Donnerstag, 24. März 2016

Laudato Si´, ein Marathonlauf und die Jesuiten


Sandro Magister wundert sich bei Settimo Cielo über die vielseitige Verwendbarkeit von Laudato Si´ -besonders außerhalb der Kirche.
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        "BEIM LAUDATO SI´ MARATHON HABEN DIE JESUITEN DAS KOMMANDO"

"Am Abend des 19.März, Tag des Hl. Josephs, am 3. Jahrestag der Wahl Bergoglios zum Papst wurde die Fassade der Peters-Basilika für eine Stunde verdunkelt-wie andere Baudenkmäler der Welt auch -als Teilnahme an einer Kampagne des WWF gegen fossile Energien.
Am Abend des vergangenen 8. Dezembers war das Gegenteil passiert. Fassade und Kuppel von Sankt Peter wurde nicht verdunkelt, sondern taghell für ein ehrgeiziges Spektakel "son et lumière"erleuchtet zum Lob der der Natur, realisiert und finanziert von der Weltbank und der Umweltstiftung Okeanos und Vulkan.      
       
Bei beiden Spektakeln gab es auch nicht den kleinsten Hinweis auf den Schöpfer, obwohl sie im Herzen der Christenheit stattfanden. Beide- das eine wie das andere- hatten einen gemeinsamen Bezug zur Enzyklika Laudato Si´

Die Auswirkung von Laudato Si´auf die sogenannte "Pastoral" der Kirche muß noch untersucht werden. Es scheint eine besondere, unkritische Bindung an die dominierende Kultur hindurch, unabhängig vom wissenschaftlichen Fundament der ökologistischen Theorien à la mode und mit so gut wie nichts Christlichem mehr.

Ein kurioses Ergebnis dieser Modernisierung der Pastoral gab es in Triest - als Werk eines kulturellen Zentrums der Gesellschaft Jesu -namens Veritas-derzeit unter der Leitung von Pater Gaetano Piccolo, Philosoph und Epistemologe, stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift "Rassegna di Teologia", verantwortlich für das kulturelle Apostolat der Jesuiten der Provinz Italien. 

Das Zentrum "Veritas" definiert sich als "Kulturforschungslabor, offen für Begegnungen und den interreligiösen und ökumenischen Dialog." Und es hat das, was einmal seine Kapelle war, in einen "Saal für Empfänge und Ausstellungen," und für "säkulare und religiöse Gebet, unabhängig von der Zugehörigkeit"umgewandelt.



Seinen "Tag für die Sensibilisierung für die Inhalte der Enzyklika "Laudato Si´" hat das Zemtrum "Veritas" für den 7. Mai in Triest geplant, am Vorabend des Marathons- am Ende der Spiele-und-Sport-Woche namens Bavisela Running Festival.
  Der Name, den die Jesuiten dem Tag gegeben haben,  ist MENS SANA, ein Akronym-wie sie erklären- für den "für Bildung, Natur, Sport,Spiritualität,Kunst, Netzwerke und Assoziationen"


In der Bekanntmachung der Einladung wird erklärt. "daß der Tag die Enzyklika Laudato Si´ von Papst Franziskus in Unterhaltungen, Workshops, und Spiele übersetzen wird und in 17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen."

In Vorbereitung auf  MENS SANA wird Luciano Larivera, bereits an der Spitze der Redaktion von La Civiltà Cattolica, eine Konferenz über die Verbindung zwischen der Enzyklika und der Agenda der UNO veranstalten.

Und last but not least: "Der Marathon wird in der Kirche Sacro Cuore enden, in der am 19. die Vorabendmesse zu Himmelfahrt gefeiert werden wird, dem großen Mysterium des christlichen Glaub ens und religiöses Zeichen der globalen ökologischen Allianz,"

Damit wird auch die Himmelfahrt Jesu angepaßt. Nach den Gesetzen des modernen Ökologismus.

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

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