Sonntag, 15. Mai 2016

A. Socci & das Frauen-Diakonat

Antonio Socci ist- wen wundert´s -not amused über die Meldungen zu einer möglichen Zulassung von Frauen zum Diakonat und das drückt er in seinem Beitrag im Il Libero -wie immer ohne Samthandschuhe aus,
Hier geht´s zum Original:   klicken

"WEIBLICHES DIAKONAT? 
EIN WEITERER STICH BERGOLGIOS GEGEN DIE SAKRAMENTE"

"Vor kurzem hat Kardinal G.L.Müller in einem Interview versucht, den explosiven heteredoxen Funden in Amoris Laetutia einen Deckel aufzusetzen und bekräftigt, daß kein Papst die Sakramentenlehre ändern kann, die Christus eingesetzt hat.

Dann hat Müller deren Zentralität erklärt "Der Hl.Augustinus hat in der Sakramentenordnung der Kirche den Grundbaustein von Noahs Regenbogen gesehen, der der Leib Christi ist, mit der Taufe als großem Portal. Die Kirche kann navigieren weil ihre Nußschale und ihre Masten die Form dieser Liebe Jesu haben, ausgedrückt in den Sakramenten.
Und genau gegen die Sakramente ist von Papst Franziskus ein Zerstörungswerk entfesselt worden, das droht, das Schiff sinken zu lassen. Die durch offizielle Handlungen-gefährdetsten sind das Ehe-und das Beichtsakrament (zusammen mit einigen Geboten). 
Aber auch die Taufe ist,-wenn auch mit leichteren Waffen- angegriffen worden.
Jetzt ist der Augenblick gekommen, das Priestertum anzugreifen und Bergoglio tut das auf verschiedene Weise, Besonders durch die symbolische Sprache der Gesten.

ER FASST DAS PRIESTERTUM AN 
Z.B. wollte der argentinische Papst bisher die Messa in coena Domini nicht in San Giovanni in Laterano mit dem römischen Klerus feiern. Es war Tradition, daß der  Papst 12 römischen Priestern die Füße wäscht, weil am Gründonnerstag  an die Einsetzung des Sakramentes der Eucharistie und des Priestertums erinnert wird, und das eine mit dem anderen verbunden ist.
Dagegen wurden an den bergoglianischen Gründonnerstagen die Füße von Immigranten aller Religionen vom Papst gewaschen (immer zugunsten der Fernsehkameras)

Dann ist da die Delegitimierung des klerikalen Zölibats, zu dem Bergoglio sagte: "Das ist kein Glaubensdogma, da gibt es immer eine offene Tür."
Aber die öffnet sich auch für die Frauenweihe. Diesbezüglich weiß Bergoglio, daß die Straße durch den Apostolischen Brief "Ordinatio Sacerdotalis" von Johannes Paul II verbarrikadiert ist, der-in Kontinuität zum Lehramt - unfehlbar das ausschließlich männliche Priestertum erklärt hat.
Das könnte vielleicht mit dem Diakonat für Frauen verbunden sein. 
Gestern muß das jeder,gedacht haben, der die Seiten der Zeitungen aus aller Welt gelesen hat, die ankündigten: "Der Papst öffnet den Weg für das Frauendiakonat."

Bergoglio will eine Kommission einrichten, die die Sache studiert. Aber er sollte wissen, daß eine solche Kommission schon vor 10 Jahren  diese Arbeit gemacht und ihre Schlussfolgerungen 2003 veröffentlicht hat. Es gibt also nichts mehr zu klären.

WIE DIE DINGE STEHEN
Professor Roberto De Mattei, Kirchenhistoriker erklärt:
"Von allem Anfang an hatte die von Jesus Christus eingesetzte Kirchenhierarchie 3 Stufen: Diakone, Priester und Bischöfe. Dieser kirchliche Dienst ist göttliches Recht und sakramentaler Natur. Von Anfang an war die Mitwirkung an diesem Amt ausschließlich getauften Männern vorbehalten.
Die sogenannten "Diakonissen" der ersten Jahrhunderte erhielten von Anfang keine sakramentalen Weihen und sie hatten mit der heiligen Hierarchie nichts zu tun, wie der Hl. Epiphanius in seinem Panarion und der Hl. Thomas in summa Theologica erklärt."

Tradition und Praxis der Kirche sind also seit immer klar und einstimmig. De Mattei fügt hinzu "In den ersten Jahrhunderten der Kirche waren es die Häretiker (Gnostiker, Marcioniten, Montaniten), die die Frauen in die Kirchenhierarchie einführen und sie mit den Aufgaben des Predigers oder des Priesters betrauen wollten. 
Diesen Häretikern haben die Kirchenväter  immer dass Verhalten Jesu entgegengesetzt, der nur Männer als Apostel wählte und Maria kein Amt in der Kirche anvertraute, obwohl sie deren Herz darstellt, In der Tat- wie Papst Innozenz III bekräftigte:"auch wenn die Allerseligste Jungfrau Maria sich auf der höchsten Stufe  und über allen Aposteln befindet, hat der Herr den Aposteln und  nicht ihr die Schlüssel des Himmels anvertraut."
Was ist dann also der Sinn dieser neuen Öffnung Bergoglios? Einfach,

WAS PASSIERT
Bis zu Benedikt XVI war die Kirche ein Hindernis (katéchon) für bestimmte weltliche Mächte. Die haben Benedikt zur Demission gedrängt und Bergoglio lanziert und wollen die Kirche der Welt angleichen, sie in ihre dominierende Ideologie hinein verdünnen.
Bergoglio sagt, daß eine solche Angleichung dazu dient, dem christlichen Glauben zu ermöglichen die modernen Menschen zu erreichen. Aber die Tatsachen zeigen genau das Gegenteil, sie sagen, daß das Selbstmord ist. Die protestantischen Konfessionen, die in diese modernistische  Richtung gegangen sind, sind  wie ein Schilfrohr,fast irrelevant und inexistent,
Im  Gegenteil - das hat der amerikanische Soziologe Rodney Stark erforscht: wo und wenn sich ein christliches Leben, eindrucksvoll und kraftvoll, mit einer starken idealen Konnotation, treu zum Evangelium zeigt, bekommt die Kirche eine außerordentliche Antwort (auch bei den Berufungen).
Es ist also klar, welche Straße die Kirche gehen muß. Aber der Weg den Bergoglio wählt, ist dagegen der der modernen Ideologie. Er imitiert die protestantischen Konfessionen und plant darüber hinaus ein Wiederzusammentreffen 2017  mit ihnen- anläßlich der 500 Jahre des katastrophalen Lutherischen Schismas. 
Auch die Entscheidung Bergoglios, den Kampf um die nichtverhandelbaren Prinzipien zu verlassen und zu verleugnen, hat diesen Grund: nicht der dominierenden Ideologie im Wege sein.
Deshalb hat er den Famlien-Tag und den jüngsten Marsch für das Leben mit Mißachtung und Eiseskälte (miß)-behandelt.  
Er zieht ihnen das Soziale Zentrum Leoncavallo vor und ficht die -durch die Medien vervielfachten-Schlachten der politisch Korrekten: Immigranten, Umwelt, globale Klimaerwärmung, Ökumenismus.

DIE LEX BERGOGLIO
Der Fall des neuen Gesetzes (in Italien) über gleichgeschlechtliche Ehen ist sinnbildlich. 
Durchgebracht haben es 3 Katholiken Renzi, Boschi, Alfano.  Keiner von ihnen- wenn nicht aus Gründen des Wahllokals- hätte eine solche Operation gegen die Kirche unterschrieben. Bei Benedikt XVI -damit wir uns verstehen- wäre das nicht passiert.
Bergoglio dagegen hatte ...er sagte, daß er sich in solche Dinge nicht einmische ( obwohl er sich in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf sehr wohl einmischt und Trump wegen des Immigrationsthemas bombardiert). 
Dann ist das bergoglianische Ja zu den HS-Verbindungen- schwarz auf weiß in jene "Amoris Laetitia" eingeschrieben, ein wahres Manifest zur Zerstörung der Kirche.  
Lesen um es zu glauben: "Wir müssen die große Vielfalt von familiären Situationen erkennen, die gewisse Lebensumstände hervorrufen, aber die Verbindungen von Menschen z.B. des selben Geschlechts kann man nicht einfach mit der Ehe gleichsetzen"
Vorsicht vor der Jesuitischen Schläue ! Nur scheinbar wird hier die Anerkennung verweigert.

In Wirklichkeit bedeuten diese Worte, daß HS-Verbindungen Teil der großen Bandbreite familiärer Situationen sind, die man erkennen muß (bis gestern hat die Kirche behauptet, daß es nur eine Familie gibt), daß Verbindungen eine gewisse Regelmäßigkeit bieten und daß homosexuelle Verbindungen der Ehe gleich sein können- allerdings nicht auf "simplizistische"Weise...mit ein bißchen Verstellung.
Und das genau, als dem Gesetz zugestimmt war, das in der Tat die HS-Verbindungen der Ehe gleichsetzt, ohne das offiziell zu sagen.
Msgr. Galantino (Vorsitzender der CEI)  hat dann einen Protest vorgetäuscht, Aber Vorsicht: zum Abstimmungsmodus nicht zum Inhalt!
Das tat er, um vor den Katholiken den Schein zu wahren, wie Marcello Sorgi in La Stampa schrieb. Die übliche Bergogliosche Schlaumeierei.

Am besten verstanden, daß wir uns mit Bergoglio einer "anderen Kirche" gegenüber sehen (nicht mehr katholisch) hat Emma Bonino, die erklärt "diese Kirche hat nichts mehr mit den vehementen Einmischungen Ruinis zu tun."
Und in der Tat lautet der Titel ihres Interviews in LaStampa : "Jetzt vorwärts mit Euthanasie, Cannabis, Staatsbürgerschaft und Asyl".
Bergoglio und seine Kirche werden sicher kein Hindernis sein. 
Die Päpste von 2000 Jahren haben gelehrt, dem Beispiel der Heiligen zu folgen. der argentiniosche Papst dagegen hat vor kurzem gerade auf Bonino und Napoletano hingewiesen-"als große, bewunderungswerte  Italiener"  

Quelle:  Antonio Socci
Da “Libero”, 13 maggio 2016

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