Freitag, 23. September 2016

Father Blake trinkt auf das Gewissen und macht sich Sorgen

Father Raymond Blake macht sich auf seinem marymagdalenblog Gedanken anhand des Titelbildes des Catholic Heralds über die Uneinigkeit in der Kirche und welchen Stellenwert die Einheit gegenüber der Wahrheit und dem Gewissen hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken


                                "TRINKEN WIR AUF DAS GEWISSEN?"
 "Ich habe nur die Titelseite der dieswöchigen Ausgabe des Catholic Heralds  und die erinnert mich an die Worte im Dokument zur Einheit der Christen und an den schrecklichen Skandal der Uneinigkeit. "Lecks, Einschüchterung, Häresie-Anschuldigungen"
Tatsächlich scheinen sie eher offensichtliche Merkmale der Kirche zu sein als die Eine Heilige Katholische Apostolische. Zunehmend gibt es Brutalität und Anti-Intellektualismus in der heutigen Kirche, die auf Zweideutigkeit, Verwirrung und Inkohärenz basieren.

"Der  Streit über die Kommunion wird  häßlich."

"Es ist eine Ironie, daß der Papst selbst, der Diener der Einheit, Zentrum und Quelle der Uneinigkeit werden sollte. Vielleicht ist das genau das, was das Konklave 2013 sich wünschte, als es Jorge Bergoglio wählte. Er war bereits als eine kontroverse Person bekannt- sowohl in der SJ als auch in seiner Heimatdiözese Buenos Aires.

In "Ut unum sint"  hatte der Hl. Johannes Paul II das Papsttum als Uneinigkeitsfaktor für das Christentum im Allgemeinen anerkannt und zu einer Diskussion über die Rolle des Papstes in der Kirche der Zukunft eingeladen.
Nach Franziskus wird die Kirche klären müssen, auf welche Weise der Papst seine Jurisdiktion ausüben oder sogar seine persönlichen Vorlieben äußern sollte.





Wir sprechen alle unfehlbar, wenn wir das Credo rezitieren und die Wahrheit des Evangeliums aussprechen.
Zusammen mit den Orthodoxen argwöhne ich, daß "Pastor Aeternus" - mit seiner Eingrenzung und sehr engen Definition der Päpstlichen Macht vielleicht weniger trennend ist als das Dogma der Unbefleckten Empfängnis und der Himmelfahrt, die von den Orthodoxen als die unnötigsten Neuerungen (von allen?) angesehen werden.
Man könnte argumentieren, daß das große Schisma nur eine Sammlung von theologisch Signifikantem bei der Promulgierung von "Ineffabilis Deus" 1054 war- bis dahin hatten Orthodoxe und Katholiken das geglaubt, was "immer, überall und von allen geglaubt worden war."

Wie die Schlagzeile sagt: "Jetzt wird der Streit um die Kommunion häßlich".
Ich fürchte für viele Katholiken, daß wir- anstatt wie Newman sagt "Ich werde auf den Papst trinken, wenn es euch gefällt, aber zuerst auf das Gewissen", bewußt eine Wahl zwischen Gewissen und Papst treffen müssen und daß diese Wahl sehr unbequeme Konsequenzen für jene haben wird, die glauben, dem Gewissen folgen zu müssen.
Die Kasper-Doktrin, die der Papst zu bevorzugen verkündet hat, ist für viele von uns ein Zeichen, daß die Kirche sich von der Offenbarung und der Person Jesu Christi entfernt -nicht wofür die Kirche da ist.
Wenn wir die Kardinäle der Kirche um Klärung bitten, wie wir es tun sollen,begegnet uns entweder Schweigen oder uns  wird von vielen unserer Oberen gesagt, wie es in England geschieht, daß Kardinal Nichols nicht erfreut ist, daß wir solche Sorgen ihm gegenüber und seinen Mitkardinälen privat ausdrücken.  Das ist der absolute moralische Tiefpunkt, auch wenn es vielleicht keine ganz unerwartete Antwort ist.
Es ist sicher nicht das, wozu der Papst auffordert- eine offene, angstfreie Debatte - noch ist es auf der Linie der Katholischen Suche nach Wahrheit und es ist sicher nicht "pastoral" , die Gläubigen Christi im Zustand der Ungewißheit und Konfusion zu belassen.
Kürzlich fragte jemand: "Ich bin vor 16 Jahren geschieden worden, kann ich im Lichte der neuen Regeln des Papstes nach einer neuen Frau suchen?"

Ein anderer Mann war nur ärgerlich, weil er dache, seine 45 Jahre Enthaltsamkeit seit seine Ehe zerbrach, werde jetzt von der Kirche als unnötig angesehen."

Quelle: Father R.Blake, marymagdaenblog

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