Dienstag, 20. September 2016

Priestermord in Mexiko

Radio Vatican Italien -klicken- und der ORF  klicken   berichten über einen brutalen Priestermord in Mexiko. 


"IN DER DIÖZESE VON PAPANTLA IM BUNDESSTAAT VERACRUZ SIND ZWEI PRIESTER ERMORDET WORDEN"
                      I due sacerdoti uccisi in Messico - AP

In Mexiko sind zwei katholische Priester in Poza Rica, im westmexikanischen Staat Veracruz entführt, gefoltert ermordet worden. Eine Gruppe bewaffneter Männer war in die Kirche Nuestra Senora de Fatima eingedrungen.
Zusammmen mit den beiden ermordeten Prälaten wurde ein dritte verwundete, gefolterte Person gefunden.
Das klingt nach Auftragsmord und könnte im Zusammenhang mit einem Sondereinsatz der mexikanischen Armee zur Eindämmung der Kriminalität stehen,
Die Opfer sind Alejo Nabori und José Alfredo Jimenez und die Kirche Mexikos drückt ihre Bestürzung aus. Paolo Ondarza hat Andre Beltramo, den Italienkorrespondenten der mexikanischen Presseagentur Notimex interviewt.

Der Staat Veracruz ist ein Staat am Golf von Mexiko. In der Vergangenheit stand er im Zentrum des Drogenhandels, in dem verschiedene Banden gegründet und verschiedene Pfade für die Kriminalität eingerichtet wurden.
Wie die Kirche Mexikos berichtet wurden seit Beginn der Amtszeit von Präsident Enrique Pena Nieto im Dezember 2012  14 Priester, 1 Seminarist und ein Mesner ermordet und zwei weitere Priester entführt, die nie mehr gefunden wurden.
Veracruz gilt als einer der Hauptschauplätze des blutigen Krieges der Drogenkartelle.

Frage: "Könnte das ein Akt der Einschüchterung sein?"

Antwort: "Leider ist das nicht der erste Fall: jedes Jahr verlieren zwei, drei, vier Priester ihr Leben. Deshalb glaube ich das nicht. Ich sehe das mehr als Warnung, als eine Konsequenz ihrer Arbeit."

"Aso sind sie unbequeme Personen- könnte man sagen, Alejo Nabori und José Jimenez , die beiden gerade gefolterten und ermordeten Priester? Weiß man etwas über sie? Wissen Sie womit sie sich beschäftigt haben?"

"Sie haben eine sehr soziale Arbeit gemacht, das sagt Gutes über sie, aber das ist in Wirklichkeit für Priester in diesen Gegenden eine ganz normale Sache. Zonen zwischen Stadt und Land, die besonders unsicher sind. Und dann....die Leute gehen in die Kirche, um um Hilfe zu bitten (...) deshalb ist es natürlich, daß diese Priester den Menschen besonders nahe sind, sowohl wegen ihrer Arbeit als auch aus natürlichen Gründen....."

"Sicher, die Kirche ist ein Bezugspunkt für die Leute, die armen Leute..."

 "Ja, sicher, weil diese Leute oft Angst haben, nicht? Es ist diese Dynamik, die ganz von selbst dazu führt, daß die Priester Sammler sehr  gefährlicher Informationen werden. Einige halten vielleicht Predigten, die dann anderen zu Ohren kommen, die sie als Drohung verstehen. Was sie angeht, weiß ich nicht, ob es Drohungen gegeben hat Und leider ist das eine ziemlich gewöhnliche Sache in dieser Gegend."

Quelle: Radio Vaticana It., ORF


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