Montag, 18. Juli 2016

Das ist wirklich eine gute Nachricht. Beten für die Seligsprechung von Fritz Gerlich und Romano Guardini.

Wir gestern die Münchner Kirchennachrichten berichteten, sind zwei Seligsprechungsverfahren in Vorbereitung.
Die Verfahren werden für den Münchner Journalisten und Publizisten Fritz Gerlich, der schon vor der "Machtübernahme" aufgrund seines katholischen Glaubens gegen das Naziregime und seine Gefahren anschrieb. Seine Zeitschrift "Der Gerade Weg" war bei den Nazis von Anfang an nicht wohlgelitten - und Fritz Gerlich war einer der ersten Journalisten der verhaftet, ins KZ gesteckt und schließlich ermordet wurde.
Dieses Video zeigt den beeindruckenden Kampf Gerlichs, der erst durch die Begegnung mit "Resi von Konnersreuth" zum Glauben geführt wurde.



Erstaunlich ist, dass der wohlbekannte Münchner Linksjournalist Prantl, seines Zeichens Mitglied der SZ-Chefredaktion, diesen unbeugsamen Journalisten lobt und ihn als Gewissen seiner Zeit darstellt.
Prantl gehört ja eher zur Mitläufergruppe und hat seine Zeitung inzwischen zu einem linken Mainstreamblatt hochstilisiert, das sich doch seit einigen Jahren streng "auf Linie" befindet.
Wir können uns vorstellen, welche Posten gerade diese heutigen Medienvertreter in der damaligen Zeit besetzt hätten.
Ein schönes Beispiel, wie unkritisch die heutigen Medien sich in einer ähnlichen Situation verhalten, liefert die FAZ mit diesem Blogbeitrag von Don Alphonso. Der gute Don hat sich einmal die Mühe gemacht, wie hoch heute wieder das Denunziantentum im Kurs steht, und wie das von den sog. meinungsführenden Medien unterstützt und befeuert wird.

Man fragt sich, auf welche Seite sich ein Fritz Gerlich heute stellen würde? Ob er die Einschränkung der Meinungsfreiheit mittragen würde, weil sie von "der richtigen Seite" kommt?
Wir beten für seine Seligsprechung - denn gerade in diesen Zeiten brauchen wir Vorbilder. Und zwar solche, denen ihr Glaube und dessen unverfälschte Verbreitung wichtiger ist als ihr Leben.

Gebetet wird auch für die Seligsprechung von Romano Guardini. Schon vor einigen Jahren wurde dazu ein Unterstützerkreis in Italien gegründet, dem inzwischen auch viele prominente Deutsche angehoren, z.B. die emeritierte Dresdner Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz. Ich durfte sie einmal in einer Katechese in St. Peter erleben, wo sie über Romano Guardini referierte. Das war ganz großartig und machte neugierig auf die Schriften des Gelehrten. Ein weiter Fürsprecher ist noch noch prominenter als Frau Professor: Der emeritierte Papst Benedikt unterstützt das Anliegen für die Seligsprechung ebenfalls mit seinem Gebet.

Dieses Video über das Leben Guardinis ist sehr sehenswert und zeigt einige faszinierende Momente.


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