Mittwoch, 25. Mai 2016

Wenn Jesus heute im Flüchtlingsboot sitzen würde ...

Dass unsere Kirchenvertreter heute lieber Politik machen, als den Glauben zu verkünden, weil das zweite offensichtlich nicht mehr "in" ist - wir wissen es.

Deshalb schockt es uns ja auch schon gar nicht mehr, wenn man dann in dem einen oderen anderen Medium nachlesen darf, was z.B. der oder der Kardinal, Erzbischof oder Bischof zu den "weltbewegenden" Themen so von sich gegeben hat.

Das können die ja auch gerne tun - aber sie sollen doch dann bitte das Evangelium aus dem Spiel lassen und nicht so tun, als hätte das eine mit dem anderen zu tun.

Schon Jesus lehrte: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist."

Aber die Lehren unseres Herrn, damit ist halt in diesen PR-geprägten Zeiten kein "Staat" mehr zu machen und so bemüht man sich, diese Lehren der eigenen Meinung anzupassen.
Was dann so manche herrliche Steilvorlage liefert:
Heute z.B. war der Kölner Kardinal mal wieder an der Reihe und hat den Ahnungslosen aus dem KSta folgende Geschichte erzählt:
"Heute säße Jesus im Flüchtlingsboot"
Ich bin jetzt zwar evangelisch erzogen, aber wir hatten in der Schule einen Pfarrer, der aus der Bekennenden Kirche kam und dementsprechend keine Lust auf Politik hatte. Der hat uns sowohl im Religionsunterricht in der Schule als auch im Konfirmandenunterricht das Evangelium unverfälscht gelehrt und drauf bestanden, dass wir das in uns vertiefen. Und während meines Glaubenskurses zur Aufnahme in die Kirche war ich doch erstaunt, wie viel ich davon behalten hatte.

Deshalb habe ich dann auch heute, nachdem der Artikel zuerst mal rumgetwittert wurde, einen Lachanfall bekommen, weil man diese Aussage des Kardinals so schön "weiterspinnen" kann.

Man könnte ein neues Evangelium allein aus dieser Aussage machen ... aber ich beschränke mich dann doch mal lieber auf's "Was wäre wenn"..

...Jesus wirklich in einem Flüchtlingsboot gesessen hätte?

Version 1:
Nun wie wir ihn kennen- und liebengelernt haben, war er Gottes Sohn. Und eines seiner wichtigsten Worte war "Fürchtet Euch nicht!".  Ich kann mir also gut vorstellen, dass er dann schon auf dem Flüchtlingsboot das Evangelium verkündet hätte .... Immer wieder hätte er die Leute zur Umkehr und zur Buße aufgefordert. Das hätten die sich natürlich nicht gefallen lassen und sie hätten versucht, diesen "Christen" irgendwie loszuwerden. Mit versammelten Kräften hätten sie ihn über Bord geworfen.... Und dann passiert das Wunder! Jesus erhebt sich aus dem Wasser, schreitet über die Wellen ins Boot zurück. Die dort verbliebenen knien nieder, werfen stattdessen ihre Bücher ins Meer und folgen fortan dem Herrn nach, um ihren Heimatländern die frohe Botschaft zu bringen. "Alles muss man selber machen", denkt sich der Herr dann und "wozu habe ich eigentlich die Jünger ausgesandt und diese ihre Nachfolger berufen?"


Version 2:
Jesus hat als Gottes Sohn ja schon viele Wunder bewirkt, die ja alle in den Evangelien beschrieben sind. Und so gelingt es ihm auch, seine Anhängerschar unter den Flüchtlingen zu vergrößern.
Natürlich hätte für diese Menge Leute nicht mal die Arche Noah ausgereicht. Und so wandelt Jesus über's Meer hinaus und sagt den Menschen "folgt mir nach" .... Viele sind vom Glauben so begeistert und voller Feuer und es gelingt vielen, es ihm gleich zu tun und viele werden gerettet. Was mit den Klein- und Ungläubigen passiert, wissen wir aus dem Evangelium.
Eine Menge Menschen kommt dann zusammen mit Jesus auf der anderen "sicheren" Seite an.
Sofort wird Jesus als Schlepper verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Die Griechen, wahlweise Italiener merken schnell, wer ihnen da ins Netz gegangen ist. Schon lange liegt ihnen ein Auslieferungsantrag aus dem Nahen Osten vor und so wird der Herr dann in einem Flugzeug nach Jerusalem zurückgebracht und die Prophezeihung erfüllt sich.
Wäre ja auch zu schade gewesen, wenn das Erscheinen des Gottessohnes auf der Welt nur eine unbemerkte Episode geblieben wäre.

Version 3:
Jesus steigt ins Flüchtlingsboot und tut dort das, was er schon vorher unter den Juden getan hat. Er lehrt das Evangelium, heilt die Kranken, macht, dass Gelähmte wieder gehen, Blinde sehen und Taube hören können. Alle sind so erfüllt von seinen Worten und Taten, dass sie sich sofort bekehren und sich taufen lassen. Die vorher Ungläubigen haben erkannt, wen sie vor sich haben: den leibhaftigen Sohn Gottes.
Derweil sitzen in Mitteleuropa Kirchenleute, engagierte Laien und alle anderen Hilfsbereiten in den Startlöchern. Sie warten auf Flüchtlinge. Die aber nicht kommen, weil sie von Europa in Glaubensdingen nichts gutes gehört haben. Aus sicherer Quelle konnten wir aber in Erfahrung bringen, dass sie inzwischen ein paar Stuhlkreise zusammengestellt haben und über neue Projekte beraten, damit sie weiterhin "wichtig" bleiben.
Den Glauben verkünden, so wie es ihnen von Jesus aufgetragen wurde? Viel zu banal. Das interessiert doch keine einzige Zeitung - und das Fernsehen schon gar nicht. Nie wieder Interviews? Man kann sich vorstellen, wie schlecht es da dem einen oder anderen gehen würde. Doch die Botschaft von den vielen Menschen, die in anderen Teilen der Welt neu zum Glauben gefunden haben, wirkt. Zwar nicht bei den Hirten, so doch bei vielen Gläubigen, die das Wunder der Rettung verstanden haben...... und Gott im Himmel lacht!

Wir sollten auf jeden Fall unseren Herrn dabei kräftig unterstützen. Mit unseren Gebeten und mit Standhaftigkeit im Glauben, egal was uns erzählt wird.
Drei "Vater Unser" täglich zur Bekehrung der Ungläubigen. Der tägliche Rosenkranz für den eigenen und für den Frieden in der Welt. Es kann gelingen!

Kommentare:

  1. Gibt's hier einen "gefällt mir" Knopf? Dann bitte 3x!!!

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  2. Lehrer Lämpel25.05.16, 13:58

    Nun ja, Fremde aufzunehmen, ist ein Werk der Barmherzigkeit und der Herr lehrt uns im Evangelium, dass alles, was wir dem geringsten Seiner Brüder tun, so ist, als hätten wir's Ihm selbst getan.
    Dabei sind Seine Brüder nicht allein die christlichen Glaubensgeschwister, sondern ebenfalls wiederum nach des Herrn eigenem Wort aus dem Evangelium, jeder, der den Willen des Vaters tut.
    Gottes Wille ist aber das Doppelgebot der Gottes- und der Nächstenliebe.

    Das alles zu lehren, ist schon richtig und angemessen für unsere Priester und Bischöfe.

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    1. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?
      Wenn Jesus sagt "Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist" und so mancher Bischof tut genau das nicht sondern vermischt die derzeit genehme Politik mit dem Evangelium, was hat das mit dem Willen Gottes zu tun - den übrigens niemand kennt, außer dem Sohn.
      Wenn wir aber nur die aufnehmen sollen, die den Willen des Vaters tun, dann sind das sehr wenige. Denen könnten wir dann einen First Class Flug spendieren und sie anschließend im 5-Sterne Hotel wohnen lassen.
      Denn Andersgläubige ermorden oder Frauen unterdrücken etc. ist garantiert nicht der Wille des Vaters. Sonst hätte ich da was komplett missverstanden.

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    2. Lehrer Lämpel25.05.16, 14:43

      Da diskriminieren Sie aber jetzt ganz pauschal die Flüchtlinge und diffamieren sie in der Masse als quasi Terroristen.

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    3. Warum? Erklären Sie mir doch dann einfach mal, womit sie den Willen Gottes tun? Und ich unterstelle Männern, die ihre Frauen unterdrücken, nicht, dass sie Terroristen sind. Das überlasse ich deren Frauen. Und ich denke, Frauenunterdrücken ist nicht der Wille Gottes. Oder habe ich da was missverstanden?

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    4. Muss mich auch in die Diskussion hängen, ja es stimmt, die Nächstenliebe gehört zum Zentrum des Christlichen, aber man kann seinen Nächsten nur dann lieben, wenn man sich selber liebt.
      Oder formulieren wir es anders, man ist von seiten der Krichen sehr offen und aufgeschlossen den religiösen Wünschen der Flüchtlinge gegenüber, nur den religiösen Wünschen der eigenen gegenüber das ist man ehre abweisend, man liebt also den Fremden und sich selber nicht.
      Oder noch mal anders, die Feindesliebe ist bestimmt die religiöse Superkür, nur bevor man die turnen kann, muss man erst mal die Dehnübungen der 10 Gebote trainieren, und da, aber bitte, ja , nein aber heutzutage, das geht doch nicht, früher, ja früher, aber heute?!?

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    5. Es gibt einen sehr hilfreichen psychologischen Trick: wenn du dein internes, persönliches Problem nicht lösen kannst, hör auf um dich selber zu kreisen, mach was. Wenn du immer und immer über was grübelst, und da gar nicht aufhören kannst, geh joggen, lass dir ein Amt aufschwätzen oder tritt einem Verein bei.
      Ein bewährtes Mittel bei Liebeskummer z.B.
      Es hilft manchmal sehr nur das interne Problem löst man damit nicht und ein solches haben wir.
      Von daher ist das Engagement für die Flüchtlinge nicht falsch, aber es wird der Kirche nicht helfen!

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  3. Lehrer Lämpel25.05.16, 16:41

    Woher wollen Sie wissen, wie sich jeder einzelne Flüchtling verhält?
    Es sind ja erstens zwar überwiegend aber nicht nur Muslime und auch überwiegend Männer, daneben aber auch Frauen und Kinder.
    Kann sich nicht auch ein Muslim an das göttliche Doppelgebot der Liebe halten?
    Gott sollte ein gläubiger Muslim eigentlich von seinem Glauben her lieben. Warum nicht auch seine Nächsten? Zumindest so, wie er dieses Gebot von Jugend auf versteht?
    Zumindest seine Familienangehörigen und Glaubensgenossen?
    Weiteres zum Gebot der Nächstenliebe könnten wir Christen ihm hier ja nahebringen, oder etwa nicht?
    Sicherlich gibt es auch schlechte Menschen unter den Muslimen, die z.B. ihre Frauen misshandeln - aber das gibt's auch unter nominellen "Christen", nicht wahr...?
    Ich warne vor pauschaler Vorverurteilung.

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    1. Ach wissen Sie, das klingt mir doch jetzt sehr nach "Oktoberfest". Und da ist es ziemlich sinnlos, die Sache weiter zu vertiefen.
      Vielleicht interessiert sie aber, was der Kurienkardinal Koch dazu sagt:
      http://www.catholicherald.co.uk/news/2016/05/23/christians-have-a-mission-to-convert-all-muslims-says-vatican-official/?utm_content=bufferf7a28&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
      Das ist nämlich die Art von Liebe, die Jesus gemeint hat .... den anderen das Evangelium nahebringen, damit sie ihm nachfolgen.
      Und wir haben erst kürzlich in einer Predigt gehört, dass das himmlische Jerusalem 4 Tore hat. Und durch diese Tore kommen nur die hinein, die Christus nachfolgen. Und so steht es nunmal im Evangelium. Und da können Sie jetzt noch Stunden herumrelativieren. Am Evangelium kommt am Ende keiner Vorbei.

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    2. der Muslim kann Gott nicht lieben, weil der Gott der Muslime nicht geliebt werden will, sondern Unterwerfung (Wortbedeutung von Islam ) will. Dennoch gibt es Ansatzpunkte, z,.B den, dass am Ende jeder Sure steht "Gott ist der Allerbarmer und der Allbarmherzigste"
      Man kann dann die Frage stellen warum ein Allbarmherzigster Gott so unbarmherzige Taten fordert?
      Jedoch ist das sehr westlich gedacht!
      Für den Islam ist Gott absolut un begreifbar, wie eine geschlossene Kugel von der ich nur das äußere sehe und keinerlei Aussagen über die innere Struktur machen kann. Weswegen der Moslem auch keine Probleme mit solchen Widersprüchen hat.
      So wie ich die Sache sehe kommen wir um die Auseinandersetzung mit dem Islam nicht herum, es findet auch statt, sehr verborgen, ein sehr zartes Pflänzlein.
      Wenn das Christentum die wahre Religion ist, dann steckt in jedem Menschen, auch im Moslem, die Sehnsucht nach dem wahren Gott auch und weil Gott sie jedem Menschen ins Herz gelegt hat.
      Nur zeigt die Geschichte, dass das Bekenntnis zu dieser Wahrheit sehr teuer sein kann, und das gehört zu den Dingen die der moderne Christ nicht wahrhaben will.

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    3. P.S das haben Sie mir ja geschrieben in Antwort auf meinen Post zu Dreifaltigkeitssonntag. Von daher, scheint mir, sind wir gar nicht so weit auseinander.

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  4. Lehrer Lämpel25.05.16, 22:42

    Cinderella01, wie Sie aus meinen Ausführungen auf "Oktoberfest" kommen, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich habe nur das wiedergegeben, was der Herr selbst in den Evangelien sagt zum Umgang mit anderen Menschen - insbesondere auch gerade mit Fremden.
    Sie können somit nicht mich beleidigen sondern setzen die Aussagen des Herrn selbst herab.

    Ich wäre durchaus bereit, alle meine Ausführungen mit den entsprechenden Bibelstellen im Wortlaut zu belegen, wenn Sie es wünschen.

    Kard. Kochs Aussagen zur Mission der Muslime - übrigens bei gleichzeitiger Leugnung der Judenmission, was nicht nur ich als unbiblisch ansehe - sind mir wohlbekannt.

    Ich leugne keinesfalls, dass es richtig und für uns Christen geboten ist, gegenüber Menschen anderer Religionen oder Weltanschauung Zeugnis von unserem christlichen Glauben abzulegen und ihn zu bekennen.

    Wir sollten allerdings bedenken und ggf. ertragen, dass das Gegenüber vielleicht eben in eine völlig andere Weltanschauung hineingeboren und darin aufgewachsen ist und trotz unseres christlichen Zeugnisses darin bleiben will.

    Wichtig ist, dass wir möglichst gegenseitig uns in Achtung und Respekt begegnen, auch wenn eine Missionierung des jeweils anderen nicht erfolgreich ist.

    Auch ich bin - ähnlich wie Sie, Cinderella01, der Überzeugung, dass das Wort des Herrn "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - niemand kommt zum Vater, außer durch mich" für JEDEN Menschen gilt.

    Allerdings bedeutet das nach meiner Auffassung nicht, dass nur wer im irdischen Leben wirklich Christ geworden ist, gerettet wird. Vielmehr ist diese Aussage des Herrn für mich eine Aussage über sein Richteramt nach dem Tode jedes Menschen: An Ihm, Christus, kommt in der Tat keiner vorbei, der zum himmlischen Vater möchte.

    Wie aber Christus sein Richteramt ausübt, ist allein seine Sache.

    Wer jedoch das Doppelgebot der Gottes- und der Nächstenliebe im irdischen Leben erfüllt, dürfte auch nach dem Tode auf einen barmherzigen Richter Christus hoffen -selbst wenn er zu Lebzeiten ohne eigene Schuld (noch) kein bekennender Christ war.

    Ich sehe diese meine Auffassung auch nicht als Relativierung unseres wahren und richtigen christlichen Glaubens an.

    @Ester, wenn ein gläubiger Muslim sich Gott, den er Allah nennt, unterwirft, so ist das von seinem Glauben und auch vom biblisch-neutestamentlichen Verständnis her betrachtet, als Akt der "Gottesliebe" zu werten.

    Ja, für Muslime ist ihr Allah unbegreiflich und absolut souverän und nicht zu kritisieren noch zu hinterfragen - weil sie ihn voller Ehrfurcht als unendlich hoch über dem Menschen stehend verehren.

    Wir westlichen Christen stellen uns dagegen innerlich nur allzu oft und allzu gerne auf Augenhöhe zu Gott, weil der Herr selbst Ihn uns als liebenden Vater nahe gebracht hat.

    Wir vergessen aber darüber manches Mal auch Seine uns weit überragende Größe und sogar Unbegreiflichkeit, der wir uns in aller Demut beugen sollten.

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    1. Was uns beide unterscheidet, Herr Lehrer, ist, dass ich keinen Weichspüler mag. Das gilt sowohl in der Waschmaschine als auch in der Heiligen Schrift. Dass es da Stellen gibt, die jeder nach seinem Gusto glaubt auslegen zu können, mag sein. Trotzdem steht im Johannesevangelium genau das, was Sie oben so vehement bestreiten. Ins Himmlische Jerusalem kommen nur die Kinder Gottes - und das sind nunmal nur die Getauften. Egal, was uns da in den letzten Jahren so einige OberOberHirten erzählt haben.
      Unsere Aufgabe ist also, das Evangelium zu verkünden und die, die zu uns kommen zu bekehren. Das ist das größte Geschenk, das wir ihnen machen können.
      Es tut mir leid, dass Sie das mit dem "Oktoberfest" nicht verstanden haben. Ich dachte, das sei inzwischen ein stehender Begriff. Ich mag's ihnen aber auch nicht erklären, denn es setzt wohl doch etwas Hintergrundwissen voraus.

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    2. hmmh hat was aber lassen wir es gut sein, richtig ist, dass "wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden" es gilt auch "wer glauben würde, wenn er könnte und sich dann taufen lassen würde, wenn es ginge" der wird gerettet werden.
      Ich denke das Gericht kann man getrost Gott überlassen und keiner von uns weiß, was vor dem Tod in der Seele vorgeht.
      Mein großer Punkt ist, dass ich unseren Hirten einfach nicht abkaufe, dass es Christusliebe ist, die sie dazu drängt, auf den Zug aufzuspringen.
      Sagen wir einfach so, den fehlenden Glauben können wir nicht durch vermeintlich gute Werke ersetzen, aber lassen wir es. Im Grunde denke ich, ist das alles eine Zulassung Gottes, der uns Demut lehren will.
      Weil was mir schon seit Jahren sauer aufstößt sind die allzu großen Worte, die man so zu sagen pflegt, auch und gerade in der Kirche. Zu jedem Problem das egal wann und wo aufgetreten ist, gibt es einen Experten der genau weiß was man falsch gemacht hat, alles ist gleich Liebe und Hingabe, weiß nicht ob ich das richtig rüber bringen kann.
      Will auch nicht so lange schreiben.
      Man könnte es so sehen, dass Gott uns bei unseren großen Wörtern packt, und wir noch nicht eingesehen haben, dass wir es sind die blind sind. (Offenbarung Sendschreiben an die Gemeinden, an die Gemeinde von Laodizea)

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    3. noch ein P.S man kann nicht die frommen alte Oma kritisieren die nie hinterfragt hat, beständig die eigene Kirchen schlecht machen, weil sie früher mit der Hölle gedroht , beständig posthum Kant mit seinem "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen" Recht geben und gleichzeitig sagen "Ja bei den Moslems ist das ja ganz klasse, diese absolute Unterwerfung unter den unbegreiflichen Gott.........
      ALso bitte was denn nun?

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  5. Lehrer Lämpel26.05.16, 22:58

    @Cinderella01 und @Ester:
    Ah, wenn Sie auf den seinerzeit unsäglichen Versuch Claudia Roths anspielen, als sie mit Hinweis auf angebliche Zustände beim Oktoberfest die sexuellen Übergriffe an Silvester herunterzuspielen versuchte, so muss ich Ihnen sagen, dass mir nichts ferner lag als eine gutmenschlich-pauschale Idealisierung der Flüchtlinge.
    Wie wohl in fast jeder größeren Menschengruppe gibt es auch unter ihnen die unterschiedlichsten Typen - gute und schlechte.
    Umgekehrt ist aber auch eine pauschale Herabsetzung, Diffamierung oder gar Dämonisierung der überwiegend muslimischen Flüchtlinge völlig unangebracht und zumal für Christen unwürdig und schändlich.

    Ich empfehle sehr, Mt 25,31-46 "Vom Weltgericht" und da insbesondere die Mahnungen Jesu in den Versen 35b, 38 und 40 aufmerksam zu lesen, ehe Sie hier leichtfertig urteilen, wer wohl des himmlischen Jerusalems teilhaftig werden wird.
    Die Taufe ALLEIN genügt dafür keinesfalls; auch Adolf Hitler und Josef Stalin haben schließlich jeweils einstens die christliche Taufe empfangen, ohne dass ich sie mir im Himmel vorstellen kann.
    Durch die übrigens 12 [nicht 4] Tore des himmlischen Jerusalem kommen nach der Hl. Schrift die, welche im Lebensschutz des Lammes eingetragen sind, "aber nichts Unreines, keiner, der Greuel verübt hat und lügt" (Offb 21,27 sowie Offb 22,15).

    @Ester, ich kritisiere nicht die fromme alte Frau, die treu und brav ihren christlichen Glauben lebte und vielleicht wenig hinterfragte, aber ich hüte mich auch vor einer unangebrachten Überheblichkeit gegenüber Menschen anderer religiöser Bekenntnisse.

    Wir sollten gegenseitig in Achtung und Respekt miteinander umgehen, das dürfen wir als Christen allerdings durchaus selbstbewusst auch von dem jeweiligen Gegenüber erwarten und verlangen.

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  6. es hat keiner von uns behauptet dass es einen Heilsautomatismus, durch die Taufe gäbe, also eine Prädestinatioinslehre frei nach Calvin.
    Wir haben uns nicht angemaßt über die Zutrittsbedingungen für das himmlische Jerusalem zu urteilen, und sind in zahlreichen Beiträgen für das katholische et...et eingetreten.
    Von daher fürchte ich, wir sind mittlerweile dabei etwas sehr unchristliches zu tun, den Gesprächspartner in eine Schublade mit der Aufschrift "Böse, kein richtiger Christ!" zu stecken und das führt nicht weiter!

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  7. Lehrer Lämpel27.05.16, 13:52

    Liebe Glaubensschwester @Ester vom Beiboot Petri,
    ich stimme Ihnen zu in Ihrer geschwisterliche Ermahnung, uns nicht etwa gegenseitig die Christlichkeit abzusprechen.
    In der Tat führt das nicht weiter.

    Um einmal im "seemännischen Bild" zu bleiben:
    Ich denke wir sind uns hier "auf hoher See" begegnet und sind uns einig über das gemeinsame Ziel [himmlisches Jerusalem].
    Wir haben uns gegenseitig ausgetauscht über unseren "Kurs" dahin und unsere "Seekarten".
    Es mag da nicht alles identisch sein, und wir haben gegenseitig versucht, den jeweils anderen auf Untiefen, gefährliche Strömungen, widrige Winde etc. auf den absehbaren Wegen hinzuweisen - nicht alles immer im Konsens, sondern teilweise strittig.

    Die Zukunft wird zeigen, wo wer Recht hat oder nicht.

    Ich für meinen Teil werde jedenfalls Ihre Hinweise aufmerksam beachten und bin nötigenfalls auch meinerseits zu Kurskorrekturen bereit, wenn ich feststellen muss, dass meine Seekarte an bestimmten Stellen fehlerhaft ist.

    Sollten Sie an meiner Art Glaubensweg weiteres Interesse haben, so weise ich auf einen kürzlich von mir zu einem am 11.5. erschienen Beitrag auf dem katholischen Blog "Huhn meets Ei..." geposteten Kommentar hin, der meine Ansichten noch etwas vertiefter darstellt.

    Meinen Nickname habe ich übrigens durchaus selbstironisch nach der gleichnamigen skurrilen Figur Wilhelm Buschs gewählt - keineswegs möchte ich mich als eine Art oberlehrerhaften Besserwisser verstehen, auch wenn ich manchem vielleicht in meinen Beiträgen so erscheinen sollte.

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