Freitag, 5. August 2016

Verlust der Klöster und der Verlust des Glaubens, ein altes Phänomen

Neulich hatte ich die Idee, in Oberbayern, dass ist da, wo die katholische Welt angeblich  noch in Ordnung ist, einige stille Tage in einem Kloster zu verbringen.
Weil ich keine kannte, die eine kannte, die mal bei den Schwestern in Sankt Soundso zu Gast gewesen war, dachte ich "Ach geh, google ist dein Freund"
Und googelte vor mich hin.
Nun mir ist schon klar, dass das Ergebnis besser war, als wie wenn ich mir in den Kopf gesetzt hätte diese Tage in einem Kloster in Meckpom verbringen zu wollen, aber dennoch, es war fast erschreckend, dass google zwar Unmengen von Klöstern ergab, diese jedoch sich meist als ehemalige Klöster entpuppten.
Klar habe ich auch genug noch funktionierende Klöster gefunden, manche sogar wieder neu besiedelt, aber so generell muss man sagen, der Niedergang des Glaubens, den wir so beweinen und der uns zu schaffen macht, der ist schon älter.



Andererseits kenne ich eine alte, fromme Frau die seit Jahrzehnten am Jammern ist, über alles mögliche was so in der Kirche schief läuft und über all die Merkwürden zu denen die Hochwürden geworden sind, und die ihre Jammereien immer abschließt mit dem Satz "Ich weiß was vorgeht, es steht schon geschrieben, es wird nur noch die kleine Herde übrig bleiben!"
Was mich angesichts des fast verzweifelten Tonfalles, in dem dies vorgetragen  wird, immer dazu verleitet zu sagen:
"ja gut, wenn es doch geschrieben steht, vorhergesagt ist, ja dann ist es ja gut, weil Gott dann doch weiß!"
Das bedeutet nicht, dass man nun jubeln soll, wie ich das neulich in einem Kommentar zu einem kulturpessimistischen Beitrag Professor  Ratzingers aus dem Jahr 1970 gelesen habe.
Der Abschnitt  aus dem Büchlein "Glaube und Zukunft" beschäftigt sich damit, dass die Kirche sich ihrer Güter wird entledigen müssen um ihr Gut zu bewahren und nur wenn sie das Gut bewahrt, wird sie überleben, und wieder aufblühen, wenn sie alles verloren hat, was sie in und an diese Welt bindet. Aber auch die Welt wird drunter zu leiden haben, weil diese  damit aber auch wieder Welt im klassische biblischen Sinn, also Ort der Gottferne, Ort des Widerspruchs zu Gott, werden wird.
Aber der Professor legt mit klaren Worte dar, dass das schmerzhaft, mühselig und armselig sein wird, eben etwas was nicht gut ist,, aber genau dann,  wenn es in der Treue zu Christus durchgehalten wird,  doch gut sein wird.
Das ist nicht wundervoll und zum Halleluja singen, es ist nur tröstlich, dass die. die mit Tränen säen mit Jubel ernten werden.
Und wer die Tränen nicht wahr haben will, der wird gar nichts ernten!

Von daher, was bleibt uns. als festzuhalten was wir haben, auch wenn unsere Kraft schwach ist.
(Offb 3,11) an die Gemeinde in Philadelphia.

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