Sonntag, 21. Februar 2016

Wenn wir sicher wüssten, dann bräuchten wir nicht glauben!

Heute geht es in der Lesung um Abraham, der glaubt, auch und wenn so alle Erfahrung drumherum und alle seine persönliche Erfahrung, dagegen spricht und unser Pfarrer sagte dann, auch wir haben nicht mehr als die Verheißung Gottes, wie es in der 2. Lesung heißt:
 Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter,
der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.
Was Gott von uns will, ist Glaube an seine Verheißung, auch und wenn alles scheinbar dagegen spricht, dass es wahr werden könnte.
Fand ich ungemein wahr und ungemein tröstend.



Vor Jahren bin ich mal in eine umfassende Diskussion mit einem  wichtigen,  superprogressiven, aber auch sehr ehrlichen, und frommen Theologen "gestolpert".
Es war keine offizielle Diskussion und ich bin ja auch niemand wichtiges, von daher haben wir sehr ehrlich, und sehr von den eigenen Erfahrungen her, geredet, am Ende haben wir uns auf 2 Sachen, sogar verständigen können:
1. auf die Feststellung, dass unsere Kirche und damit die Welt, an "verzweifelter Innerweltlichkeit" leiden und
2. das war fast witzig, er erzählte von einer hochkarätigen Tagung über  Pastoral, "Aufstellung der Kirche in der Welt von heute", diesen ganzen Leitlinienkrempel und erzählte  am Ende, zustimmend: "nachdem wir fertig waren,  mit der Tagung stand einer auf und sagte  "Vielleicht sollten wir es mal wieder mit Glauben probieren!"

Der heilige Augustinus kannte das Problem  und seine Lösung wohl auch schon, auf jeden Fall empfiehlt er:

Lasst uns beten,  damit wir glauben können!
Um aber beten zu können,  lasst uns glauben!

 In diesem Sinne: gesegnete Fastenzeit 



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