Sonntag, 4. September 2016

Rosenkranzbetrachtungen, oder es hat sich eigentlich in den letzten 2000 Jahren nichts wesentliches geändert!

Ich bin eigentlich ein schlechter Beter und auch das meditative liegt mir nicht.
Dennoch bete ich seit Jahren, mehr oder minder erfolgreich, Rosenkranz und ja es ist nicht schlecht.
Es hat für mich was von Stricken oder Weben, also handwerklichen Tätigkeiten, die Geduld, aber auch Präzession erfordern, und sofern man sie nicht unter Druck, oder gar maschinell macht, etwas von Ruhe und eine Verbundenheit mit den wirklich gestaltenden Kräften dieser Welt ausstrahlen.
Das Bild der Oma die dasitzt und Strümpfe strickt steht für Gelassenheit, Geduld, Geborgenheit und Sicherheit.
Geduld ist übrigens nach der Schrift eine der ganz wichtigen Tugenden, und auch eine der wichtigen Eigenschaften Gottes.
Für den, der es genauer wissen will,  hier ein Link zu einer Sammlung von Bibelstellen über die Geduld.
Und ja, wenn wir soweit sind, da fällt einem doch sofort der Satz aus der Antrittsrede Papst Benedikts ein, der da lautet.
Wie oft wünschten wir, daß Gott sich stärker zeigen würde. Daß er dreinschlagen würde, das Böse ausrotten und die bessere Welt schaffen. Alle Ideologien der Gewalt rechtfertigen sich mit diesen Motiven: Es müsse auf solche Weise zerstört werden, was dem Fortschritt und der Befreiung der Menschheit entgegenstehe. Wir leiden unter der Geduld Gottes. Und doch brauchen wir sie alle. Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet. Quelle hier 
Daher, auch wenn es mir schwer fällt, bet ich den Rosenkranz, und am Samstag  war der freudenreiche dran, dessen 4. Gesätz da lautet "den du O Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast!" und dessen 5. Gesätz lautet "den du O Jungfrau im Tempel wieder gefunden hast!"
Und ja, das war es wieder das Problem, dass, zumindest ich, mit meiner Kirche aktuell so habe, die scheinbar sich  in die  Innnerweltlichkeit so verrannt hat, dass sie den Ausblick zur Transzendenz, zu Gott gar nicht mehr zeigen kann, weil mittlerweile  nicht mehr nur der unter der Fuchtel seiner modernisierungswütigen Gemeindereferentn stehende Pfarrer von um die Ecke, sondern scheinbar auch ... ach wir wissen es doch alle!
Aber die Frage darf gestellt werden, ist das eigentlich so originell, für den Frommen?

wie war das denn mit dem Tempel zur Zeit Jesus?
Zuständig für den Tempel war der Sanhedrin, und dessen Vorsitzender war der Hohepriester und der war, wie die Mehrheit des Sanhedrins, Sadduzäer.
Nun war es so, wie wir aus der Bibel wissen, glaubten die Sadduzäer n i c h t an die Auferstehung der Toten, waren, also, kommt und das nicht bekannt vor?, der Ansicht, dass alles was alleine wichtig sei, alles was es gäbe, alles worauf es ankomme, diese paar Jahre hier auf Erden, seien, weil danach gäbe es nichts, mehr, nada, gar nix!
Dann gab es noch die Pharisäer, das waren die, wenn man so will, die in der Rubrikenreiterei, das Heil der Welt und für die Ewigkeit sahen, und auch die traf man, wenn auch in der Minderheit, im Sanhedrin an.
Man sollte nun meinen, dass Gottes Sohn mit all dem nichts zu tun haben würde, und vor allem da, bei denen, die so gar nicht kapiert hatten, um was es geht, nicht zu finden wäre.
Aber wie erklärt der Rosenkranz:
"den du O Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast" und "den hast du O Jungfrau dann im Tempel wiedergefunden" und ER, Jesus,  erklärte dazu lediglich "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?"
Ja so ist das, es ist einfach SEINE Kirche, Punkt, aus, fertig!
Dann habe ich noch ein bisschen weiter gedacht, auch weil mir beim Beten die Gesätze verrutscht sind und ich plötzlich beim glorreichen mit "der dich O Jungfrau in den Himmel aufgenommen hast!" gelandet bin.
Maria ist das Urbild, oder besser das Bild der Kirche, und am Ende der Zeit wird sie, die Kirche, wie Maria in den Himmel aufgenommen, und dort erst wird sie gekrönt werden, herrlich sein, ohne Makel und Flecken, weil, aber hier sprengt es nun alles, sie von Gott her kommen wird.
Von daher gilt wohl wirklich, so richtige, ernsthafte Sorgen muss man sich nicht machen, auch und wenn aktuell einem nur das Beten bleibt, das aber auch hilft,


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