Mittwoch, 20. Juli 2016

Europa & der Djihad

Anna Bono spricht bei La Nuova Bussola Quotidiana Klartext zum Appeasement und der Soumission Europas . Eine "arme, verwirrte Einzeltäter, zwar Muslim, aber ohne Bezug zum Islamismus, die nur zufällig die Axt schwingen, Lastwagen in Menschenmengen steuern und Bomben legen-Lesart",  (zu besichtigen in den Kommentaren anläßlich der Würzburger Axt-Attacke)
ist nicht wirklich überzeugend, auch weil man die einzelnen Attentate im Zusammenhang sehen muß.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE WILDHEIT DER DJIHADISTEN  UND UNSERE RESIGNATION. SO HAT EUROPA DEN KRIEG SCHON VERLOREN."
"Wir wissen, daß die Muslime ihre Verhaltensregeln aus dem Koran und den Hadith lernen, aus dem undiskutierbaren Koran, weil er das Wort des ungeschaffenen Gottes ist und aus den Hadithen, die wiedergeben, was Mohammed in seinem Leben getan und gesagt hat, weil der Prophet in Gedanken und Taten unfehlbar war. Die Mehrheit der Muslime entnehmen diesen Texten die Überzeugung, daß es, um ins Paradies zu gelangen, nötig sei, so gut wie möglich den Vorschriften der Scharia zu folgen, dem islamischen Gesetz, das sich daraus ergibt.

Andere Muslime aber, eine Minderheit, sind überzeugt, daß das nicht ausreicht, sondern daß man auch die anderen Gläubigen zum treuen Befolgen der Scharia zwingen und sie bestrafen muß, wenn sie sie übertreten oder wenn sie zu einer anderen Religion konvertieren und die gesamte Menschheit bis zum letzten Mann dem Islam zu unterwerfen muß.
"Djihad " zwingt sich zuerst von innen auf, persönlich, auf dem Weg zu einem Perfekten Glauben und dann auch als Krieg, Heiliger Krieg, um den Islam zu verteidigen und ihn mit Gewalt der ganzen Welt aufzuzwingen.

Sie glauben Recht zu haben, die Djihadisten, weil es Mohammed war, unfehlbar, der den Djihad begann, nachdem er mit seiner Gefolgschaft von Mekka nach Medina gezogen war.
Aus verschiedenen Suren des Korans entnehmen sie darüber hinaus das Recht und die Pflicht, Gewalt gegen die Ungläubigen anzuwenden, sie zu diskriminieren und zu täuschen.
Wir wissen auch, wie sie in AlQaeda geboren wurden und was daraus entstanden ist. Die islamischen Nationen haben immer schwerere Niederlagen erlitten und auf der anderen Seite war die Bestätigung der westlichen christlichen Zivilisation, ihr wirtschaftlicher und kultureller und darüber hinaus militärischer Erfolg, die bei den Muslimen verschiedene Reaktionen auslöste.




Der Islam müßte sich-um stark und mächtig zu werden oder nur, um andere Bedingungen zu Wachstum und menschlicher Entwicklung zu schaffen, erneuern,-behauptet ein Teil der muslimischen Welt- die besten Früchte des Westens annehmen, sich modernisieren, eine Trennung zwischen Religion und Politik akzeptieren, sich reformieren.
Aber andere -und unter ihnen-der Gründer von Al Qaeda, Osama bin Laden, haben stattdessen die Situation als Folge der schlaffen, schwachen Übernahme von fremdem, von Glaubensfeinden geschaffenen verwerflicher Innovationen.
Sie haben also die Restauration des Kalifats gewählt, die Abschaffung der gottlosen Regierungen, die Rückkehr des ursprünglichen Islams, die totale Unterwerfung unter das Gesetz des Korans- mit anderen Worten, die Pflicht es genau zu machen wie die erste, perfekte Generation, die des Propheten und seiner Zeitgenossen.

Lewis, Hirsi Ali, Khalil Samir, Molinari, Introvigne und verschiedene andere Autoren machen uns den Djihad verständlich. Nicht ganz klar und erschöpfend ist die Erklärung des Entstehens und der Rolle der antiwestlichen Heimatfront, die Verachtung und Ressentiment gegen den Christlichen Westen nährt, ihn demoralisiert, isoliert und schwächt, indem sie seine Interessen, Prinzipien, Identität, sein Image und seine Sicherheit gefährdet.
Es gibt kein Übel in der Welt, das nicht dem Westen und seinem Modell angelastet wird, Armut, Hunger, Krankheit, Ausbeutung, Diskriminierung, Gewalt, Ungerechtigkeit, Krieg, Umweltverschmutzung und Abfall. Im Sommer vor 16 Jahren, während des von der UNO organisierten Rassismus-Weltgipfeltreffens in Durban, Südafrika hat die Heimatfront versucht, ein Dokument durchzudrücken, in dem die westlichen Staaten sich der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig bekennen und ihr offizielles Bedauern für die materiellen und moralischen Schäden aussprechen und sich bereit erklären, besonders den afrikanischen Nachkommen des transatlantischen Sklavenhandels und den durch Sklavenhandel und europäischen Kolonialismus geschädigten afrikanischen Ländern eine Wiedergutmachung zu zahlen.

Im von der Vollversammlung vorgeschlagenen Text wird überdies Israel einer rassistischen, diskriminierenden Politik gegenüber den Palästinensern beschuldigt: das Dokument des Parallelforums der NGOs ist noch feindseliger, es definiert Israel u.a. als "rassistischen Staat, schuldig des Genozids" und das palästinensische Volk wird von ihm autorisiert mit allen Mitteln zu reagieren.
Damit der Text der UNO unterschrieben werden konnte, mußten die Worte die den Westen und Israel beschuldigten entfernt werden. Der Angriff war gescheitert. Aber in den folgenden Tagen, am 11. September, schlug AlQaeda bei den Zwillingstürmen und im Pentagon zu.

Viele haben es vergessen, aber in den Stunden der folgenden Tage hat die antiwestliche Heimatfront erklärt- wenn nicht sogar gerechtfertigt- daß das vorhersehbar und verständlich gewesen sei, als Reaktion der Armen gegen das Imperium , schon seit zu langer Zeit Unterdrücker der Schwachen.
Pax Christi z.B. sprach von  der "Wut der Armen" über das, was ihnen gestohlen wurde, eine Wut, die gefährlich werden konnte,
Die Saverianer-Missionare sagten dagegen, die Ungerechtigkeiten der neuen Weltordnung werde früher oder später im Südens der Welt gegen uns Westliche explodieren.
Der damalige Direktor des Verlagshauses Emi , Pater Ottavio Raimondo behauptete, der Weltfrieden würde nicht durch die islamischen Terroristen bedroht wohl aber durch den ökonomischen Terrorismus des Westens, der den Süden der Welt aushungert.
Ein Buch würde nicht genügen, um alle antiwestlichen Analysen dieser Tage aufzunehmen. 16 Jahre danach gehen die Anklagen des Westens wegen Ausbeutung und Exklusion, Arroganz und Zynismus genau so weiter."

Quelle: Anna Bono, La Nuova Bussola Quotidiana







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