Montag, 2. Mai 2016

Außerhalb der Orthodoxie...Socci zu Spaemann, Zanatta, Cuniberto & Alvi und ihrer Kritik an Papst Franziskus

Antonio Socci hat einige gewichtige kritische Stimmen zu Amoris Laetitia und der Flüchtingspolitik des Pontifex gesammelt und auf IlStraniero veröffentlicht. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER PHILOSOPH UND FREUND RATZINGERS TADELT BERGOGLIO : ER VERSTÖSST GEGEN DAS GÖTTLICHE GESETZ UND RISKIERT EIN TRAGISCHES SCHISMA"

"In den konformistischen Zeitungen und bei den Gaunern des Fernsehens überwiegen wie immer die Fans des argentinischen Papstes, aber in der Welt der Denker (seien sie Laien oder Katholiken) haben sich jetzt beunruhigte Stimmen erhoben, sowohl wegen der bergoglianischen Zerstörung des Katholizismus als auch wegen der zerstörerischen politischen Ideologie des antiglobalen peronistischen Papstes  (der "Economist" hat ihn wegen seiner Ideen über den vom imperialistischen Kapitalismus angezettelten Weltkrieges direkt mit Lenin verglichen).

AUSSERHALB DER ORTHODOXIE
Spaemann hat in seinem Interview mit der CNA erklärt, daß es in Bergoglios "Amoris Laetitia" eine Ruptur zum gesamten Lehramt der Kirche gibt. "Es handelt sich um einen Bruch, der jedem offenbar wird, der denken kann und die fraglichen Texte liest."

Aber mit dem Lehramt aller Zeiten zu brechen, ist äußerst schwerwiegend, weil kein Papst die Macht dazu hat: er sollte der oberste Hüter und nicht der Zerstörer  des Göttlichen Gesetzes oder des Depositum Fidei sein.
Bzgl. der Sophismen Bergoglios ist Spaemann sarkastisch: "Wenn es sich um sexuelle Beziehungen handelt, die objektiv den christlichen Geboten widersprechen, würde ich gern vom Papst wissen, unter welchen Bedingungen ein offensichtlich sündiges Verhalten sich in ein gottgefälliges verwandelt."

Der Bergoglio-Text, erklärt Spaemann, ist durchtränkt mit der sogenannten Situations-Ethik, die wie auch Johannes Paul II- wie Pius XII  zurückgewiesen hat und  in seiner Enzyklika "Veritatis Splendor" verurteil hat.
Die wahre Barmherzigkeit, präzisiert Spaemann, ist die, die Johannes Paul II zum Thema seines eigenen Pontifikates machte und er ist ihr authentischer Interpret.
Für die Kirche sind die Konsequenzen des Bergoglio-Pontifikates zerstörerisch: wir müssen einen Gipfel der Säkulariseriung und einen weiteren Rückgang der Priesterberufungen erwarten. Das Chaos.

Die Schlussfolgerung Spaemanns ist dramatisch:
"Jetzt ist jeder einzelne Kardinal aber auch jeder Bischof und Priester aufgerufen, in seinem eigenen Kompetenzbereich die katholische Sakramentenordnung zu verteidigen und sich öffentlich zu ihr zu bekennen. Wenn der Papst nicht geneigt ist, Korrekturen vorzunehmen, wird es dem folgenden Pontifikat zukommen, die Sachen offiziell wieder zu bereinigen."    

Worte, die an Papst Honorius  erinnern (7. JH), der von seinen Nachfolgern beim 3. Ökumenischen Konzil von Konstantinopel für viel weniger verurteilt wurde.
Sicher ist, daß das Urteil Spaemanns von vielen Kardinälen und Bischöfen geteilt wird, die mit Mehrheit die Bergoglio-Revolution bei den Synoden 2014 und 2015 abgelehnt hatten.
Ihr konsterniertes Schweigen wird immer lauter. Spaemann hat enthüllt, was sie denken. Und es ist sehr unwahrscheinlich, daß er nicht mit seinem Freund Joseph Ratzinger darüber gesprochen hat.



KATASTROPHE MIGRATION
In den vergangenen Tagen hat auch ein anderer namhafter Gelehrter, Paul Collier, Dozent für Geschihcte und Wirtschaft an der Universität Oxford und Autor des Buches "Exodus" eine fundamentale Studie über das Phänomen der Migration veröffentlicht, und in einem Interview mit dem Catholic Herald die Migrations-Demagogie Bergoglios in einem Interview zurückgewiesen, vor allem hat er erklärt, daß die Rhetorik der "offenen Türen" besonders den Ländern geschadet hat, aus denen die Flüchtlinge und Migranten aufbrechen, weil das sie der besten Kräfte zum Wiederaufbau beraubt hat.
Außerdem stellte er fest, daß- weil die Ressourcen begrenzt sind- die Europäischen Staaten (und besonders ihre Eliten) nicht das Recht haben, die Grenzen für Millionen von bedürftigen Fremden zu öffnen und die Interessen der Armen Europas zu opfern und sie vielleicht des Rassismus zu beschuldigt
Im Übrigen sind die nationalen Grenzen keine "moralischen Abscheulichkeiten". Sie sind der Schutz für ein friedliches Leben einer Gesellschaft.

ANKLAGEREDE
Drastischer war da der italienische Wirtschaftsfachmann und Schriftsteller Geminello Alvi, demzufolge Bergoglio den Katholizismus zur Liquidation freigegeben hat und eine unterschiedslose Einwanderung (die Jesuiten geben die Philanthropen auf Kosten anderer) und ein tägliches Unglück ist wegen seiner fortwährenden Reden zu allem (besonders über die staatlichen Löhne)
Der argentinische Papst glaubt-nach Alvi- daß die Ursünde die Wirtschaft ist, und der vergleicht ihn am Ende mit dem Papst, der vom Rücktritt Coelestins profitierte, jener Bonifaz VIII,der von Dante verachtet ( und in die Hölle versetzt) wurde: "auch da" sagt Alvi" gab es ein Doppelpapsttum - in Gemeinsamkeit mit einer ausreichend zweifelhaften Wahl, wie der seinen."
Alvi, der ein Gelehrter ist, stellt fest, daß Bonifaz VIII zum Zusammenbruch des Papsttums beitrug und zur Dekadenz Roms, und erzeugt das Gefühl, daß das Pontifikat Bergoglios , den er als "Ersatzteilmann" definiert .

ANTILIBERALER POPULIST
Und nur wenig später kam der Essay von Loris Zanetta, Historiker und Fachmann für internationale Beziehungen in Lateinamerika an der Universität Bologna heraus, es ist interessant, daß der vom "Mulino", dem Flaggschiff der Prodi-Welt, katho-progressistisch, laikal und links, veröffentlichte wurde.
Zanatta bekräftigt, daß das peronistisch Denken Bergoglios als antiliberaler Liberalismus definiert werden muß.
Seine auf das " pueblo" gegründete Ideologie, das arme Volk ( dessen Symbol der Flüchtling ist) das in der Vorstellung Bergoglios. das romantische Sammelbecken.aller Tugenden ist, im Gegensatz zum  -und zu denen, die etwas mit dem satanischen Geld zu tun haben.
Natürlich ist der Simplizismus Bergoglios voller Widersprüche, weil aus dieser Vision zu schließen ist, daß es schlecht wäre, dieses  Volk von der Armut zu befreien (dieser tugendhaften Armut, die nach Bergoglio, aber der Grund des  Terrorismus ist,einer wenig tugendhafte Sache)
Aber diese simple Ideologie erlaubt es dem Papst, den Westen zu beschuldigen, eine Wirtschaft, die mordet, zu sein, während er an den blutigen kommunistischen Regimes von Kuba, Nord-Korea und China (dessen Tyrannen
er auch sehr freundliche Worte grichtet hat) nichts auszusetzen hat.
Bergoglio zieht das ganze ideologische  Volk, das vom Sozial-Zentrum Leoncavallo repräsentiert wird ( das er empfangen hat) dem christlichen Volk des Familientages ( dem er die Tür verschlossen hat) vor.
Die Ansicht Bergoglios von Wirtschaft und Ökologie ist eine rein ideologische.
 

AUSSERHALB DES KATHOLIZISMUS
Aber Flavio Cuniberto , Dozent an der Philosophischen Fakultät von Perugia zeigt in seinem Pamphlet "Madonna Armut" die andere theologische Seite dieser Ideologie.
In der Tat hat Bergoglio selber erklärt: "Das Wort Volk ist keine logische Kategorie, es ist eine mystische Kategorie"  Und das ersetzt am Ende die Kirche als mystischer Leib Christi.
Deshalb hat er in der Karwoche statt von der Passion Christi jeden Tag von der Passion der Migranten gesprochen.
Am Gründonnerstag- hat er statt von der  Eucharistie zu sprechen und ihrer Einsetzung beim letzten Abendmahl,
einigen Migranten ( auch muslimischen und hinduistischen) die Füße gewaschen und sie verehrt.
Deshalb definiert  er in Amoris Laetitia ( Nr. 186) die Bedingungen, unter denen man die Hl.Eucharistie empfangen kann, nicht   "wenn man in der Gnade Gottes ist, ohne Todsünde", sondern wenn man die Religion des Volkes, der Migranten, zur Armutstheologie bekennt.
Bergolgio verdreht die Heiligen Schriften, erklärt Cuniberto , um am Ende die Ursünde  als Grund des Verderbens der Schöpfung) durch die kapitalitischen Egoismen, die die Umwelt schädigen zu ersetzen. Die Sünde ist nicht mehr der Ehebruch, der Atheismus oder der Unglaube sondern der Gebrauch von Plastikbechern und Klimaanlagen.
Für Cuniberto ist das eine "Neuerfindung des Christentums" -aus dem New-Age-Schlüssel heraus-ohne das Kreuz Christi.
Es ist die Abschaffung des Katholizismus. Die Lächerlichkeit."

Quelle:LoStraniero, A. Socci

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