Sonntag, 31. Mai 2015

Was man so im allgemeinen von der Ehe hält, Gedanken aus gegebenem Anlass

Beim Nachdenken über das irische Referendum, das deshalb so verstörend rüberkommt, weil die Iren ja in der Tat, für ihren katholischen Glauben Schweres erduldet haben...
Aber wie es halt scheinbar so ist, was die Unterdrückung nicht fertig bringt, das gelingt dem schnöden Mammon locker, oder die Sache mit dem Tropfen Honig, der die Fliegen, im Gegensatz zum Fass Essig, massenweise anzieht, das funktioniert anscheinend ganz wertneutral.
Es wundert mich kein Stück, dass das Referendum so ausgegangen ist, wie es ausgegangen ist, ist die Lage des Glaubens in Europa schon länger ein Trauerspiel, einfach weil man ihn, wie noch ein Hans Urs von Balthasar an den jungen Professor Ratzinger schrieb, nicht vorsetzte, sondern voraussetzte! Was laut Hans Urs und Kardinal Ratzinger ein Fehler ist.
Man könnte auch feststellen, dass man JPII zwar heilig gesprochen hat, aber von seinem Wort: "der Neuevangelisation Europas" nichts mehr zu hören ist, was irgendwie seltsam ist.
Wir sollen verkünden und nicht davon ausgehen, dass es eh klar ist.
Meines Erachtens steckt die Idee, dass das Gute von sich aus einsichtig und stark ist, dass jeder das Gute will und tut und nicht nur sieht und gut heißt, dabei dem Schlechten folgt, wie die alten Römer wussten, dass das Wahre, Schöne, Gute, eh selbstverständlich ist, also diese, durch keinerlei persönliche oder historische Erfahrungen gedeckte Idee, die steckt m.E. hinter ner Menge innerkirchlicher und politischer Irrtümer.
Aber darum soll es grad nicht gehen.
Hier  habe ich mir ja schon Gedanken zum Thema gemacht, ausgehend von der wundervollen Analyse Klaus Kelles zum "Jeföhl" das jeden Fakt und jeden folgerichtigen Gedanken als böse, oder zumindest irrelevant zur Bewertung von richtig und falsch abstempelt.
Und hier habe ich mich gefragt: Warum ist für manche gut, was für alle schlecht ist? Erstaunte Fragen zu Irland
Diese Frage ist mir wieder in den Sinn gekommen, als mir wer den Link zu einem "Stern" Artikel über das Thema: "was Männer wirklich über die Ehe denken" schickte.

José L. Restan: " Geduldiges Säen in Europa", Fundstück

Den lesenswerten Artikel über einige Ereignisse in der europäischen Kirche von José L. Restan haben wir in französischer Übersetzung bei benoît-et-moi gefunden, merci! .  Hier geht´s zum Original:  klicken

                                   "GEDULDIGES SÄEN IN EUROPA"
"Ich habe eine Reihe von Nachrichten der letzten Tage zum Leben der Kirche in den verschiedenen europäischen Ländern auf dem Tisch. Das ist ein Leben, das sehr verschiedene Defiziten gegenüber steht: von der Glaubensmüdigkeit bis zur Feindseligkeit der Umwelt, von den seltenen Berufungen zur Versuchung, sich an die herrschende Kultur anzupassen oder im Gegenteil, sich zurückzuziehen, um mit Zähnen und Klauen das eigene Territorium zu verteidigen.
Über nichts von alledem können wir überrascht sein oder uns aufregen, aber es ist dennoch richtig, sich zu fragen, von woher die Energie kommen soll, diese Defizite anzugehen.

Die Niederlanden haben vor einigen Monaten eine schmerzliche Episode erlebt, die den Verfall ( auch anderswo wohl bekannt) der sozialen Präsenz der Kirche beweist. Der Erzbischof von Utrecht Kardinal Wim Eijk hat die bittere Entscheidung getroffen, mehrere Kirchen zu schließen, was bei einigen seiner Gläubigen verständlichen Unmut auslöste.
Eijk ist nicht gerade ein Mann, der sich vor den Winden der Mode beugt, aber er muß der Realität einer geschwächten katholischen Gemeinde Rechnung tragen.
Als Antwort auf die ihm zugeschickten Beleidigungen hat er daran erinnert, daß "Jesus uns aufgetragen hat, den Glauben bis an die Grenzen der Erde zu tragen, aber er hat nicht gesagt, daß wir überall Kirchen bauen sollen."
Angesichts der Krise, die die Kirche betrifft, sagte der Kardinal: "das, was wir benötigen, sind weder Ressentiments noch Proteste, sondern im Glauben erneuerte Gemeinschaften."
Ich kenne die schöne Stadt Utrecht, alte Bastion des holländischen Katholizismus, und kann den Schmerz und das Unbehagen der protestierenden Gläubigen verstehen. Aber in Wahrheit müßte das authentische Unbehagen eher durch die Glaubenskrise  und nicht durch die Kirchenschließungen ausgelöst werden, wenn es keinen christlichen Plan mehr in ihnen gibt,
Dringend muß eine neue christliche Präsenz geschaffen werden, die u.a. nicht in den alten Grenzen eingeschränkt bleibt, weil die Menschen, die wir erreichen müssen, die Angewohnheit haben, dort jedesmal weniger vorbei zu kommen.

Klartext: Roland Tichy rät zum Spendenentzug für Misereor.

Es hat sich ja schon rumgesprochen: in Bayern findet in den kommenden Tagen die "Party des Jahres" statt. Die führenden Köpfe der Welt treffen sich hinter den 7 Bergen - will heißen im Luxushotel Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen - um die augenblicklichen Krisen der Welt zu besprechen.

Das lockt natürlich auch die bekannten Demogruppen an, die sich schon auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen und München gemacht haben, um sich die schon gewohnten Schlachten mit der Polizei zu liefern. Mehr Sinn kann man ja als Normalbürger hinter solchen Demos nicht erkennen.

Und doch habe ich mir gestern verträumt die Augen gerieben, als mir auf der Startseite der Münchner Kirchennachrichten dieser Artikel entgegen lachte. Übersetzt heißt das in etwa so:

Freut euch! es gibt Krawall-Demos und die kirchlichen Gruppen sind an Fronleichnam voll dabei!
Zu diesem höchsten aller Hochfeste findet in München zwar wie jedes Jahr eine heilige Messe auf dem Marienplatz mit anschließender Prozession statt, aber das ist ja den "einzig wahren Katholiken" viel zu spießig.

Kardinal Sarah: Klartext zur kommenden Synode. Den Kasperianern ins Stammbuch.

Matteo Matzuzzi schreibt in seinem blog "il timone" über einige Wortmeldungen von Kardinal R. Sarah
Hier geht´s zum Original  klicken
rorate caeli hat den Artikel übersetzt   klicken, wir haben ihn dort gefunden: Dank dafür!


"KARDINAL SARAH: TÄUSCHT DIE MENSCHEN NICHT MIT DEM WORT GNADE, GOTT VERGIBT SÜNDEN NUR, WENN WIR SIE BEREUEN"  

"Wenn die Eucharistie einfach als Mahl betrachtet wird, das wir teilen und niemand davon ausgeschlossen werden kann, geht der Sinn des Mysteriums verloren". Das sagte Kardinal Robert Sarah, der neue Präfekt der Liturgiekongregation in einer Rede , die er im Johannes-Paul II Institut für Familie und Ehe zum Thema "Die Familie- eine andauernde Arbeit" hielt- anläßlich der Präsentation einer Sammlung von Essays, die der Verlag Cantagalli im Hinblick auf die kommende Synode herausgegeben hat.

Eine Sammlung, die die Diskussion der "heißen" Themen Homosexualität, Sexualität, Scheidung, in-vitro-Fertilisation, Euthanasie und Zölibat anregen soll.
Die Sammlung besteht aus 3 Bänden, zwei von ihnen wurden von Professoren des Johannes-Paul-II Institutes geschrieben: "Eucharistie und Scheidung: ändert sich die Lehre?" von José Granados (der zum Konsultor für die Bischöfe ernannt wurde) und "Verschiedene Familien: unperfekte Formen des selben Ideals?" von Stephan Kampowski.
Der dritte Band "Was denkt Jesus über die wiederverheirateten Geschiedenen?" ist das Werk von Luis S. Navarro, Ordinarius für Neues Testament an der Universität San Damaso, Madrid,.
Il Foglio hat am vergangenen 15. April Auszüge aus den Büchern der Professoren Granados und Sanchez veröffentlicht.

"Der Westen"- sagte Kardinal Sarah in einer Stegreifantwort auf einige der Fragen, die ihm aus dem Auditorium gestellt wurden -"passt sich an seine eigenen Illusionen an". Das Hauptproblem, bemerkte der Prälat mehrmals, ist der Glaube. (Il Foglio hat das in einem ausführlichen Auszug aus dem in Frankreich bei Fayard erschienenen Buch "Dieu ou rien" vorausgenommen) "Wenn man bedenkt,  daß das Wort Glaube sogar beim Taufritus nicht mehr erwähnt wird, wenn die Eltern gefragt werden, was sie von der Kirche Gottes für ihr Kind erbitten, wird die Bedeutung dieses Problems sehr klar" fügte der Kardinal hinzu, der auch die heutige Lehre des Katechismus kritisierte " Die Kinder zeichnen und lernen nichts- sie gehen nicht zur Messe."


Samstag, 30. Mai 2015

Nach dem irischen Referendum: der Erzbischof von Turin steigt in den Ring

ja, der "Cenacolo degli amici di Papa Francesco"  hat unter der Leitung von Kardinal-Afrika-halt den-Mund-Kasper getagt, gleichzeitig mit der Geheimsynode von Kardinal Marx und ebenfalls in Rom, und über die neuesten Entwicklungen in der Anpassung an das zeitgenössische Gedankengut -nach dem irischen Referendum beraten und wie man es für die eigenen Mühlen instrumentalisieren könne, parliert. Aber sie sind dennoch nicht Kirche. Es gibt glücklicherweise auch andere.

Wie  Massimo Introvigne in La Nuova Bussola Quotidiano berichtet, melden sich auch die Glaubenstreuen zu Wort, besonders weil in Italien ähnliche Gesetze wie in Frankreich und nun in Irland in Vorbereitung sind. Hier geht´s zum Original:    klicken
Quintessenz seiner Wortmeldung:
"Es handelt sich nicht darum, Wahldrohungen auszusprechen sondern um die Pflicht zum Widerstand gegen eine "dominierende Kultur und Mentalität, die jede Ansicht zu Ehe und Familie ausschließt, die der von der Diktatur des Individualismus und des politisch Korrekten vorgegebenen widerspricht."


"ERZBISCHOF NOSIGLIA GEGEN HS-VERBINDUNGEN UND DIE GENDERDIKTATUR"
                 

  

Der Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, der u.a. Präsident des im 10-Jahresrhythmus stattfindenden Kirchenkonventes von Florenz 2015 der Italienischen Bischofskonferenz ist, ist gegen den Entwurf der Lex Cirinnà für Homosexuellen Verbindungen in Italien in den Ring gestiegen. Er tat das in einem Interview, das er der diözesanen Wochenzeitung von Turin "La Voce" für den 31. Mai gegeben hat. 

Angesichts des irischen Referendums erklärt Nosiglia, daß derjenige irrt, der glaubte, "daß die Iren eines der katholischsten Völker Europas" seien. In der Realität hält diese Wertung des Katholischseins der Überprüfung an den Tatsachen nicht stand.
Man müsse vielmehr von einer schwachen Bindung an den katholischen Glauben sprechen, angesichts des Vorherrschens der Kultur des Individualismus und der hämmernden Propaganda der Massenmedien, die sich alle an der HS-Ehe orientieren.
Aber im Grunde- argumentiert der Prälat- haben wir das schon in Italien gesehen-bei den früheren Referenden zu Scheidung und Abtreibung.
Viele, die erklären, katholisch zu sein, haben dennoch Mentalität und Bräuche einer sauberen Trennung zwischen privatem und öffentlichen Leben angenommen, bei der die religiöse Zugehörigkeit als private Entscheidung gesehen wird. Sie argumentieren so: "ich bin Katholik und glaube an die Familie, die auf der Ehe zwischen Mann und Frau gegründet ist, aber wenn jemand anderes anders denkt, ist es richtig, daß der laizistische Staat ihm die Möglichkeit eröffnet, seine Sehnsüchte zu erfüllen und ihm gleiche Rechte zu garantieren."

Fundstück zur Frage, wie es nach der 5:4 Abstimmung des Scotus weitergeht.....

Scotus? "Supreme Court of the United States" mit dem Abstimmungsergebnis und seinen unmittelbaren Folgen - abgesehen von neuen Illuminationsmöglichkeiten für das Weiße Haus- ist es ja nicht getan.
Blogger Eye of the Tiber hat da schon weiter gedacht....zu welchem Ergebnis dabei gekommen sit, kann man hier sehen  klicken  - nämlich so:

Supreme Court Demands Apology From God For Sodom And Gomorrah

Gefühl und Verstand, oder der Versuch mit einem Essstäbchen zu häkeln

Schon seit längerem suche ich nach einem griffigen Begriff für das logische und weltanschauliche  Absurdistan in dem wir zu leben scheinen, aber es fällt mir keiner ein.
Witzig in dem ganzen Zusammenhang finde ich nur immer, dass man der Kirche vorwirft, gegen die Vernunft zu sein, und selber unvernünftige unlogische Entscheidungen bejubelt, die einen, frei nach den Bewohnern von Ninive, in die Bußgewänder und zum Fasten treiben müssten.
Apropos Ninive: Ninive heißt heutzutage Mossul und ist vor gut einem dreiviertel Jahr den Kämpfern der IS in die Hände gefallen und anstatt sich das im christlichen Abendland zur Warnung zu nehmen, interessiert es a) keine Sau (sorry) und b) macht man fröhlich, jubelnd weiter, auf dem Weg nach unten, und kommt sich c) und das ist für mich das allerschlimmste auch noch klasse vor, wenn man die unerwünschten Kinder und lästigen Alten mittels Abtreibung und Euthanasie "erlöst", und dazu rund ums 6. Gebot sündigt, was die Menschheit schon immer gemacht hat, aber seltenst das sich auch noch von Gott persönlich (an den man sonst nicht glaubt) hat erlauben lassen wollen.
Auf jeden Fall hat Klaus Kelle das hier in diesem Beitrag wundervoll auseinandergenommen Hier klicken und lesen!

Freude am Samstag!

Unser tweet zum Tage:

Am 27. Mai hatte Papst em Benedikt Besuch aus Österreich:


Lapsus- oder welche Zeitung der Papst wirklich liest.......

Auch wenn wir uns an Dementis, Korrekturen, Uminterpretationen päpstlicher Wortmeldungen gewöhnt haben: Überraschung!
Es ist nicht die Repubblicca- (die nun die Luft aus der stolzgeschwellten Brust ablassen muß) - es ist der Messagero!
Das erfahren wir vom Vaticanisten von La Stampa :  Marco Tosatti 
hier geht´s zum Original   klicken

"Was liest der Papst jeden Tag? Nicht die "Repubblicca", wohl aber den "Messagero" . Sie war ein Fehler, die erste Erklärung. Die ziemlich viele Personen überrascht hatte.

          "WAS DER PAPST WIRKLICH LIEST....."

"Was liest der Papst jeden Tag? Nicht Repubblicca wohl aber Il Messaggero: das verkündet die Agentur Zenit  mit dieser Erklärung:

"Aus den Räumen der Casa Santa Marta erreicht uns eine kuriose Meldung: Papst Franziskus liest nicht die Repubblicca , wohl aber die römische Tageszeitung "Il Messagero". Die von der argentinischen Zeiitung "La Voz del Pueblo" aus dem Interview verbreitete Meldung war also ein "Lapsus" des Pontifex, wie er selbst vor einigen seiner Mitarbeiter, die ihn um eine Erklärung gebeten hatten, zugab
Im zitierten Interview, -in dem Bergoglio u.a. erklärt hatte, seit 1990 wegen eines der Hl. Jungfrau "Virgen del Carmen" gegebenen Gelübdes nicht mehr fernzusehen, hatte der Papst diese Wahl gerechtfertigt: es handele sich um eine "Zeitung des Mittelstandes".
Aber die Meldung, daß der Nachfolger Petri ein "Aficionado" der von Eugenio Scalfari gegründeten und von Ezio Mauro geleiteten Tageszeitung sei, hatte manchen die Nase rümpfen lassen.
Außerdem kennen die italienischen Katholiken die Repubblicca als Zeitung, in der Laien, die dem katholischen Glauben wenig nahe stehen, Konzepte propagieren, die der christlichen Tradition widersprechen. 
Wenn es auch fest steht, dass jeder, auch der Papst, frei ist, zu lesen, was er bevorzugt, scheint er auf das Aufsehen aufmerksam geworden zu ein, das er mit seinem morgendlichen 10-minütigen Durchblättern der Tageszeitung erregt hat.
Der überraschte Franziskus soll ausgerufen haben "Es war ein Lapsus" und erklärte, dass es dagegen seine Gewohnheit sei, den Messaggero zu lesen. Diese Notiz wurde von der Korrespondentin des spanischen Radiosenders "Cope",  Paloma Garcia Ovejero in ihrem Twitter-Account bestätigt." (Zenit)

Tatsächlich hatte die Meldung, daß Papst Franziskus sein Morgengebet (nach Immanuel Kant, der die Zeitungslektüre des modernen Menschen so definierte) über einer politisch und anthropologisch so weit vom Fühlen der Kirche entfernten Tageszeitung verrichte, viele Katholiken getroffen und viele waren perplex.
Ein bißchen so als ob Paul VI  zugegeben hätte, nur L´Unita* zu lesen.

Einige atmen jetzt erleichtert auf. Bleibt die Tatsache, daß die Beichte von Papst Franziskus leicht in die Liste derer aufgenommen werden könnte, die ein wenig verletzt sind. Welche? Aber, aber!
Ich denke an die katholischen Zeitungen und auch an die Mitarbeiter des Staatssekretariates, die sich jeden Morgen abmühen, Fotokopien zu sammeln und die Pressesammlung vorzubereiten. Und die jetzt wissen, dass die unter diese Augen und deren Aufmerksamkeit nicht gelangt."

Quelle: La Stampa, Marco Tosatti

* L`Unita war die kommunistische Tageszeitung

Freitag, 29. Mai 2015

Im eigenen Haus zensiert

Im  heutigen L´Espresso berichtet Sandro Magister davon, das Pietro (Parolin) und Franziskus im eigenen Haus zensiert wurden. Hier geht´s zum Original:      klicken





Pietro e Francesco censurati in casa"


                                                  
"Zensiert im eigenen Haus. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und Papst Franziskus höchstpersönlich.
Beginnen wir mit Parolin und den Worten, die er zum irischen Referendum zur HS-Ehe am Nachmittag des 26. März an Rande einer Versammlung der Stiftung "Centesimus Annus" sprach.

"Dieses Resultat macht mich sehr traurig. Sicher muß die Kirche-wie der Erzbischof von Dublin sagt- diese Tatsache anerkennen, aber sie muß meiner Meinung nach auch ihre Bemühungen, auch unsere Kultur mit ganzer Kraft zu evangelisieren, im Auge behalten. Und ich glaube, daß es nicht nur um Niederlage der christlichen Prinzipien geht sondern auch ein bißchen um eine Niederlage der Menschheit."

Mit dieser klaren und lapidaren Äußerung- in den breaking news von den Weltmedien in die Köpfe gehämmert- hat der Kardinalstaatssekretär mit einem einzigen Schlag den verschleiernden Wortmeldungen vieler seiner Kollegen im Klerus Gerechtigkeit widerfahren lassen, die sich in den vorhergehenden Stunden zum Ausgang des Referendums geäußert hatten.

Am Tag vorher-wie jeden Montag- war Parolin zu einer Besprechung bei seiner wöchentlichen Audienz bei Papst Franziskus gewesen, die nie im offiziellen Bulletin des Hl. Stuhls erwähnt wird.

Man darf also sicher annehmen, dass sein Kommentar zum irischen Referendum auch die Gedanken des Papstes wiedergibt.
Aber wie hat die institutionalisierte Presse der Kirche die Aussage Parolins wiedergegeben?

Der "Osservatore Romano" hat sie auf Seite 7 in einem Artikel unter dem vagen Titel. "Für erneuerte Bemühungen der Kirche. Interview des Staatssekretärs" verborgen
Während "Avvenire" sich veranlaßt sah, ihn zu zähmen. Donnerstag, 28. Mai, unter dem Titel " HS-Ehe und die natürliche Familie. Die Kirche hat nur eine Stimme" haben sie die Definition Parolins der HS-Ehe als Niederlage der Menschheit parodiert.
"Wirkungsvoller Ausdruck, wenn er auch manchem sehr stark erschienen sein mag, der als Distanzierung von all jenen politischen Wege gelesen werden kann, die die Familie zu schwächen drohen."

Und so- um einem Zitat des Sekretärs der CEI, Nunzio Galantino, zu folgen- Großmeister der Verschleierung- der übrigens auch der Herausgeber der Zeitung der CEI ist, zögerte sie denn auch nicht, ihm im Untertitel des Artikels die Ehre zu erweisen "die aktuellen Unterstreichungen von Galantino".

Warum so mancher Preiß ...

in Bayern liaba Koibsbroatn mit Rahmschwammerl isst:

Sandro Magister: Synode, die Schlacht um Deutschland



                        "SYNODE, DIE SCHLACHT UM DEUTSCHLAND"
Sandro Magister   - hier geht´s zum Original:  klicken

"Die deutschen Bischöfe kämpfen, um den Weg für Scheidung und Homosexualität frei zu machen. Aber 6 von ihnen sind aus den Reihen ausgebrochen. Und in einem Buch kritisiert ein Jurist Kardinal Kaspers Ideen gründlich. "Es ist eine Krise des Glaubens" kommentiert der afrikanische Kardinal Sarah."

"In perfekter Synchronizität haben sich vor 4 Tagen, genau als der Rat und das Generalsekretariat der Bischofssynode im Vatican gemeinsam mit Papst Franziskus die nächste Sitzung der Versammlung vorbereiteten, - am selben Tag - und nicht weit entfernt, in der Päpstlichen Universität Gregoriana, die Präsidenten der Bischofskonferenzen von Deutschland, Frankreich und der Schweiz sowie um die 50 Bischöfe, Theologen und Experten aus diesen 3 Ländern getroffen- angeleitet von den Kardinälen Kasper (?) und Marx und haben hinter verschlossenen Türen diskutiert, wie man ihre Reformideen zu den beiden kontroversesten Themen - Scheidung und Homosexualität - durch die Synode steuern könnte.

Deutschland, Frankreich und die Schweiz überblicken den Rhein. Aber die Teilnehmer in der Gregoriana wissen sehr wohl, dass das Spiel an den Ufern des Tibers in Rom stattfindet. Ihr Ehrgreiz ist es, wieder - wie schon beim II. Vaticanischen Konzil - auf der Gewinnerseite bei der Erneuerung der Universalen Kirche zu stehen, und den Rhein mit seinen Wassern in den Tiber fließen zu lassen.

Am Ende des Treffens, gaben die Deutschen ein Statement heraus, in dem sie sagen, daß sie insbesondere über die "Sexualität als Sprache der Liebe und wertvoller Gabe Gottes" nachdächten, in engem Dialog zwischen der traditionellen Moraltheologie und den besten Beiträgen der zeitgenössischen Anthropologie und Humanwissenschaften.

Aber interessanter als dieses Statement ist das, was die Teilnehmer wirklich- nach dem autorisierten Bericht der Repubblicca, der einzigen italienischen zum Treffen zugelassenen und darüber hinaus der einzigen vom Papst gelesenen Zeitung- untereinander sagten.

Die Teilnehmer der Schattensynode an der Gregoriana

Edward Pentin, dem es gelang, die Namen der undercover-Teilnehmer am konspirativen präsynodalen Treffen in der Gregoriana, das von der deutsche, französischen und schweizerischen Bischofskonferenz organisiert wurde, komplett aufzulisten und Rorate Caeli, die sie online gestellt haben, gebührt unser Dank.
Einziger teilnehmender Kardinal war -wie man sieht- der Erzbischof von München und Freising, der im Vorfeld der kommenden Bischofssynode schon weitgehende Änderungen der Lehre versprochen hat.
Hier geht´s zu Pentins Original im National Catholic Register  klicken und hier zu rorate caeli : klicken
Pentin beschäftigt sich auch mit der Frage, warum die große Mehrheit der anwesenden Medienvertreter nicht über das Gehörte berichtet hat.

BISCHÖFE

Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof von München und Freising 
Erzbischof Georges Pontier, Präsident der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof von Marseille
Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof von St. Gallen
Bischof Franz-Josef Bode von Osnabrück
Bischof Heiner Koch von Dresden-Meißen
Bischof  Felix Gmür von Basel, Schweiz
Bischof Jean-Marie Lovey von Sitten, Schweiz
Bischof Bruno Ann-Marie Feillet von Reims
Bischof Jean-Luc Brunin von Le Havre

PROFESSOREN /PRIESTER

Pater Hans Langendörfer SJ, Generalsekretär der DBK
Pater Hans Zollner SJ, Professor für Psychologie, Vize-Rektor der Päpstl.Universität Gregoriana
Pater Achim Buckenmaier, Professor für Dogmatische Theologie an der "Akademie für die Theologie des Volkes Gottes", Institut der Päpstl.Lateran-Universität Rom; Konsultor des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung
Pater Andreas R. Batlogg SJ, Professor für Philosophie und Theologie, Herausgeber von "Stimmen der Zeit" Pater Alain Thomasset SJ, Professor für Moraltheologie am Centre Sèvres, Frankreich
Pater Humberto Miguel Yañez SJ, Dekan für Moraltheologie, Päpstl. Gregoriana Universität
Pater Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Pater Philippe Bordeyne, Professor für Theologie, Institut Catholique de Paris

Donnerstag, 28. Mai 2015

Ettore Tedeschi schreibt einen offenen Brief an den Papst. Lesen!


La Nuova Bussola Quotidiana veröffentlicht heute den offenen Brief , den Ettore Gotti Tedeschi an den Papst geschrieben hat. Hier geht´s zum Original:    klicken

" LIEBER PAPST, KEINER KANN UNS MORAL LEHREN, DER DIE UMWELTKRISE 
PROVOZIERT HAT"

"Beatissimo Santo Padre,
Ich erlaube mir, mich direkt an Sie zu wenden, nachdem ich die Debatte und so viele Deklarationen, auch von Kirchenmännern, zu Themen von Umwelt -und Entwicklungspolitik gehört habe.

Ich glaube, daß es wichtig ist, jede Zweideutigkeit zu vermeiden und klar zu sagen, daß die wahre Verantwortung für das sozio-ökonomische Ungleichgewicht, das eine diffuse Armut produzierte, und für die beklagte Umweltkrise in den Thesen der sogenannten Neomalthusianer zu finden ist, die uns heute mit Vorschlägen und Richtlinien zu kommen scheinen, wie wir den Umwelt- und Wirtschaftsproblemen begegnen sollen. Dabei wissen wir, daß wenn eine Diagnose falsch oder verfäscht ist, das acuh für die Prognose zutrifft.

Die aktuelle ökonomische Krise und das ökologische Ungleichgewicht, das sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet hat, haben ihren Ursprung in der Applikation der neomalthusianischen Theorien (die anfänglich in den Jahren 1970-80) von mehreren amerikanischen Universitäten verbreitet wurden und den Zusammenbruch der Geburtenzahlen in der westlichen Welt inspiriert und forciert haben.
Aber wie kann das Brutto-Inlandsprodukt real und nachhaltig wachsen, wenn die Bevölkerung nicht wächst?

In Wirklichkeit (eine andere Illusion) kann einzig der Anstieg des individuellen Konsums bewerkstelligt werden.
Deshalb wurde, um die Risiken, die dem Zusammenbruch der Geburtenziffern folgten, zu korrigieren und zu kompensieren, das sogenannte "Konsummodell" angenommen.
In einer reifen Gesellschaft mit relativistischer (nihilistischer) Moral war es nicht schwer, dem westlichen Menschen zu vermitteln, dass die wahre und wichtigste Befriedigung die des Materialismus und Konsums ist. Aber um die Bedürfnisse des allgemeinen Konsums zu befriedigen, wurden auch die Voraussetzungen für die Armut und die Ausbeutung der Umwelt geschaffen. So kam es zur Deindustrialisierung der westlichen Länder, die zu teuer produzierten und zur Verlagerung: die Produktion wurde in Niedrigkostenländer transferiert, die noch keine Technologien des Umweltschutzes entwickelt hatten.

Lieferschwierigkeiten bei Tempo ... the Party is over!

Was hatten sie gefeiert! Tagelang hatte man ja gedacht, es gibt in der ganzen Welt nix wichtigeres als eine Volksabstimmung in einem 5 Millionen Land am Rande Europas.

Es wurde ein Sieg gefeiert! Ein Sieg! Ein Sieg über die Kirche! So stellte es sich dar, ein "Yes" zur HS-Ehe in einem "erzkatholischen Land". Die Freude war so groß in den Deutschen Medien, dass sie sich gar nicht mehr eingekriegt haben. Es klang so, als würde in den kommenden Tagen die Regenbogenfahne über dem Vatikan wehen und der Papst höchstselbst den römischen CSD anführen...
Ein herrliches Pfingsten also und Party in allen Kanälen, sogar die Tagesschau hatte das Thema am Sonntag als TOP1.
Alle freuten sich .... doch das Unheil nahte. Kardinal Parolin war der Spaßverderber.
Mit dem Satz ".... eine Niederlage für die Menschheit" kam die kalte Dusche noch bevor die Party richtig heißgelaufen war...
In der FAZ zum Beispiel gab's gestern mindestens 5 Artikel zum Thema ... es war sogar wichtiger als die FIFA ...und auch die Süddeutsche klagte und jammerte laut über diesen bösen Kardinalsstaatssekretär .... Die Ernüchterung kam so schnell, dass sogar der Kater ausblieb.
Doch kein Sieg über die Kirche ... wie gemein ist das denn? Ich wollte auf die anderen Artikel gar nicht mehr eingehen, denn wir wissen ja, wie sie reagieren, wenn ihnen einer die Party sprengt.
Dass inzwischen der Vatikan offiziell den Kommentar von Kardinal Parolin bestätigt hat, machte die Sache noch schlimmer.

Hirtenbrief Papst Benedikts XVI an die irischen Katholiken

Zum durch ihr Abstimmungsverhalten dokumentierten Glaubensabfall der irischen Katholiken können wir hier noch einmal den Hirtenbrief lesen, den  Papst Benedikt ihnen 2010- in der Zeit des Mißbrauchskandals-schrieb: klicken
Er fügte seinen ermutigenden väterlichen Worten dieses Gebet für die Kirche Irlands an, die auch jetzt ein solches Gebet dringend braucht.

BENEDICTUS PP. XVI

Gebet für die Kirche in Irland

"Gott unserer Väter,
erneuere uns im Glauben, der unser Leben und unsere Rettung ist,
in der Hoffnung, die uns Vergebung und innere Erneuerung verheißt,
in der Liebe, die uns reinigt und unsere Herzen öffnet,
damit wir dich lieben und in dir jeden unserer Brüder und Schwestern.
Herr Jesus Christus,
hilf der Kirche in Irland, ihren seit jeher bestehenden Einsatz zu erneuern,
unsere jungen Menschen auf dem Weg der Wahrheit und der Güte,
der Heiligkeit und dem großzügigen Dienst an der Gesellschaft zu erziehen.
Heiliger Geist, Tröster, Beistand und Lenker,
erwecke einen neuen Frühling der Heiligkeit und des apostolischen Eifers
für die Kirche in Irland
Mögen unser Leid und unsere Tränen,
unser ernstes Bemühen, vergangene Untaten wieder gutzumachen,
und unsere fester Vorsatz der Besserung
in der Gnade reiche Frucht bringen
für die Vertiefung des Glaubens
in unseren Familien, Pfarrgemeinden, Schulen und Gemeinschaften,
für den geistlichen Fortschritt der irischen Gesellschaft
und das Wachsen in Liebe, Gerechtigkeit, Freude und Frieden
in der gesamten Menschheitsfamilie.
Dreieiniger Gott,
unter dem liebenden Schutz Mariens,
der Königin Irlands und unserer Mutter,
sowie des heiligen Patrick, der heiligen Brigitta und aller Heiligen,
vertrauen wir dir uns selbst, unsere Kinder,
und die Nöte der Kirche in Irland an.
Amen." 

Quelle & cr LEV, La Santa Sede

Roberto De Mattei: Irland, Verantwortung für eine Apostasie

Roberto De Matteis lesenswerte Gedanken und Analysen zum Referendum in Irland  in Corrispondenza Romana

          "IRLAND, VERANTWORTUNG FÜR EINE APOSTASIE"
hier geht´s zum Original:  klicken

Rorate Caeli überschreibt seine Übersetzung des De Mattei-Beitrags mit:
          "IRLAND, EINE POSTMORTALE UNTERSUCHUNG "

"In seinem Meisterwerk "Die Seele des Apostolates" drückt der Trappist Dom Jean-Baptiste Chautard (1858-1935), Abt von Sept-Fons, seine Maxime so aus: "Ein heiliger Priester geht mit einem glühenden Volk einher, ein glühender Priester mit einem frommen Volk, ein frommer Priester mit einem ehrlichen Volk, ein ehrlicher Priester mit einem unfrommen Volk."
Wenn das wahr ist, besteht im spirituellen Leben immer eine Stufe weniger zwischen dem Klerus und dem katholischen Volk; nach dem Votum am 22. Mai in Irland sollten wir hinzufügen: "ein unfrommer Priester geht mit einem abgefallenen Volk einher."

Irland ist in der Tat das erste Land, in dem die juristische Anerkennung homosexueller Verbindungen nicht " von oben" eingeführt wird, sondern "von unten", durch eine Volksabstimmung; dennoch ist Irland auch ein Land mit einer der ältesten tiefverwurzelten katholischen Traditionen, in dem der Einfluss des Klerus bei Teilen der Bevölkerung noch relativ stark ist.

Es ist keine Neuigkeit, dass das "Ja" zur "homosexuellen Ehe" von allen Parteien -von rechts, links und der Mitte unterstützt wurde, es ist weder überraschend, daß alle Medien die LGTB-Kampagne unterstützt haben, noch dass es eine massive Finanzierung von außen für diese Kampagne gab.
Die vorhersehbaren Fakten sind, dass von den 60% die abstimmten, nur 37% der Bürger für das Ja stimmten und dass die Regierung ihre Karten schlau neu gemischt hatte, indem sie das Gesetz, das homosexuellen Paaren die Adoption erlaubt, bereits im Januar 2015, also vor der Anerkennung der homosexuellen Pseudo-Ehe erließ.

Der größte Skandal ist das Schweigen, das Nichtstun und das Komplizentum der irischen Priester und Bischöfe während der Wahlkampagne.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Montag im Vatican: "Der "wahre" Papst Franziskus und seine "wahren" Feinde"- oder worum der Kampf in der Kirche wirklich geht.

A. Gagliarducci hat sich in "Monday in the Vatican" mit dem "wahren" Papst Franziskus und seinen wahren Feinden befaßt. Hier geht´s zum Original: klicken

     "DER WAHRE PAPST FRANZISKUS UND SEINE WAHREN FEINDE "

"Die Eröffnungsrede von Papst Franziskus zur Generalsynode der Italienischen Bischofskonferenz zeigt den Geist des wahren Papstes Franziskus.
Der Papst hat seine Ansichten über die Kirche in den beiden Seiten seines Redetextes, den er selbst schrieb, zusammenfaßt. Seine Vision einer nichtklerikalen Kirche, die in der Lage ist, die Laien zu belehren und mit Priestern und Bischöfen, die als Hirten handeln, nicht als Manager.
Er sagt immer die selben Sachen, aber es ist wichtig, daß er das vor den Italienischen Bischöfen tat, die eines seines speziellen Ziele sind.Und die Art wie die Versammlung hinterher weitermachte, enthüllt vielleicht, wer die wahren Feinde von Papst Franziskus sind.
Am Ende ist es nur ein Feind: der kirchliche Karrierismus.

Pope Francis in March 2013 b                                        Casa Rosada (Argentina Presidency of the Nation) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons


Um es klar zu sagen, Karrierismus ist nicht nur ein exklusives Problem von Franziskus.
Papst Benedikt XVI sprach das Thema anläßlich seiner ersten Priesterweihe als Papst an und kehrte viele male dazu zurück. 2009 sprach er in seiner Predigt bei der Weihe von 5 Bischöfen, unter ihnen der aktuelle Kardinalstaatssekretär, Pietro Parolin, an. Sogar Johannes Paul II hatte mit Karrieristentrends zu tun, wie Paul VI und wie es Johannes Paul I gehabt hätte, hätte er lange genug gelebt.
Dennoch ist es bemerkenswert, wie unter den Augen von Papst Franziskus, der von Anfang an klar gemacht hatte, die Kirche davon wegführen zu wollen, wie seine beiden Konsistorien vielleicht zeigten-, zwei verschiedene Gruppen von Karrierismus gedeihen.
Eine  Gruppe besteht aus den Prälaten, die vor dem Pontifikat Benedikts XVI Einfluss hatten, sich dann aber von ihm an den Rand gedrängt fühlten. Die zweite Gruppe findet man bei denen, die direkt mit Papst Franziskus´ neuem Kurs verbunden sind, aber nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass sein Kurs sich in den letzten beiden Jahren etwas geändert hat.

Die "Theologie der Liebe"

Immer diese verflixten Pfingstmontage.....
Wir erinnern uns: Im letzten Jahr gabs dieses ominöse Friedensgebet, was am Ende dazu führte, dass die wilden IS-Horden in Syrien und im Irak erst richtig "loslegten". Die Bilder, die sich seitdem täglich über die Medien ergießen, sollten ausreichen. Weitere Kommentare überflüssig.

In diesem Jahr war alles anderes. Da hörte man, abgesehen von der Morgenpredigt nichts von Papst Franziskus.

Stille in der Kirche? Nicht so ganz. Denn in Rom war ein konspiratives Treffen geplant:
Hinter verschlossenen Türen in der katholischen Universität Gregoriana wollten die Bischofskonferenz-Vorsitzenden den nächsten Schlag gegen die Lehre der Kirche planen.
Doch - geheim blieb da gar nix. Schon im Vorfeld berichtete der Figaro ausführlich über das Treffen von Kardinal Marx mit den Vorsitzenden der Schweizer und französischen Bischofskonferenz, Bischof Markus Büschel und Erzbischof Georges Pointier. Dabei waren aber auch 50 ausgewählte Theologen und Pressevertreter sowie Mitarbeiter des Vatikan, die allesamt den Kurs von Kardinal Marx teilen und unterstützen.
Was war also geplant hinter den verschlossenen Türen?

Eigentlich sollte ja nichts davon nach draußen dringen, aber der Figaro-Artikel ließ diese Pläne platzen. Die Welt wusste Bescheid - und wollte nun auch wissen, was da hinter den verschlossenen Türen so ausgekungelt wurde.

Im Pressetext der DBK liest sich das so:
"Daran schlossen sich als zweiter Teil Überlegungen zu einer Theologie der Liebe an, welche die Sexualität als kostbare Gabe Gottes zum Ausdruck von Liebe versteht. Erforderlich ist eine Weiterentwicklung der Theologie der Liebe, die an die Tradition der moraltheologischen Unterscheidungen anknüpft und neue Einsichten der Anthropologie wie der Soziologie integriert."

Sparen wir uns das weitere Geschwurbel, der Text steht online, und wem der obige Satz noch nicht reicht, kann es gerne dort komplett lesen.

Wesentlich interessanter, aufschlussreicher (und trotz englisch) verständlicher, ist das was Eduard Pentin in Correspondenza Romana bzw. im NCR schreibt und was sich hinter der "Theologie der Liebe" verbirgt:

Eines der wesentlichen diskutierten Themen war, wie die Kirche die Menschen mehr willkommen heißen könnte, die in stabilen gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben - und dass man während der Diskussion bereits so tat, als sei diesen Thema bereits "anerkannt" in der Kirche. Es ging demzufolge um die "Weiterentwicklung" der menschlichen Sexualität - nicht als "Theologie des Leibes", wie der Heilige Johannes Paul II es lehrte. Daraus sollte die "Theologie der Liebe" werden.
Natürlich ging es auch um die Kommunion für Wiederverheiratete Geschiedene, für die sich ein Schweizer Priester mit folgenden Worten stark machte:

Antonio Socci: " ...Die Messe ist gelesen"

In der italienischen Tageszeitung "Libero"macht sich Antonio Socci Gedanken über den Zusammenhang des Verschwindens der lateinischen Sprache und den Zustand der Kirche. Hier geht´s zum Original: klicken
Drastisch wie immer titelt er:

  "EIN HALBES JAHRHUNDERT OHNE LATEIN UND DIE KIRCHE IST SCHROTTREIF"

"Dass Irland, uralter Felsen des Katholizismus, dem Volksfuror folgend seinen Standpunkt zur gleichgeschlechtlichen Ehe geändert hat ("who am I to judge" würde der Bischof von Rom sagen), ist ein historisches Ereignis. Man vernimmt das finstere Grollen eines Erdrutsches, als ob ein Berg herunter käme:
-Bergoglio-Effekt?
Im Übrigen zerfällt die Kirche in Südamerika schon seit Jahren ( die Daten sind furchtbar) : jetzt in Europa, dem Herzen der Christenheit.

Das, was dem Laizismus zur Dominanz verhilft- sagte Kardinal De Lubac- ist, daß er immer mehr auf ein zu einem vagen und kraftlosen Theismus reduziertes Christentum trifft und sich seiner bedient.
Heute ist nur noch dieser Theismus erlaubt. Die Katholische Kirche, wie wir sie bis heute kennen, ist bis in ihr Überleben hinein bedroht.
Es gibt nur noch Platz für eine laizisierte, lächerliche Parodie, eine "humanitären Kurtisane" wie Andre Emo sagen würde, für eine religiöse Agentur, die sich bei den großen Themen des Lebens dem ideologischen Diktat à la Obama unterwirft, auf den Proselytismus verzichtet und auf den Katholischen Gott ("es gibt keinen katholischen Gott" sagt Bergoglio), der sich dem freimaurerischen Ökologismus der vielen Religionen unterwirft, sich um das Klima und Mülltrennung kümmert und gutes Benehmen lehrt ( buongiorno, buonasera, Danke und Entschuldigung) und lange Unterstützungsreden für die Armen hält.

Aber für die wahre Katholische Kirche ist kein Platz mehr, wie das Drama des letzten großen Papstes zeigt: Papst Benedikt XVI, "zurückgetreten", in Selbstklausur und zum Schweigen gebracht.


Dienstag, 26. Mai 2015

Was zu tun ist angesichts der zunehmenden Anbetung des Götzen 'ne Etage drunter

Nachdem ich mich den ganzen Tag aufgeregt habe über die Iren und das Rumgesülze unserer Oberhirten, denen nix besseres einfällt, als zu behaupten, dass es Leute gibt die so zusammenleben, wie es Gott nicht gefällt und dennoch gut, vorbildlich gut zueinander sind und man diese deshalb auch kirchlich verheiraten solle......
Nachdem ich einen Beitrag im Kopf formuliert habe, wo ich drauf rumreiten wollte, dass ich genug ältere Geschwisterpaare oder auch Freunde kenne, die sich  vorbildlich umeinander kümmern und wo keiner auf die Idee kommt, das in irgendeiner Form zu segnen
Und dann den Schlenker kriegen wollte, dass im Grunde das Zusammenleben wie Bruder und Schwester, bzw wie Bruder und Bruder bzw Schwester und Schwester das ist, was Paare die sich durch den Sex verbunden haben, den sie aber nicht ausüben dürfen, wenn sie es ernst meinen mit dem Glauben, das also diese Art des Zusammenlebens die ist die gläubige Katholiken leben sollen, wenn sie aus anderen Gründen sich nicht trennen können.
Nachdem ich soweit war, kam mir die Idee, dass  das im Grunde für die Gläubigen klar ist und die anderen nicht interessiert, und dass es der Job der Bischöfe wäre, das zu sagen.
Weil die das aber nicht sagen, was im Grunde klar ist, fiel mir meine Bibellektüre ein und folgende Stelle aus Jeremia, die hilf- und trostreich ist:

Pfingsten - oder wie sich die Kirche selbst marginalisiert.

Es gab mal eine Zeit, da war ich gerade am Pfingstsonntag immer im Dom zu finden. Das war die Zeit, als Benedikt XVI in Rom Papst war und der Münchner Kardinal in seinen Predigten noch Glauben verkündete. Es war die Zeit, wo man eine Stunde vor Beginn der Messe im Dom sein musste, um einen guten Platz mit Blick auf den Altar zu bekommen. Wer eine halbe Stunde später kam, bekam gerade noch einen im Seitengang, wo es dann kurz vor Messebeginn nur noch Stehplätze gab.
Dabei ist es mir sogar mal gelungen, mich am Abend nicht nur in einem längeren Bericht des BR sondern auch in der Tagesschau wiederzusehen.
Deshalb habe ich mir damals die Videos kopiert und sie gespeichert. Und manchmal ist das richtig gut, wenn man sowas tut.
Denn das Video zeigt, dass die Pfingstpredigt unseres Kardinals nicht nur in einem langen BR-Beitrag, sondern sogar in der NDR-Tagesschau zu sehen war, in einem minutenlangen Beitrag - und damals war er ja noch nicht DBK-Vorsitzender und die wenigsten in Deutschland kannten ihn.
Das hat sich ja zwischenzeitlich geändert...inzwischen hat er ja sogar weltweit traurige Berühmtheit erlangt.

Auch in diesen Tagen ist der Dom in München immer noch gut besucht an hohen Feiertagen. Aber mich zieht es dort nicht mehr hin und ich bin froh über die Alternativen.
Trotzdem war ich neugierig und bin dann mal gestern am späten Abend ein bisschen durch die gleichen Kanäle wie vor drei Jahren gezapped:
Die BR-Rundschau, für die der Pfingstgottesdienst vor 3 Jahren noch das Aufmacherthema war, hatte wichtigeres vorne dran gesetzt, z.B. die Meisterfeier des FC Bayern, ein Feuer in einem Hotel in Schneizlreuth, das Treffen der Sudetendeutschen, das Treffen der Siebenbürger Sachsen und irgendwann kam dann ein kurzer Bericht über die Pfingstmesse im Dom, in dem die "neue Willkommenskultur und Buntheit" à la Kardinal Marx thematisiert wurde.

Montag, 25. Mai 2015

Gipfeltreffen

Darauf hatte ich mich schon die ganze Woche gefreut: Werner Schmidbauer vom BR ließ sich mal wieder von einem Kirchenmann auf den Berg begleiten.
Und diesmal von einem Bischof: Bischof Oster stieg mit Schmidbauer auf den "Lusen", den zweithöchsten Berg im Bayerischen Wald, der zum Bistum Passau gehört.
Ein sehr unterhaltsames und schönes Interview. Und es ist doch sehr schön, wie gut der Bischof die "Zeitgeistfragen" des Interviewers umschifft - Zwischen Fleischpflanzl, Radieserl, Brezn und Bier aus der Bischöflichen Brauerei rückt Bischof Oster keinen Millimeter von der kirchlichen Lehre ab - egal wie oft Schmidbauer nachhakt ... Mehr davon, kann man eigentlich nur sagen.

Zum Video geht's hier und ich kann es nur empfehlen. Der Mann strahlt eine Glaubensfreude aus, da können wir alle was lernen.



Sonntag, 24. Mai 2015

Zu den Rändern? Da sind wir doch schon längst!

Man hört es mittlerweile in jeder Fürbitte und jeder halbwegs profilierungsüchtige oder auch nicht profilierungssüchtige Bischof kommt nicht umhin, so er sich öffentlich äußert, genau das als Aufgabe für Christens zu definieren.
Die Sache mit dem an die Ränder gehen ist deshalb so blöd, weil die Kirche ja schon an den Rändern ist, siehe Gottesdienstbesucher, siehe die Lage von bekennend katholischen Schülern in der Schule, siehe, siehe, und genau deshalb ist es absolut dämlich.
Ins Zentrum sollte die Kirche gehen! dahin wo die Schalthebel der Macht sind, so wie die ersten Christen nach Rom gingen!

Ist soziales Tun wirklich das Kerngeschäft der Kirche?

Man liest und hört es immer wieder, so arg dass es zumindest mir, nur noch auf den Wekcer geht, die Nächstenliebe, verstanden als soziales Tun, sei das Kerngeschäft der Kirche.
Es mag nun sein, dass selbiges in unseren Breiten, wo die Kirche wirklich der größte Arbeitgeber ist, so ist, weil die Kirche nunmal sozusagen fast das Monopol auf soziale Dienstleistungen von Altenheime bis Zentrum für Beratung bei wasweißichwas hat.
Aber das Kerngeschäft ist das nicht.
Das Kerngeschäft ist dafür zu sorgen, dass die Menschen zu Gott kommen, frei nach dem was die Madonna in Lourdes zur Bernadette sagte. "Ich werde dich glücklich machen, aber nicht in dieser Welt, sondern in der künftigen!"
Das bedeutet nun klarerweise nicht, dass wir in diesem Leben die Sau rauslassen können und schuld sein können an dem Unglück andere Leute, wie es uns passt.

Veni sancte spiritus

Allen ein gesegnetes und frohes Pfingstfest!




"Komm heiliger Geist" beteten wir heute auch in den Fürbitten für Papst und Bischöfe, für die Mächtigen der Welt, und auch für uns.

Samstag, 23. Mai 2015

Sportschau: Die Welt ist eben wie sie ist.

Heute war Bundesliga-Finale. Da wollte ich natürlich mal gucken, wie die Bayern gefeiert haben und habe mal kurz auf die Sportschau geschaltet.

Das Sportschau-Ritual kenne ich seit meiner Kindheit. Da gehörte der Fernseher Papa und wir Kinder hatten keine Chance, mal schnell ins ZDF zur "Disco" oder "Hitparade" umzuschalten ... und zu dieser Zeit gab's einen Fernseher für die ganze Familie.
Doch, wie das so ist, das wechselte dann auch wieder, weil sich bei Kindern eben die Vorlieben ändern und irgendwann war dann die Sportschau wichtig... denn es kam die Zeit, als auch wir Mädels  anfingen, uns für Fußball zu interessieren.

Das ist bis heute so und es macht ja richtig Spaß, das Spiel zwischen himmelhochjauchzend und tief betrübt zu sehen.
Und heute war die Erwartungshaltung himmhochjauchzend und ja auch eigentlich keine Spannung mehr. Da hat man Zeit auf's Umfeld zu achten und das Umfeld sind in diesen modernen Zeiten die zwischen den einzelnen Beiträgen geschalteten Werbespots.


Warum ist für manche gut, was für alle schlecht ist? Erstaunte Fragen zu Irland

Also die Iren haben abgestimmt und abgestimmt, dass auch auf der nun nicht mehr heiligen Insel auch Leute heiraten können sollen dürfen, von denen man normalerweise nicht auf die Idee kommt, dass die das überhaupt wollen.
Okay von mir aus, was mich nur echt wundert ist folgendes:
Normalerweise wird einem allüberall verkündet dass so eine Ehe das allerletzte sei.
Wagt man in irgendeinem Gespräch zu sagen "Ach es ist doch schlimm, dass fast die Hälfte aller Geburten uneheliche Geburten sind" oder gar zu beklagen, dass die jungen Leute heutzutage einfach so zusammenwohnen, dann bekommt man was zu hören, dessen Subtext lautet "Ehe ist eh unzeitgemäß, out und antiquiert"
Etwas fanatischere Zeitgenossen erklären dir dann auch noch, das so eine Ehe 2 Leute zusammenzwängt, Zwang eh schlecht sei, und dass es eh an der Zeit wäre sowas wie Steuerklasse 3 abzuschaffen, wobei diese Leute dann regelmäßig vergessen, dass die Kehrseite der Steuerklasse 3 die Steuerklasse 5 ist, aber egal.
Um es kurz zu machen, "warum nur ist für diejenigen, die gerne jemand gleichgeschlechtliches im Bett haben gut, was für alle anderen schlecht ist und zu bekämpfen ist?"

Vornedran statt nur dabei

Seltsame Dinge tun sich da mal wieder in Rom. Das "Team Bergoglio" tagt angeblich mal wieder in Rom, um der Kirche den nächsten Schlag zu verpassen.
Die üblichen Verdächtigen, (KWK, KRM aus D, dazu noch ein paar aus CH und F) tagen lt. Aussage des Figaro-Korrespondenten Jean-Marie Guenois (engl. Übersetzung hier) ab 25. Mai in Rom - auf dem Gelände der Jesuiten Universität - und hinter verschlossenen Türen.
Na da hoffen wir doch erstmal, dass es auch genügend Kalbsbraten und Rahmschwammerl gibt. Das ist ja in Rom nicht so einfach zu kriegen ... sonst kriegt der KM am Ende noch schlechte Laune.

Die Themen, um die es geht - wir können es uns denken "HSWVGF", vielleicht mal in anderer Reihenfolge.

Da haben wir ja mal wieder komplett richtig gelegen, als wir vermuteten, dass die Aussage von Kardinal Marx in Sachen Kirche und Familie die pure Heuchelei waren. Noch am 15.5. ließ er via DBK-Pressemeldung verkünden: "Die Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und einer zweiten kirchlich nicht anerkannten Ehe ist mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar. Die Forderung nach einer ‚vorbehaltlosen Akzeptanz‘ des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften widerspricht ebenfalls der Lehre und Tradition der Kirche."


Oh Yes! Die Umweltenzyklika kann kommen!

Darauf haben alle gewartet:

Der Papst als Werbestar! ..

WOW! Lange bevor die heißersehnte Umweltenzykla endlich "auf den Markt" kommt, wird der Papst schon als Werbeträger für den Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt.

Wahrscheinlich weiß er nichts davon ... aber er ist, wie aus diesem Video hervorgeht, wohl unbewusst zum Wahlkampfhelfer für die Koch-Brüder geworden. Die Koch-Brüder, amerikanische Milliardäre, unterstützen die Fundraising-Gruppe "American Bridge" mit 900 Mio. Dollar. "American Bridge" steht für die Unterstützung der demokratischen Kandidaten.

So kann man das derzeit im amerikanischen Online-Magazin cruxnow nachlesen.

Wir finden das ganz toll, dass sie sich den Papst als unbewussten "Wahlkampfwerbeträger" ausgesucht haben. Das macht wirklich Hoffnung.



Wir hoffen und beten, dass die "Mitwirkung" von Papst Franz Franziskus im amerikanischen Wahlkampf dort zu einer positiven Wende führen und dem richtigen Kandidaten den Weg ebnen wird.


Freitag, 22. Mai 2015

Für Irland

Dear St. Patrick,
in your humility you called yourself a sinner,
but you became a most successful missionary
and prompted countless pagans
to follow the Saviour.
Many of their descendents in turn
spread the Good News in numerous foreign lands.
Through your powerful intercession with God,
obtain the missionaries we need
to continue the work you began.
Amen.





Heiliger Patrick, hilf den Iren, dass sie heute die richtige Entscheidung treffen. 

Donnerstag, 21. Mai 2015

Tweet zum Tage

... und zum Freuen gibt's heute wieder ein paar Bilder aus Mater Ecclesia:




Am 20. Mai besuchte Dr. Fabio Lazzari den Emeritus.
Mit den Worten "Die, die Schönheit bringen, stören mich nie." begrüßte Benedikt den Gast.
Der brachte ihm einen schönen Kunst-Bildband über die Lehre des heiligen Johannes Paul II.
Benedikt freute sich sehr über das Buch und berichtete aus seinem Alltag: "Ich lebe in Mater Ecclesia als Mönch. Ich bete, ich höre zu und ich beantworte die Briefe von Kranken, die mir schreiben.

Weitere Infos und weitere Bilder gibt's hier auf der Website der Ratzinger Foundation.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Ohne Gott und Sonnenschein................

"Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein", ließ die SED auf die Traktoren der LPG's plakatieren, um den Sieg des Sozialismus zu präsentieren.
Ein streitbarer Pastor, der aber letztenendes auch zerbrochen ist, dichtete, wahr, dagegen.
"Ohne Sonnenschein und Gott wär die Welt schon längst bankrott"
Vieles in der Kirche erinnert mich, nicht erst seit gestern, an die DDR.
Man möge nun nicht glauben, dass alle Linken bösartige Leute gewesen wären, die im vollen Bewusstsein ihrer Bosheit die Leute geknecht haben.
So funktioniert Macht nicht und vor allem nicht lange!
Was es wohl war in der DDR war das System, dass  die Augen vor der Realität verschloss.
Ein Manes Sperber hat es in seiner Triologie "Wie eine Träne im Ozean" meisterhaft gezeichnet diese Ideologie die blind machte.

Tweet des Tages

Die Klima-Erwärmungs-Enzyklika wirft ihre Schatten voraus:




Bei uns in München hat es derzeit 9 Grad und Dauerregen ... Pfingsten im Schnee hatten wir noch nie, aber es schadet ja nix, mal eine neue Erfahrung zu machen.

Dienstag, 19. Mai 2015

Patrona Bavariae - Herrscherin unserer Stadt.

Wenn man mit offenen Augen durch München geht, sieht man wie wirklich überall: Marienbilder, Marienfiguren an ganz normalen Wohn- oder Geschäftshäusern.
Da hatte das Team der Münchner Kirchennachrichten mal eine wirklich gute Idee, mit der Kamera "auf die Pirsch" zu gehen und uns im Marienmonat mit diesen Bildern zu erfreuen:

Always look on the bright side of life.




Ach ja, Saudi-Arabien sucht per Stellenangebot acht Henker. Sowohl die SZ als auch der SpOn helfen mit, dass die dortige Regierung sicher bald das gewünschte Personal zur Verfügung hat.

Vielleicht könnten die ja mal den einen oder anderen besonders scharfen Redakteur zwecks Übung dorthin schicken ....

Montag, 18. Mai 2015

Heute vor 95 Jahren ...

...wurde unser großer Papst, der Heilige Johannes Paul II geboren


John Paul II Medal of Freedom 2004
Quelle: Eric Draper whitehouse.gov 
via wikimedia-commons / public domain
Wir danken ihm für seinen engagierten Kampf gegen den Kommunismus, der zum Fall der Mauer und einem vereinten Europa führte

Wie gut und wichtig dieser Kampf war, sehen wir heute, wo sich die kommunistische Krake wieder überall einschleicht und nicht einmal vor unserer Kirche halt macht.

Heiliger Johannes Paul II, bitte für uns und unsere Kirche!

Die Natur und die Natur des Menschen

Also, wenn ich so an meine  Kindheit auf dem Land zurückdenke, dann muss ich schon sagen, wir haben damals schon natürlicher gelebt als heutzutage.
Wenn ich dann ein bisschen detaillierter  zurückdenke, so war es ganz schön unbequem und ob es so gesund war, naja sagen wir mal so, sooo alt wie heutzutage sind die Leute damals nicht geworden, mit der Folge, dass  es die heute üblichen Alterskrankheiten, wie Demenz und Krebs, zwar auch schon, aber nicht in dem Maße gab, einfach, weil die Leute schon vorher gestorben sind.
Will heißen die Leute kriegen all diese Krankheiten nicht, weil wir ach so ungesund leben und die Umwelt ach so dreckig ist, udn der Gifte ach so viele, sondern weil wir einfach älter werden, als früher.
Wenn ich noch an die supernatürliche Ernährung, von wegen regional und saisonal zurückdenke, mei, mei.
Sagen wir es kurz, hört sich ja gut an, aber wenn es nur das gibt, was gerade da ist, so ist der Speiseplan dann doch recht eintönig und langweilig.
Es kann ja jeder halten wie er es will, aber  wenn es früher sooooo toll gewesen wäre, hätten die Leute es ja nicht aufgegeben und es ist einfach ein Unterschied, ob ich die blöden Kohlen zuerst in den Keller tragen muss, und dann wieder in die Wohnung tragen muss, das ganze Theater mit dem wegen blödem Wetter nicht ziehenden Kamin habe oder ob ich einfach die Heizung aufdrehe und den Kamin aus Hobbygründen habe und nicht wirklich brauche.
Auch kann es reizvoll sein, einen Garten zu haben mit allem möglichem und unmöglichem, was man so pflanzen kann, aber es ist was ganz anderes darauf angewiesen zu sein...
Ich kann mir nicht helfen, aber ich halte diese ganze Romantik aus den Bioladenkatalog, für ein Wunschdenken, wobei ich es schon komisch finde, dass die gleichen Leute, die vor 30 Jahren das Wort von der Idiotie des Landlebens (Karl Marx) zitiert haben und der immer schnelleren Entwicklung der Produktionsmittel das alleinseligmachende Wort geredet haben, nun plötzlich genau dem Gegenteil das Wort reden.

Berlin, Berlin - wir wollen nach Berlin!

Da muss ich mich jetzt erst mal beim Geistbraus bedanken. Hat doch sein Beitrag über das neue Ansinnen einiger deutscher Kardinäle, sich in die Berliner Party- und Empfänge-Szene zu stürzen (im tagesspiegel nett umschrieben mit "mehr Präsenz zeigen"), bei mir die Erinnerung wachgerufen, dass ich doch da noch einen Artikel im Archiv liegen habe, den ich damals, als der Umzug der DBK nach Berlin dann doch nicht stattfand, zwar fertig hatte, aber nicht mehr veröffentlichen konnte. Jetzt kommt er also doch noch zu Ehren. Zwar will jetzt nicht mehr die gesamte DBK umziehen, sondern nur noch die Hautevolee, aber der Drang, endlich auch die Hauptstadt zu missionieren, muss so groß geworden sein, dass man sich jetzt Gedanken macht, wie man den "Club der Kardinäle" in Berlin marketingmäßig positionieren kann.

Einerseits kann man das ja verstehen. Die langweilige katholische West-Provinz scheint einfach nicht mehr der richtige Standort zu sein. Das Rheinland ist ja schon immer gut katholisch gewesen, deshalb gibt's dort ja auch nichts mehr zu missionieren. Und in Bayern sowieso nicht: 5 glaubenstreue Bischöfe (der rote gehört nicht dazu), die zeigen, dass wir Mission auch allein können.

Deshalb: Ab in die Hauptstadt ... oder wie der Papst sagen würde: An die Ränder. Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Mission im Heidenland und die Verteidigung des Glaubens. Da haben sie sich große Vorbilder erwählt. Gut so.
Denn erstens hat Berlin eine große Tradition bei der Mission und der Verbreitung des Glaubens Die Stadtteile Kreuzberg und Tempelhof gehen auf die Kreuzritter bzw. den Templerorden zurück, die ja bei der Verteidigung und Ausbreitung des Glaubens eine große Rolle spielten. Da dürfen wir also jetzt schon dafür beten, dass die Herren Kardinäle nicht ihren DK-Glauben ausgerechnet an die wenigen glaubenstreuen Berliner oder an die zugewanderten Polen weitergeben wollen.
Zweitens hoffen wir aber auch, dass die wackeren Kirchenmänner  in ihrem Umzugsgepäck auch ein paar Exorzisten dabei haben:  Denn das wird bitter nötig sein:

Sonntag, 17. Mai 2015

Es ist und bleibt der Christen Trost ...

Das Wort zum Sonntag


Es ist und bleibt der Christen Trost,
Daß Gott vor seine Kirche wacht.
Denn wenn sich gleich die Wetter türmen,
So hat doch nach den Trübsalstürmen
Die Freudensonne bald gelacht.




Samstag, 16. Mai 2015

Seit wann feiert man den Niedergang?

Man stelle sich einen großen gut florierenden Konzern vor, wo die Gewerkschaft wenig zu tun hat, weil es wenig zu meckern gibt.
Dann stelle man sich vor, aus Gründen die nichts zur Sache tun, müssen Arbeitsplätze abgebaut, Filialen geschlossen, Fertigungsstätten zusammengelegt sowie Abteilungen fusioniert werden.
Man stelle sich nun vor: die Firma würde all das mit einem riesigen Fest feiern und zu diesem Behuf allüberalll Werbung machen, damit alle kommen und sehen und hören und mitfeiern können.
Man stelle sich eine größere Familie vor, Großeltern mit eigenem Haus, noch fit, Eltern in eigenem Haus, alles top, inklusive großem Garten, Kinder erwachsen, verheiratet, mit jeweils eigenem Haus, alle gesund und munter und dann fängt es an: der Opa wird zum Pflegefall, die Oma überarbeitet sich, muss Knall auf Fall in die Klinik, der Vater erleidet einen Arbeitsunfall, wird arbeitsunfähig und ist nicht richtig versichert, der Sohn lässt sich scheiden, wird dazu noch arbeitslos und im Haus der Tochter kommt es zu einem Wasserrohrbruch in der Wand, so dass die Familie wegen des durch Schimmelpilze ausgelöstem Asthma der Enkeltochter kurzfristig woanders hin muss. Also es muss ne Menge Geld bezahlt werden, Häuser können teilweise nicht mehr gehalten werden, altgewohnte, tragfähige  Familienkonstellationen tragen nicht mehr, und man muss sich neu und bescheidener organisieren....  man stelle sich auch in diesem Fall vor, die Familie lade nun im noch verbleibenden Haus zu einem großen Fest ein....
Ich geb ja zu, die Beispiele sind etwas an den Haaren herbeigezogen, aber mir kommt das aktuelle Fest in Heidelberg zur Einweihung der Stadtkirche genauso vor.

Tweet zum Tage

Mal wieder ein schönes Bild von unserem Emeritus:

Freitag, 15. Mai 2015

ZDK? Wer ist das?

Also ich geb's ja zu. Als ich mich vor zehn Jahren entschloss, in die Kirche einzutreten, tat ich es eigentlich deswegen, weil ich von der Spiritualität der Kirche fasziniert war.
Papst Benedikt - und nicht zuletzt das Buch "Salz der Erde" machten mich neugierig und brachten mich auf den richtigen Weg. Für meinen Eintritt in die Kirche war ein dreimonatiger Glaubenskurs Voraussetzung ... und es war einfach nur schön, sich so langsam in die Glaubenswahrheiten der Kirche hineinzufinden.
Wir lernten viel über die Gott, Christus und den Heiligen Geist, die Bibel, den Katechismus, Maria und die Heiligen. Und es war eine wundervolle Erfahrung.
Am ersten April 2006 trat ich in die Kirche ein - und es war eine wundervolle Erfahrung, endlich in Gottes Kirche zu sein.

Ich geb's zu. In all den Monaten des Glaubenskurses habe ich kein einziges Wort über das "ZDK" gehört und in den Jahren, die darauf folgten, auch nicht. Ich war also einfach nur euphorisiert und die Kirche war ein Grund für meine "Schmetterlinge im Bauch". Die sind immer noch da, aber wie das halt so ist - lernt man den Partner nach einer längeren Beziehung halt dann genauer kennen. Bei mir ergab sich das beim Lesen und recherchieren im Internet. Plötzlich tauchte da ein ZDK auf: seltsame Figuren, die ich dachte, mit meinem Austritt aus der EKD ein für alle mal hinter mir gelassen zu haben. Wer ist das denn? dachte ich noch und merkte, alles Möchtegerns und Wichtigtuer, abgehalfterte Politiker und sogar Unternehmensberater - aber alle mit dem gleiche Ziel: Die Politik in die Kirche zu bringen. Doch was soll die denn da? Haben wir nicht schon genug Parteien, NGO's etc. wo sich dieses Völkchen tummeln und noch ein paar "wichtige" Pöstchen ergattern kann?

Donnerstag, 14. Mai 2015

Doa samma (ned) dahoam: Zugroaßte protestieren gegen Glockengeläut.

So kann's gehen. Da wollte ein Frankfurter Ehepaar seinen Lebensabend im beschaulichen Bayern verbringen. In Immenstadt fanden sie eine schöne Wohnung und müssen beim Einzug vor lauter Freude wohl die ev. Kirche übersehen haben.
Zuerst fühlten sie sich auch gar nicht gestört, denn die Glocken läuteten um 8:00 morgens.

Jetzt aber gibt es in der Kleinstadt Ökumene: Da die Katholische Kirche um 7:00 in der Früh läutet und die Katholiken in der Überzahl sind, haben sich die Evangelischen entschlossen, ihre Kirche ebenfalls um 7:00 läuten zu lassen..

Und jetzt fühlt sich das Ehepaar in seiner Ruhe gestört, denn Glockenläuten um 7:00 ist halt nicht mehr zeitgemäß ...
Tja und jetzt gibt's im BR eine Kommentarfunktion und ich würde den Frankfurtern empfehlen, sich die übers Bett zu hängen und zu lesen, wenn sie wieder mal um 7:00 von den Glocken "gestört" werden.

Hier geht's zum BR-Artikel, und besonders empfehlenswert sind die Kommentare.

Eine historische Rarität

Papst Pius XII feiert am  Himmelfahrtstag, am 14. Mai 1942 im Petersdom die Heilige Messe anläßlich des 25.Jubiläums seiner Bischofsweihe.

             
                     

Hier geht´s zum italienischen Predigttext:   klicken

"Geliebte Kinder der Stadt, erwählter Teil der immensen Herde Christi, der Uns als ihrem Hirten auf spezielle Weise anvertraut wurde, denen Wir- Bischof von Rom, unter dem Gewicht des Obersten Pontifikates- Unser Herz öffnen-für die heilige Liebe des Vaters zu seinen Kindern, die unsere Seele berührt - von Uns zu euch und von euch zu Uns,
Eure Anwesehenheit ist ein Pfand für die sanfte Kette jahrzehntelanger Devotion, unverändert durch die Jahrhunderte und Ereignisse, mit der das Römische Volk dem Heiligen Stuhl Petri verbunden ist. (....)
Und jetzt zu Füßen dieses Altares- unter den Erinnerungen die Unsere Seele bewegten und überfluteten, haben Wir Uns mit den Heiligen Paramenten bekelidet, um uns darauf vorzubereiten, das Eucharistische Opfer zu zelebrieren. Unser Blick erhebt sich- und betrachtet bewundernd oben an diesem herrlichen Baldachin mitten in goldenen Strahlen- das Bild der Taube mit ausgebreiteten Flügeln, evangelisches und tröstliches Symbol  des Heiligen Tröstergeistes , der über der Kirche steht und euch mit den vielen Charismen seiner Gnade und des Abbildes seines spirituellen Friedens inspiriert. Das ist ein sprechendes Symbol.
Wann konnte er mit größeren  Versprechungen zu den Herzen der Menschen sprechen als an diesem Fest der Himmelfahrt, bei dem der Erlöser vor den Augen der Jünger auf dem Ölberg entschwand -als Vorspiel, um den Weg, den die flammenden Sprachen des Heiligen Geistes , die auf den Berg Zion herabstiegen , zu bereiten.
Steigen auch wir, geliebte Kinder, mit Christus in den Himmel auf:  machen wir unser Herz bereit."-(.........)
 Quelle: La Santa Sede, LEV

Christi Himmelfahrt vor 10 Jahren


Christi Himmelfahrt vor 10 Jahren
7.5.2005

                         


EUCHARISTIEFEIER
ANLÄSSLICH DER FEIERLICHEN INBESITZNAHME DER 
KATHEDRA
 DES BISCHOFS VON ROM
PREDIGT VON PAPST BENEDIKT XVI.
Lateranbasilika
Samstag, 7. Mai 2005

"Liebe Väter Kardinäle,
liebe Brüder im Bischofsamt,
liebe Brüder und Schwestern!
"Am heutigen Tag, an dem ich als Nachfolger Petri zum ersten Mal die Kathedra, den Sitz des Bischofs von Rom, einnehmen kann, feiert die Kirche in Italien das Fest der Himmelfahrt des Herrn. Im Mittelpunkt dieses Tages steht Christus. Allein ihm, allein dem Geheimnis seiner Auffahrt in den Himmel ist es zu verdanken, daß es uns gelingt, die Bedeutung der Kathedra, die Symbol der Macht und der Verantwortung des Bischofs ist, zu verstehen. Was will uns also das Fest der Himmelfahrt des Herrn sagen? Es will uns nicht sagen, daß der Herr irgendwohin, weit weg von den Menschen und der Welt, gegangen ist. Die Himmelfahrt Christi ist keine Weltraumfahrt zu den fernsten Gestirnen; denn im Grunde genommen bestehen auch die Gestirne, ebenso wie die Erde, aus physischen Elementen. Die Himmelfahrt Christi bedeutet, daß er nicht mehr der Welt der Vergänglichkeit und des Todes angehört, die unser Leben bedingt. Sie bedeutet, daß er vollkommen Gott gehört. Er – der ewige Sohn – hat unser Menschsein vor das Angesicht Gottes getragen, er hat das Fleisch und Blut in einer verwandelten Gestalt mit sich getragen. Der Mensch findet Raum in Gott; durch Christus wurde das menschliche Sein in das innerste Leben Gottes selbst hineingenommen. Und da Gott den ganzen Kosmos umfaßt und trägt, bedeutet die Himmelfahrt des Herrn, daß sich Christus nicht von uns entfernt hat, sondern daß er jetzt, weil er beim Vater ist, jedem von uns für immer nahe ist. Jeder von uns darf zu ihm »Du« sagen; jeder kann ihn anrufen. Der Herr befindet sich immer in Hörweite. Wir können uns innerlich von ihm entfernen. Wir können leben, indem wir ihm den Rücken zukehren. Aber er erwartet uns immer und ist uns immer nahe.


                   

Hier der Gesamttext der Predigt:   klicken

Quelle: CTV, La Santa Sede, cr LEV

Mittwoch, 13. Mai 2015

Es ist angerichtet - das neueste aus der vatikanischen Gerüchteküche.

Da hatten wir uns ja schon fast damit abgefunden:
Demnächst sollte also die mit von dem Medien mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte  "Umweltenzyklika" erscheinen. Und es sah fast so aus, als würde die neue Klimareligion Teil unseres Glaubens werden ...

Doch - einmal mehr können wir sehen, dass unsere Gebete erhört werden.

Denn aus Rom erschallen seit gestern neue Töne. Victor Manuel Fernandez, der Papstfreund aus alten argentinischen Tagen, der  Rektor der katholischen Universität in Buenos Aires, der inzwischen sogar zum Erzbischof befördert wurde, scheint in Ungnade gefallen. Sein Interview mit dem Corriere della Sera, in dem er behauptete, dass der Papst genauso gut in Bogotà oder sonstwo auf der Welt residieren könnte, hat wohl doch zu viel Aufsehen erregt und wurde wohl nicht nur positiv angenommen. So kann's gehen, wenn man sich seiner Macht allzu sicher ist. Diese Erfahrung mussten ja in den letzten Monaten noch einige andere machen.
Jedenfalls berichtet der in Vatican-Kreisen bestens vernetzte und bestens informierte Sandro Magister, dass der Papst den Teil der Umweltenzyklika, den Fernandez verfasst hatte, kurzerhand in den Papierkorb entsorgt hat. So kann man es bei Magister nachlesen, aber für alle die, die nicht so gut italienisch können,

Montag, 11. Mai 2015

Der schönste Platz der Welt ...

... gestochen scharf und tagesaktuell.

Den Vatikan konnte man ja die ganze Zeit schon via Webcam beobachten. Doch waren die Webcams inzwischen doch etwas in die Jahre gekommen und man hat fast nix mehr gesehen.

Doch jetzt ist der Umbau fertig! Step by Step wurden die Kameras erneuert und liefern jetzt ein aktuelles gestochen scharfes Bild in das Zentrum unserer Kirche.

Zuletzt wurde die Kamera mit dem totalen Blick auf den Petersplatz erneuert:

Bildquelle: Screenshot der Vatican Webcams
http://www.vaticanstate.va/content/vaticanstate/it/monumenti/webcam/piazza-s--pietro-.html



Die geschlossene Tür des Papstes

so titelt Sandro Magister in seinem blog www. chiesa : klicken


             "DIE GESCHLOSSENE TÜR VON PAPST FRANZISKUS"
Seit dem Ende der Synode 2014 hat er dutzende von malen über Abtreibung, Scheidung, Homosexualität gesprochen. Aber er hat kein einziges Wort mehr zugunsten der von den Erneuerern geforderten "Offenheit" gesagt.

Die zweite und letzte Sitzung der Familiensynode rückt näher und die Temperaturen in den Diskussionen steigen kontinuierlich an.

Der letzte Aufschrei galt einem Anschlag der deutschen Bischöfe, die jetzt im kulturellen Kontext ihrer Ortskirchen substantielle Veränderungen der Doktrin und Pastoral im Hinblick auf Scheidung und Homosexualität als gegeben betrachten.

Daran ist nichts Neues. Die meisten deutschen Bischöfe haben diese Meinung seit einiger Zeit vertreten, sogar schon bevor Kardinal Kasper in seiner erinnerungswürdigen Eingangsrede vom Konsistoruium im Februar 2014 für die Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen plädierte.

Neu ist eine andere Entwicklung. Und deren Hauptakteur ist der Papst.
Bis zur Synode 2014 hat Jorge Mario Bergoglio wiederholt und auf verschiedene Weise zur Offenheit in Sachen Homosexualität und Zweitehen ermutigt, jedesmal mit großen Fanfaren der Medien. Kardinal Kasper sagte ausdrücklich, daß er mit dem Papst über diese explosive Rede beim Konsistorium einig sei.

Aber während der Synode zeigte es sich, daß der Widerstand gegen diese neuen Paradigmen viel größer und weiter verbreitet war, als erwartet und besiegelte die Niederlage der Erneuerer. Die kühne "relatio post disceptationem" zur Halbzeit der Synode wurde durch ihre Kritiker auseinandergenommen und machte den Platz für einen traditionelleren Schlußbericht frei.

Begleitend zu dieser Entwicklung während der Synode hat Papst Franziskus den Wendepunkt selbst beigetragen, indem er -u.a. die Kommission, die mit dem Schreiben des Schlußreports beauftragt war, umging - bis dahin unter der unverschämten Herrschaft der Erneuerer- indem er Personen mit entgegengesetzten Standpunkten dazu beorderte.
Aber über allem steht, daß Papst Franziskus einen neuen, anderen Kurs eingeschlagen hat- als den, dem er ursprünglich folgen wollte.

Marsch der 40.000 für das Leben

A. Lavelli schreibt heute in La Nuova Bussola Quotidiana über den Marsch für das Leben, der gestern in Rom stattfand.  Hier geht´s zum Original: klicken

                 "DER MARSCH DER  40.000, UM JA ZUM LEBEN ZU SAGEN"

    


40.000 mal Ja ohne wenn und aber zum Leben. So viele Teilnehmer am Nationalen Marsch für das Leben,
der gestern bei wärmsten Nachmittagstemperaturen in Rom stattfand, zählten sowohl die Organistoren als auch die Nachrichtenagenturen.
Eine Demonstration, die noch einmal die Teilnahme von Pro-Life-Organisationen aus ganz Italien gesehen hat, die sich in Rom verabredet haben, um eine klare Botschaft auszusenden:  Ja zum Leben-ohne Kompromisse, Nein zur Abtreibung und zum Gesetz 194, das die Tötung des Kindes im Mutterleib erlaubt und nein zu Euthanaise und künstlicher Befruchtung, die dem menschlichen Leben seine Würde absprechen.

Mittags kam dann auch der ermutigende Gruß des Papstes, der am Rande des Regina Coeli  daran erninnert hatte, dass es wichtig ist, zusammen zu arbeiten, um das menschliche Leben zu schützen und zu fördern.

Aber was treibt 40.000 Menschen- unter ihnen sehr viele Jugendliche und Jüngste an einem sonnigen Sonntag Stunden in Bussen zu verbringen, Hitze und Durst auszuhalten, um an diesem Marsch für das Leben teilzunehmen? Es wäre schön, das jeden einzelnen zu fragen, um herauszufinden, wie in jedem von ihnen der Wunsch entstanden ist, eigene Zeit und eigene Energie für ein gute und gerechte Sache zu opfern, für die der ungeborenen Kinder.