Mittwoch, 7. September 2016

Zwei große Experten für nichts

Sandro Magister spricht bei Settimo Cielo Klartext zu den Veröffentlichungen, von Melloni und Riccardi, die er "zwei Perlen" nennt. Dabei erfahren wir auch einiges über den neuen gerade in Italien gezeigten Episoden-Film über Papst Franziskus "Der Junge Papst". Einiges, was gelinde gesagt abstrus anmutet.
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"GROSSE EXPERTEN FÜR NICHTS. ZWEI PERLEN AUS DER URHEBERSCHAFT VON MELLONI UND RICCARDI"

"Zwei Experten, ebenso wie Paolo Mereghetti und Gian Carlo Biangiardo, wenn das wahr ist, was sie uns in den letzten Tagen über einige Vorstellungen zwei ihrer berühmten aber weniger einwandfrei katholischen Kollegen berichtet haben. 
Sorrentino




Mereghetti ist der leitende Filmkritiker des Corriere Della Sera und der berichtet von der Premiere des Filmes des neuen Episoden-Films in Venedig, der ab dem 21. Oktober bei Sky unter dem Titel "Der Junge Papst" (siehe Foto) ausgestrahlt wird.

"Die ersten beiden Szenen beginnen mit einer totalen Nacktaufnahme (der Papst ist am ersten Tag seines Pontifikates gerade aus der Dusche gekommen) und gehen mit einer programmatischen Rede weiter, die zu freier Liebe, Abtreibung und den Freuden des Sex einlädt. Die Verblüffung des Zuschauers wird größer, wenn klar wird, daß das nur ein Traum ist, nicht der Nackte natürlich- aber so bereitet er sich auf das vaticanische Leben vor, wo alles weitergehen kann, wie es in der Tat auch passiert."
"Auf alle Fälle zwischen den Zeilen- vielleicht ein bißchen zu sehr" ist das Urteil von Mereghetti über den Film.
Aber das Schöne ist, wo er berichtet, daß Sorrentino das Drehbuch für den Film mit der theologischen Mitarbeit von Alberto Melloni geschrieben hat. Das ist der Kirchenhistoriker, der an der Spitze der Bologna-Schule steht und zu den Koryphäen von Papst Franziskus gehört. Melloni ist der redselige Verfechter der Modernisierung des Papsttums. Aber wenn "Der Junge Papst" die erste Frucht davon ist.......


Professor Gian Carlo Biangiardo dagegen ist Ordinarius für Demographie an der Bibococca-Universität in Mailand und einer der gefragtesten Analytiker des katastrophalen Geburtenrückgangs, unter dem Italien immer mehr leidet.

In einem Interview, das er Andrea Zambano für La Nuova Bussola Quotidiana gab, erinnert der Professor in einem Kommentar zur nicht-stattfindenden politischen Reaktion zum demographischen Zusammenbruch an einer Stelle daran, daß es einen gültigen "Nationalen Plan für die Familie" gibt, der von der Regierung Berlusconi ausgearbeitet wurde, als Carlo Giovanardi für die Familienpolitik zuständig war, zu der er selbst einen Teil als Wissenschaftler beigetragen hatte.
Aber dann ging dieser Plan so in Rauch auf:
"Nach der Zustimmung der Regierung Monti wurde er in den Safe der Exekutive gelegt und dort wurde er nicht mehr in die Tat umgesetzt, als Andrea Riccardi den Posten von Giovanardi übernahm.

Riccardi, der außerdem Minister für Internationale Zusammenarbeit der nachfolgenden Regierung Monti war, hatte auch die Aufgabe, sich mit den Problemen der Familie zu beschäftigen, weil er die Gemeinde von Sant´Egidio gegründet hatte und sie weiterhin leitete. Diese Rolle war eine Art Ehrentitel.
Die Wirklichkeit sagt allerdings das Gegenteil. Weil hinter ihrer Erfolgsfassade in dieser Gemeinde seit langem ein Klima der Entmutigung für Geburten entstanden ist und ebenso Verlobungen und Eheschließungen von oben mit autoritären Methoden geregelt wurden, bis zudem Punkt, daß 2003 das Ehe-Nichtigkeitsurteil über eine Ehe zwischen zwei ihrer Mitglieder "wegen Zwanges" , das vom Römischen Kirchengericht verhängt wurde, Gerüchte aufkamen.
Der omnipräsente Riccardi ist auch ein Orakel, das von allen zu allem befragt wird, auch er ein Mitglied der Spitze des Hofstaates von Papst Franziskus.
Aber jetzt wissen wir, was er als Quasi-Familienminister erstellt hat, als er den einzigen je in Italien produzierten Plan, um dem Geburtenrückgang entgegenzuwirken, auf den Müll geworfen hat.
Quelle: Settimo Cielo, Sandro Magister


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