Sonntag, 5. Juni 2016

.... bis er auftauchte

Heute feiern wir den Tag des heiligen Bonifatius. Ein mutiger Missionar, der sich aus dem Kloster in England - wo ihm eine große Karriere bevorstand - auf den Weg zum Festland machte, weil die Sehnsucht in ihm, die Heiden zu bekehren, größer war, als jede wissenschaftliche kirchliche Karriere.



Was fand er vor, als er den Boden der Germanen betrat? Heiden, die ihre Götter in den Flüssen und Bäumen hatten und diese anbeteten.

Ein hartes Stück Arbeit lag vor dem Gebildeten Engländer, bis er es geschafft hatte, den Deutschen den einzigwahren Gott, der in Gestalt seines Sohnes in die Welt kam, nahe zu bringen.

Die Germanen waren voller Angst und fürchteten sich vor Blitz und Donner und allen Naturgewalten und vermuteten besonders in den Blitzen und Unwettern die Strafe Gottes für Freveltaten an den Naturgöttern.


Doch - Bonifatius hatte nicht nur Mut, sondern auch Glaubensfeuer. Er fällte die Donareiche und die Germanen stellten mit Erstaunen fest, dass ihr Donnergott dazu schwieg.
Sie ließen sich taufen und beteten fortan zum einzig wahren Gott - und unserem Herrn Jesus Christus.
Bald schon wurde aus dem doch eher wilden Volk das Volk der Dichter und Denker.
Über die Jahrhunderte entstand eine Kultur, die uns heute ein Leben in Frieden und Freiheit ermöglicht.
Doch - es gibt eben keine Zufälle.
Es ist ja schon das zweite Mal, dass rund  um den Tag des heiligen Bonifatius gerade in Germanien die Naturgewalten toben und besondere Wetterextreme stellenweise wirklich großes Unheil anrichten.
Dieses Mal traf es einige Landstriche in Bayern und Baden-Württemberg.

Und seitdem beobachten wir, dass die alte Naturreligion zurückzukehren scheint.
Seit Tagen schreiben die Wettermelder und Unwetterpropheten, sich die Finger wund und twittern oder facebooken jedes kleine lokale Gewitter. Jeder Starkregen wird vorsorglich als Unwetter prognostiziert. Die Anhänger der neuen Naturreligion erzittern vor jedem Donnergrollen.

Deutschland 2016: so muss Bonifatius die Germanen vorgefunden haben, als er 716 von England herüberkam - nichtsdestotrotz begann er sofort mit seinem Missionsauftrag und ließ sich auch vor der Gewalt der Germanen nicht schrecken ....

... und heute haben wir in der Kirche gehört, dass die Kirche doch ihren Missionsauftrag wieder ernster nehmen soll und den hier ins Land kommenden Menschen das Christentum nahebringen soll.
Denn "Dialog" würde diese Neuankömmlinge nun mal nicht von der Kraft des Glaubens überzeugen.

Eine große Aufgabe also für die Nachfolger des Heiligen. Und ich überlege jetzt gerade, wer von unseren derzeitigen Kirchenführern diese Aufgabe übernehmen könnte.
Bonifatius war ja auch einmal Bischof in Mainz, seine Gebeine liegen im Dom von Fulda.
Aber können wir uns ernsthaft Kardinal Lehmann oder Bischof Algermissen als unerschrockene Missionare vorstellen?

Heiliger Bonifatius, bitte für uns!


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