Montag, 13. Juni 2016

Der Hl. Antonius von Padua

Heute feiert die Kirche den Heiligen Antonius von Padua, der am 13. Juni 1231 36-jährig in Padua starb. Papst Benedikt XVI widmete ihm bei einer Generalaudienz 2010 diese Katechese:   klicken

                                       Filippino Lippi: Maria mit Antonius und einem Franziskanerbruder (Ausschnitt), vor 1480, Museum der Schönen Künste in Budapest
                                       Bild wikicommons

1220 zog eines Morgens eine Prozession der Franziskaner durch Lissabon und der Kanoniker der Kathedrale di Coimbra ließ alles hinter sich, schloss sich ihnen an und wurde Franziskaner,

Er ließ allen Reichtum, alle Kultur, Ehren und auch seinen Namen zurück. An diesen unbekannten Tag sollte sich die ganze Welt erinnern, Wie sollte sie auch den großen Heiligen Antonius von Padua vergessen, wie er sich dann nannte?

Antonius, ein junger Portugiese, wurde am Tag der Madonna, also dem 15. August 1195 in diesem Land voller Sonne und Kunst geboren und starb am 13. Juni 1231 in Padua.

Über sein Leben wissen wir viel. Seine vielen Wunder sind allen bekannt, seine Freude, sein Predigten, aber im Hintergrund der Geschichten sind auch seine unleugbaren Leiden verborgen, und die Bußen.

Immer bereit, allen bei allem zu helfen und sich in die Welt aufzumachen, um die Schönheit des Christentums zu  verkünden, gelebt und realisiert im Alltäglichen, mit offensichtlicher Liebe, mit Liebe für die anderen.

Tatsächlich liest man in seiner Vita, daß er bei den Franziskanern eintrat, denen er seine vorhergegangenen Studien und seine große Kultur nicht bekannt gab, er sei eher ein Mann der Tat als der Sprache, hatte er sie wissen lassen, aber anläßlich eines Treffens mit den verschiedenen Brüdern, die sich zu einem Kapitel zusammen gefunden hatten, konnte er spontan einige Worte über eine theologische Frage wechseln und alle verstanden, daß dieser kleine Portugiese nicht nur durch manuelle Arbeit sondern vielleicht auch mit dem Wort den Herrn lieben lassen könnte.

So ging er seit jenem Tag in die verschiedenen Städte, um zu predigen, so auch nach Rimini, wo ihm aber keiner zuhören wollte, so daß er ans Meeresufer trat und den Fischen predigten, die interessiert die Köpfe aus dem Wasser streckten  und seinen Worten lauschten, das bewog dann die bis dahin hörunwilligen Einwohner der Stadt doch zuzuhören und ihm zu folgen und so auch nach Padua, das
seine sterblichen Überreste bewahrt.
So haben die Paduaner ihm die Möglichkeit zu predigen gegeben und stellten in einem Reliquiar seine Zunge aus, ein stilles Symbol für soviel Sprechen und so viel Tun,

Bei den verschiedenen Gelegenheiten, bei denen er aus apostolischen Motiven herumreiste, traf er auch den Hl. Franziskus von Assisi: zwischen beiden entstand sofort eine große Sympathie. Bei dieser Gelegenheit -im stummen Zwiegespräch ihrer Herzen- folgte er dem Wunsch, zu lieben und Gott lieben zu lassen.
1222 bis 1224 beauftragte ihn der Ordens-General Gratian mit dem Kampf gegen die Katharer und Waldenser in Oberitalien, u.a. in Rimini und Mailand und in Südfrankreich, wo er als Bußprediger wirkte. In dieser Zeit stand er den Franziskanern in LePuy und Limoges als Guardian vor, Seine franziskanische Armut verlieh seinen Reden Glaubwürdigkeit und seine große Bibelvertrautheit sorgte für Bewunderung. Man nannte ihn "Hammer der Ketzer".


Sein einfaches tägliches Leben, die Augen immer auf Gott gerichtet, ist ein Beispiel und Lehre die uns der Hl. Antonius von Padua hinterlassen hat.
Er starb in jenem Jahr 1231, als er sich wünschte, nicht mehr mit der Stimme sprechen zu müssen sondern durch sein Beispiel und seine taumaturgische Aktivität . Seit jenem 13. Juni hat er nicht mehr aufgehört

Das ist das Beispiel und die Lehre die uns der Hl. aus Padua hinterlasssen hat: ein einfaches tägliches Leben zu führen, aber die Augen immer auf die gerichtet, die ihn aus verschiedenen Gründen um Hilfe baten.

Mit dieser Einstellung und Heiterkeit starb er in jenem Jahr 1231, als er sich wünschte, nicht mehr mit der Stimme zu sprechen, sondern durch sein Beispiel und seine taumaturgische Aktivität. Seit jenem 13. Juni hat er nicht mehr aufgehört, sich jenen zuzuwenden, die ihn lieben, ihn verehren- nicht nur als Heiligen sondern als Freund.

Daß er der Patron der Suchenden ist, muß wohl nicht mehr gesagt werden.

                HEILIGER ANTONIUS VON PADUA BITTE FÜR UNS!

p.s.  Nicht nur Wilhelm Busch hat ihn mit dem anderen Antonius, dem großen, heiligen, ägyptischen Einsiedler der Spätantike verwechselt.....

Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon, Gianluca Giorgio ACI Stampa

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