Sonntag, 24. Juli 2016

Fundstück II:"Vergeben ist nicht ignorieren....", heute vor 7 Jahren

gefunden bei Blog di Raffaella. (mille grazie!)
Daß die Zeit solcher Predigten in Fülle erst 7 Jahre her ist, ist vielleicht das Erstaunlichste und angesichts magerer Jahre schmerzlich.
                 
Während seines Sommerurlaubs in LesCombes besuchte Papst Benedikt XVI Aosta .

                       

U.a.nahm er an der Vesper in der Kathedrale teil und hielt eine Stegreifpredigt zum Thema Vergebung.
Hier geht´s zur deutschen Übersetzung  klicken  und hier ein Ausschnitt:

"Allmächtiger und barmherziger Gott. Eine römische Oration, die an einen Text aus dem Buch der Weisheit anknüpft, lautet: »Du, o Gott, zeigst deine Allmacht in der Vergebung und in der Barmherzigkeit.« Der Höhepunkt der Macht Gottes ist die Barmherzigkeit, die Vergebung. Nach unseren heutigen weltlichen Begriffen von Macht denken wir an jemand, der große Besitztümer hat, der in der Wirtschaft etwas zu sagen hat, über Kapital verfügt, um den Wirtschaftsmarkt zu beeinflussen. Wir denken an jemanden, der militärische Macht hat, der andere bedrohen kann. Die Frage Stalins: »Wieviel Divisionen hat der Papst?« kennzeichnet immer noch die durchschnittliche Vorstellung von Macht. Macht hat derjenige, der gefährlich werden kann, der bedrohen und zerstören kann, der viele Dinge der Welt in der Hand hat. Aber die Offenbarung sagt uns: »So ist es nicht«; die wahre Macht ist die Macht der Gnade, der Barmherzigkeit. In der Barmherzigkeit zeigt Gott die wahre Macht.
Und so lautet der zweite Teil der Anrede: »Du hast die Welt erlöst durch das Leiden, durch das Leiden deines Sohnes.« Gott hat gelitten und im Sohn leidet er mit uns. Und das ist der äußerste Höhepunkt seiner Macht, daß er fähig ist, mit uns zu leiden. So zeigt er die wahre göttliche Macht: Er wollte mit uns und für uns leiden. In unserem Leiden sind wir nie allein. Gott hat in seinem Sohn zuerst gelitten, und er ist uns nahe in unseren Leiden."


Quelle: raffaellablogspot, La Santa Sede, LEV 

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