Montag, 8. August 2016

Los Sommerlochos

Eigentlich sitzen wir ja derzeit alle in einem großen Loch, so dass das Sommerloch in diesem Jahr gar nicht so zur Geltung kommt, aber so manches muss halt doch in die Welt - zumal einiges, das in anderen Ländern ziemlich oben auf der Agenda steht, bei uns gar nicht erwähnt wird.

Denn unsere Medien haben ja andere Themen ... die immer wieder gerne wiederholt werden.

WOn z.B. macht mir mal wieder Hoffnungen. Ein Traum in rot könnte wahr werden, wenn man dem folgt, was so mancher deutsche Theologo von sich gibt, denn nach dessen Aussage könnte der Papst durchaus auch Kardinälinnen kreieren.
Ich bin gerade dabei, meine Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und "hoffe, dass ich für eine eventuelle Position Berücksichtigung finde. Mei, darauf haben wir doch alle gewartet. Da möchte ich einfach dabei sein.... ein Posten in Rom und dann noch die Aussicht, den nächsten Papst wählen zu können ... was für eine Karriere!!
Ich mache schon mal in meinem Kopf eine Liste, wen ich wählen würde und stelle fest, da wäre keiner dabei, der diesen Unsinn weiter fortführen würde. Aber wir könnten uns dann darauf verlassen, dass unsere Kirche wieder richtig geführt wird. Und den Neuen dann mit Gebeten zu begleiten, dafür brauchts keinen Kardinalshut... Das tu ich dann ganz freiwillig.

Zu meiner persönlichen Erheiterung trug dann gestern die Meldung bei WON bei, dass der neue Türkenherrscher - der sich ja in weiten Teilen Europas gerade ziemlich unbeliebt macht, den Papst um seine Hilfe gebeten hat.
Meine Lachmuskeln wurden ziemlich trainiert, bei der Vorstellung, in welche Bredouille der Papst da geraten ist. Seine Zuneigung zur Religion des Friedens stellt ihn da jetzt aber wirklich vor eine Entscheidung ... und ich lache immer noch.
Absurd - ganz besonders vor dem Hintergrund, dass vor 333 Jahren die Türken gerade zum wiederholten Mal dabei waren, Europa zu überfallen. Die Belagerung Wiens begann mit dem Überfall auf Heiligenkreuz am 14.7. 1683 und endete am 12.9. 1683 mit einem Sieg der Verbündeten Europäer. Papst Innozenz VI stand auf der richtigen Seite (der Sultan hatte ihn ja auch nicht gefragt).
Er unterstützte die Abwehr der Europäer mit 1,5 Millionen Gulden und begleitete deren Kampf mit seinen und den Gebeten der ganzen Kirche. Den Tag des Sieges feiern wir immer noch am 12. September als "Maria Namen". Damals war die Sache also klar. Aber wie wir inzwischen gelernt haben, scheint es weder in Argentinien noch in Santa Marta Geschichtsbücher zu geben, in die man so zwischendurch mal reinschauen könnte ... und wir rätseln jetzt, ob der aktuelle Sultan auf die Hilfe des Papstes zählen kann.

Und in all diesem Durcheinander, das gerade unsere Kirche befallen hat, darf natürlich eine Sache nicht fehlen - die wohl in Deutschland an allen vorbeigegangen ist, aber bei den englischsprachigen Katholiken für einen erheblichen Aufruhr gesorgt hat.
Bevor er in seinem letzten Flugzeuginterview auf die katholischen Schwiegermuttermörder losging, weilte - wie wir alle wissen - der Papst zum Weltjugendtag in Krakau. Er nutzte diese Gelegenheit, hinter verschlossenen Türen mit den polnischen Bischöfen zu sprechen. Und wie das halt so ist, in diesen Tagen, blieb es nicht bei den verschlossenen Türen ... denn das Treffen wurde protokolliert und dann von der vatikanischen Pressestelle veröffentlicht. Und das ging dann auch an die Presse, die eine Aussage dann besonders aufs Korn nahm:
Pfarrsekretärinnen sind Jünger des Satans! 
WOW ... das hat mal wieder gesessen. Ein gefundenes Fressen für die englischsprachige Blogger- und twitter-Gemeinde. Der hier hat mir am besten gefallen:
GEH WEG! schrie die Pfarr-Sekretärin, die gerade auf einem bewusstlosen Franziskaner-Mönch lag und vorhatte, sein Blut zu trinken. "DIE PILGERFAHRT NACH LOURDES WURDE GECANCELLED UND WIR VERKAUFEN KEINE LOTTERIELOSE MEHR DIE FLÜCHTLINGE WOLLEN KEINE SOCKEN-SPENDEN MEHR UND ICH WEISS NICHT, WER DEN ORGANISTEN ERMORDET HAT, TICKETS FÜR DIE CLOWNMESSE WERDEN NICHT VERKAUFT UND FATHER ERIC WURDE EINGESPERRT, WEIL ER DEN BISCHOF ANGEZÜNDET HAT ..."

Das englische Original gibt's hier zu lesen und ist einfach köstlich. So kommen unsere Sommerlochos doch noch zu einem guten Schluss.
Irgendwie erinnert alles an Monty Python. Beten wir für bessere Zeiten.


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