Donnerstag, 12. Mai 2016

Kontinuität oder Kontrast?

Über die erstaunliche Kälte des regierenden Pontifex gegenüber dem Marsch für das Leben und den Kommentar von Sandro Magister dazu haben wir berichtet.
Nach wie vor - auch nach "Amoris Laetitia"- singen die Apologeten  immer noch das Liede von der Kontinuität des aktuellen mit den vorhergehenden Pontifikaten, Da täte wohl mal eine Begriffsklärung des Wortes Kontinuität not. Die Frage Kontinuität oder Kontrast ist eigentlich schon beantwortet und eher nur noch eine rhetorische....
Da könnte ein Vergleich mit den Aussagen des Papa emeritus zum Thema Marsch für das Leben sicher hilfreich sein. Gefunden haben wir die Zusammenstellung bei Benoît XVI-et-moi -merci!

Beim Angelus am 5.2. 2006 sagte Papst Benedikt XVI

"Heute wird in Italien der »Tag für das Leben« gefeiert. Er ist eine wertvolle Gelegenheit zum Gebet und zum Nachdenken über die Themen des Schutzes und der Förderung des menschlichen Lebens, vor allem wenn es sich in schwierigen Situationen befindet. Auf dem Petersplatz haben sich viele in diesem Bereich tätige Laien eingefunden, von denen einige der »Bewegung für das Leben« angehören. An sie richte ich meinen herzlichen Gruß, wobei ich besonders an Kardinal Camillo Ruini denke, der sie begleitet. Ich erneuere ihnen den Ausdruck meiner Wertschätzung für ihre Arbeit, die darauf abzielt, daß das Leben stets als Geschenk angenommen und liebevoll begleitet werde. (....)"

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Bei einem Zusammentreffen mit Mitgliedern der Lebensrechtsbewegungen am 12. 5. 2008

"(....)  Durch euch, die ihr hier anwesend seid, gehen meine liebevollen Gedanken zu denjenigen, die, auch wenn sie nicht persönlich dabei sein können, doch geistig mit uns vereint sind. Ich denke besonders an die vielen freiwilligen Mitarbeiter, die das hohe Ideal der Förderung und Verteidigung des menschlichen Lebens von seiner Empfängnis an selbstlos und großherzig mit euch teilen.
Euer Besuch findet dreißig Jahre nach der gesetzlichen Freigabe der Abtreibung in Italien statt, und es ist eure Absicht, ein tiefgehendes Nachdenken über die menschlichen und sozialen Auswirkungen anzuregen, die das Gesetz in der zivilen und christlichen Gemeinschaft in diesem Zeitraum hervorgerufen hat. Wenn man auf die letzten drei Jahrzehnte zurückblickt und die heutige Situation betrachtet, muß man erkennen, daß es heute praktisch schwieriger geworden ist, das menschliche Leben zu schützen, weil eine Mentalität einer allmählichen Herabsetzung seines Wertes entstanden ist, die diesen Wert dem Urteil des einzelnen anheimstellt. Als Folge daraus schwindet die Achtung vor der menschlichen Person selbst, also vor dem Wert, der jedem zivilen Zusammenleben zugrunde liegt, unabhängig vom Glauben, zu dem sich der einzelne bekennt. (...)"

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Beim Regina Caeli am 22.5. 2011

"(.....) Herzlich grüße ich die Pilger italienischer Sprache, besonders die zahlreichen Firmlinge aus der Diözese Genua unter der Leitung von Kardinal Bagnasco. Ein Gedanke gilt dann der großen Gruppe der »Bewegung für das Leben«: Liebe Freunde, ich danke euch vor allem für den Einsatz, mit dem ihr den Frauen zur Seite steht, die mit schwierigen Schwangerschaften konfrontiert sind, sowie den Verlobten und auch den Eheleuten, die eine verantwortliche Elternschaft leben wollen; auf diese Weise wirkt ihr konkret für die Kultur des Lebens. Ich bitte den Herrn, daß auch dank eures Beitrags das »Ja zum Leben« Beweggrund der Einheit in Italien und in allen Ländern der Welt sei. " (....) 

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Und beim Angelus am  3.2. 2013

"(...)  Am ersten Sonntag im Februar wird in Italien der »Tag für das Leben« begangen. Ich schließe mich den italienischen Bischöfen an, die in ihrer Botschaft dazu auffordern, in das Leben und in die Familie zu investieren, auch als wirksame Antwort auf die aktuelle Krise. Ich grüße die »Bewegung für das Leben« und wünsche der »Einer von uns« genannten Initiative Erfolg, damit Europa immer der Ort sei, an dem jeder Mensch in seiner Würde geschützt wird. Ich grüße die Vertreter der Fakultäten für Medizin und Chirurgie der Universitäten Roms in Begleitung des Kardinalvikars, besonders die Dozenten für Geburtshilfe und Gynäkologie, und ich ermutige sie, die im Gesundheitswesen Tätigen zur Kultur des Lebens heranzubilden." (...)

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Quelle: La Santa Sede, LEV; Benoît XVI-et-moi

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