Mittwoch, 6. Januar 2016

Im Anfang war das Wort ...

.... und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.A

2Im Anfang war es bei Gott.
 
3Alles ist durch das Wort geworden /

und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.

Die erste Sonntagsmesse im Neuen Jahr führte uns im Evangelium in den Prolog des Johannes-Evangeliums.
Ich kam am Abend vorher von einem wunderbar spirituellen Ort aus "dem Ausland" zurück und hatte von den Ereignissen in München und anderswo rund um die öffentlichen Silvesterfeiern noch nicht viel mitbekommen.
Es erstaunte mich deshalb, zu sehen, dass unsere Kirche schon eine Viertelstunde vor Messebeginn sehr voll war und sie sich so zügig füllte, dass es schon zum Asperges nur noch Plätze in den Seitenschiffen gab.
Ich fragte mich dann, ob der 1. Sonntag im Neuen Jahr immer so gut besucht ist, oder ob die Terrordrohung am Silvesterabend die Menschen in dieser Menge in die Kirche geführt hatte.

Thema der Predigt zum Evangelium war "das Wort". Das Wort derer, die das große Wort führen, aber hinterher keine Taten folgen lassen, das Wort der Maulhelden, die immer gerne laut sind, um sich eine bessere Position zu erschwindeln, das Wort derer die den Mund immer zu voll nehmen und dann hinterher ganz mickrige Taten zeigen, das Wort, das niemals eingehalten wird. Dass wir sie alle kennen würden, diese "Maulhelden" - die uns im Beruf, im privaten Alltag, in der Politik und auch in der Kirche immer wieder begegnen.
Im Gegensatz dazu: Gott - der das Wort ist und der das Wort hält. Der in Genesis sagt: "Es werde..." und dann eben zeigt, dass sich das Wort umgehend erfüllt. Ich war ganz begeistert von dieser feurigen mutigen Predigt.

Ja, und wer hätte gedacht, dass sie sich auch noch als prophetisch erweist.

Denn seit gestern erleben wir diese großen Sprüchemacher wieder quer durch unsere Gesellschaft.
In Köln sind zu Silvester noch ein paar schlimmere Sachen passiert als die Terrorwarnung in München. Zunächst wurde ja erstmal versucht, die Sache totzuschweigen. Aber das ist in "Neuland" nicht mehr so einfach - und so kam eben die Wahrheit ans Licht. Es hat ein paar Tage gedauert, bis Medien und Politik eine Sprachregelung gefunden hatten. Die wurde dann heute mit voller Wucht über uns ausgegossen. Hehre Worte, leere Worte, große Worte und wir können uns denken, was die morgen noch wert sind.

Wie schön ist es da, dass wir dem Wort unseres Gottes vertrauen können. Denn er steht immer zu seinem Wort!
Beginnen wir das Neue Jahr mit einem Vers aus Psalm 118:

Besser, sich zu bergen beim Herrn,
als auf Menschen zu bauen.
Besser, sich zu bergen beim Herrn,
Als auf Fürsten zu bauen.

Dann fängt das neue Jahr wirklich gut an!


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