Freitag, 24. Juni 2016

Die FAZ über die ungültigen Ehen, ein Fundstück

Ich versuche ja, was unseren derzeitigen amtierenden Papst angeht, mich auf den Standpunkt zurückzuziehen, solange er nicht Ex Cathedra spricht ist es mir egal, was er sagt, und wenn er Ex Cathedra Unfug redet, so ist er in dem  Moment nicht mehr Papst, weswegen man sich um das Depostium Fidei keine Sorgen machen muss.
Und wie Radio Vatican zu Beginn des Pontifikats feststellte sind die spontanen, unvorbereiteten Predigten Papst Franziskus´ sozusagen halbprivater Natur, und von daher so zu behandeln wie die Predigten des Pfarrers um die Ecke, wo gilt "wenn mir das nicht gefällt, dann kann man ja woanders hingehen!"
Ich finde ja, wenn ich meinen rubrikenreiterischen hab, das nicht ganz korrekt , wenn ich mir den aussuche, der nach meiner Facon predigt, aber sage mir dann, "wir haben ja Ökumene!"
Aber ab und an, viel zu oft,. werde ich meinen Vorsätzen untreu und so ist es auch zu mir gedrungen, dass der Papst erklärt hat, dass er die Mehrzahl der katholischen  Ehen für ungültig hält und woanders vorbildliche Treue und Liebe gefunden habe.
Bevor ich weiter meine Gedanken ausbreite, hier der Link zu einem FAZ Beitrag von C. Geyer, der mir sehr gefallen hat, und mich zu diesem Beitrag verleitet hat.


Also zunächst noch mal zurück zu den guten, vorbildlichen nicht sakramentalen Zweier-Beziehungen sexueller Natur.
Ja und? Die Gültigkeit einer Ehe hat nichts damit zu tun, wie gut sie ist.
Ich bin ja auch der Besitzer eines seit Jahren tapfer mickernden Baumfreundes Scandens, und das bin ich einfach, ob der nun unsere ganze Wohnzimmerwand umrankt, was ich gerne hätte, weil ich das mal wo gesehen habe oder eben grad mal sein Rankgerüst emporrankt und dann wieder was kriegt, was dazu führt, dass er zurückgeschnitten werden muss.
Nun vorneweg soll gesagt sein, dass ich mir einbilde, zu verstehen, um was es dem Papst geht, weil wie schon Don Camillo sagt "die Ehe das sind doch nicht 2 Spiegeleier, die man in die Pfanne schlägt und fertig"
Und ja, man hat oft, gerade dann, wenn es schwierig wird, das Gefühl, es wollte ja eh keiner heiraten, man wurde mit drohend geschwungener Peitsche gezwungen, mit Enterbung bedroht, was zwar nicht stimmt, aber sich eben retrospektivisch so anhört.
Man hat oft das Gefühl, die Leute haben halt in der Kirche geheiratet,. weil es sooooo romatisch ist, die Oma geheult hat, man für das weiße Kleid das Ambiente des Standesamtes zu popelig fand usw.
Aber dem mag schon so sein, dennoch haben die Leute bekanntm an Gott zu glauben und diesem Gott, etwas versprochen, vor Zeugen!
Ein im Dienst frustrierter Pfarrer sagte mal zu mir "Ich habe angefangen, die Brautleute (also alle) die sich den berühmten Paulustext "die Liebe erträgt alles, hält allem stand ....." aussuchten, einzeln zu fragen : "Wollen SIE das wirklich leben?" Die Antwort lautete regelmäßig "Ich doch nicht! der/die soll das"
Ja so ist das halt, aber dennoch bleibt, man weiß, im Grunde bei egal was, nie auf was man sich einlässt, man ist immer für die Zukunft blind.
Gerade deshalb bindet man sich ja durch ein gegebenes Wort.
Solange es gut läuft, braucht man ja kein Versprechen zur Treue, zur Fürsorge, zum Zusammenstehen, aber man selber hätte ja gerne, dass einer sich um einen kümmert, auch wenn man nicht mehr so fit ist,
Wussten noch  die Beatles
Also man kann es drehen und wendenm wie man will, die Behauptung die Leute wüssten eh nicht, was sie sich da versprechen, und von daher könne man sie nicht dafür haftbar machen, ist schon gut gemeint, aber wenig hilfreich, und, erstaunlich, fand ich in der FAZ von gestern, den oben erwähnten  Beitrag, wo einer endlich mal die Sache auf den Punkt bringt, auch wer sündigt, hat das Recht darauf ernst genommen zu werden, ist ja auch eine ernste Sache die Sünde und nicht für infantil erklärt zu werden, was man tut, wenn man ihm attestiert, eh nicht gewusst zu haben, was er/sie tat.
Wörtlich heißt es:
Wir Ehebrecher, wir sündiges Geschlecht, fühlen uns auf den Arm genommen. Wir lehnen es ab, uns ferndiagnostisch nachträglich für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Wenn wir dem Versprochenen später nicht gerecht werden, dann wollen wir das bitte so nennen dürfen: Ich bin meinem Versprechen nicht gerecht geworden, hier nicht und da nicht. Aber uns doch nicht von einem Papst spontan einreden lassen, wir hätten gar kein Versprechen abgeben können, als wir es taten (da wir doch zu den kulturell Vorläufigen gehören). 
Erstaunlich, hier der Link 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen