Freitag, 17. Juni 2016

Nach Orlando- sind die Zeiten Neros zurückgekehrt?

Nach dem Blutbad von Orlando beschäftigt sich Riccardo Cascioli bei La Nuova Bussola Quotidiana mit der zweifelhaften und ideologisch ausgerichteten medialen und offiziellen Aufbereitung der Tat.
Um jeden Preis soll der islamistische Hintergrund zugunsten einer angenommenen, politisch unverfänglicheren homophoben Motivation verschoben werden. Der auf den Täter bezogene Satz "Es hätten auch Evangelikale sein können" zeigt die deutlich christenfeindliche Richtung dieser ideologischen Ausrichtung an. Was Cascioli sagt, gilt nicht nur für Italien, sondern ebenso auch für Deutschland. Hier geht´s zum Original:  klicken

 "ISLAM, KIRCHEN UND SCHWULE: ES TRIUMPHIEREN GEMEINHEIT UND LÜGE"

"Leider ist es die Religion, einschließlich unserer eigenen, die zumindest verbal, die Schwulen, Lesben, Transsexuellen ins Visier nimmt und ihre Mißachtung hervorruft.
Heute pflanzen die Angriffe gegen Männer und Frauen der LGBT den Samen der Verachtung, der sich in Hass verwandelt und am Ende zur Gewalt führen kann."
Diese Worte von Robert Lynch, Bischof von Tampa in Florida, in seinem Kommentar zum Blutbad in Orlando, wären früher überraschend und inakzeptabel gewesen, heute scheinen sie auch in der Kirche absolut normal geworden zu sein. Und sie sind in perfektem Einklang mit den Stimmen- die immer lauter aus der laizistischen Welt zu vernehmen sind.
Drei Tage haben ausgereicht, um den Schock zu überwinden, der gewisse Kreise der Politischen Korrektheit (man kann nicht mehr über das Schlechte der HS und der Islamisten sprechen, aber was sagen, wenn die einen die anderen ermorden ?) in einer ARt Kurzschluss erfaßt hatte und hier ist der Ausweg, der gefunden wurde:
"die Schuld der Religion im Allgemeinen und der Christen im Speziellen. In den USA, das muß man ausdrücklich sagen, zeigen besonders die Vertreter der American Civil Liberties Union (ACLU) den Christen vorwerfen, gegen die HS-EHe zu sein und in der Konfrontation mit den LGBT ein Klima des Hasses geschaffen zu haben:" 
"Die christliche Rechte hat in den letzten sechs Monaten 200 Anti-LGBT-Gesetze vorgeschlagen und dann sollen es die Islamisten sein? Absolut nein" sagte der Rechtsanwalt Chase Strangio, der die Christen so beschuldigt, auch diese Islamophobie zu provozieren.  

Die Zeiten Neros scheint zurück gekehrt zu sein, wo-was auch immer passierte , die Christen die Schuld hatten und deshalb verfolgt wurden. Oder in der besten der Hypothesen werden alle Religionen in einen Kessel geworfen, besonders die monotheistischen, schuldig, die Quelle der Diskriminierung der Homosexuellen zu sein. Auch Repubblica-TV  besteht auf diesem Punkt und bemüht die Philosophin Michele Marzano, um die frage zu beantworten :"Warum hassen die Religionen die Homosexuellen?" 
Diese Philosophin -nicht nur auf der Liste der PD gewählte Parlamentarierin-erklärt uns, daß das Problem nicht im Glauben generell liegt, sondern in den religiösen Integralismen, deren Form des Ausschlusses der Schwulen sich leicht in Hass verwandelt."

"Der Intergralist" erklärt uns die Marzano-"ist fanatisch und fundamentalistisch." er haßt das Andere und will die Dogmen des eigenen Glaubens den anderen aufzwingen"
Aber Vorsicht bei diesem Argument. der Integralist sieht in der Homosexualität eine "Störung der natürlichen Ordnung". Daher das Nichtertragen und dann die Gewalt, der Schritt ist klein," sagt uns immer die Marzano, "Glücklicherweise gibt es Papst Franziskus" schließt die Philosophin mit einem Hauch von Hoffnung,"der uns den wahren Glaube erklärt" und macht ihn in einer Parodie seiner Worte- zu einem Paladin der Schwulenrechte.



Daß es die so voreingenommenen Exponenten des Laizismus sind, die diese Thesen vorbringen, ist nicht wirklich überraschend. Aber genau diese Thesen finden auch reichen Widerhall unter katholischen Exponenten. 
Nicht nur der weit entfernte Bischof von Florida, sogar die Tageszeitung der italienischen Bischöfe "avvenire" wiederholt auf andere Weise die Konzepte der Marzano. In einem surrealen Interview mit Francesco Spano, dem Direktor der Unar ( ja, genau dem nationalen Amt gegen Rassendiskriminierung, das so viel tut, um die Genderideologie in den italienischen Schulen zu erzwingen) finden wir in Übereinstimmung mit dieser Lesart: der wahre Glaube, der alles und alle akzeptiert, macht keine Probleme, die Extremisten aller Religionen sind an der Basis der Homophobie. Nicht nur, sie haben auch die Verantwortung für den Anstieg der Feindseligkeit gegen Juden, Muslime und Christen, weil die Konfrontation, die sie mit denen, die außerhalb ihrer Religion sind, kreieren, die Reaktion provoziert.

Aber zum Glück, gibt es auch hier Papst Franziskus. Notieren wir die Frage des Interviewers, der die Kirche dem Urteil des Direktors der Unar unterwirft: "Die Monotheismen sind immer gerufen, ihr Gewissen zu prüfen, wegen der nicht wenigen ausdrücklich verdammenden Worte, vor allem in der Vergangenheit, gegenüber homosexuellen Personen, finden Sie  nicht, daß Papst Franziskus eine Umkehr der Tendenz zeigt?"

Ein Islamist richtet ein Blutbad an, aber die Kirche soll sich ändern. 
Hier die enthusiastische Antwort des Repräsentanten des Laizismus: "die Gesten und Worte von Papst Franziskus führen die Katholische Kirche zu Horizonten, die vielen Menschen die Hoffnung wiedergeben können." Angedeutet die Hoffnung-die Johannes Paul II und Benedikt XVI -um von den letzten zu sprechen- verweígerten. Und dann: "Ich glaube, daß eine authentische Überlegung zum Respekt vor der Würde der homosexuellen Gläubigen in der Kirche sehr wichtig ist, besonders, damit sich alle die Personen nicht ausgeschlossen fühlen, die homosexuell sind." 
Also um über die Pastoral zu entscheiden, müssen wir den Direktor der Unar fragen?  

In allen diesen Stellungnahmen kann man zwei Grundaspekte bemerken: Gemeinheit und Lüge. Eines ist mit dem anderen verbunden. Die Gemeinheit ist offensichtlich: wenn man Angst vor dem Islam hat, wenn man Angst hat, nicht sagt, "es ist eine Religion des Friedens". Ein Islamist, ein islamistisches Kommando begeht Attentate im Namen des IS oder von AL Qaeda, aber man hat Angst zu sagen, daß der ISlam damit zu tun hat; wenn der Terrorismus ein Weg unter anderen ist und sich immer gegen den Westen richtet und es in jedem Fall die Katholiken sind, die ihr Gewissen prüfen müssen. Alle schon bereit, sich zu unterwerfen, wenn das Kalifat in Europa ankommt, wird man es nicht bekämpfen müssen.

Aber wenn die Gemeinen am Ende die Intellektuellen und die religiös korrekten Menschen überwinden wollen, dann mit der Lüge: die mit vollen Händen ausgeteilt werden muß.
Alle Religionen sind praktisch gleich, sagen sie im Chor; sie sind gut, aber leider hat jede ihre Extremisten. 
Und nein, das Christentum und der Islam sind nicht die selbe Sache, auch nicht gegenüber den Homosexuellen. Die Bestätigung des Katechismus, daß in Kontinuität mit der jüdischen Tradition, 
Homosexualität als gegen die Natur erklärt, nicht die Verdammung der Homosexuellen ist, die sich in islamischen Ländern befinden. Das Christentum hat den einzigartigen, aboluten Wert des menschlichen Lebens, der Würde der Person in die Geschichte eingeführt.
Aber gerade deshalb ist es in der Lage, Differenzen zu erkennen und ihnen einen Namen zu geben, ist es fähig, Führer gegenüber dem Guten und Bösen zu sein, über das, was gerecht und was schlecht ist, Zu sagen, daß es ein Akt gegen die Natur ist, ist nicht die Quelle für irgendeine Gewalttätigkeit sondern nur das erkennen der Wirklichkeit.

Eher ist es die Behauptung, daß alles gleich ist, das Gewalt generiert. Und angesichts dessen, daß er so viel von Papst Franziskus spricht, um die eigenen Projekte zu rechtfertigen, sollte er sich daran erinnern, daß der in der Katechese vom 15. April 2015 -als er sich auf die Gender-Theorie bezog, die den Unterschied zwischen Mann und Frau abschaffen will, daran erinnerte, vorzuschlagen, die Würde jeder sexuellen Orientierung als gleich anzuerkennen: "Ich frage mich, ob die sogenannte Gender-Theorie nicht auch Ausdruck der Frustration und von Frustration, die versucht, den sexuellen Unterschied abzuschaffen, weil sie sich nicht mit ihm auseinander setzen will, Ja, wir riskieren, einen Schritt rückwärts zu machen. Das Abschaffen des Unterschieds ist tatsächlich das Problem nicht die Lösung."

Im Islam ist die Lage ganz anders, es gibt keine gleiche Würde für alle Personen: nicht nur für homosexuelle Personen, es gibt eine Trennung zwischen dem, der gläubig ist und dem der es nicht ist, der Wert der Person hängt von der Bindung an den Islam ab. Es würde genügen, einen Blick auf die Lage in den Islamischen Ländern zu werfen, um uns über den Unterschied bewußt zu werden. Oder auch die in diesen Jahren begangenen Attentate gesammelt zu betrachten, der Angriff auf das Schwulenlokal ist nur das letzte getroffene Ziel und sie haben niemanden verschont.

Was danach die Katholische Kirche angeht, ist es eine reine Lüge, zu behaupten, daß vor Papst Franziskus die Kirche homosexuelle Personen verurteilt habe. Die Kirche- sehen Sie in den Katechismus- verurteilt fest homosexuelle Akte, nicht die Personen als solche.
Auch eine solche Verurteilung sollte von besonderer Aufmerksamkeit  für die Person begleitet werden, die diese Tendenz haben. Es gibt nichts im Katechismus der katholischen Kirche, was auch nur ansatzweise zuläßt, Personen mit homosexuellen Tendenzen zu verachten oder zu hassen. 

Darüber Verwirrung zu stiften, ist nur eine Art, die homosexuelle Agenda in der Kirche vorankommen zu lassen: es enthüllt den -wenn auch unausgesprochenen Versuch, auch den Katechismus zu ändern um die Lage der vielen homosexuellen Personen, die heute in der Kirche große Karriere gemacht haben, zu systematisieren. Und indem sie daran hindern, die wahren Wurzeln der terroristischen Gewalt zu erkennen, spielen auch sie das Spiel des Kalifen.

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana, R. Cascioli 

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