Freitag, 16. September 2016

Antonio Socci über das Recht der Katholiken, der Lehre treu zu bleiben und die Pflicht, den Papst zu kritisieren

Der Brief des Pontifex an die Bischöfe der Region Buenos Aires zur Auslegung von Kapitel VIII von "Amoris Laetitia", die eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion zuläßt, hat bei den Vaticanisten Aufregung hervorgerufen. Wie Roberto De Mattei so auch bei A. Socci. Daß der nicht amused ist und sich bestätigt sieht, verwundert nicht.
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"ÜBER DAS RECHT DER KATHOLIKEN, DEM EVANGELIUM UND DER DOKTRIN DER KIRCHE TREU ZU BLEIBEN UND ÜBER DIE PFLICHT, BERGOGLIO FÜR DIE ENORMITÄT, DIE ER UNTERSCHRIEBEN HAT, ZU KRITISIEREN"

AUSSERDEM:
"Der Glaube beruht auf dem, was die Schrift und das Dogma vorgeben, die in dunklen Zeiten auch erschreckend aus dem Bewußtsein des (statistisch) größten Teils der Christenheit verschwinden, ohne etwas von ihrem ein eindrucksvollen und bindenden Charakter zu verlieren. In diesem Fall kann das Wort des Papstes sich gegen die Statistik und gegen die Macht einer Meinung, die vorgibt die einzig gültige zu sein behaupten.
Und das müßte mit so viel größerer Entschiedenheit stattfinden, damit das Zeugnis für die Tradition umso klarer wird. 

Im Gegenteil, jetzt wird eine Kritik an den päpstlichen Verkündigungen möglich und nötig, nach dem Maß nach der sie durch die Schrift, das Credo, und den Glauben der universalen Kirche gedeckt ist. Wo weder in der Menschheit noch in der universalen Kirche eine klares Zeugnis für die Quellen existiert, ist eine eindrucksvolle und bindende Entscheidung nicht möglich, wenn es sie formal gäbe, würde ihr die unerläßliche Voraussetzung fehlen und man müßte das Problem um ihre Legitimität lösen.
(Joseph Ratzinger Benedikt XVI in "Glaube, Vernunft, Wahrheit und Liebe" )

Die Unfehlbarkeit gehört auch zur gesamten Kirche: es gibt so etwas wie  die Unfehlbarkeit des Glaubens der universalen Kirche, kraft derer diese universale Kirche sich als Kirche nie ganz in die Irre führen lassen kann.
Das ist der Anteil. den die Laien an der Unfehlbarkeit haben. 
Daß diesem Anteil manchmal eine extrem aktive  Rolle zukommen kann, sieht man an der Arianischen Krise, in der in gewissen Momenten die gesamte Hierarchie den arianischen Überlegungen zum Opfer gefallen zu sein schien, nur die sichere Bindung der Gläubigen hat dem Nicäischen Gauben den Sieg gesichert,"
aus Joseph Ratzinger : "Das Neue Gottesvolk"

Quelle: LoStraniero , A. Socci

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