höchsten entwickelten Gesetze zum Thema "Lebensende" verdreht.Jetzt muss das Gesetz ratifiziert und angewandt werden. Bei all dem helfen Polemiken wenig."
Um, rechtskräftig zu werden, muß das Gesetz noch die Zustimmung des Senates erhalten. Aber die Zeitung des Papstes hat bereits dafür gestimmt. Und als Titel ihrer Stimmabgabe hat sie das vom französischen Premierminister Mauel Valls gesprochene Urteil aufgenommen: "Ausgewogen".

finevita
auf den Plakaten steht: "Francois mach es wie Hollande" "Nein zum Leonetti-Gesetz der Linken" "wir wollen nicht an Hunger und Durst sterben"
Quelle: L´Espresso, Sandro Magister

p.s.  das Leonetti-Gesetz erlaubt passive Sterbehilfe am Lebensende, auf Wunsch des Patienten oder seines Bevollmächtigten , es verpflichtet die behandelnden Ärzte sich diesem Wunsch zu beugen und alle lebenserhaltenden Maßnahmen einzustellen, eine Beschleunigung des Todeseintritts als Nebenwirkung von Medikamenten der Palliativbehandlung ist nicht verboten.

Donnerstag, 19. März 2015

Klare Kante: die polnischen Bischöfe geben eine Erklärung zu Ehe und Familie heraus

Die polnischen Bischöfe haben den  Kardinälen (Barmherzigkeits-für-alle)-Kasper und (Wir-sind-keine Filiale)-Marx den Fehdehandschuh hingeworfen und bei der Vollversammlung zum Abschluss ihrer Synode eine Erklärung zur Lehre der Kirche zu Ehe und Familie verfaßt, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt.
Wir danken  rorate caeli    klicken    und vox cantoris besonders für die Übersetzung dieser Erklärung aus dem Polnischen

Erklärung der Vollversammlung der Polnische Bischofskonferenz

Warschau 12. März, 2015
"Am 11. und 12. März haben sich die Bischöfe im Hauptquartier der Polnischen Bischofskonferenz in Warschau zu ihrer 368. Vollversammlung getroffen, Teilgenommen hat auch der Apostolische Nuntius in Polen, Erzbischof Celestino Migliore und 13 weitere von der Bischofskonferenz eingeladene Gäste. (......)"

"Hinsichtlich der kommenden Bischofssynode in Rom haben die Bischöfe die Themen Ehe und Familie reflektiert. Diese Reflektion zeigt die Bedeutung von Familie und Ehe aus philosophischer, theologischer und juristischer Sicht.
Noch einmal klar herausgestellt wurde die unaufgebbare Bedeutung des Ehe-Sakramentes und der Familie für das Wachstum des christlichen Lebens in der Kirche.
Betont wurde die Notwendigkeit, die pastorale Betreuung der Familien zu fördern und die Gläubigen dabei zu unterstützen, sowohl die Bedeutung als auch die Verpflichtungen der sakramentalen Ehe zu verstehen, als heiligen und unauflöslichen Bund zwischen Mann und Frau.
Lehre und Tradition der Kirche zeigen, daß Menschen, die in nicht sakramentalen Verbindungen leben, sich selbst der Möglichkeit berauben, die Hl. Kommunion zu empfangen.
Die pastorale Versorgung jener, die in solchen Verbindungen leben, muß dafür sorgen, daß sie den Glauben behalten und in der Gemeinschaft der Kirche bleiben. Die Pastoral für die, die in nicht-sakramentalen Verbindungen leben, muß sich auch um deren Kinder kümmern, die das Recht haben voll am Leben und der Mission der Kirche teilzuhaben,

gez. Die Hirten der Katholischen Kirche in Polen
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In seiner täglichen Santa-Marta-Predigt am vergangenen Dienstag hatte Franziskus noch einmal in einer mehr oder weniger verschleierten Form Bezug auf die Kommunion für bestimmte Leute genommen und -auf der Basis des Tagesevangeliums und angesichts der von ihm selbst durch seine Zustimmung zur Kasper-These von der Barmherzigkeit ausgelösten Debatte die "Rechtsgelehrten" kritisiert.
Der Bezug zu diesem Thema ist offensichtlich.

Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag!

Am Tag des heiligen Josef gratulieren wir unserem emertierten Papa Benedetto auf das allerherzlichste und wünschen weiterhin Gottes reichen Segen!

Der tweet zum Tage

Mittwoch, 18. März 2015

"Der Papst ruft ein außerordentliches Heiliges Jahr aus. Boah!"

so lautet der ironische Titel, den Antonio Mastino auf "papalepapale" seinem Artikel gegeben hat.  
Wir haben ihn bei benoit-et-moi gefunden:  klicken

 "DER PAPST RUFT EIN AUSSERORDENTLICHES JUBILÄUMSJAHR AUS? BOAH!"
"Nur zwei Worte im Vorübergehen, weil ich versprochen habe, nichts mehr über den Vaticanismus zu schreiben und mich jeden Urteils über den Papst zu enthalten. Ich glaube, dass es auch nicht sehr nützlich und manchmal sogar vorurteilsbeladen ist, kritisch über den Papst zu sprechen (ach ja? *).
Und schließlich bin ich mir sicher, daß auf eine allgemeines Weise nur Gott persönlich oder die Heilige Jungfrau die Lage, in der sich die Kirche seit einiger Zeit befindet, entwirren können.

Es ist einige Zeit her, als ein wohlbekannter hypochondrischer Kardinal- vielleicht Beute eines permanenten Angstzustandes, der eine solche Psychose hervorruft, im privaten Kreis erklärte, daß die IOR in sehr schlechtem Zustand sei und daß ihr Zusammenbruch nur Monate entfernt sei.
Hat er übertrieben? Vielleicht.
Jedenfalls ist es nicht das erste mal, daß eine derartigen Finanzsituation vorliegt und der Hl Stuhl ist dem oft mit einem außerordentlichen Jubiläumsjahr begegnet.
Als heiligster Akt gemeinsamer Buße der Kirche wurde das Hl. Jahr geboren und ist aus unterschiedlichen Gründen zum gewöhnlichsten der profanen Phänomene geworden, auf das man manchmal zurückgreift, um etwas Geld zu kassieren (??). Und man ist dabei, auch Profit aus der Gewährung des Ablasses zu ziehen,und setzt voraus, daß noch irgendwer weiß, was das überhaupt ist.

Tatsache ist, daß die letzte Bußjubiläen nicht viel eingebracht hat- sie schoben  das alles auf eine mediale Überpräsentation. Denen, die es wie ich in Rom selbst erlebt haben, kam es wie eine Art großes Spass-Fest vor, wo jeder Sinn für Grenzen verloren gegangen war und wo die allgemeine Reinigung die letzte Beschäftigung war, an die die Teilnehmer dachten -in jenem Jahr 2000.
So sehr, daß Kardinal Ratzinger-als er das psychedelische Programm des Jubeljahres studierte- die Augen zum Himmel hob und resigniert sagte: "alle 25 Jahre, das geht."  Aber nicht mehr,


Mc KInsey, Ernst & Young... & ein Erzbischof mit dem Herzen eines Löwen.

Sandro Magister befaßt sich mit dem vaticanischen Dilemma, daß die multinationalen und exorbitant teuren Beraterfirmen, die zur Neurorganisierung der Kurie und der vaticanischen Kommunikation engagiert wurden, in den USA-auch ausdrücklich gegen die Lehre der RKK gerichtete-  Petitionen zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen unterschrieben haben.
Hier geht´s zum Original:  klicken

 "MC KINSEY, ERNST & YOUNG,  KPMG.....SCHAU MAL, WER SICH WIDERSPRICHT"

"Im Katechismus der Katholischen Kirche gehört die "Sünde der Sodomiter" immer zu den vieren, "die zum Himmel schreien", zusammen mit Mord, Unterdrückung der Armen und dem Raub der Löhne der Arbeiter.
Aber schon kann man die Petitionen, die eine totalae Wende für dieses Kapitel der Katholischen Moral fordern, nicht mehr zählen.
Die letzte unter ihnen kam von der "Konvention" der Gemeindekatecheten in den USA, die jedes Jahr in Los Angeles abgehalten wird, und die der König der amerikanischen Vaticanisten, John Allen, für das treueste und einhellige Abbild des Katholizismus der Staaten hält. Hier der Artikel: klicken

Dieser zigste Appell, den Katechismus bezüglich der Homosexualität zu revidieren und aus der Sünde eine Tugend zu machen,  kommt zu einer Zeit besonders lebhafter Angriffe, mit denen die  LGTB-Armada zivile und religiöse Institutionen in den USA überhäuft.
Das Hauptangriffsziel an der religiösen Front ist im Augenblick der Erzbischof von San Franzisco, Salvatore Cordileone, schuldig die katholischen Schulen seiner Diözese dazu aufgefordert zu haben, der Lehre der Kirche in der Materie der Homosexualität treu zu bleiben.
Dem Protestchor gegen den furchtlosen Erzbischof  haben sich auch 8 Senatoren des Bundesstaates Kalifornien und der höchste Richter San Franciscos, der Katholik Dennis Herrera, angeschlossen.

Aber was an der zivilen Front geschieht, ist noch beklagenswerter.
Einige Hundert Unternehmen, darunter praktisch alle Riesen des Weltmarktes, haben eine Petition an den Obersten Gerichtshof der USA gerichtet: zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen, die bereits in 34 von 50 Bundesstaaten zugelassen sind, wobei aber einige dieser Zulassungen beim Gericht Objekte von Klagen sind, die ab dem kommenden 28. April geprüft werden sollen.

Die Demagogie des Mit-den-Armen-Seins

Pater Jorge G. Guadalix ist Priester in Madrid und Autor mehrerer lesenswerter Beiträge zum Zeitgeschehen in der Kirche.
Hier die französische Übersetzung von benoît-et-moi (merci!) klicken  und hier das Originalklicken

Pater Jorge Gonzales Guadalix :

         "DIE SCHRECKLICHE DEMAGOGIE DES MIT-DEN-ARMEN-SEINS"
"Nichts ist demagogischer, als wenn wir hören "man muß mit den Armen sein",
Die Erfahrung sagt mir, daß die, die wirklich an der Seite der Armen sind, sie so respektieren, daß sie das niemals wie ein Banner vor sich her tragen würden. Die selige Theresa von Kalkutta ist dafür das schlagendste Beispiel. Im Gegenteil, alle die den Tag damit verbringen, über die Armen hier und die Armen dort zu reden, kennen sie im Allgemeinen nur aus der Ferne.
Sie wissen schon- "sage mir wessen du dich rühmst".

"Mit den Armen sein" ist eine Phrase voller Fehler mit einer großen Dosis Manipulation- beginnend mit dem Konzept "des Armen", das wesentlich mehr ist als nur kein Geld zu haben : "er war so arm, daß er kein Geld hatte".
Die große Armut ist die Sünde, sich von Christus entfernt zu haben. Sich zu Christus zu bekehren, sein Herz zu verwandeln, eine neue Art zu leben, zu entwickeln-weit vom Egoismus entfernt-da wo wir Menschen werden, Glauben und Leben wie Brüder zu teilen- dann gleichen sich als Konsequenz die sozialen Ungleichheiten aus, und die Schwächeren finden Hilfe und Solidarität und besonders die christliche Barmherzigkeit bei den stärkeren Brüder. Und wie oft werden ihrerseits die Stärkeren von den Schwächeren evangelisiert?

Dieses "die Armen", das sagt uns die Erfahrung- ist praktisch nichts anderes als ein Weg, um eine Carte Blanche (ein Patent, ein Passierschein) dafür zu bekommen, genau das zu tun, wozu man Lust hat. Allzu oft haben wir christliche Gemeinschaften gesehen, in denen man kaum noch die Eucharistie feiert und wenn man es tut- tut man es in der Form, in der die Beichte und Versöhnung unterdrückt wird, das Gebet gerade annehmbar, der Gehorsam kreativ, die Moral den Umständen angepaßt und wechselnd ist, die Prinzipien ebenfalls, aber diesen Gemeinschaften muß man alles verzeihen-wegen ihres vorgeblichen "mit den Armen seins" daß noch niemand gesehen hat. Ein Mit-den-Armen-sein- ohne konkretes Projekt, ohne Bindung an die Caritas, mit exorbitanten Kosten, deren Grund und Zweck niemand kennt.

Dienstag, 17. März 2015

Bedeutet Barmherzigkeit, den anderen grad machen zu lassen?

Also vorhin sind wir mit der Tochter, die gerade ihren Führerschein gemacht hat, mit dem Auto zum Einkaufen gefahren.
Also wie das halt so ist, Schalten, Gucken und Fahren, das ist zunächst gar nicht so ohne und so kam es, wie es kommen musste, man, sprich frau, war kurz davor, dem anderen die Vorfahrt zu nehmen, weil man nicht schon wieder halten und anfahren wollte und hoffte, dass der andere..........
Ich schrie "Brems doch, der hat doch Vorfahrt!" und alles ging gut, wobei ich mir ein genervtes "Der hätte doch gebremst" und danach ein "Ich dachte ich hätte Vorfahrt!" (das ist an der konkreten Stelle echt blöd geregelt) anhören durfte.

Nur frage ich mich angesichts des allüberbordenden Barmherzigkeitsgeredes, ob ich nicht besser riskiert hätte, dass die Haftpflicht was zum regulieren hat, anstatt so selbstherrlich, dialogfrei  und ergebnisgeschlossen (oder wie man das nennt) der Fahranfängerin, die ja immerhin die offizielle Zulassung hat zu fahren, zu sagen, was zu tun ist.

Jubiläumsbarmherzigkeit- Vorschläge eines Bloggers

Der blogger von "thatthebonesyouhavecrushed....." freut sich nicht über das gerade angekündigte, der Barmherzigkeit gewidmete, außerordentliche Jubiläumsjahr -von dem der Vaticanist und Papstkritiker Antonio Socci sagt, es sei das erste in der Kirchengeschichte, dem nicht ein Ereignis im historischen Leben Jesu zugrunde liegt und das nicht Jesus Christus zum Zentrum hat, sondern einen Pontifex. Auch der Gedanke, liegt nicht fern, daß damit die causa Kasper -weil doch das Jahr der Barmherzigkeit vor der Tür steht- bei den Synodenvätern der kommenden Synode ein bißchen angeschoben werden soll.
Hier jedenfalls  geht´s zum Original: klicken

              "JUBILÄUM DER BARMHERZIGKEIT. EIN ODER ZWEI IDEEN"
"Ein Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit klingt wundervoll.
In früheren Pontifikaten wäre ich darüber sehr glücklich gewesen, Aber dieses sind keine normalen Zeiten.
War das Kardinal Baldisseris Idee? Kardinal Kaspers schlaue Idee? Schließlich ist er der Experte für Barmherzigkeit, nicht wahr?
Ich kann nur für mich selbst sprechen.  Ich hatte jetzt 2 Jahre dieser "Macht Gottes Gesetze ungültig"-Barmherzigkeit. Merkwürdigkeiten, die unaufhaltsam  aus dem Vatican strömen. Das waren 2 Jahre, in denen mein Zynismus gereift ist.
Gläubige Katholiken sagen jetzt nicht und werden auch in Zukunft nicht Hurra zu dem sagen, was auf einen blanken Betrug der Hierarchie an der Lehre Christi hinausläuft, - die die Kommunion auch den nicht bereuenden Ehebrechern und anderen ebenfalls nicht bereuenden Sündern spenden will.
Sie werden auch nicht "Hussa" sagen, wenn die Heilige Eucharistie wie ungewandeltes Brot und un gewandelter Wein behandelt werden. Und jetzt sollen wir also dazu gebracht werden, uns als ei ne Art Parias schuldig zu fühlen weil wir dem schlauen Plan der Manipulation der Synode und dem noch schlaueren Plan des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit widerstehen.

Etwa so: "Ihr könnt nicht mit dem Plan Kaspers nicht einverstanden sein. Es ist das Jahr der Barmherzigkeit, wißt ihr! Und er hat ein Buch über die Barmherzigkeit geschrieben! Also! Wenn ihr da nicht mit uns geht, seid ihr unbarmherzig!"
Wie gesagt, ich bin schon ganz zynisch geworden und ziemlich sicher, daß andere genauso fühlen.
Mein guter Glaube an diese Pontifikat mit seiner besonderen Agenda ist erschöpft. Ich erwarte jetzt das Schlimmste.
Es ist bizarr, daß plötzlich- wenn es dem Papst gefällt-eine Kirchentradition, die von seinen Vorgängern in Ehren gehalten wurde, eine Tradition unglaublich alten Ursprungs, Vorgänger sogar der Traditionellen Lateinischen Messe, die er öffentlich abgelehnt hat- plötzlich als etwas Positives gesehen wird- jedenfalls eher als negativ. Der Zyniker könnte sagen, daß geschehe ,weil eine alte Tradition einer persönlichen Agenda nützt.