Freitag, 2. September 2016

Franziskus´ Heiligsprechungen sind nicht unfehlbar...

Peter Crenshaw schreibt bei The Remnant seine Meinung über die Unfehlbarkeit der Heiligsprechungen durch Papst Franziskus. Hier geht´s zum Original:  klicken

         "FRANZISKUS´ HEILIGSPRECHUNGEN SIND NICHT UNFEHLBAR"
Seit den Kanonisierungen Johannes Pauls II und Johannes XXIII ist in Katholischen Kreisen viel Tinte über die Frage vergossen worden, ob Heiligsprechungen unfehlbar sind. Unglücklicherweise hat jedes Argument, das ich zu diesem Thema gelesen habe, den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.
Am 28. März habe ich einen Artikel mit dem Titel "Des Teufels Advocat: "Wird der Hl. Johannes Paul II die Tür für nichtkatholische Heilige öffnen?" geschrieben und dabei diesen einfachen Gesichtspunkt gemacht:  "Das Konziliare Konzept der Unfehlbarkeit."

Die katholische Enzyklopädie stellt fest:
..."alle Argumente der Theologen über die Päpstliche Unfehlbarkeit bei der Kanonisierung von Heiligen basieren auf der Tatsache, daß bei einer solchen Gelegenheit die Päpste glauben und bestätigen, daß die Entscheidung, die sie bekannt geben, unfehlbar sind.

Deshalb sollten wir uns fragen, welches das konziliare Konzept der Unfehlbarkeit ist. Ist es ein kollegiales Verständnis der Unfehlbarkeit, getrennt und abseits des Katholischen Verständnisses, das die Unfehlbarkeit direkt mit dem Papstamt verbindet?
Glaubt darüber hinaus Franziskus in dieser ökumenischen postkonziliaren Ära, in der die Unfehlbarkeit nie beschworen wird, daß Heiligsprechungserklärungen wirklich im katholischen Wortsinn unfehlbar sind?  
Was ist mit den kanonisierten Heiligen der Vorkonzilskirche, die jetzt den postkonziliären ökumenischen Päpsten peinlich sind?  Würde Franziskus seinen Anglikanischen, Orthodoxen und Protestantischen Brüdern und Schwestern erzählen, daß diese sehr unökumenischen, präkonziliären Heiligen unfehlbar richtig waren? Und wenn er es nicht täte, wie kann er glauben, daß seine eigenen Kanonisierungen unfehlbar sind?

Was jeder bei der eine Analyse dieser Frage vermißte und immer noch vermißt, ist die Tatsache, daß der Papst zuerst glauben muß. daß die Entscheidung, die er bei einer Kanonisierung veröffentlicht unfehlbar ist, In der Vergangenheit wurde dieser Punkt so angenommen. In unserer aktuellen Zeit aber kann sie -wie ich oben gezeigt habe- nicht mehr vorausgesetzt werden.

Bischof Bernard Fellay, Ordensgeneral der FSSPX,  hat am 16. August 2016 eine Pressekonferenz gegeben. Bei Minute 11, 24´´ des Videos stellt er Folgendes fest: "Papst Franziskus glaubt nicht, daß die Heiligsprechungen unfehlbar sind."

           

Das würde vollkommen Sinn machen und mit Franziskus´ bisheriger Theologie und Aktionen übereinstimmen.
Um Bischof Fellays Aussage Glaubwürdigkeit zu verleihen, sollten wir uns an die unglaublichen Neuigkeiten im April erinnern, daß Franziskus Theologen wie Hans Küng erlauben würde, offen das Unfehlbarkeitsdogma zu diskutieren. Hans Küng hat auf die mit "Lieber Bruder" beginnendem päpstliche Epistel am 20. März (begeistert und servil) mit einem offenen Brief geantwortet.

Text des Briefes in The Remnant, s.o.

Deshalb -wenn das, was Bischof Fellay sagt, wahr ist (und wir haben keinen ernsthaften Grund das zu bezweifeln) - treffen alle Argumente der Neo-Katholiken und Sedisvakantisten, ob seine Heiligsprechungen unfehlbar sind oder nicht, auf Franziskus´ Kanonisierungen nicht zu. Weil jedes ihrer Argumente, wie das der Theologen vor ihnen, daran hängt, daß der Papst selbst daran glaubt, daß sein Dekret unfehlbar ist.
Wenn dieser Achsnagel entfernt wird, zerfällt ihre gesamte Argumentation." 

Quelle: TheRemnant, Peter Crenshaw






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