Sonntag, 3. Juli 2016

"The German Angst oder Katholizismus ohne Grenzen"

Father R.Blake macht sich auf seinem saintmarymagdalen-blog Gedanken über Grenzen und Grenzenlosigkeit -und sieht eine Verbindung in der Angst vor Grenzen und einem Geschichtstrauma, besonders bei deutschen Intellektuellen und Theologen. Seine Erwägungen schließen sich quasi nahtlos an unseren vorhergehenden Beitrag an.
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         "KATHOLIZISMUS OHNE GRENZEN"

               
"Die Nachkriegsgeneration der Intellektuellen, besonders in Deutschland und im besetzten Europa waren durch ihre Erfahrung traumatisiert, Ich vermute, daß die deutschen Bischöfe es immer noch sind, da ist diese Angst: "Wir dürfen nicht zurück gehen"

Das Europäische Projekt und Vatican II oder zumindest das Aggiornamento Projekt sind Stallgefährten, viele der Ideen, Europa nach zwei verheerenden Weltkriegen wieder neu aufzubauen, standen hinter dem Gedanken, auch die Kirche neu zu bauen, die für so viele versagt hatte.
Das Imperialistische Zeitalter vor dem I.Weltkrieg und der Aufstieg des Nationalismus unter der Maske von Faschismus und Kommunismus, der dem II.Weltkrieg vorausging, waren zweifellos ein Desaster.
Besonders für Katholische Denker war die Nachkriegsperiode eine Zeit, zur Neuerforschung der Gewissen, in wieweit die Katholische Kultur zum Krieg und Holocaust beigetragen hatten. Man kann die Narben davon im Denken Johannes Pauls II und Benedikts XVI über die Judenmission sehen.
(....) Es lohnt sich, über theologische Grenzen und die Katholische Identität nachzudenken. In der Konfusion des von deutschem theologischen Gedankengut stark beeinflußten Franziskus-Pontifikates, sind Dogmen und Theologische Gewissheiten Grenzen gleich und die Definition der Identität, die aktuelle, große theologische Frage, ist die selbe wie in der heutigen Politik. Gehören sie der Vergangenheit an oder der Zukunft?
Das Problem ist, daß ohne sich selbst zu definieren (= Grenzen zu setzen) die Kirche keine Identität und kein Ziel hat."


Quelle: marymagdalenblog, Father R..Blake, rorate coeli

 

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