Sonntag, 7. August 2016

Der Schutzpatron der göttlichen Vorsehung - St. Kajetan

Heute feiern wir den Tag des heiligen Kajetan, der ja hier in Bayern in erster Linie als Schutzpatron Oberbayerns gilt.

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Glanzvolles Barock und von allen Seiten schön: St. Kajetan, die Theatinerkirche in München
Unsere Theatinerkirche hier in München trägt seinen Namen - denn er war auch einer der Begründer des Theatinerordens.
Und weil wir ja auch gerade in aufregenden Zeiten leben, hörten wir heute in der Predigt, warum Kajetan auch der "Schutzpatron der göttlichen Vorsehung" ist:
Zur Zeit der Gründung des Theatinerordens wirkte er in Rom. Der Theatinerorden wurde gegründet, um die Misstände innerhalb des Klerus zu bekämpfen, denn in dieser Zeit hatte sich da doch so einiges eingeschlichen, was mit der Lehre der Kirche überhaupt nicht zu vereinbaren war (!).
Der Orden wuchs schnell - aber es dauerte nicht lange, da standen italienische Truppen vor den Toren der Stadt, eroberten sie und begannen mit Pünderungen, danach fielen spanische und deutsche Truppen in die Stadt ein. Der Papst war in Gefahr und musste in die Engelsburg fliehen. Der Klerus und die Orden waren dem Anstrum hilflos ausgeliefert. St. Kajetan und seine Gefährten wurden gefangen und eingekerkert. In Erwartung des sicheren Todes beteten sie. Unaufhörlich. Einige Zeit später kam ein Offizier vorbei und hörte die Mönche beten. Das veranlasste ihn, sie freizulassen und so konnten sie fliehen. Der heilige Kajetan kam über Neapel, Vicenza, Venedig auch nach München, um hier den Theatinerorden mit aufzubauen. Er starb am 7. August 1547 in Neapel.
Sein Orden wirkte weiter - auch in München. Als Herzog Ferdinand von Bayern aus Dankbarkeit für die Geburt seines Sohnes Max Emanuel 1662 den Bau einer Kirche gegenüber der Residenz begann, bezogen die Theatinermönche das anhängende Kloster und übernahmen die Seelsorge in dieser Kirche. Die Kirche wurde dem heiligen Kajetan geweiht.
Heute wirken die Dominikaner in dieser Kirche. Und durch die Predigt erfuhren wir, dass  am 22.Juli ein Sommerfest geplant war. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Die ganze Stadt war wegen eines Amoklaufes und den darauffolgenden Gerüchten im Ausnahmezustand. So mussten die Besucher des Sommerfestes in der Kirche ausharren, bis von der Polizei Entwarnung gegeben wurde. Ein Polizist, der zum Schutz der Kirche abgestellt war, bat die Patres und die Menschen, die inzwischen in der Kirche waren, zu beten - für die Stadt und für die Polizei. Man wusste ja zu dieser Zeit noch nicht, was los war und so fanden sich die Menschen in der Kirche fast in der gleichen Situation wie der Kirchenpatron vor - mit einem glücklichen Ende.

Heiliger Kajetan, bitte für uns!

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