Dienstag, 19. April 2016

Traditionalisten sind ein bisschen flexibler

Father Ray Blake teilt uns mit, was er über die derzeitige Spaltungs-Situation der Kirche denkt. Hier geht´s zum Original:   klicken

TRADITIONALISTEN SIND EIN BISSCHEN FLEXIBLER
"Der arme alte Papst scheint von verschiedenen Italienischen Journalisten wie Magister und Socci gebasht zu werden. Ich habe immer gesagt, daß er im Prinzip ein argentinischer Peronist ist, links von der Mitte, ja, aber mehr Populist, weshalb es kein Wunder ist, daß die der Kirche enger Verbundenen, dazu neigen kritisch zu sein, während die Massen, die Medien und besonders die Mächtigen ihn bewundern.
Gagliarducci spricht diese Woche in seiner Kolumne über seinen Populismus.


                                


Als ich mich einigen Argentiniern aus Buenos Aires zugesellte, um ihnen am Tag 
danach zu seiner Wahl zu gratulieren, begegneten sie mir schmallippig und mit versteinerten Gesichtern und erzählten mir, daß sie Jorge Bergoglio immer gehaßt haben. Kurz nach seiner Wahl, als Zeitungen wie der Guardian versuchten, ihm die Unterstützung der Regierung gegen Dissidenten in einem schmutzigen Krieg zur Last zu legen, was sich als grundlos erwies, kam etwas anderes heraus: seine eher gequälte Beziehung zu seinem eigenen Jesuiten-Orden. 
Er hat sicher, als er Provinzial war, Spaltung in die Argentinische Provinz gebracht, an der sie heute noch leidet, die eine Hälfte liebte ihn, die andere haßte ihn. 
Seine eigene Beziehung zum Generalsuperior Peter Hans Kolvenbach war so  schlecht, daß er erst nachdem er Papst geworden war, wieder ein Haus der Jesuiten betreten durfte.
Er war immer spalterisch, das ist seine Natur
Wenn man in letzter Zeit in der Blogosphäre liest, scheint diese Spaltung immer noch da zu sein und sich tatsächlich noch zu verstärken.
Die beiden Familien-Synoden waren tief gespalten  und haben viele Teilungen in der Kirche zum Vorschein gebracht. Die Kirche nach Bergoglio wird gespaltener sein als die Kirche vor ihm,
Kardinal Burke hat gesagt, daß Amoris Laetitia nichts ändert, es ist interessant, wie seine Weigerung dieses Dokument zu verurteilen oder sich wenigstens an die Seite derer zu stellen, die zutiefst verstört sind und deren Ärger gegen ihn angefacht hat.



Traditionalisten neigen eher als Neo-Kons dazu, ein bißchen flexibler zu sein, etwas weniger alarmistisch. Wenn Sie immer noch gläubig sind, nachdem Sie gesehen haben, was wie die völlige Zerstörung alles dessen erschien, was Sie liebten, die Messe aller Zeiten, von der man Ihnen -wenn auch irrigerweise- immer gesagt hatte, daß sie unveränderlich sei- weggewischt, zahllose Kirchen ihrer Einrichtung beraubt, Altäre durch billige Holztische ersetzt, wenn Sie Priester gesehen haben, die den Mittelgang entlang tanzten, wie das Brot des Lebens mit Respektlosigkeit behandelt wurde.
Wenn es so scheint, als stehe eher der Papst hinter all dem als irgendein verrückter Priester oder ein abtrünniger Bischof, ist es vielleicht leichter, alles weniger als Katastrophe zu betrachten und sein Vertrauen in Jesus Christus zu setzen, und nicht in Fürsten, nicht einmal in den exaltiertesten der Fürsten der Kirche.

Quelle: marymagdalenblog, Father Ray Blake

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen