Freitag, 24. Juni 2016

Man weiß ja nie.....

Pater J. Hunwicke macht sich bei liturgicalnotes Gedanken, ob aus Schlechtem Gutes entstehen kann. Hier geht´s zum Original    klicken

                                    
                                         "MAN WEISS NIE...."
wie aus dem Schlechten, Armen und Indifferenten etwas Gutes, sogar sehr Gutes werden kann.

Beginnen wir dem monströs und abscheulich Bösen - Adolf Hitlers Nationalsozialismus. Sie finden es vielleicht schwer zu glauben, aber bis 1930 war Oxfords Fakultät für Klassische Wissenschaften sehr herunter gekommen. aber die Verfolgung der Deutschen Juden bedeutete, daß innerhalb kurzer Zeit Oxford durch die Creme der Klassischen Fakultäten der deutschen Universitäten überflutet wurde. Seitdem hat sie ihre Hegemonie unter den Klassischen Fakultäten der Welt nicht mehr verloren. Als ich 1964 dazu kam, war, was immer noch möglich von der Brillanz Edward Frankels zu profitieren...der ein Semsinar über Catullus LXIV leitete und über einen seiner Vorgänger auf dem Latein-Lehrstuhl einen Kommentar abgab: "ein Mann mit einem bemerkenswerten Instinkt für das Unwahrscheinliche" wörtlich: a man wiz a remarkable instinct for ze improbable"  (Robinson Ellis: diese Analyse ist immer noch absolut "bang on")  

Also weiter- das monströse und abscheulich Böse: die Aufklärung und ihre Apotheose in der Französischen Revolution und bei ihren Nachahmern, die sie generierte. 1797 wurde Brescia durch eine revolutionäre Regierung von der Serenissima Reppublica befreit und eine "Cisalpine Republik" errichtet. Wie man das so macht, unterdrückte sie die Klöster und machte den Heinrich VIII bei den religiösen Stiftungen. Unüblich und für ein Jahrhundert entgleist, besaß es einen wunderbares Hl.Jungfrau-Altar in Pietra Dura von Francesco Corbarelli und seinen Söhnen, der dafür von der Rosenkranzbruderschaft bezahlt worden war.
Als seine Teile am Ende verstreut wurde, kaufte Fr. Keogh vom Brompton Oratory das Altarstück und errichtete es in seinem Glanz neu, genau gegenüber dem Racine-Restaurant.
Es war der Altar, an dem ich mit Erlaubnis meines Vorgesetzten meine erste Messe gefeiert habe, nachdem ich in volle Kommunion  mit dem Hl. Stuhl aufgenommen worden war. Ich hätte es mir nie leisten können,nach Brescia zu fahren.

Papst Johannes XXII war, wie man zugeben muß- traurig unorthodox was Aspekte der Beseligenden Vision betrifft. Aber er war auch verantwortlich für den Kultus des Heiligen Sakramentes in der Lateinischen Kirche, für das Angelusläuten, das Anima Christi und andere gute Dinge, was ihn zu einem aussichtsreichen Kandidaten als Taufpate des Gegenreformations-Katholizismus macht.
Wenn wir die Früchte des Avignon-Papsttums betrachten, wer weiß.....

Deshalb könnten Ihre Enkelkinder vielleicht staunend auf das Pontifikat von Franziskus zurückblicken und alle guten Dinge, die daraus entstanden sind, zurück. Langfristig.

Quelle: liturgicalnotes, Father J.Hunwicke, rorate coeli,  

 

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