Dienstag, 1. März 2016

Kardinal Müller spricht Klartext; wir können nicht gegenüber Gottes Wort Kompromisse einfordern

Die Glaubenskongregation hat sich vor Erscheinen der postsynodalen Exhortation mit einem statement ihres Präfekten Kardinal Gerhard K. Müller zur Frage der Zulassung zu Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen positioniert. Im Streit zwischen Bischof Voderholzer und einigen Theologen wegen deren seltsamen Wünschen  nach einem den Bischöfen gleichgestellten, eigenen "wissenschaftlichen" Lehramt bezog er eindeutig Stellung und erteilte einem solchen Ansinnen eine klare Abfuhr.
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Nebenlehrämter
Gegenüber Domradio Köln sagte er:
„Das Lehramt der Bischöfe und des Papstes ist unmittelbar von Christus eingesetzt“. In der akademischen Theologie sei die menschliche Vernunft Urheberin einer Lehre. Dies könne man nicht auf die gleiche Ebene stellen wie das Wort Gottes, das von der menschlichen Vernunft ergründet werden wolle, so der Präfekt der Glaubenskongregation. „Es gibt eine Freiheit, indem die wissenschaftlichen Methoden exakt angewendet werden, aber die Theologie schafft sich nicht selber ihren Gegenstand und ihren Inhalt. Das ist ja keine neutral betrachtende Sichtweise auf die Betrachtung, sondern die Theologie setzt im Unterschied zur Religionswissenschaft den Glauben an das Wort Gottes voraus.“ Die erste Verantwortung für die theologische Lehre und die Lehranstalten läge beim Ortsbischof, dann bei der universalen Kirche und dem Lehramt des Papstes. Kardinal Müller sieht seine Kongregation in Rom nicht als Zentrale, die in die Provinzen eingreift, sondern die nach dem Subsidiaritätsprinzip das weltweite Päpstliche Lehramt vertritt."

Zur Synode:

"Unbeeindruckt zeigte sich Kardinal Müller von einigen Interpretationen über seinen scheinbaren Wandel im Laufe der Familiensynode, in welcher er in der Sprachgruppe u.a. mit den Kardinälen Kasper und Schönborn einen vielbeachteten Vermittlungsvorschlag erarbeitet hatte. „Die Lehre der Kirche ist nicht mein Eigentum, sondern sie ist uns vorgegeben. Und es ist unsere Aufgabe, die feste Erkenntnis dessen, was Gott uns offenbart hat, auch in diesen Diskussionen klar zur Sprache zu bringen", sagt der Präfekt dazu. Daran könne niemand rütteln, dass die gültig geschlossene Ehe unauflöslich ist. „Wir können nicht gegenüber dem Wort Gottes Kompromisse einfordern."

Quelle: domradio 29.02.2016

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