Sonntag, 1. Mai 2016

Maria Maienkönigin

Heute ist der erste Mai und so wie es aussieht, wird es endgültig, - obwohl es neulich noch geschneit hat, und es teilweise so kalt war, dass man die Heizung andrehen musste, ja,  ja die Klimaerwärmung :-D - es wird also dennoch scheinbar endgültig Frühling und Sommer.

Daher zunächst das Marienlied mit dem Mai. die Maienkönigin

Maria, Maienkönigin,
dich will der Mai begrüßen.
O segne seinen Anbeginn
und uns zu deinen Füßen.
Maria, dir empfehlen wir,
was grünt und blüht auf Erden.
O lass es eine Himmelszier
in Gottes Garten werden."

Ich habe dann dieses  Video auf youtube gefunden, zuerst Orgel, dann Gesang der Gemeinde, und erst am Schluss eine Choraufnahme, also bis zum Ende anhören


Der Mai ist der Marienmonat schlechthin, obwohl der eigentliche Marienmonat der Oktober ist., aber es gibt auch sowas wie Volksfrömmigkeit



und um hier Adalbert Seipolt zu zitieren "Gegen soviel Rührseligkeit kämpft jeder Progressist vergebens"  (das ist eine witzige Geschichte um " Kampf um Stille Nacht" geschrieben unmittelbar nach dem Konzil. Protagonist ein junger eifrige moderner Kaplan, der unbedingt das kitschige, rührselige Lied aus der Weihnachtsfeier verbannen will, weil ja die Not in der Welt und da kann man nicht  rührselig singen und sich gut fühlen und überhaupt.......Daher lässt er sich auf den Rat Schwester Annabertas, (Seipolts heimlischer Heldin)  darauf ein,  ein afrikanisches Lied zu singen, Dieses  ist dann aber,  O Wunder groß, eine wortgetreue Übersetzung auf die bekannte Melodie des Franz Xaver Gruber. Die Gemeinde hört gar nicht auf den afrikanischen Text sondern singt begeistert mit und dann kommt der Satz mit dem Progressist und der Rührseligkeit. Jedoch das Schlusswort über Rührseligkeit, spricht die Heldin des Adalbert Seipolt, Schwester Annaberta, die sagt "die Leute singen das gern, auch die Ärmsten der Armen, weil es von Herzen kommt und zu Herzen geht".

Und so ist es auch mit der Marienverehrung, Ja ich kenne die Einwände und teile sie zum Teil, wenn es um hardvore Marienverehrer geht, wo man sich als geneigter Zuhörer fragt, für was man die himmlische Dreifaltigkeit noch braucht, wenn ja Maria alles, aber auch alles macht und für alles, aber auch alles zuständig ist, um es etwas ironisch zu formulieren.
Oder das alles, obwohl es superfromm formuliert wird,  sich nach Frauenpower im Himmel anhört, wo bis auf den Heiligen Geist, von dem weiß man es nicht so recht, was er ist, die Herrschaft der Männer gebrochen ist, und Maria, die Frau, endlich das Zepter in die Hand genommen hat und Gott Vater misamt dem Sohn zum Gehilfen ihrer Bitten und Wünsche degradiert hat, so dass die machen müssen! was Maria sagt.
Ich sage mir dann immer, philosophisch, theologisch ist das Böse keine eigenständige Kategorie, sondern das schlecht gewordene Gute, von daher kann nur was schlecht werden, was eigentlich gut ist, wie eben die Marienverehrung
Und so hat sie was, aller berechtigten Kritik zum Trotz, was von Herzen kommt, zu Herzen geht, und frei nach dem berühmten Wort Blaise Pascals Le cœur a ses raisons que la raison ne connaît point.(das Herz hat seine Gründe die der Verstand nicht kennt. Man könnte auch übersetzen: Das Herz hat seine Gründe die der Verstand nicht versteht) sprechen die Marienlieder zum Herzen,. vom Herzen und machen froh, auch und wenn, bei näherer Betrachtung, es bei ihnen um Not, Elend, Leid und Tod geht, weil in allen Lieder, sofern ich weiß, flehen wir Maria um Fürsprache, Fürbitte, Hilfe (durch Fürbitte bei GOTT!)  auch und besonders in der "Stunde unseres Todes" wie es im Ave Maria heißt. an.
In diesem Sinne "Gesegneten Marienmonat Mai"

Und hier noch, eine wie, ich finde, gelungene Vertonung des Hail Mary, also des 'Gegrüßet seist du Maria' auf Englisch.

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