Samstag, 9. Januar 2016

Ihnen fehlen die Worte ...

Vom anderen Ende der Welt (Vietnam) grüßt der Chef der Deutschen Bischofskonferenz seine Heimat.
Er hatte sich ja in den letzten Tagen etwas zurückgezogen und z.B. bei der traditionell vom Erzbischof gebeteten Vesper zum Fest "Erscheinung des Herrn" durch Abwesenheit geglänzt.
Nun gut - kein Verlust. Der Graf Stolberg macht das ohnehin viel besser und passt auch als Bayer viel besser in dieses traditionelle Umfeld. Wir weinen also deshalb nicht und haben uns an der schönen Vesper trotzdem sehr gefreut und eifrig mitgebetet und mitgesungen.

Trotzdem können wir rätseln was wohl der Grund war, dass der Kardinal es vorzog, die Feierliche Vesper zu ignorieren und die anwesende Gemeinde zu brüskieren.

Vielleicht hat er sich nicht getraut? Oder war einfach sprachlos?
Schließlich hatte er in seiner Silvesterpredigt großen Optimismus verbreitet:

Je mehr Menschen sich begegnen, umso weniger Hass

Zum Christentum gehöre die Botschaft vom Ende der Gewalt. „Wir müssen Wege finden, die Gewalt zu überwinden und den Krieg endgültig zu ächten“, erklärte der Kardinal. 

Schöne Worte, aber dumm für ihn, dass die "zu liebenden" diese Botschaft nicht angenommen hatten und deshalb waren die Worte des Kardinals in München noch nicht so richtig verhallt, da gab es Terroralarm für die Innenstadt, der dazu führte, dass zwei Bahnhöfe geräumt werden mussten ...
Und wir können wohl froh sein, dass die bayerische Staatsführung in diesem Fall nicht naiv war, sondern sofort und richtig reagiert hat, so dass die "liebevolle Begegnung" in München ausgeblieben ist.


Mit seiner Einladung, die Freude am Glauben nicht aufzugeben, hatte er allerdings recht und das sahen auch viele Menschen so. Zumindest am letzten Sonntag sowie am Feiertag war unsere Kirche sehr voll. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Dass die "liebevolle Begegnung" verschiedener Kulturen nicht überall so glimpflich ausgegangen ist, erfuhren wir dann erst so scheibchenweise von Montag bis Donnerstag... immer mehr Wahrheit kam ans Licht, so dass sich der Kölner Erzbischof schon in seiner Dreikönigspredigt etwas hilflos zu den Vorgängen äußerte.

Der "Chef der DBK" hat's dann wohl vorgezogen, lieber in seinem Haus zu bleiben und seinen Koffer zu packen - schließlich hatte er ja eine längere Reise nach Vietnam geplant und da musste er doch sorgfältig überlegen ... Was hätte er uns Münchnern auch sagen können?
Jedenfalls steht auf der Website des Erzbistums, dass der Kardinal in die Sozialistische Republik Vietnam fliegen will, um die Katholiken, die dort unter dem Kommunismus leiden, zu besuchen. Vielleicht will er auch nur mal das Feeling im Sozialismus so richtig genießen. Kommt ihm ja sehr entgegen, wie wir alle wissen.
Der Flug dorthin ist lange und da hatte der Kardinal viel Zeit, sich ein Statement zu den Vorgängen in der Silvesternacht zu überlegen. Da liest man dann bei CNA Deutsche Ausgabe z.B. das hier:
"Diese neue Form von Gewalt und vor allem der menschenverachtende Umgang mit Frauen können nicht hingenommen werden."

Die Sprache eines Politikers. Zu München hat er sich gar nicht geäußert. Aber hier ist ja auch nichts passiert. Muss wohl an der Terroristen-Willkommenskultur der Bayerischen Polizei gelegen haben. Beim BR konnte ich diesen Screenshot aus der Rundschau vom 1. Jan machen (die jetzt leider nicht mehr Online steht):

Der Münchner Hauptbahnhof am 31.12.2015
Bildquelle: Screenshot aus der BR-Rundschau vom 1.1.2015
Gott sei Dank, dass wir diese Polizei haben und dass unsere Regierung so schnell richtig reagiert hat.

Dann wünschen wir dem Kardinal einen guten Aufenthalt in der sozialistischen Republik Vietnam und dass er einen Eindruck bekommt, wie Christen in totalitären Systemen ihren Glauben leben und bewahren. Vielleicht kann er ja auf dem Rückflug einen Umweg über Bagdad machen, um einmal zu sehen, wie Christen unter einen moslemischen Mehrheit (nicht) leben. Vielleicht findet er dann, wenn er zurückommt, für die Polizisten, die für die Stadt und ihre Bevölkerung ihren Kopf hingehalten haben, wenigstens ein paar Dankesworte.

1 Kommentar:

  1. Daß man in Deutschland so etwas schreiben muß ... leider.

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