Freitag, 12. August 2016

Gehört Assisi auf der päpstlichen Landkarte nicht zu Italien?

Mit dieser interessanten Frage setzt sich Sandro Magister auf Settimo Cielo auseinander. (Wir erinnern uns allerdings der persönlichen Animosität des Pontifex gegen den Erzbischof von Mailand, der gewagt hatte, als Favorit ins Konklave mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang hervorzugehen und zudem noch Anhänger der Benedetto-Theologie zu sein. und die den Papst sicher an seiner geplanten Reise nach Mailand hinderte)
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"NACH MAILAND UND GENUA NICHT. NACH ASSISI ZWEIMAL : HATTE ER DIE REISEN  INNERHALB ITALIENS NICHT ABGESAGT?"

"Für Papst Franziskus ist es ein besonderer Ort, sein ganz besonderer Ort auch aus geographischer Sicht, Am 10.Dezember 2015, im Verlauf einer Pressekonferenz in Mailand gab Kardinal Angelo Bagnasco bekannt, aus dem Staatssekretariat die Nachricht erhalten zu haben, daß der H.Vater beabsichtige das Engagement für das Jubiläumsjahr zu verstärken und die Patoralbesuche in Italien aufzugeben..

Alle haben sich diesem Plan gebeugt, beginnend mit Kardinal Scola,der die Absage des bereits offiziell für den 7.Mai 2016 angekündigten und mit einem Programm versehenen Besuch des Papstes hinnehmen mußte.
Dann, am vergangenen 4. August hat Franziskus hat Franziskus sich nach Assisi begeben, das aber auch in Italien ist. Und auf diesen Widerruf wird presto ein zweiter folgen, am 19. September.

Es war der Imam von Perugia, der diesen zweiten Ausflug Jorge Mario Bergoglios in Italien in einem Interview mit TV 2000  ankündigte. Abdel Qader Moh´d hatte anläßlich des kürzlichen Papstbesuches in der Stadt des Hl. Franziskus die Gelegenheit, mit ihm einige Worte zu wechseln.

Der neuerliche Besuch in Assisi wird mit einem Zusammentreffen der Vertreter der in Sant´ Egidio organisierten Religionen, um den 30.Jahrestag des ersten dieser, von Johannes Paul II geförderten Treffen zu feiern.





In Kombination damit ist der 19. September der Tag, der der Schließung des nationalen eucharistischen Kongresses folgt. Auf dem Programm des Treffens in Genua vom 15. bis zum 18. das zu besuchen Papst Franziskus - immer im Namen dieser angekündigten Absage der Besuche innerhalb Italiens während des Jubiläumsjahres- sich weigerte.

Damit hat er eine Premiere geschaffen. Die des ersten nachkonziliären Papstes, der einen eucharistischen Kongress in Italien nicht besucht.

Weil seit die Päpste den Titel des Primas Italiens tragen haben sie wieder begonnen außerhal Roims zu reisen und haben die vergangenen Kongresse immer besucht, während sie vorher- bis zu Joannes XXIII- immer eine Botschaft oder eine Radiobotschaft schickten.

So fuhr Paul VI 1965 nach Pisa, 1972 nach Udine und ein Jahr vor seinem Tod,1977 nach Pescara.

Johannes Paul II  ging 1983 nach Mailand, 1988 nach Reggio Calabria, 1994 nach Siena und 1997 nach Bologna.

Benedikt XVI flog 2005 nach Bari und 2011 nach Ancona.

Die Eucharistischen Kongresse sind typische Verantsltungen des Katholizismus. Aber die Reisen, die Franziskus nicht absagte sondern macht, bewegen sich auf einem weiteren Horizont. Am 19. September in Assisi,vom 30.September bis zum 2. Oktober  in Georgien und Azerbaidjan mit den Orthodoxen und Muslimen und am 31.Oktober in Lund, Schweden, um den 500. Jahrestag der Protestantischen Reformation zu feiern.

Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister

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