Sonntag, 13. März 2016

Ein Gespenst im Vatican. Sandro Magister ist ihm auf der Spur

Sandro Magister hat in der Cittá del Vaticano ein Gespenst ausgemacht- gefunden hat er es im Jahresbericht des Vaticans, dem Annuario Pontifico 2016. Ort des geheimnisvollen Geschehens : der Vatileaks-II-Prozess. (Ghostbuster?)
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"IM VATICAN GAB ES EINEN GEISTERSTAATSANWALT- DEN ANWALT DER HAUPTSTADT-MAFIA"
Im Jahresbuch des Vaticans für das Jahr 2016- Annuario Pontifico -der gerade kurz bevor der Vatileaks II-Prozess wieder aufgenommen wird- veröffentlicht wurde, ist ein "Promotore die Giustizia"verschwunden, dessen Aufgabe der eines Staatsanwalts entspricht: der Herr, den das Foto zeigt.

Der Prozess beginnt, wie man weiß, am 12. März wieder, nachdem die letzten Sachverständigen-Informationen, die von der Verteidigung gefordert wurden, zur Verfügung stehen.
Vor den Schranken des Gerichts werden sich Msgr. Lucio A. Balda, und Francesca Chaouqui wiederfinden, beides Mitglieder der von Papst Franziskus gegründeten Kommission zur Reorganisation der Vatican-Verwaltung, und die beiden italienischen Journalisten Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi.

Die erste Anhörung wird hinter verschlossenen Türen stattfinden und soll darüber entscheiden, welches Beweismaterial im Prozess zugelassen wird. Zwei weitere Sitzungen wurden für Montag, 14. und Dienstag, 15. März zur Zeugenanhörung angesetzt. Als Vertreter der Anklage sind der "Promotore di Giustizia" des Vaticinischen Tribunals, Professor Gian Piero Milano und der ihm beigeordnete Rechtsanwalt Roberto Zanotti aufgeboten.
Genauso ist es auch bei der ersten Sitzungsperiode des Prozesses im vergangenen November gewesen. Mit einem kuriosen Unterschied- einer Abwesenheit auf der Bank der Ankläger.Tatsächlich wird der andere Stattsanwalt des Gerichts, Rechtsanwalt Alessandro Diddi nicht zu sehen sein.
Das ist seltsam, weil sein Name im Jahrbuch von 2015 zusammen mit dem Zanottis erscheit- beide frisch nominiert.
Aber Diddi ist in der Ausgabe von 2016 nicht mehr dabei. Dafür muß es einen Grund geben.Diddi war und ist in der Tat auch der Anwalt von Salvatore Buzzi, dem Hauptangeklagten im berüchtigten Prozess der Hauptstadt-Mafia.
Buzzi war am 3.Dezember 2014 verhaftet worden und deshalb hatten die Vatican-Autoritäten alle Zeit, um die Nominierung Diddis zu überdenken, eine Nominierung, die in dem Moment nicht nur in Italien peinlich wurde, sondern weltweit- angesichts der enormen Resonanz, die der römische Prozess hat.
Aber die Nominierung erfolgte trotzdem. Damit das nach einem Jahr nicht wieder die selbe Wirkung hat, sollten sie seine Nominierung nicht erneuern.
Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

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