Dienstag, 16. Februar 2016

Zum Vergessen

Das sagt - Sandro Magister berichtet bei "Settimo Cielo"-der Nuntius in der Ukraine über die gemeinsame Erklärung von Franziskus und Kyrill in Havanna.
Hier geht´s zum Original: klicken

"DER NUNTIUS IN DER UKRAINE ZUM DOKUMENT VON FRANZISKUS UND KYRILL: "ZUM VERGESSEN" "
                                         

"Viele der 5 Millionen griechischen Katholiken der Ukraine betrachten die Begegnung vom 12. Februar auf dem Flughafen von Havanna zwischen Papst Franziskus und dem Patriarchen von Moskau Kyrill und mehr noch ihre gemeinsame Erklärung als einen Verrat.
Der Großerzbischof von Kiew, Swjatoslaw Shevchuk hat diesem Gefühl seiner Gläubigen in einem ausführlichen, offiziellen Interview Ausdruck verliehen, das am 14. Februar -nach dem liturgischen Kalender der in jener Kirche in Gebrauch ist-am Fest der Präsentation Jesu im Tempel- veröffentlicht wurde.

"Zwei parallele Welten"
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Der Gesamttext des Interviews wird so bald wie möglich in mehreren Sprachen bei www.chiesa wiedergegeben,
Wer will kann jetzt schon eine Zusammenfassung in italienischer Sprache bei Asia News finden

"Die griechisch-katholischen Ukrainer: "verraten" durch die Halbwahrheiten in der gemeinsamen Erklärung von Franziskus und Kyrill"  klicken

Schon vor einem Jahr hatte Erzbischof Shevchuk bei seinem Besuch in Rom den gegensätzlichen Standpunkt seiner Kirche zu den Positionen des Papstes und des Hl. Stuhls zur Urkraine-Krise klargemacht, der von ihm als zu Moskau-gefällig beurteilt wurde.

"Unveröffentlicht. Die Rede des Großerzbischofs der Ukraine an den Papst"
Die Unzufriedenheit mit der rußlandfreundlichen Politik des Vaticans  erschien auch im Urteil des damaligen Apostolischen Nuntius in der Ukraine, des Amerikaners Thomas E. Gulickson.
Sei es in einem seiner bei Zenit veröffentlichten Berichte vom Herbst 2014:  "Nuntius in der Ukraine berichtet über die dringendsten Nöte der Kirche"   klicken
oder in einem Interview vom 16. Februar 2014 mit Vatican Insider/La Stampa:  klicken
"Das Volk der Ukraine fühlt sich verlassen."

Im vergangenen November hat der Nuntius des Vaticans in Kiew gewechselt. Heute ist es Erzbischof Claudio Gugerotti, ein Diplomat aus der Schule Kardinal Achille Silvestrinis, einem Experten für Orientalische Kirchen.
Aber der neue Nuntius unterscheidet sich in seiner Einstellung nicht von seinem Vorgänger. Und in einem Punkt ist er sogar viel näher an der Argumentationslinie der grieschisch-katholischen Kirche der Ukraine als an denen des Staatssekretariates der Papsts selbst, und das umso mehr nach der Begegnung zwischen Franziskus und Kyrill in Havanna.


Es genügt, zu sehen, was er am 13. Februar, einen Tag nach dem Treffen von Havanna zu griechisch-katholischen Nonnen und Mönchen sagte, die in Kiew zum Ende des "Jahres des geweihten Lebens" versammelt waren, an seiner Seite Erzbischof Shevchuk, der den Dolmetscher vom Italienischen ins Ukrainische gab.
Das Video der Rede des Nuntius, Satz für Satz übersetzt und mit Kommentaren Sevchuks versehen, ist mehr als erhellend, besonders durch die Mimik, die die eindrucksvollen Worte begleitet.
Hier die Hauptpassagen aus der Rede von Nuntius Gugerotti
"Eure Seligkeit, Exzellenzen, liebe heilige Mönche...."


      


"Ein Flugzeug kam von der einen Seite, eines von der anderen*
"Es ist eine sehr schöne Gelegenheit, die Seine Seligkeit mir anbietet, im Namen von Papst Franziskus einige Worte der Anerkennung an alle anwesenden Nonnen und Mönche und alle, die in der Ukraine arbeiten, zu richten.
Ich habe gedacht, daß das geweihte Leben das Vorrecht derer ist, die fähig sind, in den Himmel zu schauen. Aber Sie werden sagen: "Aber wir schauen in den Himmel und sehen Wolken".
Ja, Mönche und Nonnen sind die, die die Sonne auch hinter den Wolken sehen und dann den anderen erzählen, was sie gesehen haben.

In diesen Tagen habe wir viel hinter den Wolken gesehen. Da waren die Flüge. Einer kam von der einen Seite, der andere von der anderen und sie trafen sich an diesem Punkt,. Wir haben im Fernsehen diese Flüge verfolgt, die sich lösten und dann landeten,. Es trafen sich die Flugzeuge , es trafen sich die Menschen.
Das Zusammentreffen von Menschen ist immer ein Geheimnis Gottes.
Zu wissen, was der andere denkt, ist immer eine unbekannte Sache und wir wenden uns an die Barmherzigkeit Gottes.
Wenn wir daran denken, wie oft wir das eine denken, aber das andere sagen, bedürfen wir der Barmherzigkeit des Herrn. Wir könne nur glauben. daß die Gnade des Herrn in der Lage ist, die Herzen aller zu bekehren.

Sehen Sie, ich weiß, wie viel viele von euch in diesen Tagen aus so vielen Gründen gelitten haben, so viele Interpretationen, so viele mögliche Arten, zu verstehen, was passiert ist. (Shevchuk: "der Papst und Patriarch Kyrill, klar?")- ja ich beziehe mich auf diese Flüge.
Ich weiß, wie sehr dieses ukrainische Volk am eigenen Körper unter dieser Anstrengung des Nichtverstehens leidet. Habt Geduld.

Seine Seligkeit weiß genau, wieviel Sie die gemeinsamen Texte kosten. Aber große Teile der Menschheit wird den Text schon vergessen haben. Die Leute werden die Umarmung erinnern. und die Umarmung ist eine heilige Sache.
Sie werden sagen: aber auch Judas hat Jesus geküßt und hat ihn verraten. Wir sind alle kleine Verräter.
Wir müssen darauf vertrauen, daß Gott auch aus unserer Misere Wunder wirken kann.

Ich kann Ihnen nur dieses sagen : am 22. Februar fahre ich in eine Zone, wo die Menschen leiden und bleibe dort 5 Tage. Das ist der Grund weshalb der Papst mich beauftragt hat, zusammen mit den Menschen zu bleiben, die leiden und zu versuchen, ihnen in seinem Namen zu helfen,
Gern lasse ich anderes zurück, was ich lesen und wiederlesen wollte, die Dokumente, um herauszufinden, was sie wollen,.
Ich ziehe es vor, zu gehen und in die Augen der Menschen zu sehen, die leiden und sie noch einmal zu umarmen.
Da wird noch jemand sein, der sagt, ich ginge dahin, um Proselyten zu machen. Das interessiert mich nicht. der Herr sieht ins Herz und schenkt die Gabe der Gnade, um die rechten Gesten zu machen.

Deshalb, liebe Brüder und Schwestern, bitte ich Sie um ein spezielles Gebet; für die Tröstung des Ukrainischen Volkes, damit sie immer wissen, daß der Papst sie nicht vergißt , daß der Papst sie liebt, und sich ihnen nahe fühlt.
Was den ganze Rest angeht, erinnern wir uns daran, was die Hl..Schrift sagt "Diese Welt wird vergehen"
Es vergeht die Politik, es vergehen die Politiker, aber es bleibt nur das Reich Gottes vor uns."
Man darf bemerken, daß der Nuntius in der Ukraine ausdrücklich vorgeschlagen hat, den Text der gemeinsamen Erklärung von Havanna zur Seite zu legen, wenn nicht sogar zu vergessen.
Und dass es Franziskus selber war, der während seines Fluges von Kuba nach Mexiko diesen Text als "nur pastoral" und auf keinen Fall politisch deklassiert hat.
Eine genaue Minimierung, die Punkt für Punkt von den Schreibern des Päpstlichen Hofes weiter verbreitet wurde. In "La Civilta Cattolica" und bei "Vatican Insider",
 Quelle Sandro Magister, Settimoi Cielo, L´Espresso




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