Dienstag, 10. Mai 2016

Ein zweideutiges Pontifikat?

Marco Tosatti, altgedienter Vaticanista von LaStampa schreibt bei "San Pietro ed intorno" über den Papst und sein Lehramt. Als Beispiel wählt er die unklar und zweideutig formulierte postsynodale Apostolische Exhortation "Amoris Laetitia" und zitiert einen Kommentar von -horribile dictu- Msgr. Fellay von der FSSPX (deren mögliche Versöhnung mit der Kirche bei DBK und deutschen, mit Kirchenfragen betrauten Journalisten die blanke Panik auslöst). Hier geht´s zum Original:   klicken

                         "EIN LEHRAMT DER ZWEIDEUTIGKEITEN"

"Bei einer Pressekonferenz  (wir haben dafür berichtet : klicken) hat der Erzbischof von Vasto und Spezialsekretär der vergangenen Synode, Msgr. Bruno Forte, von einer Äußerung von Papst Franziskus über die Mehrheitsbischöfe, den "Saustall" den sie angerichtet hätten und daß er,der Papst es sei, der am Ende entscheidet." Forte war auch Autor der umstrittenen Relatio Intermedia (Kard.Erdö),die dann von den Arbeitsgruppen abgelehnt wurde.


                                  

Und Msgr. Forte hat das so kommentiert: "Typisch jesuitisch"-und hinzugefügt, daß die Exhortation keine neuen Doktrin ist, sondern die barmherzige Anwendung der Doktrin aller Zeiten."

Wenn die Anekdote, die Msgr. Forte erzählt, wahr ist, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, kann man den Grad der Verwirrung und Zweideutigkeit über die unterschiedlichen Interpretationen, die die apostolische Exhortation ausgelöst hat, hinaus besser verstehen.
Es gibt einen gewollten Mangel an Klarheit, der die Auseinandersetzungen in die Köpfe bringt und die Vorwürfe der Laien, die seit Jahrhunderten die Gesellschaft Jesu als Ziel haben. Frucht einer seit Beginn der Synodenarbeit 2014 angewandten Strategie, wie man hier lesen kann.

Am Rand und um die Komplexität -um es so zu nennen-dieser Situation der Kirche, wiederholen wir, was der Verantwortliche für die Pius-Bruderschaft Msgr. Fellay am 1. Mai geschrieben hat:

"....wir bitten den guten Gott, dieses Geheimnis etwas besser verstehen zu können, trotzdem das ganze menschliche Elend zu verstehen, obwohl es der Papst selbst ist, der uns unwahrscheinliche Reden über die Moral hält, uns sagt, der uns sagt, daß die Sünde der Stand der Gnade ist- es ist unglaublich, unerhört, was man heut hören kann! Jedenfalls - trotz allem- kann der Papst noch Handlungen vollbringen, die heiligen... er kann Gutes tun und wird es auch noch tun."

Wenn sogar die, die immer so sicher sind, ihre Ratlosigkeit zeigen, was sollen dann die armen Christen in den Gemeinden sagen?"

Quelle:  MarcoTosatti, LaStampa




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