Dienstag, 24. Mai 2016

Zur Vorbereitung auf Fronleichnam

Fronleichnam ist das Fest, an dem wir die Eucharistie feiern, die man an Gründonnerstag, wegen des nahen Karfreitags nicht so triumphalistisch  feiern kann, wie sie es verdient hat.
So habe ich es mal gelernt.
In früheren Zeiten war es Ehrensache, dass das ganze Dorf da mitgemacht hat, Blumenteppiche wurden gelegt, die Blasmusik zog mit bei der Prozession, Kinder streuten Blumen, die Freialtäre versanken im Blumenschmuck, es war Ehrensache den "Himmel" zu tragen, nun ja, lang ist her.
Aber es gibt keinen der mehr geschrieben hat, über die Eucharistie als Thomas von Aquin und der hat, am Ende seines Lebens nichts mehr geschriebenen, weil er gesagt hat, "Alles was ich geschrieben habe, ist wie Stroh!"
Dennoch ist das was er geschrieben hat grandios, daher, sozusagen zur Vorbereitung:







 und hier der deutsche Text

Preise, Zunge, das Geheimnis
dieses Leibs voll Herrlichkeit
und des unschätzbaren Blutes,
das, zum Heil der Welt geweiht,
Jesus Christus hat vergossen,
Herr der Völker aller Zeit.
Uns gegeben, uns geboren
von der Jungfrau, keusch und rein,
ist auf Erden er gewandelt,
Saat der Wahrheit auszustreun,
und am Ende seines Lebens
setzt er dies Geheimnis ein.
In der Nacht beim letzten Mahle
saß er in der Jüngerschar.
Als nach Vorschrift des Gesetzes
nun das Lamm genossen war,
gab mit eigner Hand den Seinen
er sich selbst zur Speise dar.
Und das Wort, das Fleisch geworden,
schafft durch Wort aus Brot und Wein
Fleisch und Blut zur Opferspeise,
sieht es auch der Sinn nicht ein.
Es genügt dem reinen Herzen,
was ihm sagt der Glaub allein.
Darum lasst uns tief verehren
ein so großes Sakrament;
dieser Bund soll ewig währen,
und der alte hat ein End.
Unser Glaube soll uns lehren,
was das Auge nicht erkennt.
Gott, dem Vater und dem Sohne
sei Lob, Preis und Herrlichkeit
mit dem Geist im höchsten Throne,
eine Macht und Wesenheit!
Singt in lautem Jubeltone:
Ehre der Dreieinigkeit!
Amen.

Und hier ein kurzes Video von der Fronleichnamsprozession durch das zerstörte Köln 1947, unter Führung von Kardinal Frings, ja die Zeiten haben sich geändert, wahrlich!



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