Mittwoch, 13. Juli 2016

Appell der Hirten an den Pontifex, die Irrtümer in Amoris Laetitia zu korrigieren

Gestern wurde der Appel von 45 katholischen  Hirten, Intellektuellen, Prälaten zu Amoris Laetitia an das Kardinalskollegium bekannt. Sprecher der ansonsten öffentlich anonym bleibenden Unterzeichner ist Prof.J.Shaw, der diese Funktion aber als Privatmann, nicht in seiner Funktion als Universitätslehrer, ausübt.Edward Pentin berichtet im National Catholic Register darüber.
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"APPELL KATHOLISCHER GELEHRTER AN PAPST FRANZISKUS, DIE IRRTÜMER IN AMORIS LAETITIA ZU ENTFERNEN" 

"Eine Gruppe katholischer Intellektueller, Prälaten und Hirten hat einen Appell an das Kardinalskollegium gerichtet, sie mögen Seine Heiligkeit, Papst Franziskus bitten, in Amoris Laetitia das zu korrigieren, was sie als irrtümliche Aussagen bezeichnen,
In einem gestern veröffentlichten Kommuniqué sagen die 45 Unterzeichner, daß Amoris Laetitia, die im April veröffentlichte postsynodale Apostolische Exhortation des Papstes zur vergangenen Familiensynode eine gewisse Anzahl von Erklärungen enthält, die als der katholischen Morallehre und dem katholischen Glauben entgegen gerichtet verstanden werden können.

Das 13-seitige, in 6 Sprachen übersetzte Dokument sowohl an Kardinal Sodano, dem Dekan des Kardinalskollegium als auch jedem der 218 Kardinäle und Patriarchen gesandte Dokument, zitiert 19 Passagen der Exhortation, "die im Konflikt mit dem Glauben und der katholischen Moral zu stehen scheinen".

Die anonymen Autoren- beschrieben als katholische Prälaten, Universitätsprofessoren, Autoren, Ordensleute an verschiedenen päpstlichen Universitäten, Seminaren, Kollegien, Theologischen Instituten, religiösen Orden und Diözesen aus aller Welt- stellen dann eine Liste von "anwendbaren theologischen Zensuren" auf, die die Natur und den Grad der Irrtümer präzisieren, die Amoris Laetitia enthält.
Eine "theologische Zensur" ist ein Urteil, nach dem eine These die den Glauben und die Katholische Morallehre betrifft, dem Glauben widerspricht oder zumindest zweifelhaft ist.





Die Erklärung sagt, daß die Unterzeichner des Appells das Kardinalskollegium in seiner als offizielle Berater des Papstes bitten, "sich zum Hl. Vater zu begeben, die im Dokument aufgezählten Irrtümer defintiv und endgültig zu entfernen und mit Autorität sicher zu stellen, daß Amoris Laetitia nicht verlangt, daß einer von ihnen (den Irrtümern) geglaubt oder als wahrscheinlich wahr geglaubt werden müssen.

"Wir beschuldigen den Papst nicht der Häresie" sagt einer der Unterzeichner, Joseph Shaw, der auch der Sprecher der Autoren ist,"aber wir denken, daß zahlreiche in Amoris Laetitia gemachten Äußerungen bei einer einfachen Lektüre des Textes als häretisch betrachtet werden können. Andere Behauptungen, so sollen weitere etablierte"theologische Zensuren" zeigen, sind u.a. skandalös, irrig im Glauben und zweideutig."

Das Klima in einem großen Teil der Kirche ist so, daß einer der Hauptverantwortlichen des Appels dem National Catholic Register sagt, daß die Mehrzahl der Unterzeichner es vorzieht, öffentlich anonym zu bleiben (was nur bedeutet, daß ihr Name in den Medien nicht veröffentlicht wird), weil sie "Angst vor Repressalien" haben, oder sich um Rückwirkungen auf ihre religiösen Gemeinschaften sorgen, oder fürchten, wenn sie eine Universitätskarriere und eine Familie haben, ihren Arbeitsplatz zu verlieren,"

Zu den Problemen, die sie aus der Exhortation zitieren, gehört-so denken die Unterzeichner,-daß Amoris Laetita die Lehre der Kirche zur Zulassung der katholischen wiederverheirateten Geschiedenen "unterminiert". Sie denken auch, daß Amoris Laetitia im Gegensatz zur Lehre der Kirche steht, nach der alle Gebote Dank der Gnade Gotte befolgt werden können und daß bestimmte Handlungen immer schlecht sind.
Joseph Shaw, Gelehrter an der Universität Oxford, sagt, daß die Unterzeichner hoffen, daß wenn wir unseren Hl. Vater um eine definitive Entfernung dieser Irrtümer bitten, wir helfen können die durch Amoris Laetitia bereits hervorgerufene Verwirrung unter den Hirten und gläubigen Laien zu zerstreuen."

Quelle: NCR, E. Pentin




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