Samstag, 28. Mai 2016

Der Prophet Jeremia sagt:

So spricht der Herr der Heere: /
Hört nicht auf die Worte der Propheten, / die euch weissagen. Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, / die aus dem eigenen Herzen stammen, / nicht aus dem Mund des Herrn.
17Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: /
Das Heil ist euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, / versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch.
18Doch wer hat an der Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, /
hat ihn gesehen und sein Wort gehört? Wer hat sein Wort vernommen / und kann es verkünden?
19Hört, der Sturm des Herrn [sein Grimm] bricht los. /
Ein Wirbelsturm braust hinweg über die Köpfe der Frevler.
20Der Zorn des Herrn hört nicht auf, /
bis er die Pläne seines Herzens ausgeführt und vollbracht hat. / Am Ende der Tage werdet ihr es klar erkennen.
21Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, /
dennoch laufen sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, / dennoch weissagen sie.
22Hätten sie an meiner Ratsversammlung teilgenommen, /
so könnten sie meinem Volk meine Worte verkünden, / damit es umkehrt von seinem schlechten Weg / und von seinen bösen Taten.
23Bin ich denn ein Gott aus der Nähe - Spruch des Herrn - /
und nicht vielmehr ein Gott aus der Ferne?A
24Kann sich einer in Schlupfwinkeln verstecken, /
sodass ich ihn nicht sähe? - Spruch des Herrn. Bin nicht ich es, / der Himmel und Erde erfüllt? - Spruch des Herrn.
25Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und sprechen: Einen Traum habe ich gehabt, einen Traum. 
26Wie lange noch? Haben sie denn wirklich etwas in sich, die Propheten, die Lügen weissagen und selbst erdachten Betrug? 
27Durch ihre Träume, die sie einander erzählen, möchten sie meinen Namen in Vergessenheit bringen bei meinem Volk, wie ihre Väter meinen Namen wegen des Baal vergessen haben. 
28Der Prophet, der einen Traum hat, erzählt nur einen Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündet wahrhaftig mein Wort. Was hat das Stroh mit dem Korn zu tun? - Spruch des Herrn.
29Ist nicht mein Wort wie Feuer - Spruch des Herrn - und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert? 
30Darum gehe ich nun gegen die Propheten vor - Spruch des Herrn -, die einander meine Worte stehlen. 
31Nun gehe ich gegen die Propheten vor - Spruch des Herrn -, die ihre Zunge gebrauchen, um Sprüche zu machen. 
32Ja, nun gehe ich gegen die Propheten mit ihren erlogenen Träumen vor - Spruch des Herrn; sie erzählen die Träume und verführen mein Volk durch ihre Lügen und ihr freches Geschwätz. Ich aber habe sie weder gesandt noch beauftragt, und sie sind diesem Volk ganz unnütz Spruch des Herrn.
33Fragt dich dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester: Was ist der «Last-Spruch» des Herrn?, so antworte ihnen: Ihr selbst seid die Last und ich werfe euch ab - Spruch des Herrn.



34Den Propheten aber, den Priester und das Volk, jeden, der sagt: «Last-Spruch des Herrn», 
den ziehe ich samt seinem Haus zur Rechenschaft - Spruch des Herrn. 
35Vielmehr sollt ihr so zueinander und untereinander sagen: Was hat der Herr geantwortet?, oder: Was hat der Herr gesagt? 
36Aber den Ausdruck «Last-Spruch des Herrn» sollt ihr nicht mehr gebrauchen. Denn «die Last» ist für jeden sein eigenes Wort, weil ihr die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn der Heere, unseres Gottes, verdreht habt. 
37So soll man zum Propheten sagen: Was hat der Herr dir geantwortet?, oder: Was hat der Herr gesagt? 
38Wenn ihr aber «Last-Spruch des Herrn», sagt, so sagt der Herr darauf: Weil ihr dieses Wort «Last-Spruch des Herrn» gebraucht, obwohl ich euch verbieten ließ, «Last-Spruch des Herrn» zu sagen, 
39darum hebe ich euch empor und schleudere euch samt der Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, weg von meinem Angesicht. 

40Ich verhänge über euch ewige Schande und ewige Schmach, die nie vergessen werden soll.

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