Mittwoch, 27. Juli 2016

WJT 2016, Polen rollt dem Pontifex nicht den Roten Teppich aus.

Don Snyder von FoxNews berichtet aus Polen und über die Stimmung vor dem WJT.
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 "AM VORABEND VON PAPST FRANZISKUS´  BESUCH VERWEIGERT DAS LAND DEN ROTEN TEPPICH"

"Papst Franziskus soll Mittwoch in Polen ankommen, aber das Heimatland des Hl. Papstes Johannes Paul II - Franziskus´ höchst populärem Vorgänger in modernen Zeiten- rollt dem Pontifex nicht den Roten Teppich aus, dessen soziale Agenda ihm viele in der konservativen Nation entfremdet hat,  

Franziskus wird in Krakau sein, um den Weltjugendtag zu feiern, ein vor mehr als 30 Jahren  von Papst Johannes Paul II eingeführtes Ereignis, zu dem sich Hunderttausende junger Menschen aus der ganzen Welt versammeln, Aber anders als dem aus dem Osteuropäischen Land in den Vatican gesandten Lieblingssohn, wurde Franziskus ein kühler Empfang bereitet.

"Der Papst, ein ungebetener Gast" war der Titel eines früher in diesem Monat erschienenen Artikels in der Gazeta Wyborcza, Polens größter Netzzeitung.
Das Ereignis, das dieses Jahr in der südpolnischen Stadt vom 27. bis 31. Juli abgehalten wird, findet
alle 2 bis 3 Jahre in einer anderen Stadt statt.
2013 war Rio de Janeiro, Brasilien, die Gastgeberstadt.

Die Polnischen Bischöfe schickten einen Rundbrief, in dem das Ereignis angekündigt wurde und der am 3. Juli in allen Kirchen des Landes verlesen wurde. Der Brief pries den verstorbenen Papst Johannes Paul II dreimal , erwähnte aber Papst Franziskus nicht.

"Hier in Polen - einem Papstland- haben wir eine sehr ungewöhnliche Situation." schrieb die Journalistin Katarzyna Wisniewska, "niemand hier wartet auf den Papst."

Franziskus´ liberale Positionen stoßen bei der konservativen Orientierung der Polnischen Kirche und der weit rechts stehenden Rechts-und Gerechtigkeits-Regierungspartei auf Widerspruch..


Die Unterstützung durch die Kirche war ein wichtiger Faktor für den Erdrutschsieg der Partei bei den Wahlen von 2015. In einem Land mit 38 Millionen Einwohnern, von denen sich 92% als römisch-katholisch definieren, gehört Papst Johannes Paul II, der als Karol Wojtyla in Wadowice, Polen, geboren und 2014 kanonisiert wurde, zu den beliebtesten Personen der Geschichte.
Die nationalistische Partei engagiert sich darin, die Katholische Identität eines homogenen Polens zu 
verteidigen.



"Franziskus wird als ein Fremder betrachtet, fremdartig und Polen verbinden sich nicht mit einem Argentinischen Papst", schreibt Journalist Adam Szokstklewicz, der über die Kirche und internationale Affären für das Wochenmagazin Polityka berichtet.

Der Papst der 12 syrische Flüchtlinge nach seinem Besuch in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos im letzten April mit in den Vatican brachte, hat die Europäischen Nationen dazu aufgerufen, mehr Flüchtlinge aus Kriegsgebieten im Mittleren Osten und Afghanistan aufzunehmen.
In seiner ersten Rede im Land, im Krakauer Wawel vor einem Publikum, zu dem auch Präsident Andrzej Duda gehört, erwartet man vom Papst, dass er seine Unterstützung der Flüchtlinge erneuern wird. Drei Tage später wird ein junger Syrer während einer Gebetsmesse, der der Papst vorsitzt, sprechen.
Polen weisen diesen Appell des Papstes zurück. 70% der Polen wollen nach einer Umfrage des führenden Meinungsforschungsinstituts CBOS keine muslimischen Flüchtlinge.
"Es ist kein Geheimnis. daß Franziskus´ Botschaft vom Polnischen Klerus ignoriert wird" schrieb Jaroslaw Makowski in der polnischen Newsweek-Ausgabe vom 31. Mai.
Nach Pater Pawel Guzinski, einem Dominikaner-Priester-neigt die Polnische Kirche mehr zu Päpsten wie Johannes Paul II und Benedikt XVI, "für die der Gehorsam zur Katholischen Lehre das höchste ist. Für Papst Franziskus ist sein Engagement für die Armen und Benachteiligten das Wichtigste, während die Lehre im Hintergrund bleibt", sagte Guzinski
Die Polnische Kirche ist auch besorgt über die Flut des Westlichen Säkularismus.
Bischof Piotr Libera setzte in einer Rede in Radom den Säkularismus mit dem Multikulturalismus gleich.
"Das ist eine linke Politik, in der alle Religionen und Kulturen gleich wichtig sind" sagte er, "aber nicht die in der sie aufgewachsen sind; Christlich- von Christus,"
Diese Ansicht steht im Gegensatz zu den internationalistischen Visionen von Papst Franziskus"

"Einige Polnische Bischöfe haben sogar Angst davor, was Papst Franziskus während der WJT in Polen predigen wird." sagte Stanislaw Obirek, ein Geschichtsprofessor an der Universität Warschau und früherer Jesuitenpriester."

Quelle: foxNews 

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