Mittwoch, 5. Oktober 2016

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Wegen des Copyrights, bitte ich den werten Leser hier zu klicken und sich das Bild zu Gemüte zu führen.
Es zeigt den derzeitigen, amtierenden Papst bei seinem Besuch in Amatrice.
Das Bild ist  bemerkenswert.

Der Papst steht vor einem Trümmerfeld, an dessen Ende der unzerstörte Kirchturm!

Es erinnerte mich an zweierlei.
Erstens an einen Besuch des geplagten, katholischen, mittlerweile emeritierten  Bischofs von Multan (Pakistan), Andrew Francis in Karlsruhe vor nunmehr über 15 Jahren, wo er uns erzählte, dass die frühen Christen im Erdbebengebiet von Armenien an ihre Häuser geschrieben hätten "Christus nobiscum state" (Christus ist fest mit uns (im Sinne von bei uns)).
Genau das sei der Satz der für sie in Pakistan, wie für uns im reichen, gottlosen Westen und für alle Christen gälte.



Zweitens, und jetzt wird es haarig, weil ich kein Erscheinungsfan bin, und von Lourdes mal abgesehen, mit all den Mirakeln so meine Schwierigkeiten habe, aber das Bild erinnert mich an Fatima.



Ohne jetzt das Erscheinungsthema zu arg auswalzen zu wollen, sei gesagt, sofern es sich nicht um echte, bewusste Lügen handelt, was wohl selten ist, halte ich es mit Kardinal Ratzinger, der betreffs Fatima, die Option offen lies, ob es sich nicht um Spiegelungen aus der Innenwelt, kleiner, frommer Kinder handle.
So behaupte ich einfach, dass die Kinder zwei allgemein bekannte christliche Grundinformationen, die Erwachsene meist gar nicht mehr zusammenbringen, in dem Bild, der zerstörten Stadt, durch die der Papst geht, zusammengebracht haben.
Das Bild speist sich aus der Information, dass einerseits die Kirche ewig ist, dass Christus gesagt hat, er bleibt bei uns, bis ans Ende der Welt, was man wohl so verstehen darf, dass er auch im Sakrament bei uns bleibt bis ans Ende der Welt.
Kardinal Ratzinger hat gesagt,  dass das Sakrament der Sakramente, nur dann richtig funktioniert, wenn es in Einheit mit dem amtierenden Papst gefeiert wird, weswegen, es den Papst braucht, um die Kirche, die aus den Sakramenten lebt, sich geradezu aus ihnen aufbaut, im Sein zu halten.
(Redemptoris Sacramentum *)
Alles andere was so ein Papst davon abgesehen veranstaltet, mag zwar gut, bzw nicht so gut, klug, bzw  nicht so klug sein, ist  aber sekundär.
Die andere Quelle ist die Kunde von der Gestalt der Welt, die vergeht, von der Vorläufigkeit und Sündhaftigkeit der Welt.
Und das zeigt das Bild aus Fatima von dem weißgekleideten Bischof, der durch die zerstörte Stadt geht, sehr gut.
Man kann es auch weniger echatologisch  sehen, einfach, als das was eben, seit dem Sündenfall, ist, Ein immerwährender Versuch, der immer wieder schief geht, den Naturgegebenheiten, von Verfall, und ewigen Wiederholungen, Saat und Ernte, den "Disteln und Dornen des Ackerbodens", dem andauernden Werden und Vergehen dadurch zu entkommen, indem man ihn überflüssig macht, was  sich im Bild  der Stadt gut aussagen lässt.
Stadt ist irgendwie Triumph des Geistes, über die Idiotie des Landlebens, Bild für was besseres, als Selbstgemachtes.
Stadt ist ein gutes Bild für den Versuch, das Paradies selber zu bauen.
Stadt ist ein Bild für die fortwährende und immer umfassendere Beherrschung der Naturkräfte, die es einem erlaubt vom "leben im Rhythmus mit der Natur" zu philosophieren, ohne darauf angewiesen zu sein, das auch tun zu müssen und dergleichen mehr.
Und es liegt im Menschen, dass die Dinge und Umstände eben nicht bleiben wie sie waren, sondern sich immer ändern müssen, eben, weil der Mensch hier nicht zuhause ist, sondern in der Verbannung, wie der bibelkundige weiß und der andere nicht wahr haben will.
So muss der Mensch immer irgendwie "Stadt" bauen und es kracht immer wieder, mal so, mal so zusammen.
Von daher, muss ich einfach mal sagen, fand ich, damals; die endlich veröffentlichte Botschaft des geheimnisumwitterten 3. Geheimnis, irgendwie popelig, weil, wie oben ausgeführt, es ja nun wirklich nichts neues, überraschendes, originelles ausgesagt wird.
Aber wenn man sich so umguckt, und in die Geschichte des letzten Jahrhunderts blickt, war das ja geprägt von dem Versuch, endlich die Stadt als Norm zu bauen, den Menschen zum Herrn über die Produktivkräfte und die Naturkräfte zu machen, und so lässt sich dann einfach feststellen, im Bild von Fatima, sagt sich aus, was dazu zu sagen ist.
So sagt uns das Bild, einfach, dass die Kirche da durch geht, durch den immer wieder scheiternden Versuch das Paradies zu bauen, solange bis das Ende der Zeiten da ist, und dann geht sie, so wie wir sie kennen, ebenfalls unter, weil sie dann nicht mehr gebraucht wird.
Von daher scheint mir das Bild, alle Kriterien für wahr zu erfüllen, es ist nichts neues, aber man mag die zugehörige Wahrheit nicht.
Und deshalb sei  unabhängig von allem gesagten.  dem werten Leser,. der tägliche Rosenkranz ans Herz gelegt, weil wenn nichts mehr hilft, beten hilft immer, und was ist ein besseres Gebet, als der Rosenkranz?!
An der Hand Mariens das Leben Jesu betrachten.








*Die Erwähnung des Namens des Papstes und des Diözesanbischofs im eucharistischen Hochgebet darf nicht weggelassen werden, damit eine ganz alte Tradition bewahrt und die kirchliche Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht wird. Denn «die kirchliche Gemeinschaft der eucharistischen Versammlung ist Gemeinschaft mit dem eigenen Bischof und mit dem Papst»


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