Montag, 22. August 2016

Antonio Socci, Avvenire und das "Bergoglio-Theorem" oder eine Philippika wider den Religionsrelativismus.

Antonio Socci ist über den Leitartikel in Avvenire, der Zeitung der CEI, der von einem Gott handelt, der- als "Bergoglio-Theorem"- Christen, Muslimen  und Juden gemeinsam ist, not amused und kommentiert ihn auf gewohnt klare Weise. Eine Philippika wider den Religions-Relativismus.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"IST DER GOTT VON AVVENIRE UND COMUNIONE E LIBERAZIONE JETZT ALLAH?"

"Gestern hat "Avvenire" einen Leitartikel (ein Leitartikel gibt die offizielle Linie einer Zeitung wieder) veröffentlicht, in dessen Mittelpunkt viel Unsinn steht, der ohne Zweifel dem Katholischen Glauben fremd ist.

Unglücklicherweise trägt dieser Leitartikel die Unterschrift eines meiner Freunde von Comunione e Liberazione, aber wir müssen zu allererst und hauptsächlich Freunde der Wahrheit sein, und so muß ich - mit Bedauern- darauf hinweisen, daß wenn die Zeitung der Bischofskonferenz in ihrem Leitartikel eine solche Idee propagiert, wir nur einen Schritt vom Abgrund (und vom Lächerlichen) entfernt sind. Hier sind die Sätze, auf die Avvenire sein ganzes Bergoglio-Theorem aufbaut:

"Tatsächlich ist für die, die glauben- Christen oder Muslime oder Juden- Gott einer, groß, allmächtig, barmherzig. Der Unterschied, wenn es denn einen gibt begrifft das Ich.

Wie Sie jetzt sehen können, läuft der Bergoglio-Effekt aus dem Ruder. Wir sind jetzt bei "Worten in Freiheit". Liest man den Leitartikel der CEI-Zeitung würde in der Tat der Glaube der Katholiken und der Muslime als der selbe erscheinen und ihr Gotteskonzept schiene identisch zu sein.

Hat der Direktor von Avvenire Tarquinio, ein früherer Ratzingerianer,  je von der Allerheiligsten Trinität gehört, die das Herz des Christlichen Glaubens ist, und das Muslime als die schlimmste Art der Blasphemie betrachten?

Im Felsendom- von den Muslimen über einem Heiligen Ort der Juden erbaut, der den Alten Tempel von Jerusalem ersetzt,- gibt es eine herausragende Inschrift, die genau die Trinität leugnet. Der Islam behauptet in dieser Inschrift: "Gott hat keinen Sohn"

Der Islam ist präzise im Leugnen der Göttlichkeit Jesu Christi und des Dreieinigen Gottes entstanden Er ist der radikalste und gewaltsamste Angriff auf das Herz des Christlichen Glaubens, der je gesehen wurde. Können wir denn sagen, daß es keinen Unterschied in der Konzeption Gottes zwischen Christen und Muslimen gibr? Es ist der Hl. Apostel Johannes, der erklärt, daß der, der den Sohn nicht anerkennt, auch den Vater nicht hat."

"Wer ist der Lügner, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Es ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer immer den Sohn leugnet, der hat den Vater nicht. Er, der den Sohn bekennt, hat auch den Vater." (1 Joh 2, 22-23)

Das erscheint mir sehr klar. Außerdem ist es offensichtlich, daß der abgrundtiefe Unterschied in der
Konzeption des Ichs ( als der Person) zwischen Islam und Christentum genau aus diesem abgrundtiefen Unterschied ihres Gotteskonzeptes herrührt,

"Avvenire" jedoch ignoriert das alles. Ich weiß sicher, daß der Herausgeber zumindest von der Allerheiligsten Trinität und vom trinitarischen Credo der Christen gehört hat.
Aber inzwischen sind die Zeiten- in der Kirche und bei Comunione e Liberazione -so, daß die Glaubenswahrheit fröhlich auf den Müll geworfen wird, um dem absurdesten Unsinn Stimme zu geben.
Mir scheint, wenn man sieht, was in der Kirche passiert (auch beim bedauernswerten Treffen 2016) kann man sagen, daß viele "sich für Christus schämen" wie Don Giussani in seinem letzten Interview bitter beklagte. Heute ist diese Tendenz sowohl innerhalb Comunione e Liberazione als auch der Kirche dominierend geworden.





Nur zur Erinnerung will ich hier einige Passagen aus DOMINUS JESUS wiedergeben, die jeden daran erinnern sollten. woraus der Glaube der Katholiken besteht: "Die immerwährende missionarische Verkündung der Kirche wird heute durch relativistische Theorien gefährdet, die versuchen, den religiösen Pluralismus zu rechtfertigen, nicht nur de facto sondern auch de jure (oder im Prinzip).  

Als Konsequenz wird behauptet, daß bestimmte Wahrheiten überholt sind: z.B. der defintive und vollendete Charakter der Offenbarung Jesu Christi, die Natur des Christlichen Glaubens im Vergleich zum Glauben anderer Religionen und die inspirierte Natur der Bücher der Heiligen Schrift, die persönliche Einheit zwischen der Ewigen Welt und Jesus von Nazareth, die Einheit der ... das inkarnierten Wortes und dem Heiligen Geist, die einzigartige und erlösende Universalität des Mysteriums Jesu Christi, die rettende Vermittlung durch die Kirche, die Untrennbarkeit- während man die Unterscheidung anerkennt- des Königreiches Gottes und des Königreiches Christi und der Kirche und das Fortbestehen der einen Kirche Christi in der Katholischen Kirche.

Als Heilmittel für diese relativistische Mentalität , die sich immer mehr ausbreitet, ist es vor allem nötig, den definitiven und vollständigen Charakter der Offenbarung Jesu Christi zu bestätigen.
In der Tat muß fest geglaubt werden, daß im Mysterium Jesu Christi, dem inkarnierten Sohn Gottes, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist" (Joh, 14, 6), die volle Offenbarung der göttlichen Wahrheit gegeben ist.
"Keiner kennt den Sohn außer der Vater und keiner kennt den Vater außer der Sohn und jeder dem der Sohn ihn offenbaren möchte" (Matth, 11, 27)
"Niemand hat Gott je gesehen: Gott der einzige Sohn, der an der Brust des Vaters ruht, hat ihn offenbart:"(Joh. 1,18) "Weil in Christus die volle Gottheit in körperlicher Form anwesend ist" (Kol.2, 9-10)

Treu zu Gottes Wort lehrt das II.Vaticanische Konzil: "durch diese Offenbarung, scheint die tiefste Wahrheit über Gott und die Erlösung des Menschen in Christus fort, der gleichzeitig der Überbringer und die Fülle aller Offenbarung ist."

Darüber hinaus spricht "Jesus Christus -deshalb das fleischgewordene Wort, als Mensch zu den Menschen geschickt, die Worte Gottes (Joh. 3,34) und vollendet das Erlösungswerk, das der Vater ihm auftrug (Joh. 5, 36; 17, 4) .
Jesus sehen, ist den Vater sehen (Joh. 14,9). Aus diesem Grund hat Jesus die Offenbarung vollendet: indem er sie durch sein ganzes Wirken erfüllte, sich selbst zum Geschenk machte und sich selbst zeigte: durch seine Worte und Taten, seine Zeichen und Wunder, aber besonders durch seinen Tod und seine glorreiche Auferstehung von den Toten und schließlich dadurch, daß er den Hl, Geist der Wahrheit schickte, hat er die Offenbarung vollendet und perfektioniert und sie durch sein göttliches Zeugnis bestätigt.... Die Christliche Befreiung wird deshalb als der neue und endgültige Bund nie schwinden und wir erwarten jetzt keine neue Offenbarung vor der glorreichen Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mehr. (1 Tim. 6,14; und Tit.2, 13)

So ruft die Enzyklika "Redemptoris missio" die Kirche noch einmal dazu auf, das Evangelium als Fülle der Wahrheit zu verkünden: "In diesem endgültigen Wort seiner Offenbarung hat Gott sich selbst auf die vollständigste Weise bekannt gemacht. Er hat der Menschheit offenbart, wer er ist. Diese endgültige Selbstoffenbarung Gottes ist der fundamentale Grund, warum die Kirche von ihrer Natur her missionarisch ist. Sie kann nicht anders, als das Evangelium zu verkünden, das ist die Fülle der Wahrheit, die über ihn zu erkennen, Gott uns ermöglicht hat. "
Nur die Offenbarung Jesu Christi führt deshalb in unsere Geschichte eine universale und letzte Wahrheit ein, die den menschlichen Geist zu unablässiger Anstrengung provoziert."

Quelle: Lo Straniero. Antonio Socci




  

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