Donnerstag, 29. September 2016

Des Kardinals alte Kleider: Preiß bleibt Preiß

Ja, was hat er nicht alles versucht, als er damals nach München kam unser neuer Erzbischof - frisch eingetroffen auf dem Marienplatz wurde er von Petrus gleich richtig - mit einem heftigen Dauerregen - empfangen .... Der heilige Herr über das Wetter hat also damals schon gewusst: "Des wird nix". Gut, dass ich damals krank war und nicht hingehen konnte - und auch nicht zur feierlichen Einführungsmesse im Dom. Da waren sie nun alle angetreten, die bayerischen Honoratioren und die Landesführer, der Oberbürgermeister der Stadt, der sich über den Sozi aus dem Land der Preußen sichtlich freute. Trachtengruppen und Gebirgsschützen standen Spalier und die Münchner Bürger ganz hinten wg. all der Wichtigkeit, die vorne Platz genommen hatte. War auch gut so, denn der Erzbischof von München ist ja nun nicht irgendwer. Schließlich hatte er am Vortag im Prinz-Carl-Palais, dem Amtssitz des Bayerischen Ministerpräsidenten seinen Eid auf die bayerische Verfassung abgelegt.
Die Messe wurde live im Bayerischen Fernsehen übertragen und der Kardinal versuchte sich nach deren Ende im Singen der Bayernhymne. Dass seine Vorgänger, selbst das viel besser konnten, dazu später.
Inzwischen ist das Verhältnis der Münchner und Bayern zu ihrem Oberhirten etwas abgekühlt. Sein preußischer Opportunismus und seine Wendehalsigkeit haben uns mal wieder gezeigt, dass zwischen Bayern und Preußen Welten liegen. Dass es mit der erhofften "Karriere" nicht klappt - daran sind ganz gewiss nicht wir Bayern schuld. Wo soll er auch "Karriere" machen - wenn keiner mehr weiß, wo der Mann eigentlich steht. Zu Benedikt's Zeiten mimte er den konservativen Katholiken, dem es in seinen Messen nicht prunkvoll genug zugehen konnte. Aber neuerdings hat er den "Protestanten"-Kurs eingeschlagen und würde am liebsten einen neuen Bildersturm ausrufen.
Gut, dass es international auch so gesehen wird und die katholische Welt ihn schon längst durchschaut hat. Und wenn man den Gerüchten hier in München so glauben darf, gehen die Beschwerdebriefe in Mater ecclessiae inzwischen körbeweise ein.

Ja und jetzt wundert es uns nicht, dass sich der Herr Kardinal in München auch nicht mehr so richtig wohlfühlt. Und er zeigt uns ja schon seit einiger Zeit, dass er nur ungern Kirchenfürst ist, und viel lieber Politiker wäre ... ein roter natürlich. Und jetzt versucht er - erfolglos natürlich - dass er das "Rot-Politiker"-Gehabe nun auch in Bayern an den Mann zu bringen und sich deshalb mit der CSU anlegt, ordentlich nach Berlin "buckelt" und uns Bayern damit in den Allerwertesten tritt.

Dass er sich damit nun auch in den Medien nicht beliebter gemacht hat, zeigt dieser WON-Artikel, wo man unter anderem das hier lesen konnte:

"Am Dienstagabend etwa stellte sich Kardinal Marx, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, ausdrücklich hinter Merkels Flüchtlingspolitik – und erntete donnernden Applaus von mehreren Hundert Gästen auf einem Empfang der katholischen Kirche. Dies war auch als erneuter Warnschuss an die CSU gedacht, die spätestens seit den umstrittenen Äußerungen von Generalsekretär Andreas Scheuer zur Abschiebung von Migranten unter massive Kritik der Kirchen geraten ist."

Daraufhin ist die CSU wohl wirklich in sich gegangen, denn der bayerische Ministerpräsident sagte gestern in seiner Regierungserklärung:


Ich bin ja der Meinung, wir sollten bei den Preißn anfangen. Leitkultur heißt nämlich auch, den preußischen Untertanen-Geist abzulegen. Inzwischen  gibt es bei WOn
einen weiteren Kommentar,  in dem der Kardinal als "Zeuge Angelas" bezeichnet wird. Offensichtlich durfte sich auch der Titel der gestrigen Taz mit seinem Konterfei schmücken - natürlich mit dem Zeichen der neuen Religionsführerin, der "Raute".
Eine weitere Möglichkeit also für den Kardinal, irgendwann zu konvertieren und wenn er dann den "roten Wachtturm" vor dem Brandenburger Tor an den Mann bringen will, komm ich auch aus Bayern mal zum gucken.
Diese Kleider stehen ihm sicher besser als das Kardinalsgewand und die "Raute" besser als das Kreuz.

Und wir Bayern beten schon jetzt für einen Nachfolger, der in diese Reihe passt:

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