Donnerstag, 25. August 2016

Heute in 4 Monaten ist Weihnachten, leichte Gedanken über das Schwere und das Schöne

Heute in 4 Monaten haben wir den 25. Dezember  und kein Fest ist so marianisch, wie Weihnachten.
Hängt doch an dem "fiat" Mariens die ganze Erlösung.
So wie sie "Ja" gesagt hat und dann den ganzen "Unmus", (auf hochdeutsch all  den Ärger, die vergebliche Mühe, das vermeintliche Scheitern ihres Sohnes, all das Leid) ertragen hat, so müssen auch wir "ja" sagen und all den Unmus, der sich scheinbar gerade daher ergibt, ertragen.
Besonders originell ist der Eindruck nicht, dass man auf die Idee kommt, ne Menge Schwierigkeiten ergäben sich aus diesem "fiat", das man gesprochen, gestottert, angedeutet hat und alle anderen, die ganz vergnügt vor sich hin leben, ohne sich um Gott und sein Gebot zu kümmern, denen geht es besser.
Schon das Buch Hiob spricht davon und genügend Stellen im AT und NT darüber, dass das 'Kümmern des Herrn um die Seinen' auch so seine Dornen und die nicht zu knapp, hat, die gibt es auch.
Wie sagt der Volksmund: Beten nimmt nicht die Last, aber es stärkt die Schultern!

Aber mit dem Glauben, durch den Glauben, öffnen sich auch die Sinne für die Schönheit, was wiederum zu den Dingen gehört, die die Schultern stärken, und wenn man soweit ist, wie in Borcherts "Draußen vor der Tür" dass man die Freude der Weihnacht in dem Geruch eines morschen Stück Holz erkennt, dann ist es gut.
Da wir aber meist nicht so weit sind und wohl auch erst im Sterben soweit kommen, hat sich das Göttliche ins Schöne (Hölderlin) verhüllt und genau das geschieht in der Liturgie, in den wundervollen Kirchenbauten und im Lied,. hier finden wir alles zusammen.
Salve Regina gesungen von Priestern zusammen mit Papst Benedikt, anlässlich der  Vesper mit Papst Benedikt auf dem Petersplatz am Abend des Herz Jesu Fests, zum Abschluss des Priesterjahr.






In der Predigt, die Papst Benedikt am Morgen des Tages gehalten hat,. sagte er das, was ich oben versucht habe anzudeuten, viel besser, schöner und fundierter:

so erkennen wir, daß diese Weisungen Gottes nicht Fesseln sind, sondern Weg, den er uns zeigt. Wir dürfen ihrer froh sein, und wir dürfen uns freuen, daß sie in Christus als gelebte Wirklichkeit vor uns stehen. Er selbst hat uns froh gemacht. Im Mitgehen mit Christus geht uns die Freude der Offenbarung auf, und als Priester sollen wir den Menschen die Freude darüber schenken, daß uns der rechte Lebensweg gezeigt ist.
Da ist dann das Wort von der „finsteren Schlucht“, durch die der Herr den Menschen geleitet. Unser aller Weg führt uns einmal in die finstere Schlucht des Todes, in der uns niemand begleiten kann. Und ER ist da. Christus ist selbst in die finstere Nacht des Todes hinabgestiegen. Auch dort verläßt er uns nicht. Auch dort führt er uns. „Bette ich mich in der Unterwelt, du bist zugegen“, sagt der Psalm 139 (138). Ja, du bist zugegen auch in der letzten Not, und so kann unser Antwort-Psalm sagen: Auch dort, in finsterer Schlucht, fürchte ich kein Unheil. Bei der Rede von der finsteren Schlucht können wir aber auch an die dunklen Täler der Versuchung, der Mutlosigkeit, der Prüfung denken, die jeder Mensch durchschreiten muß. Auch in diesen finsteren Tälern des Lebens ist ER da. Ja, Herr, zeige mir in den Dunkelheiten der Versuchung, in den Stunden der Verfinsterung, in denen alle Lichter zu erlöschen scheinen, daß du da bist. Hilf uns Priestern, daß wir den uns anvertrauten Menschen in diesen dunklen Nächten beistehen können. Ihnen dein Licht zeigen dürfen.


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