Freitag, 24. Juni 2016

Aus den Lesungen von Heute,

ich finde ja immer, es lohnt sich  zu gucken, was die Lesungen von Tage so zu sagen haben.
Manchmal denkt man zwar, in Anbetracht dessen, was die Welt und einen persönlich gerade so bewegt, "Häh?" aber manchmal muss man sagen "ei der daus!"
Wobei ich mal eine Bibelbetrachtung eines lutherischen, Berliner Pfarrers, (die haben auch eine Leseordnung) hatte, der die nach der Leseordung gliederte und im Vorwort schrieb: "manchmal in den letzten Kriegsjahren, in den Bombennächten und der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihren Wirren, seien ihm manche Texte wie Hohn vorgekommen und er sei sehr versucht gewesen, andere Texte zu wählen, aber indem er es nicht gemacht habe, sei ihm langsam die tiefe Weisheit Gottes und seine Vorsehung aufgegangen die doch das richtig zu wählen gewusst hat.
Irgendwie passt es komischerweise immer, auch, wenn man mit der ganz konkreten. ganz persönlichen Situation, an die Texte herangeht!

Also heute ist der Festtag Johannes des Täufers, und die Texte sind voller Jubel und Hoffnung auf die endgültige Befreiung.

Also die erste Lesung lautet:

Lesung aus dem Buch Jeremia
In den Tagen Joschijas, des Königs von Juda,
4erging das Wort des Herrn an mich:
5Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.
6Da sagte ich: Ach, mein Gott und Herr, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.
7Aber der Herr erwiderte mir: Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.
8Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir um dich zu retten - Spruch des Herrn.
9Dann streckte der Herr seine Hand aus, berührte meinen Mund und sagte zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund.
10Sieh her! Am heutigen Tag setze ich dich über Völker und Reiche; du sollst ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen, aufbauen und einpflanzen.


die zweite lautet:
8Ihr habt Jesus Christus nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude,
9da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.
10Nach diesem Heil haben die Propheten gesucht und geforscht, und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist.
11Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im Voraus bezeugte.
12Den Propheten wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.

und das Evangelium besagt: 


Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester namens Zacharias, der zur Priesterklasse Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; sie hieß Elisabet.
6Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn.
7Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar, und beide waren schon in vorgerücktem Alter.
8Eines Tages, als seine Priesterklasse wieder an der Reihe war und er beim Gottesdienst mitzuwirken hatte,
9wurde, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los geworfen, und Zacharias fiel die Aufgabe zu, im Tempel des Herrn das Rauchopfer darzubringen.
10Während er nun zur festgelegten Zeit das Opfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete.
11Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars.
12Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es befiel ihn Furcht.
13Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben.
14Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen.
15Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein.
16Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, bekehren.
17Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen.


also ohne das jetzt überbewerten zu wollen, für mich scheint es sich mir eher nach dem "ei der daus" Effekt anzuhören. Aber selbst wenn man aktuelles Tagesgeschehen ignoriert und sich, wie es richtig ist, hütet, zuviel hinein zu interpretieren, eins ist klar, dass es dringend nötig ist,  dass das
Herz der Väter wieder den Kindern zugewendet wird,
Sorum vielen Dank o Herr, dass du uns zeigst, dass du weißt, was wir brauchen und uns nicht alleine lässt.


                           
                           Foto:wikicommons, Zacharias, Elisabeth und Johannes

                     HEILIGER JOHANNES BITTE FÜR UNS!





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