Montag, 30. Mai 2016

Assoziationen beim Blick aus dem Fenster

Es regnet ja schon mehr oder weniger ununterbrochen 2 Tage lang und so eine richtige Besserung ist nicht in Sicht,
Gestern Nacht regnete es so stark, dass ich, in der Nacht aufgewacht, dachte "Welche Idiot duscht denn da mitten in der Nacht?"
In den Nachrichten wurde dann von Rinnsalen, die sich zu reißenden Strömen entwickelten und Überschwemmungen berichtet
Auf jeden Fall, muss man da entweder an das Jesus Wort denken:

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
26Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
27Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

oder man denkt an die Sintflut.

nur gab es wohl bei der Sintflut, wenn es denn wirklich historisch so gewesen ist, wie man sich das vorstellt, bestimmt auch noch das eine oder andere Schiff, worin sich Menschen hätten retten können.
Ich will das nun nicht zu weit treiben, weil das Thema "Wir wörtlich ist das Buch Genesis zu nehmen?" spannend ist, aber den Rahmen hier sprengt.
Auf jeden Fall ist es besser auf einem Schiff zu sein, dass nach Gottes Weisung gebaut und dessen Kapitän vor Gottes Augen Gnade gefunden hat, als auf einem anderen.
Könnte man so feststellen, auch und wenn das ganze Motiv in einem übertragenen Sinn zu verstehen ist.
Aber der Text aus Genesis erzählt uns auch, dass Noah nach der Rettung nichts besseres zu tun hatte, als sich besinnungslos zu besaufen.
Auch hier kann man feststellen, es ist besser, er besäuft sich hinterher, als während der Rettungsaktion, weil es dann so ist wie Reinhard Mey gesungen hat:




eigentlich gibt es noch eine anderes Assoziation und die stammt von Professor  Ratzinger
und zwar  aus seiner "Einführung in das Christentum".
Ganz am Anfang reflektiert der Professor auf ein Buch, das ich nie gelesen habe, Titel "Der seidene Schuh" von Claudel.
Die Schlüsselstelle ist, wo ein schiffbrüchiger Missionar, an einen Balken gebunden auf dem Ozean treibt.
Und der zugehörige Schlüsselsatz lautet:
"Ans Kreuz geheftet - das Kreuz aber an nichts geheftet - treibend über dem Abgrund"
Das sei, so Professor Ratzinger, die Situation des Glaubenden.
Er schreibt "Ans Kreuz geheftet,- das Kreuz aber an nichts, treibend, über dem Abgrund. Die Situation des Glaubenden von heute könnte man kaum eindringlicher und genauer beschreiben, als es hier geschildert...nur ein loser Balken knüpft ihn an Gott, aber....dieses Holz [ist] stärker als das nichts, das unter ihm brodelt."

Man kann es drehen und wenden wie man will, es hat einfach was, alles was wir haben ist Christus, der Gekreuzigte, und das genügt! Auch und wenn man es fast nicht glauben will,!




Kommentare:

  1. Nicht Moses, sondern Noah hat sich "besinnungslos besoffen".
    Nur so nebenbei...

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  2. Alles, was wir haben, ist Christus - sorry, das klingt mir zu protestantisch. Das höre ich von unserer evangelischen Verwandschaft immer so.
    Der Satz wäre Recht, wenn dazu gesagt würde: ...aber ihn haben wir NUR durch die Kirche und den Papst.

    Auch wenn das beim aktuellen Papst schwerer fällt als früher...

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    1. das ist jetzt eine Frage der Logik.
      Wenn i c h sagen, wir haben nur Christus, dann denk ich, als Katholik "Wir haben Christus und zwar nur Christus und merken, sehen , schmecken tun wir das in der Eucharistie. Das ist der Punkt wo der Himmel die Erde berührt. Alle anderen "Berührungen" hängen an der Eucharistie!"
      Die evangelischen Christen haben keine Eucharistie, aber das ist deren Problem!
      Aber ich finde die Behauptung (wusste nicht dass es sich um einen evangelischen Erkennungssatz handelt) nicht desdo trotz komplett richtig.
      Weil was haben wir sonst noch?
      Und auch das Vertrauen in die Kirche, die nun mal so ist wie sie nun mal geworden ist, die speist sich doch nicht aus dem Vertrauen ins Bodenpersonal, sondern aus dem dass es eben SEINE Kirche ist.

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  3. Lehrer Lämpel01.06.16, 13:43

    Ich bin überzeugt:
    Auch andere rechtgläubige (i.S. von bibeltreu) Christen haben Christus.
    Und:
    In CHRISTUS könnten wir uns eines Tages alle treffen.

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    1. Ihrem Schlusssatz ist absolut zuzustimmen.
      Das andere auseinanderzudröseln ist schriftlich zu missverständlich.
      Ich seh es auch so, aber frag mich immer, wie man Christus haben kann, ohne ihn konkret (in der Eucharistie) zu haben?
      Wenn ich dann drüber nachdenke, so muss ich feststellen, dass auch wir, die wir die Eucharistie haben, IHN nicht wirklich haben.
      Die Eucharistie ist für mich sowas, wie der Berührungspunkt der absoluten Geraden (Christus) mit der krummen Welt der Menschen.
      Der Mensch kann einfach nicht der Geraden folgen, er muss auf seinen eigenen, krummen Wegen weitergehen bis er wieder an den Punkt kommt, wo die Gerade im Punkt (der eben die Euchatistie ist) seinen krummen Lebensweg berührt.
      Nun geht das aber nur, (und ich weiß schon, dass hier das Bild der Tangente endgültig gesprengt wird) weil durch die Geburt Christi, das göttliche die Welt nicht nur tangiert, sondern auch sozusagen auf unseren krummen Wegen gerade gelebt hat,

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  4. Lehrer Lämpel04.06.16, 07:20

    Ich möchte darlegen, wie ich zu meiner Auffassung über die anderen rechtgläubigen Christen komme:
    Christus hat gesagt (Mt 18,20): "Wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."
    Das gilt sicherlich nicht nur für die katholische Eucharistiefeier, sondern auch für kath. Wortgottesfeiern, Andachten etc., auch wenn Er dabei nicht im Allerheiligsten Altarssakrament zugegen ist.
    Ergo gilt es auch dann, wenn andere Christen in Seinem Namen zusammenkommen - also auch für gläubige evangelische Christen, oder nicht?
    Ich jedenfalls kenne solche rechtgläubige evangelische Christen, bei deren Zusammenkünften in Christi Namen ich nicht an der Gegenwart des Herrn zweifle. Also haben diese doch im gemeinsamen Gebet auch Christus und nicht allein wir Katholiken.

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    1. Schon, habe ich nie bestritten, nur als einfach gestrickter Mensch brauch zumindest ich, was materielles zum Festhalten.
      Im Grunde bewundere ich die Evangelischen Christen mit ihrem abstrakten Glauben, so ganz ohne materielles zeichnehaftes Sein.
      Nur für mich ist das nichts, ich bin da zu dumm dazu.
      Und ich denke auch, es übersieht einen wichtigen Aspekt des christlichen Glaubens, dass Gott in Christus Fleisch! angenommen hat.

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  5. Lehrer Lämpel04.06.16, 13:43

    Ester, ich denke, Dummheit ist das nicht bei Ihnen, vielleicht nur ein Mangel an Vorstellungskraft.
    Immerhin bin ich froh, wenn Sie auch evangelischen Christen zugestehen können, dass auch sie Christus haben können.
    Nach ev.-lutherischen Glaubensverständnis glauben deren Mitglieder, dass auch sie Christus leiblich in den Gestalten des Abendmahls empfangen.

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    1. Nein Herr Lehrer :-D es ist das Wissen darum, dass man sich ziemlich viel vorstellen kann, bis dahin, dass man felsenfest davon überzeugt ist, Dinge zu sehen, und Sachen zu hören, die definitiv nicht da sind.
      Wie gesagt ich bewundere das, aber ich halte es für einen sehr gefährlichen Weg und hänge von daher an der Eucharistie, die für mich eben Sein ist, nicht Glauben und nicht Vorstellung, auch und wenn es genug Geschichten über die Vorstellungskraft von da begabten Leuten gibt.
      Die evangelisch-lutherische Christen glauben an die Realpräsenz nur dann wenn sie das glauben, und dann auch nur im Moment des Empfangs, das ist was komplett anderes!
      Es ist und bleibt unkonkret.
      Im übrigen ist das eines der umstrittendsten und den Verstand, das Herz und den Glauben am meisten herausfordernsten Dinge im Christentum, fängt schon zu Zeiten Christi an, Johannes 6,36ff.
      Will heißen ich kapiere schon, dass man das nicht mittragen kann und will.

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  6. Lehrer Lämpel04.06.16, 17:50

    Ester, schön dass Sie so ein festes Glaubenswissen über die Realitäten Christi in der heiligen Eucharistie haben - das ist sehr kostbar wie ein Schatz.
    Sie haben den Glauben der ev.-luth. Christen bzgl. deren Abendmahlverständnisses (Glaube an die Realpräsenz des Herrn nur im Augenblick des Abendmahlempfangs) richtig wiedergegeben - genauso hatte ich es auch verstanden.
    Was ich schade finde, ist eben doch Ihr Mangel an Vorstellungskraft, dass ein ev.-lutherischer Christ ebenso überzeugt sein kann von der Richtigkeit seines Glaubens wie Sie und ich von Ihrem und meinem Eucharistieglauben.
    Ich kenne evang. Christen mitschreiben Guten Bibelkenntnissen, die den christlichen Glauben und die Weisungen des Herrn sehr ernst nehmen.
    Woher wissen Sie, dass der Herr nicht einen solcherart gläubigen evang. Christen auch z.B. im Abendmahl besuchen kann?
    Halten Sie wirklich nur röm.-katholische Christen für gerettet?
    Was ist dann mit all den anderen christlichen Konfessionen? Sind die alle durch die Bank häretisch und damit deren Anhänger verdammt?

    Ich jedenfalls hüte mich, einen gläubigen Christen einer anderen Konfession abschätzig zu betrachten, weil er nicht das unverdiente Glück hatte, in eine gläubige röm.-katholische Familie geboren und darin aufgewachsen zu sein.

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  7. Sehen Sie Herr Lehrer und wieder kommt die klassische, dabei komplett unlogische Keule.
    Wir diskutierten über den Glauben nicht über das Gericht.
    Ich habe noch nie, geschrieben, dass ich irgendwen für einen Höllenkandidat halte!
    In meinen Augen hat das eine mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Und es nervt mich immer wieder, wenn die Diskussion auf dieser Ebene angelangt ist!
    Das ist ganz alleine Gottes Sache, nicht meine.
    Es geht mir gewaltig auf den Wecker, dass einem, sobald man die Lehre richtig darlegt unterstellt wird, man behaupte, alle anderen schmorten in der Hölle.
    Wobei ich hier denke, dass da die Verkündigung der letzten 50 Jahre nicht ganz unschuldig ist, hat man doch so getan, als sei der Katholik dazu verpflichtet der bessere Mensch (moralisch bessere) zu sein, und wäre es auch, weil er den rechten Glauben hat.
    Soweit ich weiß ist das aber der Irrtum Kants, den die Kirche(n) sich angezogen habe, was nicht mein Problem ist.

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  8. Lehrer Lämpel04.06.16, 23:02

    Sorry, da kann ich Ihnen nicht folgen.
    Ich behaupte eben gerade nicht, dass Katholiken besser als andere christl. Konfessionen sind.
    Obwohl ich mich in meiner Konfession absolut wohl fühle und auch glaube, dass wir die Fülle der Wahrheit haben.
    Sie weichen meinen Fragen allerdings aus und vermeiden eine klare Antwort:
    Wie denken denn Sie über Christen anderer Konfessionen - haben sie Christus oder haben sie ihn Ihrer Meinung nach nicht?
    Das ist doch gerade auch nach Ihrer früheren Aussage an anderer Stelle ganz entscheidend - und zwar letztendlich für das ewige Seelenheil des Menschen.
    Wenn die nicht röm-kath. Christen etwa nicht Christus haben, so müsste man alles daran setzen, dass sie noch zu Lebzeiten zur RKK konvertieren.
    Dass die Lehre der RKK zum ewigen Heil führt, ist unbestritten - aber gibt es nicht auch andere akzeptable Wege in anderen christlichen Konfessionen, die man achten und respektieren sollte?
    Übrigens, OHNE den eigenen als richtig erkannten Standpunkt aufzugeben.
    Ihre Ausfälle gegen die kirchliche Verkündigung nach dem II. Vatikanischen Konzil kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

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    1. also bitte, wenn jemand ohne eigene Schuld, die Lehre der RKK nicht annehmen kann, dann kann er gerettet werden, wenn er dem folgt, was ihm sein Gewissen als gut zeigt.
      Ohne eigene Schuld kann auch bedeuten, dass ihm die Lehre der RKK zwar richtig, aber auf eine so dämliche Art präsentiert wurde, dass er die richtige Lehre nicht annehmen konnte.
      Wo bitte ist das Problem?
      Christen anderer Konfession haben Christus als Zeichen, den Geist als Beistand, als wasweißichwas, aber nicht in der Eucharistie, selbst die Orthodoxen haben keinen Tabernakel.
      Es wäre besser, sie würden katholisch, weil ich aber nicht über die Schuld befinden kann, s.o.

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    2. P.S die von mir monierte Verkündigung hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Konzil zu tun, ist wesentlich älter und, wenn ich die historischen Quellen richtig versteh eine der Gründe für das Befreiungsgefühl durch das Konzil gewesen.
      50 Jahre war zu kurz, 100 Jahre trifft es wohl eher, ich meine diese moralinsauren Geschichten.

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