Montag, 22. August 2016

Das Christentum in Zeiten der Europäischen Krise und was der Ratzinger-Schülerkreis zur Beurteilung der Situation beitragen wird

Giulio Meotti hat bei IlFoglio einen sehr interessanten Beitrag zum  bevorstehenden Treffen des Ratzinger-Schülerkreises mit dem Thema "Die Krise Europas" geschrieben, der von ihm wie von den Relatoren des Treffens an der Krise des Christentums festgemacht wird.
Dieser Satz spricht Bände und erklärt alles: "... wird es der Verfassungsrechtler Joseph Weiler sein, der den Ausdruck "Christophobie" geprägt hat und sie dem schädlichen Einfluß der 68-er Generation zuschreibt, dem Ursprung des Laizismus, der dann zur "dominierenden Ideologie der Europäischen Union wurde."
Und "die Menschen schätzen es, daß es die Kirchen gibt. Darüber hinaus sehen sie sie im Zusammenhang mit der Geschichte ihres Landes. Die Kirche ist Teil der kulturellen nationalen Erbes."
Das trifft allerdings so auf D nicht zu, weil die Epigonen der 68-er in ihrem Mangel an Kultur weder die Geschichte noch die Kultur unseres Landes kennen und in ihrer dümmlichen Hinwendung zu einem Esoterik-Atheo-mischmasch auch die Kirchen -selbst als historisches Zeugnis- nicht schätzen.
Hier geht´s zu Meottis Original:   klicken

           "DIE LEKTION RATZINGERS FÜR EUROPA"
"Benedikt XVI versammelt seine früheren Schüler zur Krise des Alten Kontinentes um sich.
Protagonist ist der Jude Weiler, der in Straßburg das Kruzifix verteidigte. Für das Schuman-Zentrum ist das Christentum eine Stellvertreterreligion geworden.

Der Ratzinger-Schülerkreis ist ein Kreis der sich aus 40 Ex-Studenten Benedikts XVI zusammen setzt, die sich einmal im Jahr mit ihrem alten Theologieprofessor treffen, um ein Thema zu diskutieren, Das Treffen findet Ende August bis Anfang September in Castel Gandolfo statt.
Vor einem Jahr wählte Benedikt XVI das Thema "Wie heute über Gott sprechen" zur Diskussion aus, mit dem tschechischen Philosophen Tomas Halik als Gastredner.
In diesem Jahr, -vom 26.-28. August- hat Ratzinger das Thema "Die Krise Europas" ausgesucht.
Vor der politischen ist es eine religiöse und kulturelle Krise. Dieses Jahr wird Benedikt XVI aus Gesundheitsgründen nicht die Messe zelebrieren.
Es ist Benedikt XVI selbst, der jedes Jahr das Thema mit Zustimmung der Relatoren auswählt.
Dieses mal wird es der Verfassungsrechtler Joseph Weiler sein, der den Ausdruck "Christophobie" geprägt hat und sie dem schädlichen Einfluß der 68-er Generation zuschreibt, dem Ursprung des Laizismus, der dann zur "dominierenden Ideologie der Europäischen Union wurde."

Es war Weiler, dem Italien die Verteidigung des Kruzifixes in Schulräumen vor dem Menschrechstgerichtshof in Straßburg anvertraute.
Die Begegnungen mit den Ex-Schülern resultiert aus dem Jahr 1977, als Ratzinger Erzbischof von München wurde. Sie gingen weiter als er 2005 zum Papst gewählt wurde und auch nach seinem Rücktritt.
Dieses Jahr wird Professor Weiler zum Thema sprechen:
"Heiligkeit,wenn Sie mir erlauben wollen zur spirituellen Krise Europas zu antworten."
Der emeritierte Bischof Egon Kapellari wird zum Thema "Alte und Neue Herausforderungen für Christen auf de Bauplatz Europa" sprechen.




Das Zentrum Schumann, das seinen Namen einem der noblen Väter der Europäischen Union verdankt, dem Theoretiker jenes "Europas der Kathedralen" als Fundament der Identität des Alten Kontinents, wird dem Thema Säkularisation und Schicksal des Christentums in Europa ein Paper widmen.
Professor Evert van de Poll erklärt in dem Paper für das Schuman-Zentrum, daß auch "in der pluralistischen, multikulturellen Gesellschaft, in der der säkularistische Humanismus die Öffentliche Sphäre dominiert, viele nichtchristliche Menschen eine -wenn auch unbewußte und indirekte- Bindung an das Christentum haben."
Das minoritäre Christentum wird so eine Stellverteter-Religion, ein Begriff, den die französischen Religionssoziologin Danièle Hervieu-Léger eingeführt hat.
"Die Kirche verkörpert das kollektive religiöse Gedächtnis der ganzen Nation, eingeschlossen die Personen, die die christlichen Religion nicht praktizieren," schreibt Van de Poll.

Die Menschen schätzen es, daß es die Kirchen gibt. Darüber hinaus sehen sie sie im Zusammenhang mit der Geschichte ihres Landes. Die Kirche ist Teil der kulturellen nationalen Erbes,"
Und das ist an die Idee gebunden, daß das Christentum die "Mangelreligion" der Europäer sei.
Christliche Traditionen bleiben im kollektiven Unterbewußtsein des europäischen Volkes erhalten.
Trotz der Massensäkularisierung und der Entwicklung einer multireligiösen Gesellschaft, ist Europa noch christlich. Das Christentum hat in Europa ein reiches kulturelles Erbe an Werten, Ideen und Vorstellungen, künstlerischem Ausdruck, Traditionen, Festen, Hochzeits-und Beerdigungsritualen, örtlichen Bräuchen und Symbolen hinterlassen. Deshalb widersetzen sich auch säkularisierte Personen der Zerstörung einer Kapelle, weil sie sie für einen sehr schönen Teil des kulturellen Erbes halten."
Dennoch werden in Europa die Kathedralen, von denen Schuman sprach, vom .....
Es genügt die Sammlung von Fotografien des französischen Künstlers Maxime Cotte, der aus Grenoble aufbrach um das Verlassensein der europäischen Kirchen zu dokumentieren. die Fotos sind gestern in der Daily Mail veröffentlicht worden- "Die großen Kirchen in Europa werden..... überlassen" liest man.

Frankreich, Belgien und Italien, sind die Hauptorte, die Cotte besucht hat, Zerfallen, Fresken, die zu Einzelteilen zerfallen, ....Kruzifixe, Pflanzen, die sich um die Altäre .... und ein ...Licht, das noch durch die Glasfenster einer sonst leeren Kirche fällt."

Quelle: IlFoglio, Giulio Meotti





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