Freitag, 15. Juli 2016

Father Hunwicke zur Attacke Kardinal Nichols auf Kardinal Sarah

Father John Hunwicke läßt uns suf seinem blog liturgicalnotes an seinen Gedanken zur Kontroverse Nichols versus Sarah teilhaben.
Hier geht´s zum Original: klicken


                                 "NICHOLS VERSUS SARAH", 1

"Versus orientem oder versus populum? Ein wichtiger Punkt, der bei allen Wortmeldungen zum Angriff Kardinal Nichols auf Kardinal Sarah bisher noch nicht bedacht wurde, ist dieser:

Beide eminenten Gentlemen stimmen völlig darin überein, daß es dabei um wirklich Wichtiges geht.

Kardinal Sarah hat das in seinem Text überaus  klar gemacht, Und er muß sorgfältig nachgedacht haben, bevor er auf eine Weise gesprochen hat, von der er wissen mußte, daß sie gewaltsame Reaktionen auslösen würde. Seine Aktion war nicht legislativ.
Aber es war eine überlegte Aktion von Seiten des vom römischen Pontifex selbst bestellten für den Römischen RitusVerantworttlichen.
Es war ein Akt persönlichen Mutes. (Aus diesem Grund scheint mir, daß der Klerus auch den Mut haben sollte, Robert Sarah nicht im Stich zu lassen)
Und die Tatsache, daß er den ersten Adventssonntag nannte, bedeutet, daß es sich nicht um irgendeine schlaffe und schüchterne, vage handelt Anmutung handelt, die wir irgendwann einmal im nächsten Jahrzehnt verwirklichen könnten. Er hat uns an einem spezifischem, nicht allzu weit entfernten Tag zu etwas Konkretem aufgerufen.

Und Kardinal Nichols ist ebenso überzeugt, daß es sich um etwas wirklich Wichtiges handelt.
Er hat sofort seinem ganzen Klerus gemailt. Kardinäle gehen normalerweise nicht an die Öffentlichkeit um das, was ein Mitbruder im Kardinalsrang gerade sagte, in den Müll zu werden, außer wenn er sich- ähm- ...sehr aufgeregt.
Und die in der öffentlichen Domain erwähnten Fakten lassen vermuten, daß er sofort mit Papst Franziskus in Verbindung trat, der seinerseits Kardinal Sarah einbestellte.
Und dann begann die übliche Maschinerie im Vaticanischen Pressebrüo zu arbeiten, um -wie wir im Englischen sagen- Kardinal Sarah "zum Trocknen aufzuhängen".
Pater Lombardi und ausdrücklicher der finstere Pater Rosica erwärmten gleixh sich für ihre unbekömmliche Aufgabe.
Nichols würde das alles nicht wegen eines kleinen Details, das kein vernünftiger Mensch für wichtig halten würde, in Gang gesetzt haben,

Sarah und Nichols haben beide zu 100% Recht: dieses ist wichtig.
Es rührt ans Herz der Frage, was das Hl, Meßopfer wirklich ist. Es berührt die ganze Auswahl der praktischen Veränderungen (Neuordnung), die in keiner Weise ein Mandat vom II.Vaticanischen Konzil hatten, aber dennoch von denen in Kraft gesetzt wurden, die ihre Hand an die Hebel der Macht legen konnten. Es wirkt sich massiv auf die essentielle Frage aus, ob die große Aufgabe, der von Papst Ratzinger in Bewegung gesetzten redintegratio der Katholischen Anbetung unter Papst Bergoglios Nachfolger fortgesetzt werden wird.
Sogar darüber hinaus- es beinhaltet die fundamentale, von Benedikt XVI gestellte Frage, ob wir das II.Vaticanische Konzil in der Hermeneutik der Kontinuität oder der strukturellen Ruptur verstehen, die der Kirche in den 70-er Jahren aufgezwungen wurde, mit derart katastrophalen Folgen innerhalb der Kirche während der folgenden Jahrzehnte, daß die jetzt in trockenen, kalten, starren Stein gemeißelt sind.



Wir haben einen Wendepunkt erreicht, an dem jeder Priester weiß, daß er, wenn er Kardinal Sarahs Exhortation folgt,  es seinem Mitbruder im Priesteramt leichter macht, das selbe zu tun, und falls er sich für ein ruhiges Leben entscheidet, es für TheTablet und ACTA etwas leichter wird, auf seinen kühneren Bruder einzuschlagen und seine Verfolgung durch den Bischof zu verlangen,
Es gibt keinen Grund, nicht -nach einer entsprechenden Katechese-zu beginnen, das versus orientem an abwechselnden Sonntage einzuführen, oder an jeden ersten Sonntag im Monat.
Der Advent, wenn der Priester und das Volk zusammen dem Herrn entgegen gehen, der zu uns kommt, ist in der Tat eine sehr passende Gelegenheit.
Im Veni Sancte Spiritus bitten wir Gott den Hl.Geist, zu waschen, was befleckt ist, zu heilen, was verwundet ist, zu lösen, was in sich erstarrt ist, zu wärmen was kalt ist, zu lenken, was den Weg verfehlt.

Aber um diese Dinge zu tun, braucht der Hl.Geist willige menschliche Mitarbeiter. Der Leib Christi wirkt durch die Gnade nicht durch Zauberei.

Quelle: FatherJ.Hunwicke, liturgicalnotes

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen