Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ein Buch über die lombardische Königin Theodolinde, das Papst Benedikt gewidmet ist

Beatrice von BenoîtXVI-et-moi berichtet, daß dem Papa emeritus ein Buch über die lombardische Königin Theodolinde gewidmet wird und ein bißchen was Vertrauliches von EB Gänswein.
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Was Papst Benedikt XVI bei der Generalaudienz am 28. Mai 2008 bei seiner Katechese über Königin Theodolinde und Papst Gregor den Großen sagte:

"Der Papst – er war ein wahrer Friedensstifter – setzte sich entschieden dafür ein, zu einem echten Frieden in Rom und in Italien zu gelangen, indem er mit dem Langobardenkönig Agilulf intensive Verhandlungen führte. Diese Unterhandlung brachte eine Zeit der Waffenruhe mit sich, die etwa drei Jahre dauerte (598–601); danach war es möglich, im Jahr 603 einen stabileren Waffenstillstand zu vereinbaren. 
Erreicht wurde dieses positive Ergebnis auch dank der parallelen Kontakte, die der Papst in der Zwischenzeit mit der Königin Theodolinde unterhielt, einer bayerischen Prinzessin, die im Unterschied zu den Häuptern der anderen germanischen Völker katholisch, tief katholisch war. 
Es ist eine Reihe von Briefen Papst Gregors an diese Königin erhalten, in denen er seine Hochachtung und seine Freundschaft für sie bekundet. 
Theodolinde gelang es, den König allmählich zum katholischen Glauben hinzuführen und so den Weg zum Frieden vorzubereiten. Der Papst kümmerte sich auch darum, ihr die Reliquien für die Basilika des hl. Johannes des Täufers zu übersenden, die sie in Monza hatte errichten lassen, und er versäumte auch nicht, ihr anläßlich der Geburt und der Taufe ihres Sohnes Adaloaldus seine Glückwünsche und wertvolle Geschenke für die genannte Kathedrale von Monza zukommen zu lassen. 
Das Geschehen um diese Königin ist ein schönes Zeugnis für die Bedeutung der Frauen in der Kirchengeschichte. Im Grunde waren es drei Ziele, auf die Gregor beharrlich setzte: der Expansion der Langobarden in Italien Einhalt zu gebieten; die Königin Theodolinde dem Einfluß der Schismatiker zu entziehen und ihren katholischen Glauben zu stärken; zwischen den Langobarden und den Byzantinern mit Aussicht auf eine Vereinbarung zu vermitteln, die den Frieden auf der Halbinsel gewährleistete und gleichzeitig gestattete, unter den Langobarden selbst eine Evangelisierungstätigkeit zu entfalten. 
Seine ständige Ausrichtung in der komplexen Angelegenheit war also eine zweifache: Vereinbarungen auf der diplomatisch-politischen Ebene zu treffen und die Verkündigung des wahren Glaubens unter den Völkern zu fördern."

    "EIN BUCH ÜBER KÖNIGIN THEODOLINDE, DAS PAPST BENEDIKT GEWIDMET IST"
Sein Sekretär Gänswein:"Sein Kopf ist ganz klar, er ist nicht blind, er nimmt am Leben der Kirche teil."
                                    
                               



"Der deutsche Erzbischof Georg Gänswein ist gerade einer Person begegnet, der bayrischen Königin Theodolinde: Porträts, Anekdoten, Kurioses wie ein Fächer, ein Kamm, ein Becher, Devotionsobjekte, wie Kännchen, die sie mit dem im Heiligen Land gesegneten Öl füllen ließ.
Der Mann, den alle Welt als alter ego von Papst Benedikt XVI kennt, sein persönlicher Sekretär
seit 2003, ein bißchen sein Knappe, hat gerade eine Reise durch die Zeiten absolviert- durch das 6. und 7. Jahrhundert- im Konflikt zwischen arianischen Lombarden und der Kirche. aber besonders mit der Friedensbrücke, die Theodolinde, eine junge Regensburger Prinzessin, katholisch von Geburt an, zwischen Papst Gregor dem Großen und dem Hof und dem lombardischen Volk, dessen geliebte Königin sie war, gebaut hat.




Und so gibt Msgr. Georg bekannt, daß Benedikt XVI zugestimmt hat, daß ihm das Buch " Theodolindes Kapelle im Dom von Monza. Ikonographischer Atlas" gewidmet wird, Opera Omnia über die Kapelle, mit der Eisernen Krone und der Reliquie der Kreuznägel, bei Königen, Päpsten und Kaisern umstritten und von den Gläubigen verehrt.

Seinen Namen mit dem Theodolindes zu verbinden, war keine private Entscheidung, wenn man die Rolle bedenkt, die die Königin in der Kirchengeschichte gespielt hat.

Gänswein erklärt:
"Er bekommt so viele Interviewanfragen, Bitten um Vorworte, daß er beschlossen hat, das nicht mehr zu machen. Aber dieses ist eine Widmung- das ist was anderes.Es ist der erste Besuch Gänsweins in Monza. 
Mit diesen ganz frischen Bildern im Kopf unterhält er sich mit einer Gruppe von Journalisten, unter einer großen Statue Johannes des Täufers,die den neuen Teil des Museums der Kathedrale beherrscht.
"Diese kaum bekannte Prinzessin aus Regensburg wird Königin, sie besitzt fast keine politische Bildung, aber es gelingt ihr, Politik zu machen, weil ihr Kompass der Glaube ist.
Es gelingt ihr, entgegengesetzte, unvereinbare Realitäten zu versöhnen. Das ist eine sehr wichtige Botschaft."

Auch noch für heute? Sicher: "Sie ist nicht nur eine Botschafterin sondern eine Friedensschöpferin- Und dann war sie eine Frau, die erste Frau, die das tat und als sie es tat, war sie fast noch ein junges Mädchen."

Wahrheiten die lange erhalten bleiben, werden- wenn es wahr ist, daß die Eisenkrone ein Mythos ist, zu einem einzigartiges Symbol in der Welt, dem es gelingt, die Wirkungen des Friedens zu entfalten.
Wo Frieden ist, gibt es Menschlichkeit, wo es keinen Frieden gibt, fehlt auch die Menschlichkeit."

Benedikt hat immer den häufig verborgenen Beitrag des weiblichen Genius wertgeschätzt, auch so weit, daß er als Papst eine so komplexe Frau wie Hildegard von Bingen zur Kirchenlehrerin machte. Er hatte auch angefangen, die lombardische Königin zu studieren, "Es gab ein Band von Bayer zu Bayerin, ein Band der Herzens. Sie ist aus Bayern gekommen, wo Ratzinger früher Professor war, sagt Gänswein. Er hatte ein Haus dort und er ist immer im August dahin zurück gekehrt, um zu studieren, selbst als Glaubenspräfekt.
Als er Papst wurde, endete seine Freiheit und das Haus wurde ein Studienzentrum."

Unmöglich seinen Privat-Sekretär, der schwere und helle Stunden geteilt hat, nicht zu fragen, wie es Papst Ratzinger heute geht. Er ist aus unserem Blickfeld verschwunden-trotz des Interviewbuches von Peter Seewald, das auch einige Polemiken hervorgerufen hat.
"Das Buch war- wie Sie wissen, nicht vorgesehen, aber Seewald ist zweimal gekommen- vor und nach dem Amtsverzicht, um seine Recherchen für eine Biographie zu erweitern. Zu einem Zeitpunkt sagte er."Ich stecke in einem Loch, aber ich habe Fragen gestellt, auf die ich wunderbare Antworten erhielt, es ist schade, sie nicht zu veröffentlichen. Er mußte Papst Benedikt überzeugen, sie in Form eines Buches zu publizieren. Benedikt sagte: "Ich stimme nur zu, wenn Franziskus einverstanden ist. Und das passierte dann ja auch."

Man hat über eine Fastblindheit bei Benedikt gesprochen: "Im Buch sagt er, daß er  92 und 93 Probleme mit einer Embolie hatte, die einen Teil seines Auges zerstörte. 20 Jahre sind vergangen und es hat ihm keine Probleme bereitet, von denen irgendwer etwas gewußt hätte. Dann habe ich das Buch in München vorgestellt und als ich das gesagt habe, gab es überall den Titel, daß der Papst fast halbblind ist, Um Himmelswillen!"
Benedikts Sekretär versichert: "Er ist ein Mann von fast 90 Jahren, er hat einen äußerst hellen Kopf, sicher, seine Beine spielen ihm zunehmend Streiche.... Er lebt wie ein Mönch, er verläßt den Vatican niemals, nur wenn Papst Franziskus ihn dazu einlädt, zuletzt am 28. Juni, für eine kleine Gedenkfeier anläßlich seiner 65 Jahre im Priestertum. Der Mann wird- wie Sie sehen- immer kleiner. Aber er nimmt am Leben in Italien, Deutschland und sicher am Leben der Kirche teil."  

Quelle:  Sabina Cottone, Il Giornale, BenoîtXVI-et-moi, La Santa Sede, LEV klicken

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