Sonntag, 29. Mai 2016

Chesterton zum Geburtstag

am 29.Mai 1874 wurde Gilbert Keith Chesterton geboren,

Ich halte ihn für einen großen Menschen und einen große Katholik.
Es fällt mir schwer, mir ihn auf irgendeinem Altarbild von wegen St, Gilbert vorzustellen, ich denke ihn selig zu sprechen, wäre nicht in seinem Sinne gewesen.
Obwohl es hätte was, von dem, was er so klasse fand, diese Verkleidungsspiele und koboldhaften Einfälle, diese seltsam verdrehten, typisch englischen Witze, die er so liebte, von  wegen im Katholizismus passe ein Bier, ein Pfeife und das Kreuz richtig gut zusammen.
Man würde ihm wahrscheinlich den Spruch seines Freundes Belloc auf den Altar schreiben, der da lautet:
Wherever the Catholic sun doth shine,
There’s always laughter and good red wine.
At least I’ve always found it so.
Benedicamus Domino!
Hilaire Belloc


(holperige Übersetzung  "wo immer die katholische Sonne scheint, da ist immer Gelächter und guter, roter Wein, auf jeden Fall fand ich das immer so, Lasst uns den Herrn loben")

Mittlerweile gehen wir ja auch zu oft zum Lachen in den Keller, oder wie ich neulich schrieb, niemand lacht, obwohl es absolut lächerlich ist, diese moralinsaure, bierernste Betroffenheit, die einem so in der Kirche oft auf den Wecker geht


Aber egal
Aber ich freu mich drauf ihn im Himmel zu treffen auch und wenn ich berechtigte Zweifel habe, da so direkt hinzu kommen, aber GottseiDank gibt es ja noch das Fegefeuer.

Was soll man zu ihm sagen? Nun man lese ihn einfach!
Aber das beste Argument gegen den, schon zu seiner Zeit, so beliebten Spruch, dass doch alle Religionen gleich  seien, und man sich doch deshalb als Christ nicht so anstellen solle, das ich kenne, stammt von Chesterton

Hier (allerdings in Englisch)
Lord und Lady haben eine alte Abtei gekauft und  den  Kreuzgang mit Artefakten aus allen möglichen Religionen dekoriert.
Pater Brown kommt da auch hin, die Lady fühlt sich gerufen das zu erklären und sagt:
"Wir wollten zeigen, dass alle Religionen gleich sind!"
da sagt Pater Brown "Nun wenn das so ist, dann ist es nicht nötig eine von weit (aus der Mitte Asiens) her zu holen!"

“That’s just what we meant; to link up the great religions of East and West; Buddha and Christ. Surely you must understand that all religions are really the same.”
“If they are,” said Father Brown mildly, “it seems rather unnecessary to go into the middle of Asia to get one.”

jedoch ist das sozusagen nur die Einführung, die höfliche Antwort,  die Geschichte geht dann um einen Rubin, der mittels eines Tricks gestohlen wird, und am Ende, als Pater Brown alles aufklärt, sagt er, viel schlimmer als den Diebstahl des Rubins, ist ein anderer Diebstahl, der  doch gesetzliche und politische Protektion hat, der Diebstahl richtig großer Steine und dann zeigt er auf die Silhouette der Abtei,

We mustn’t be too hard on either of them,” said Father Brown. 
“Other English gentlemen have stolen before now, and been covered by legal and political protection; and the West also has its own way of covering theft with sophistry. After all, the ruby is not the only kind of valuable stone in the world that has changed owners; it is true of other precious stones; often carved like cameos and coloured like flowers.” The other looked at him inquiringly; and the priest’s finger was pointed to the Gothic outline of the great Abbey. “A great graven stone,” he said, “and that was also stolen.”


Für Chesterton war der Verlust des Glaubens, egal wie intelligent er sich rechtfertigte, das allerschlimmste, dagegen hat er angeschrieben, leidenschaftlich, klug und witzig.
Nun ist er da, wo er sieht und schaut!

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