Dienstag, 19. April 2016

Nach Lesbos: A. Socci erteilt dem Pontifex Nachhilfe in Zeitgeschichte und Opferzahlen.

A. Socci hat auch noch einige Bemerkungen zur Lesbos-Fahrt des Pontifex.
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"ALLES WAS SIE NICHT ÜBER BERGOGLIOS VORSTELLUNG IN MONDOVISION AUF LESBOS WISSEN ( ER BRACHTE   MUSLIME MIT,  ABER PFEIFT AUF DIE VON DEN MUSLIMEN VERFOLGTEN CHRISTEN UND HAT DIE ARME FAMILIE VON ASIA BIBI NICHT EINMAL EMPFANGEN WOLLEN,  DIE NACH ROM GEKOMMEN WAR, UM UM SEINE HILFE ZU BITTEN)"

"Von 2000 bis heute sind im Mittelmeer schätzungsweise ungefähr 27.000 Migranten umgekommen. Das ist eine schreckliche Tragödie und sie muß ein Ende haben. Aber
sie so zu definieren, wie es Papst Bergoglio gestern auf Lesbos getan hat "die größte Katastrophe seit dem 2.Weltkrieg", geht nicht.
Schwach in Theologie, erscheint der aktuelle Bischof von Rom noch viel schwächer in zeitgenössischer Geschichte. Es genügt an eine Tragödie zu erinnern, die Bergoglio gut kennen müßte: die argentinische Militärdiktatur hat von 1976 bis 1983 ungefähr  40.000 Opfer gefordert.

IGNORIERTE TRAGÖDIEN
Wenn wir von humanitären Katastrophen von 1945 bis heute (die Ermordeten betreffend, nicht Migranten) sprechen, erinnern wir an den Völkermord im Sudan, als 1983 die Scharia auch Christen und Animisten aufgezwungen wurde: Ende 2000 zählte man bei 30 Millionen Einwohnern 2 Millionen Opfer, 4,5 Millionen Vertriebene,  500.000 ins Ausland Geflohene und Hunderte zu Sklaven gemachte Frauen und Kinder.

Und dann der entsetzliche Völkermord in Ruanda 1994, der bei ungefähr 5 Millionen Einwohnern 1 Million Opfer forderte.

Dann ist da das kommunistische Kapitel, bei dem Bergoglio immer ins Schleudern gerät.
Von Seiten der UdSSR (die von 1917 an nach niedrigen Schätzungen 20 Millionen Opfer verantwortet) bis zu Nordkorea (kommunistische Hölle, noch voll in Funktion) von 1950 bis heute mit cirka 3 Millionen Opfern.
Und in Kambodscha : von 1976 bis 1979 haben die Roten Khmer unter 6 Millionen Einwohnern 2 Millionen ermordet. Bei den anderen kommunistischen Schlächtereien von 1945 an (Afrika, Vietnam, Afghanistan, Osteuropa. Kuba) die ebenfalls einige Millionen Opfer gefordert haben, ist auch China dabei.
Seit 1949, als der Kommunismus Maos die macht ergriff, hat es auf mehr als 70 Millionen Opfer gebracht. Zu denen kommen noch die seit 1979 gesetzlich erzwungenen Abtreibungen: 300 Millionen "Geburten weniger" in 21 Jahren.

BERGOGLIO, FREUND DER TYRANNEN
Diesem totalitär herrschenden kommunistischen Regime hat Bergoglio vor 3 Monaten eine liebenswürdige Botschaft (in Form eines Interviews) geschickt, die- wie Sandro Magister schreibt- die "durch das vollkommene Schweigen zu Fragen von Religion und Freiheit" glänzt und mit seine Absolution erteilenden Worte zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Chinas, mit denen er sie aufforderte, sich selbst gegenüber den eigenen Weg zu akzeptieren, so wie das Wasser fließt und alles reinigt. Auch jene Millionen Opfer, die der Papst niemals auch nur flüchtig erwähnt.
Weil er so über die Tausende von Menschen in Lagern (einschließlich Bischöfe und Priester) geschwiegen hat-wie kann Bergoglio heute andere Moral über Flüchtlinge lehren?
Außerdem - was die Abtreibung betrifft-haben die Vorgänger Bergoglios immer von einer "humanitären Katastrophe " gesprochen, auch bei freiwilligen Abtreibungen (nicht erzwungenen wie in China) in den 70-er Jahren eingeführt durch Gesetzgebung in demokratischen Ländern (dem Beispiel der totalitären Staaten folgend).



Die Daten der WHO zeigen, daß jährlich weltweit cirka 50 Millionen Abtreibungen durchgeführt werden (der 2. Weltkrieg forderte in 6 Jahren 50 Millionen Opfer)
In 40 Jahren kommen wir damit auf über eine Milliarde Abtreibungen. Aber diese Tragödie ist so nicht im Visier von Bergoglios Denken-wie z.B. Emigration.
Für die liebt er es, Güte zur Schau zu stellen "politisch korrekt" (und von Fernsehkameras begünstigt) wie die von Lesbos und (vorher) in Lampedusa.

DIE WAHRHEIT ÜBER DIE EMIGRATION
Natürlich muß das Problem gelöst werden. Die internationalen Verträge legen fest, daß die Flüchtlinge (die Krieg und Verfolgung entkamen) aufgenommen werden müssen und das ist es, was Europa tut.
Aber die Flüchtlinge sind eine Minderheit, -wie die Patriarchen der Orientalischen Märtyrerkirchen wiederholt sagten- wollen die meisten vor allem in ihre Häuser zurückkehren.

Unmöglicher Wunsch, falls ISIS nicht völlig zerstreut wird. Aber wie?
Bergoglio hat sich immer geweigert, die Urheber dieser Verbrechen- das ist der islamische Staat- beim Namen zu nennen und ist gegen internationale Polizeiaktionen. Andere Lösungen?
Der Papst könnte Saudi-Arabien auffordern, sich um die Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak zu kümmern: ein Land mit so viel freiem Raum , ein Staat mit ungeheurem Reichtum aus seinen Ölvorkommen und auch das treibende Zentrum des Islam, und deshalb gehalten, den Muslimen zu helfen.
Außerdem ist Arabien jenen Gebieten sehr nahe, weshalb die Flüchtlinge dort Asyl finden und so die schreckliche und gefährliche Reise vermeiden könnten.

Die selbe Rede könnte man dem Iran halten, dem benachbarten Land,  auch es super-Islamisch (allerdings nur für Schiiten)
Sei es Saudi-Arabien oder sei es der Iran, beide sind in der Region unter den Förderern der Konflikte und nicht unter den Friedensarbeitern.
Warum richtet der Papst keinen moralischen Appell an diese beiden Länder?

Dann sind da- neben den Flüchtlingen- noch die Wirtschaftsmigranten. In deren Fall ist das erste Recht, das es zu proklamieren gilt-wie es Johannes Paul II und Benedikt XVI taten- das  Recht nicht zu emigrieren, das Recht,sich nicht entwurzeln zu lassen.
Aber auch die afrikanischen  Bischöfe haben im vorigen Jahr einen Appell an die junge Generation gerichtet, damit sie in ihren eigenen Ländern bleiben und bei deren Entwicklung helfen (heute ist Afrika ein Kontinent im Wachstum, der sehr gute wirtschaftliche Perspektiven hat).

DAS DESASTER BERGOGLIOS
Das Phänomen der Emigration betrifft auch die Urprungsländer, auch wenn die Ankunftsländer nicht in der Lage sind, eine solche Invasion zu verarbeiten.
Außerdem ist da der Menschenhandel von kriminellen Organisationen, die sich auf Kosten der Migranten bereichern und sie dann dem Tod überlassen.
Warum also hat der Papst nicht dazu aufgefordert, dieses Migrationsphänomen zu diskutieren, anstatt das Niederreißen der europäischen Grenzen zu fordern? So würde man nicht Gefahr laufen, es (das Phänomen) zu unterhalten.
Nach Meinung einiger Beobachter hat sein Gutmenschen-Ausflug nach Lampedusa 2013 Tausende von Menschen dazu verleitet, die schreckliche und manchmal tödliche Reise  zu wagen.
Der Papst zeigt außerdem eine oberflächliche Sichtweise auf die Wirkung, die diese Migrationswelle auf Europa hat.  
Er unterschätzt die historischen Beweise einer äußerst schwierigen Integration (siehe der Fall Belgien) Und er bedenkt nicht, daß manche Länder, z.B. Italien schon das Maximale getan haben.
Im Übrigen findet unsere öffentliche Meinung-die sich mit der Wirtschaftskrise (Italien hält in Europa den Armutsrekord) befaßt, bestimmte Episoden beunruhigend, die einen Exzess an Ansprüchen seitens unserer Migranten zeigen, die wir beherbergen.
Das Problem ist überdies die enorme Größe der "Invasion".

In einem kürzlichen Interview ging Bergoglio so weit, zu  sagen: "Man kann heute von einer arabischen Invasion in Europa sprechen, das ist eine soziale Tatsache."
Aber- dann minimierte er seine Aussage " wie viele Invasionen hat Europa im Laufe seiner Geschichte gesehen. Es hat sie immer überwunden und und fand sich dann vergrößert und mit einer anderen Kultur wieder."
Die sorglose Oberflächlichkeit dieser Worte macht sprachlos. Noch einmal hat Papst Bergoglio gezeigt, daß er wenig Ahnung von Geschichte hat.

Wenn wir von der Invasion der Barbaren sprechen, waren sie in Europa eine wahre Verheerung für das 1000-jährige römische Imperium und der Kontinent versank im Chaos und regredierte zu einem fast wilden Zustand.
Er brauchte Jahrhunderte und die kraftvolle Kirche der Mönche (sicher nicht die Bergoglios) um sich zu erheben und dem lichtvollen Mittelalter (sic!) Form zu geben.
Wenn wir -wie Bergoglio- von einer "arabischen Invasion" sprechen, kann man sagen, daß in der Geschichte Europas die muslimischen Invasionen (arabische und türkische) die tragischsten Geißeln waren.
Weil sie im Osten die große Byzantinische Kultur zerstört haben und dreimal die militärische Besetzung Europas versuchten ( wunderbarerweise gescheitert, auch durch die Gnade wahrhaft erleuchteter Päpste) 
Die Sarazenen haben Italien für Jahrhunderte mit blutigen Überfällen überzogen- Bergoglio will weiterhin die Natur des Islams ignorieren und seine Gefährlichkeit unterschätzen.

Er widmet sich mit solcher Passion den muslimischen Migranten, daß er keine Zeit hat, sich der zahlreichen verfolgten Christen (wie Asia Bibi) zu erinnern, die unter arabischen und kommunistischen  Regimen versklavt, und ermordet werden.

Quelle: A. Socci,  Libero
        

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